#1 23.12.2018, 12:46
Fornarina69 Abwesend
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Betreff: Schwerhörig oder nicht?
Vor kurzem hatte ich einen Hörtest mit folgendem Ergebnis

rechts links
125: 15 5
250: 10 5
500: 20 10
750: 5 5
1000: 15 5
1500: 15 15
2000: 15 15
3000: 15 25
4000: 25 30
6000: 25 30
8000: 35 45


Wenn ich das richtig recherchiert habe, ist bis 2000/3000 alles im grünen Bereich. Rechts ist es aber ab 4000 eine leichter Hörverlust, beim linken Ohr bereits ab 3000, und der Wert beim rechten Ohr bei 8000 ein mittlerer Hörverlust.

Ich hatte das Gefühl, dass ich schwerhörig sein könnte, denn ich habe Probleme beim Verstehen in lauter Umgebung, wenn jemand mit mir redet, z.B. im Restaurant, oder im Auto oder Flugzeug. Also das Herausfiltern von Störgeräuschen funktioniert nicht mehr so wirklich gut. Und je nachdem wie laut oder leise jemand spricht, verstehe ich auch oft schlecht oder nicht in einer leiser Umgebung, oder am Telefon. Ich merke, das ich öfter nachfragen muss, und es ist schon manchmal sehr lästig und nervig für mich.

Mein letzter Hörtest (wegen Tinnitus) war vor 10 Jahren, da waren diese Werte alle noch im 10-20db Bereich. Es hat sich also in den letzten Jahren verändert bei den hohen Tönen. Ich habe auch immer noch Tinnitnus, der ist chronisch.

Wenn ich richtig recherchiert habe, zahlt die Krankenkasse aber Hörgeräte erst ab einem Hörverlust im Hauptsprachbereich 500 - 3000 Hz von mindestens 30db, ist das richtig? Also wohl noch zu früh für Hörgeräte, oder ist das auch davon abhängig, ob man eine Einschränkung beim Sprachverstehen hat?
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#2 23.12.2018, 13:35
muggel Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Hallo,

die Indikation für Hörgeräte bei den gesetzlichen Krankenkassen ist in der Hilfsmittelrichtlinie festgeschrieben.
Demnach unterscheidet man zwischen einohriger und beidohriger Versorgung.
Die Indikation für eine einohrige Hörgeräteversorgung ist, dass beim schlechteren Ohr im Tonaudiogramm bei mindestens einer Prüffrequenz (500Hz, 1000 Hz, 2000Hz, 4000Hz) ein Hörverlust von mindestens 30 dB vorhanden sein muss UND im Sprachaudiogramm bei 65dB nicht mehr als 80% der Einsilber verstanden werden.

Für die beidohrige Hörgeräteversorgung gelten diese zwei Punkte für das bessere Ohr zutreffen.

Nach dem vorliegenden Werten käme höchstens eine HG Versorgung für das linke Ohr in Betracht, jedoch nur dann, wenn du entsprechend weniger als 80% Einsilber beim so genannten Freiburger erreichst.
Die reine Wahrnehmung von Hörschwierigkeiten reicht nicht aus!

Grüße,
Miriam

PS: Nach WHO (Weltgesundheitsorganisation) bist du auf beiden Ohren normalhörend. Gemäß WHO ist jemand schwerhörig, wenn ein mittlerer Hörverlust (=1/4*(HV 500Hz+ HV 1000 Hz + HV 2000 Hz + HV 4000 Hz)) von mehr als 25 dB vorliegt. Das ist bei beiden Ohren nicht der Fall.
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#3 23.12.2018, 14:20
Fornarina69 Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Hi, danke für die Antwort.

Das macht ja dann der HNO, also diesen Freiburger Test? Wenn ich nochmal zum HNO und sage dass ich Hörprobleme habe, dann würde er ja in die Richtung Testen, nehme ich an.

Falls ich jetzt zum HNO gehen würde und es käme heraus, dass für das linke Ohr ein HG in Betracht kommen würde, würde das dann überhaupt was bringen? Ich hab nicht das Gefühl, dass ich auf dem linken Ohr schlechter höre als rechts. Also können solche Verstehprobleme daher kommen, dass man auf einem Ohr weniger gut hört?
Ich würde das dann nämlich gerne ausprobieren, ob ich dann wieder alles normal verstehe. Und könnte man damit eine weitere Verschlechterung stoppen? Vor 10 Jahren hatte ich ja bei den hohen Tönen ab 3000 noch niedrigere Werte, von 10-20.
Es kann ja sein, dass das so bleibt wie es jetzt ist, es könnte aber auch weiter voranschreiten?
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#4 23.12.2018, 14:33
muggel Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Hallo,

Hörgeräte testen kannst du beim Akustiker eh.
Eine Verordnung muss der Arzt ausstellen, dh dafür müsstest du zum HNO und die Tests machen lassen.

Ob das etwas bringt, kann die keiner sagen, sondern das musst du austesten. Auch kann die keiner hier sagen, woher der Hörverlust kommt - das kann von altersbedingt bis familär etc alles sein. Auch kann dir keiner sagen, ob der Hörverlust mit der Zeit stärker wird und auch nicht bis zu welchem Grad.
Kurzum: alles ist möglich, nichts ist sicher.

Daher als Tipp: geh zum Akustiker, schildere deine Probleme, teste Hörgeräte - ggf auch beidseitig. Bringen sie dir was, dann rede mit deinem HNO zwecks Verordnung. Bringen sie dir nichts, dann hast du es zumindest versucht.
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#5 23.12.2018, 14:50
Fornarina69 Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Wusste nicht dass es so rum auch geht, also direkt zu einem Akustiker gehen und zuerst testen. Werde ich dann mal machen.
Eine Frage noch: wenn ich das mache und beim Testen stelle ich fest, dass es was bringt und ich bekäme dann auch eine Verordnung vom HNO, würde da bei mir auch so ein Im Ohr Gerät möglich sein?
Ich würde durchaus ein Hörgerät tragen, wenn es mir hilft, jedoch aber keines hinter dem Ohr.
Beim Testen ginge das wahrscheinlich nicht, weil das ja vermutlich individuell angefertigt wird?
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#6 23.12.2018, 15:17
Syrinx Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Es gibt tatsächlich auch schon Im-Ohr-Geräte, z.B. von Siemens, die eine Art Wechselohrstück haben, ähnlich einem Lärmschutzstöpsel, und im Ohr getragen werden können, also mit denen man sofort aus dem Laden spazieren kann. Das Ausprobieren wird aber sehr wahrscheinlich erst überhaupt infrage kommen, wenn du eine Ohrenärztliche Verordnung bekommen hast.
Für den Hörtest zum Akustiker (geht meist schneller als beim Arzt). Wenn ein Hörverlust gegeben ist, Termin beim HNO und danach käme dann das Thema welche Geräte, Versionen etc überhaupt sinnvoll wären, was der Akustiker als Lösung vorschlägt, was er für das Testtragen anbieten kann.

Kleiner Tipp am Rande aus gegebenem Anlass: Erkundige Dich vorher genau, wie viele Geräte und wie lange du die jeweils testen kannst ohne dass es für Dich evtl. kostenpflichtig wird.
beidseitig mit Phonak Audeo V versorgt und
zum Hörjunkie mutiert Grinning
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#7 23.12.2018, 15:18
Birkbot Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
prinzipiell geht auch im Ohr, die meisten Langzeit-Hörgeräteträger raten aber davon ab: Sind einfach ein bisschen schlechter in der Gesamtleistung. Aber das musst du selbst entscheiden.

wahrscheinlich wird der Akustiker die (ersten) Tests mit HdOs machen, einfach wegen der einfacheren Anpassung, das ist richtig.
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#8 23.12.2018, 15:33
fast-foot Abwesend
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1  Bewertung/en: 0 Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Hallo Fornarina69,

Zitat:
Falls ich jetzt zum HNO gehen würde und es käme heraus, dass für das linke Ohr ein HG
in Betracht kommen würde, würde das dann überhaupt was bringen? Ich hab nicht das Gefühl, dass ich auf dem linken Ohr schlechter höre als rechts. Also können solche Verstehprobleme daher kommen, dass man auf einem Ohr weniger gut hört?
Ich würde das dann nämlich gerne ausprobieren, ob ich dann wieder alles normal verstehe. Und könnte man damit eine weitere Verschlechterung stoppen?

Nein, jedenfalls nicht nachhaltig. Ich würde eher davon ausgehen, dass Hörgeräte langfristig gesehen eine zusätzliche Verschlechterung des Gehörs bewirken können, jedoch keine Verbesserung ("eher kurz- bis mittelfristig gesehen" höchstens eine Verbesserung der momentanen Situation in dem Sinne, dass mit den Geräten besser gehört werden kann als ohne).

Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#9 23.12.2018, 16:35
akopti Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Hallo fast-foot

meinst du tatsächlich, dass bei dieser Hörkurve wirklich Verstärkungswerte notwendig sind die zu einer möglichen Schädigung des Restgehörs führen können?

Gruß

Dirk
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#10 23.12.2018, 16:42
Randolf Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Hallo,

ohne GdB würde ich sagen: Nein.

LG Randolf
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#11 24.12.2018, 08:38
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Hallo akopti,

Zitat von akopti:
Hallo fast-foot

meinst du tatsächlich, dass bei dieser Hörkurve wirklich Verstärkungswerte notwendig sind die zu einer möglichen Schädigung des Restgehörs führen können?

Nein, ich meine, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Tragen von Hörgeräten* zu einer zusätzlichen Schädigung des Gehörs führen kann (I).

*) generell - unabhängig von Hörverlust, Einstellung** etc.

**) Ausnahme: der maximale Ausgangsschalldruckpegel ist auf 70 dB (A) (bezogen auf den Gesamtpegel und mittels in-Situ-Messung bestimmt) begrenzt, was kaum praktikabel sein dürfte

Ich kenne nämlich keine Studie, welche belegt, dass bei bestimmten Hörverlusten eine zusätzliche Schädigung des Gehörs durch das Tragen von Hörgeräten ausgeschlossen werden kann, und darüber hinaus auch die relevanten Zusammenhänge, auf Grund welcher man auf Aussage (I) schliessen kann.

Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#12 24.12.2018, 09:42
akopti Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Vielleicht in deiner Theorie.
Ein solcher Hörverlust wird offen versorgt, da im Tieftonbereich keinerlei Verstärkung benötigt wird. Nur die fehlenden hohen Frequenzen werden geringfügig verstärkt. Durch die offene Versorgung würden die schädigenden Lautstärken auf dem natürlichen Weg ins Ohr gelangen. Dabei ist es egal ob das Gerät auf 70 dB beschränkt ist.
Dies würde bedeuten, dass es nicht das HG selbst ist, welches zu einer Verschlechterung führt, sondern nur die Umgebung, in der sich der Träger aufhält.


Der Threatsteller schreibt ja selbst, dass sich sein Gehör in den letzten 10 Jahren verschlechtert hat und da hat er kein HG getragen.

Deine theoretische Annahme mag bei hochgradigen SH gelten, aber da gibt es aktuell keine Alternative, wenn man verstehen möchte. Aber hier geht es um einen geringfügigen Hörverlust. Bitte unterscheide dies, bevor du deine unhaltbaren Warnungen und Verunsicherungen aussprichst.

Frohe Weihnachten

Dirk
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#13 24.12.2018, 10:11
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Hallo akopti,

Zitat von akopti:
Ein solcher Hörverlust wird offen versorgt, da im Tieftonbereich keinerlei Verstärkung benötigt wird. Nur die fehlenden hohen Frequenzen werden geringfügig verstärkt. Durch die offene Versorgung würden die schädigenden Lautstärken auf dem natürlichen Weg ins Ohr gelangen. Dabei ist es egal ob das Gerät auf 70 dB beschränkt ist.

Nein, ist es nicht - da ich von einer ZUSAETZLICHEN Schädigung, verursacht durch das Hörgerät, schrieb.


Zitat von akopti:
Der Threatsteller schreibt ja selbst, dass sich sein Gehör in den letzten 10 Jahren verschlechtert hat und da hat er kein HG
getragen.

Na und. Eine ZUSAETZLICHE* Schädigung durch Hörgeräte wird hierdurch nicht ausgeschlossen.

*) ich schrieb von einer zusätzlichen Schädigung


Zitat von akopti:
Deine theoretische Annahme mag bei hochgradigen SH gelten, aber da gibt es aktuell keine Alternative, wenn man verstehen möchte. Aber hier geht es um einen geringfügigen Hörverlust. Bitte unterscheide dies, bevor du deine unhaltbaren Warnungen und Verunsicherungen aussprichst.

Nein, meine Schlussfolgerungen gelten, wie ich bereits geschrieben habe, generell - unabhängig von Hörverlust, Einstellung (bis auf die bereits erwähnte Ausnahme) etc.

Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#14 24.12.2018, 10:46
akopti Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Nach deinen Schlussfolgerungen müsste jeder SH den ganzen Tag, egal wo er sich aufhält einen Schallschutzkopfhörer tragen und kein Hörgerät. Nach deiner Schlussfolgerung würden 70 dB schädigend wirken, also ein laufender Wasserhahn, Unterhaltung von 4-6 Familenmitgleidern, ein Wasserkocher.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du mit deinen Schlussfolgerungen, die du dir aus irgendwelchen Veröffentlichungen herausziehst, über das Ziel hinausschießt.
Sicher Lärm macht Krank, nur du gehst zu weit.

Eine Frage: Wenn ein Hörverlust sich ohne HG verschlechter, um wieviel Prozent würde in diesen oben Beschriebenen Fall das HG zusätzlich schädigen?
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#15 24.12.2018, 14:31
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Hallo akopti,

Zitat von akopti:
Nach deinen Schlussfolgerungen müsste jeder SH den ganzen Tag, egal wo er sich aufhält einen Schallschutzkopfhörer tragen und kein Hörgerät.

Nein, sondern wenn schon Hörgeräte, welche das Gehör so gut wie möglich schützen (geschlossene Otoplastiken wären sinnvoll) oder aber im Minimum das Verstehen insbesondere im Störschall entscheidend verbessern bei möglichst geringer Belastung für das Gehör (ist mit den aktuellen Geräten nicht wirklich machbar).
Müssen tut dies allerdings kein Mensch - aber er sollte wenigstens richtig aufgeklärt werden von den Leuten, welche Geräte verkaufen, welche das Gehör zusätzlich schädigen können.


Zitat von akopti:
Nach deiner Schlussfolgerung würden 70 dB schädigend wirken, also ein laufender Wasserhahn, Unterhaltung von 4-6 Familenmitgleidern, ein Wasserkocher.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du mit deinen Schlussfolgerungen, die du dir aus irgendwelchen Veröffentlichungen herausziehst, über das Ziel hinausschießt.
Sicher Lärm macht Krank, nur du gehst zu weit.

Beurteilungspegel unter 75 dB (A) am Arbeitsplatz beziehungsweise unter 70 dB (A) bezogen auf einen 24 Stunden-Tag werden laut WHO als „sicher“, das heißt gehör-unschädlich, angesehen (das heisst, der Wasserhahn kann gerade noch nicht zu einer Gehörschädigung führen, selbst wenn er den von Dir angegebenen Schalldruckpegel erzeugt und man auch über Jahre während 24 Stunden jeden Tag in einem Meter Abstand daneben steht).

Wenn ich falsche Schlussfolgerungen ziehe, dann auch die WHO.

Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
↑  ↓

#16 25.12.2018, 10:09
muggel Abwesend
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1  Bewertung/en: 100 Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Zitat von Randolf:
Hallo,

ohne GdB würde ich sagen: Nein.

LG Randolf

Bevor hier mal wieder Falschaussagen verknüft werden: ob jemand schwerhörig ist oder nicht, hängt nicht vom GdB ab!
1. eine. GdB kann man auch ohne Schwerhörigkeit bekommen.
2. es wird keiner gezwungen, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen.
3. Leicht und mittelgradig schwerhörige Personen bekommen oft keine. Schwerbehindertenausweis nur aufgrund der Hörschädigung!
4. Ein GdB wegen Schwerhörigkeit hat nichts, aber auch gar nichts, mit einer HG-Verordnung zu tun. Und auch nichts mit dem Gefühl, schwer in Gruppensituationen zu verstehen.
↑  ↓

#17 25.12.2018, 12:43
Randolf Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Hallo,

kommt drauf an, wie man sich fühlt.
Wenn sich jemand bei den angegebenen Werten sh fühlt, dann ist er es wohl auch.
Wenn die Hörbehinderung durch HG oder CI gut versorgt werden kann, ergeben sich kaum Nachteile in Beruf und Leben.

LG Randolf
↑  ↓

#18 25.12.2018, 13:24
Fornarina69 Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Sie, nicht er..

Ich wurde schon paarmal von Bekannten/Freunden gefragt, ob ich schlecht höre, weil ich eben öfter mal nachfragen muss oder etwas nicht gehört habe, was der andere eben doch gehört hat. Außerdem verstehe ich eben manchmal etwas falsch. Das ist ja nicht etwas, das ich mir einbilde. Es könnte erblich sein, mein Vater ist schwerhörig und hat seit er 60 ist Hörgeräte. Allerdings bei ihm aber auch zum Teil lärmbedingt.
Das ist ja jetzt auch gemessen in schalldichter Umgebung, da käme doch sicherlich etwas anderes heraus, wenn es laut ist drumherum? Es ist ja bei mir überwiegend in lauter Umgebung.
Jetzt mal schauen, ob ich mal zu einem Akustiker gehe. Und was dann herauskommt. Auf jeden Fall kämen für mich, wenn es denn wäre, nur diese im Ohr in Frage, die man nicht sieht. Die Frage wäre dann nur, ob das geht, denn ich hab sehr kleine Gehörgänge. Naja abwarten...

Aber wegen einer Schädigung, also wegen der Diskussion...ein HG verstärkt die Frequenzen, die betroffen sind? Also zB bei 4000kz, da würde dann bei mir diese Frequenz 30db laut“ gemacht beim linken Ohr.. oder die 8000hz dann 45db? Wenn der Ton leiser ist als das, höre ich ihn ja nicht..? Warum kann das einen Schaden hervorrufen?
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 25.12.2018, 13:29 von Fornarina69. ↑  ↓

#19 25.12.2018, 14:18
Dani! Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
Mach dir keine Sorgen wegen zusätzlicher Schädigung. Bei diesem Hörverlust ist das bei echten Hörgeräten nur theoretischer Natur. Praktisch merkst du es selbst, dass es dann zu laut ist. Bei offener Versorgung wie wahrscheinlich bei dir, geben HGs in lauten Umgebungen keinen mucks von sich, weil du den Ton ohnehin direkt hörst.

Ich finde es aber erstaunlich, dass du in lauter Umgebung schlechter hörst als in ruhiger. Bei den leicht Schwerhörigen, die ich persönlich kenne, ist es umgekehrt und manche nehmen dann ihre Geräte sogar aus den Ohren, um besser zu verstehen.
VG Dominik
R+L: 125Hz/10dB 250Hz/20dB 500Hz/35dB 1k/80dB 2k/90dB >=3k/--
Seit 2018: Phonak Naida B70-SP
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#20 25.12.2018, 15:27
Birkbot Abwesend
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Betreff: Re: Schwerhörig oder nicht?
^ne, Dani!, ich glaub eher, dass das ein "schlecht Verstehen" im Lärm bei der Threaderstellerin ist. Das in der lauten Umgebung ist logisch, weil die hohen Frequenzen bei der TE schlecht sind. Und die hohen Frequenzen tragen nen guten Teil zur Sprachverständlichkeit bei. Es dürfte also bei der TE alles etwas genuschelt klingen und dieses Nuscheln im Lärm zu verstehen ist das schwierige. hohe Frequenzen weg -> bei Lärm kein großer Unterschied mehr zu hören, v.a. bei Zischlauten -> Sprachverstehen weg -> "schlecht hören".
"Deine" leicht Schwerhörigen haben das Problem, dass die Spracherkennung bzw. -filterung der HGs nicht so gut funktioniert wie das eigene Ohr: Es wird zu viel Gesamtgeräusch verstärkt und dadurch "ertrinkt" die Sprache im Lärm. HG raus -> Lärm weg -> Verstehen da.
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