#1 22.01.2019, 17:05       ↓ 
Klecksel Abwesend
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Dabei seit: 22.01.2019
Beiträge: 6


Betreff: Klecksel stellt sich vor
Hallo liebe Forengemeinde,

ich bin eine 59jährige Frau aus Schwaben und sammle grade meine ersten Erfahrungen mit Hörgeräten.

An meinem Arbeitsplatz ist es relativ laut, nichts für störempfindliche Naturen. Ein Büro an einer sehr lauten Stadtkreuzung, deren Lärm auch nach innen dringt. Die große Feuerwache, das Volksfest. Etwa 30 eingehende Telefonate am Montag morgen, meist von Mobilgeräten aus. Zwei Telefone, zwei Bildschirme, Kollegen im gleichen Raum. Ich lebte zunehmend in ruhigerer Umgebung und konnte mich klasse konzentrieren, bis ich die Anrufer immer schlechter verstand und zum Schluss blamabel oft nachfragen musste. Manchmal halfen auch das Nachfragen und das Raten gar nicht mehr.

Jetzt probiere ich Hörgeräte aus und muss wieder nachfragen und raten:) Ich freue mich auf Eurer Expertentum und hoffe darauf, dass Ihr mich ein bißchen aufschlauen könnt:)

Viele Grüße aus Stuttgart
Hz 125 250 500 1k 2k 4k 8k
Db R30 30 35 35 35 65 95
Db L20 20 25 25 30 65 95
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#2 24.01.2019, 13:34   ↑    ↓ 
Tuchel48.1.1 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 14.05.2015
Beiträge: 240


Betreff: Re: Klecksel stellt sich vor
Hallo, dein Problem ist sicher vielen bekannt, überall Lärm, ständiges Handy-telefonieren und immer schlechter verstehen. Das belastet sehr.
Daß du Hörgeräte probierst, ist eine gute Wahl, aber das Superhören kommt nicht sofort, sondern muß erst eingewöhnt werden. Mit der Zeit wird das Verstehen besser, aber es ist notwendig, die Hörgeräte viel zu tragen.. Gut ist die Tatsache, daß monderne Hörgeräte Lautstärke-reduziert sind. Egal, wie laut es in Wirklichkeit ist, die HG lassen nur soviel ins Ohr, wie es vom Akustiker eingestellt ist. So wird das verstehen auch leichter.

Gibt es an deinem Arbeitsplatz einen Schwerbehinderten-Beauftragten? Dann sprich den mal an, der kann dir vielleicht helfen, einen entspannteren Arbeitsplatz zu bekommen. Oder der Integrationsfachdienst. Du siehst, es wird einem schon geholfen, man muß nur Bescheid wissen und sich trauen, den Mund aufzumachen.


Übrigens: ich wohne auch nicht weit von Stuttgart, in Ludwigsburg.

Falls du andere Hörgeschädigte suchst: es gibt in Stuttgart einen Verein, der ermöglicht Unterhaltung barrierefrei und es gibt verschiedene Gruppen, denen man sich anschließen kann.

Viel Glück!
Gruß Hilde
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#3 24.01.2019, 16:35   ↑    ↓ 
Randolf Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.04.2017
Beiträge: 257


Betreff: Re: Klecksel stellt sich vor
Hallo,
es ist nicht einfach, Änderungen am Arbeitsplatz zu erreichen.
Da du offenbar die ersten HG testest, bist du wohl auch nicht als "Schwebi" anerkannt?
Ein Beauftragter, falls überhaupt vorhanden, kann, muss sich aber nicht kümmern.
Vielleicht bringt ein Raumwechsel etwas, wenn Chef und Kollegen einverstanden sind.
Einfach mal freundlich fragen.

LG von Randolf
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#4 24.01.2019, 18:11   ↑    ↓ 
Oolong Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 29.10.2018
Beiträge: 36


Betreff: Re: Klecksel stellt sich vor
Hallo Klecksel,

Randolf lieferte mir gerade das Stichwort: Ich würde möglichst bald einen Antrag auf Anerkennung der Schwerbehinderung stellen. Das sichert Dich gegenüber dem Arbeitgeber ab (Kündigungsschutz und erhöhter Urlaubsanspruch) und somit nicht unwichtig.

LG Ella
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