#1 21.03.2019, 09:43
Anke F Abwesend
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Beiträge: 1


Betreff: Völlig verunsicherte Eltern - Hörgerät für 3-monatiges Baby?
Hallo,

ich bin neu hier und völlig verunsichert:

Seit letzter Woche habe ich für meine 3-monatige Tochter die Diagnose eines Pädaudiologen mittlere Schwerhörigkeit (40 dB) auf beiden Ohren. Mit den Fachbegriffen kenne ich mich noch nicht so aus, da alles neu ist und ich gerade dabei bin, mich einzuarbeiten. Vorangegangen war ein nicht meßbares Neugeborenenscreening 3 Tage nach der Geburt (OAE und BERA? (zumindest mit aufgeklebten Elektroden)), dann letzten Monat eine auffällige BERA-Messung, die letzte Woche mit den Frequenzen 500, 1000, 2000, und 4000 Hz wiederholt wurde. 50 dB waren über die Frequenzen hinweg hörbar, 40 dB nicht mehr. Das Baby hat tief geschlafen, war aber nicht sediert. Außerdem hat der Arzt ihr in die Ohren gesehen. Danach haben wir ein Rezept für ein Hörgerät sowie die fachärztliche Bescheinigung für Hörschädigung und über sprachliche Hilfen bekommen. An sich fühle ich mich gut versorgt und beraten, allerdings je mehr ich nachlese, desto größer wird meine Verunischerung, welche Maschinerie da in Gang gesetzt wurde/wird. (Wir sind jetzt bei der Farbauswahl der Hörgeräte...) Oder ob ich es einfach nicht wahrhaben möchte...

Es wurde keine Tympanometrie gemacht, ist dann eine solche Diagnose überhaupt möglich? Und wie sind die Erfahrungen mit FM-Geräten für 3monatige Babys, ist das schon sinnvoll oder nicht? Der Pädakustiker sagt, alle 4 Jahre besteht en Anspruch auf neue HG bei Kleinkindern, d.h. es ist jetzt schon eine weitreichende Entscheidung.

Vielleicht kann mir jemand helfen... Vielen Dank schon mal!
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#2 21.03.2019, 10:49
Tuchel48.1.1 Abwesend
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Dabei seit: 14.05.2015
Beiträge: 271


Betreff: Re: Völlig verunsicherte Eltern - Hörgerät für 3-monatiges Baby?
Hallo, Anke, wenn deine Tochter mit 3 Monaten schon ein Hörgerät bekommt, wird sie sich fast normal entwickeln, die Sprache wird auch im richtigen Zeitpunkt beginnen. Klar, Sorgen macht man sich schon, aber es wird eben manches anders verlaufen als bei einem guthörenden Kind. Es wird viel Zeit für die Eltern nötig sein, denn einfach zurufen ist sicher nicht drin, das Kind wird sicher auch von den Lippen lesen müssen, um zu verstehen. Bei der Schule wird manches anders verlaufen, aber so schlimm ist das nicht. Wichtig ist, daß das Kind gut gefördert wird.

Laß dich nicht verunsichern, es wird alles halb so schlimm sein, sodaß deine Tochter eine gute Schulbildung absolvieren wird und auch einen guten beruf erlernen kann. Kopf hoch! Viell Glück mit deiner Tochter!


Gruß Hilde
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