#1 05.04.2019, 09:31
Archetim Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 04.04.2019
Beiträge: 9


Betreff: Hallo in die Runde...
Hallo allerseits,

nachdem ich schon einige Zeit mitgelesen habe, habe ich mich nun auch mal angemeldet Smiling

Ich bin 49 Jahre alt und habe seit vielen Jahren beidseitig ausgeprägte Hochtonschwerhörigkeit, verbunden mit einem permanenten beidseitigen multifrequenten Tinnitus bei 2-4 kHz und starker Hyperakusis in diesem Bereich.

Trage seit 2013 Hörgeräte, Oticon Acto Pro mit Schlauchsystem und offen. Nun ist es wieder Zeit für was neues, allerdings ist mein Hörverlust lt. Aussage meines Akustikers im Grunde kaum versorgbar. Mal schauen, was so machbar ist...

Wen es interessiert, ich habe mein Audiogramm mal angehangen...

mfg, Archetim

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#2 05.04.2019, 10:31
Dani! Abwesend
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Dabei seit: 09.03.2012
Beiträge: 720


Betreff: Re: Hallo in die Runde...
Doch, der Hörverlust ist vesorgbar. Du hast bei 95dB immer noch 70 bzw. 85% der Einsilber richtig erraten, bei mir gehts nur bis 55%
Der noch extremere Abfall als bei mir von 1kHz auf 2kHz macht die Sache schwierig, das stimmt. Zumal wegen Hyperakusis kein Spielraum zum Verstärken zwischen 2 und 4kHz da ist. Ab 4kHz hörst du immerhin noch die Zischlaute, wenn sie mit Hörgeräten verstärkt werden.
Wenn ich Akustiker wäre, würde ich die HGs so einstellen, dass sie zwischen 2 und 4kHz einen Hörverlust von 70-80dB ausgleichen, sonst wird's dir dort zu laut. Und unversorgt lassen würde ich diesen Bereich erst recht nicht.
R+L: 125Hz/10dB 250Hz/20dB 500Hz/35dB 1k/80dB 2k/90dB >=3k/--
Seit 2018: Phonak Naida B70-SP
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#3 05.04.2019, 12:35
Archetim Abwesend
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Dabei seit: 04.04.2019
Beiträge: 9


Betreff: Re: Hallo in die Runde...
Danke für das Feedback...

Die Idee mit einer verminderten Verstärkung im Bereich 2-4 kHz hatte ich auch schon. Ich denke auch, dass der gemessene Verlust dort auch wesentlich mit vom Tinnitus verursacht wird. Der liegt ja in dem Bereich und ist auch ziemlich laut. Die Messtöne müssen den ja quasi erstmal "durchbrennen".

Ich habe jetzt zunächst Oticon Opn S 3 zum Testen bekommen, da ich unbedingt die iPhone-Anbindung will. Mein HGA meint aber, dass die eigentlich technologisch überdimensioniert sind, da ich aufgrund meiner Kurve von dem ganzen "Zauberzeug" ohnhin nichts hätte. Zum nächsten Termin will er die Oticon Siya besorgen, die sind "nur" Mittelklasse und auch schon MFI-zertifiziert.

mfg, Archetim
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#4 05.04.2019, 13:48
Sennar Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 27.07.2018
Beiträge: 8


Betreff: Re: Hallo in die Runde...
Hallo Archetim und willkommen im Forum!

Wie waren denn Deine Erfahrungen mit dem Schlauchsystem von 2013? Für den aktuellen Hörverlust ist dieser definitiv nicht ansatzweise ausreichend - Durch die 0,9mm bzw. maximal 1,4mm dünnen Dünnschläuche kann die Verstärkung, die Du benötigst, gar nicht ansatzweise ans Ohr gebracht werden. Probierst Du jetzt Ex-Hörer oder Standard-Schläuche?

Die Aussage, dass der Hörverlust nicht versorgbar sei, finde ich etwas überdramatisiert. Du hast einen starken Hochtonsteilabfall, aber versorgbar ist es. Dani hat es schon ganz richtig gesagt: Nach der Einsilbermesung verstehst Du rechts bis zu 85%, links bis zu 70% bei lauter Sprache. Bei normaler Sprache bist Du ja bei 35%. Das heißt, Du kannst eine Verbesserung um 50-Prozentpunkte erreichen, und das ist schon nicht unerheblich.

Hast Du schon mal eine Frequenz-Kompression probiert? Die ist bei Oticon Opn S3 möglich, beim Siya 1 auch, beim Siya 2 aber nicht. Da kann man wahlweise die Übertragung im hochfrequenten Bereich einschalten oder ausschalten, aber auf jeden Fall werden die Töne für Dich in den besser hörbaren Mittel- und Tieftonbereich übertragen. Erfahrungen damit sind unterschiedlich, aber sicherlich einen Versuch wert.

Wenn weiter tatsächlich mit Verstärkung im Hochtonbereich gearbeitet wird, würde ich definitiv nahe legen eine Otoplastik für den Ex-Hörer fertigen zu lassen. Sonst wirst Du - auch bei einem Opn S - früher oder später Probleme mit der Rückkopplung haben, außerdem ist es bei einer Hyperakusis auch gut, wenn das HG laute Töne von außerhalb "abschalten" kann, ohne dass diese am Ex-Hörer vorbei trotzdem noch ans Ohr kommen.

VG
Sennar
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#5 05.04.2019, 14:06
Archetim Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 04.04.2019
Beiträge: 9


Betreff: Re: Hallo in die Runde...
Hallo Sennar,

mit dem Dünnschlauchsystem bin ich lange gut klargekommen, in 2013 sah meine Hörkurve auch noch sehr viel besser aus. Das "Tal" bei 2-4 kHz war flacher, bis max. 80 dB und auch bei 1 kHz hatte ich noch 20 dB mehr. Mit der Zeit wurde es dann eben schlechter. Mein HGA hatte auch vor ca. 3 Jahren schon gesagt, dass er mit der offenen Versorgung an die Grenzen der Rückkopplungskontrolle stößt und eine Plastik angeraten.

Derzeit teste ich die Opn S mit Ex-Hörer, ich glaube der 85 oder 100.

Frequenz-Kompression ist das, was Oticon "Speech Rescue" nennt? Das hatte ich mit einem ReSound seinerzeit mal getestet, empfand ich allerdings als höchst gewöhnungsbedürftig. Werde es bei den nächsten Sitzungen aber in jedem Fall mal ansprechen.

Die Hyperakusis schlägt bei mir eigentlich nur in Verbindung mit Hörgeräten zu. Natürliche Geräusche, auch normal laute, stören nicht, wenn ich keine HG trage. Eine Kreissäge allerdings schon...

Ich möchte einen Komplettverschluss der Ohren möglichst vermeiden, da ich schnell unter Juckreiz leide dann. Ich habe schon mit den normalen Bass-Schirmchen so meine Probleme und verwende lieber die "Zweiflügeligen".

mfg, Archetim
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#6 05.04.2019, 15:52
Ohrenklempner Abwesend
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Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 1.767


Betreff: Re: Hallo in die Runde...
Mit normaler Frequenzkompression kann man bestimmt einiges erreichen, allerdings ist das bei diesem Steilabfall tatsächlich ganz schön gewöhnungsbedürftig. Ich sehe aber noch Chancen bei den Frequenzen über 4 kHz. Daher würde ich eher "Frequenzkomposition" (so nennt es Bernafon) nutzen. Da wird das Signal nicht nur frequenzverschoben bzw. -komprimiert sondern das originale Signal bleibt zusätzlich erhalten. Mein Gedanke wäre, das "unhörbare" zwischen 2-3 kHz weiter runter zu holen, aber das noch hörbare ab 4 kHz zu erhalten. Wie macht Oticon das? Komprimieren die nur oder komponieren die auch? Grinning
Allons-y!
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#7 05.04.2019, 20:50
Archetim Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 04.04.2019
Beiträge: 9


Betreff: Re: Hallo in die Runde...
Hatte grad nochmal Kontakt zu meinem HGA. Er hat gemeint, dass er beim Einstellen der Opn S die Frequenzkompression schon mit aktiviert hatte, ohne dass ich da eine Veränderung bemerkt hätte. Und auch das Impulsschall-Management wäre aktiv, trotzdem sind mir laute Geräusche mit den Geräten momentan viel zu laut.

Selbst Audiostreaming vom iPhone geht nicht wirklich, weil schon leicht lautere Musikpassagen durchschlagen. Vermutlich ist die Verstärkung um 2-4 kHz noch immer viel zu hoch.

Der HGA hat wohl schon recht, wenn er meint, dass mir der ganze Hightech-Kram bei meinem Gehör nicht viel helfen kann. Ich werde beim nächsten Termin das Siya 2 testen, da werde ich ja merken, wie sich das im Vergleich zum Opn S 3 anhört. Wenn ich da überhaupt was merke an Unterschied...

Mfg, Archetim
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 05.04.2019, 20:55 von Archetim. ↑  ↓

#8 05.04.2019, 22:33
schmetterling Abwesend
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Dabei seit: 09.01.2017
Beiträge: 23


Betreff: Re: Hallo in die Runde...
Hallo Archetim,

ich teste zur Zeit mehrere Hörgeräte. Bin jetzt beim fünften. Am besten komme ich mit den Phonak Marvels 70 klar. Zu den Marvel 90 gibt es keine wesentliche Verbesserung. Den TV Connector habe ich auch zum testen. Endlich wieder fast normales fernsehen. Meine Kurve ist zwar nicht ganz so steil wie deine, aber gib die Hoffnung nicht auf. Du wirst bestimmt noch etwas passendes finden.
VG Schmetterling

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#9 16.04.2019, 16:05
Archetim Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 04.04.2019
Beiträge: 9


Betreff: Re: Hallo in die Runde...
Hallo Smiling

Mein HGA hat mir jetzt die Siya 1 angepasst zum Testen. Wir haben dabei versucht, die Verstärkung zwischen 2 und 4 kHz zu begrenzen, so wie das auch hier von @Dani! vorgeschlagen wurde. Das war genau der richtige Tipp, danke Wink

Es ist jetzt alles sehr viel besser, auch das Audiostreaming funktioniert nun so, wie man sich das vorstellt.

Mal hören, wie sich das die nächsten Tage gestaltet. Zum nächsten Termin hat er dann Phonak M50 oder M30 da. Ich will neben Oticon auch nochmal einen anderen Hersteller testen.

mfg, Archetim
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 16.04.2019, 16:06 von Archetim. ↑  ↓

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