#1 08.11.2019, 11:31
tabbycat Anwesend
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Betreff: Schwerhörigkeit und Fremdsprachen...
Moin,

ich bewege mich in einem internationalen Arbeitsumfeld, muß häufig auf englisch kommunizieren. - Eigentlich sind meine Sprachkenntnisse recht sicher - nicht perfekt, aber so daß ich gut verstehe und verstanden werde.

Mit zunehmender Schwerhörigkeit fällt mir auf, daß mir trotz guter HG-Versorgung die schriftliche Kommunikation in der Fremdsprache leichter fällt als die mündliche, gerade auch was die Umsetzungsgeschwindigkeit in meinem Hirn betrifft.

Sprich: Als ich noch annäherend normalhörend war, konnte ich einfach drauflos quatschen, inzwischen brauche ich länger zum Verarbeiten-Reagieren-Umsetzen.
Wenn ich allerdings was schreiben muß, kann ich das in der altgewohnten Geschwindigkeit.

Ist das allein mein persönliches Problem, oder gibt's hier noch mehr Leute, denen es so geht?
Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: "Das ist technisch unmöglich."
(Sir Peter Ustinov)
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#2 08.11.2019, 13:42
Rondomat Abwesend
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Beiträge: 245


1  Bewertung/en: 100 Betreff: Re: Schwerhörigkeit und Fremdsprachen...
Ich bin sicher, da bist Du nicht alleine, ich habe das an mir selbst auch festgestellt. Je unsicherer ich in der Kette "Verarbeiten-Reagieren-Umsetzen", wie Du dies nennst, war, umso länger wurde die Kette. Es trifft den Zustand also ganz gut.

Aber es geht voran: Mit zunehmender Hörqualität, und nun nach einigen Jahren mit CIs, wird das Verarbeiten und die Reaktion darauf schon etwas schneller. Zug um Zug werden also alte, durch die Schwerhörigkeit verloren gegangene Hör-Mechanismen wieder zum Leben erweckt. Das macht sicherer und damit auch wieder etwas spontaner.
Viele Grüsse, Rainer
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Ich habe dauernd Med-el's im Kopf ....
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#3 10.11.2019, 13:33
KatjaR Abwesend
Moderator
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Beiträge: 777


Betreff: Re: Schwerhörigkeit und Fremdsprachen...
Grade Englisch verstehen fand ich besonders schwierig, da th als Laut häufig vorkommt und mir Englisch insgesamt sehr hochtonlastig erscheint, was bei den oft besonders ausgeprägten Einschränkungen im Hochtonbereich eine Rolle spielt. Durch ein 2. CI, was den Hochtonbbereich besser abdeckt, verstehe ich Englisch wieder viel besser. Durch schlechteres Verstehen einzelner Laute, wird die automatische Worterkennung erschwert und das Gehirn braucht länger um die dadurch fehlende Lücke im Verständnis zu füllen, was bei Nichtmuttersprachen meist eh schon länmger dauert als in der Muttersprche. Insgesamt bleibt das Fremdsprachverstehen mit Hörschädigung eine klar schwerere Herausforderung als das Verstehen in Muttersprache auch bei guter Versorgugn, ist jedenfalls auch meine Erfahrung. Gewöhnung durch häufigen Gebrauch kann das zwar etwas ausgleichen, aber meist nicht vollständig eleminieren. LG Katja
Langjährige CI-Trägerin (AB) Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.
(Rainer Maria Rilke)
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#4 14.11.2019, 20:18
Chocolate Abwesend
Mitglied
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Beiträge: 128


Betreff: Re: Schwerhörigkeit und Fremdsprachen...
Ich habe das problem auch festgestellt und gehe da mit sehr viel üben gegen an. mir machen Vor allem Akzente Schwierigkeiten daher höre ich mir das vermehrt via youtube an um es zu trainieren
Chrissy
beidseits mittlerweile hochgradig SH ("Wannen"kurve)
versorgt mit Phonak Naida B70 SP
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