#1 19.01.2006, 23:15
meeresmutter Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 15.01.2006
Beiträge: 6


Betreff: kindergarten
hallo,
bin neu hier im forum, möchte gerne informtion über erfahrungen mit intergrativkindergärten und schwerhörigenkindergarten.
zu unserer geschichte mein sohn ist schwerst schwerhörig beidseitig bestättigt wurde dies uns als unser sohn 9 monate war. danach erst hörgerätversorgung, welche im nicht viel halfen, mit 21 monaten ci
seitdem fortschritte. sind gerade dabei einen kindergartenplatz für unseren sohn zu organisieren. in dem intergrativen kindergarten den ich für unseren sohn geeignet finde, ist so das dieser 50 regelplätze 16 integrativplätze hat. von den 16 plätzen 10 für behinderung aller art körperl. sowie geistig, die anderen 6 plätze sind für kinder mit sprachbehinderung. problem bei uns ist jetzt ersteinmal ob mein sohn überhaupt in frage kommt für einen platz von den 6. diese plätze werden mit unterstützung des landesjugendamtes finanziert, entscheiden tut ersteinmal ein gremium vorort welche kinder von der warteliste in frage kommen, danach wird es weitergeleitet an das landesjugendamt. laut aussage
kindergarten/landesjugendamt werden die plätze erst mit 4 lebensjahr vergeben, da spracherwerb dann erst vollzogen ist , wobei sprachverzögerung sowie sprachbehinderung duch schwerhörigkeit für neuland ist. kindergarten hatte noch kein ci-kind
würde gerne in erfahrung bringen ob jemand schon mal in der richtung erfahrung gemacht hat.

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#2 20.01.2006, 10:11
rhae Abwesend
Administrator
Dabei seit: 08.07.2002
Beiträge: 1.149


Betreff: Re: kindergarten
Hallo,

also wir haben die Erfahrung gemacht, dass es sehr, um nicht zu sagen ausschliesslich, auf die Einstellung und das Angagement der jeweiligen Kindergartenleitung und der Erzieherinnen der Gruppe ankommt. Wenn beim Kindergarten die Bereitschaft da ist ein hörgeschädigtes Kind aufzunehmen, dann wird das auch gemacht, wenn diese Bereitschaft fehlt werden 100 Gründe aufgeführt warum es nicht geht und was man alles noch beachten und besorgen muss (und am Ende wird man trotzdem abgewiesen).

Wenn Euer Kind ausser der Hörschädigung keine Beeinträchtigungen hat, würde ich aber einen Kindergarten für Behinderte (körperlich oder geistig) eher nicht auswählen. Schwerhörigen- oder Regelkindergarten ist da schon mehr die Frage, wobei wir mit unserem Regelkindergarten sehr gute Erfahrungen machen konnten. Beim Regelkiga könnt Ihr dann noch eine sog. Eingliederungskraft beantragen, die mit Eurem Kind den Stoff der Gruppe nochmal extra aufarbeitet, so dass es nicht nur "Bahnhof" im Stuhlkreis versteht Wink

Viele Grüße Ralph Computer
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#3 20.01.2006, 10:35
mondsche Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.01.2006
Beiträge: 79


Betreff: Re: kindergarten
Hallo

kann nur dem oberen Beitrag zustimmen.
Wir hatten in einem Regelkindergarten keine Probleme.
Oft ist es einfach so wenn noch keine Erfahrung mit Schwerhörigkeit gemacht wurde haben die Erzieherinen einfach Angst das Mehrarbeit auf sie zukommt oder so.
In unserem Kiga sagte mal eine Erzieherin zu mir mann steckt ja ein ausländisches Kind mit null Deutschsprachkenntnissen ja auch nicht in eine Sondergruppe hinein.Obwohl dieses Kind ja auch Sonderförderung braucht .
Am besten finde ich immer wenn man mal einen Probebesuch macht und schaut was passiert.Fühlt sich das Kind wohl?
Fühlen sich die Eltern gut aufgehoben?
Hat die Erzieherin Interesse?
Als Entscheidung half mir auch das ich Lenas soziale Integration hier im Wohngebiet gefestigt hat.So hat sie viele Freundinen gefunden .Und das klappt wunderbar.

Gruß
Mondsche

PS.Bei uns im KG gabs auch Sprachförderung wobei Lena das nicht geniessen durfte,da sie anscheinend ,laut der Fragebögen , zu gut sprach.
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#4 20.01.2006, 12:39
Momo Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.07.2002
Beiträge: 5.158


Betreff: Re: kindergarten
Hallo
also mein Sohn geht in einen SH Kindergarten. Ich finde er ist dort SEHR gut aufgehoben, obwohl er mittlerweile gut spricht. Bei uns gibt es vor Ort zwar auch I-Plätze, aber nur in recht grossen Kindergärten, die nach dem offenen Prinzip arbeiten. Das bedeutet dann für mein Kind, dass er sich in der Freispielzeit im ganzen Kiga orientieren muss und von der kleinen Gruppenstärke der I-Gruppe nur im Morgenkreis profitieren würde. Er hat in grossen Gruppe grosse Probleme sich zu orientieren und zieht sich dann einfach zurück oder wird agressiv.

Ich denke pauschal sagen kann man das nicht. Es kommt aufs Kind an, auf die Räumlichkeiten und Möglichkeiten des Kindergartens und ganz besonders auf die Bereitschaft der ErzieherInnen sich mit dem Thema Hörschädigung auseinander zu sezten und sich zu engagieren.

Woher kommt ihr denn? Gibt es einen SH Kiga in der Nähe? Ich würde mir beides ansehen.

Gruss
Momo
Wiebke und Sohn (18 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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#5 20.01.2006, 20:10
Annika Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 31.05.2004
Beiträge: 19


Betreff: Re: kindergarten
Hallo,

unsere Tochter (3 Jahre) besucht seit Anfang Oktober die SVE in Nürnberg.

Wir haben unsere Entscheidung in keiner Weise bereut. In der Gruppe sind 7 Kinder und Annika geht sehr gerne in den Kindergarten.

Zudem schätzen wir sehr den möglichen Informationsaustausch mit anderen Eltern, nachdem in regelmäßigen Abständen sehr gut organisierte Veranstaltungen durch die SVE angeboten werden.

Ein Problem ist die Entfernung Wohnort - SVE. Unsere Tochter wird früh um ca. 06.50 Uhr abgeholt und ist um ca. 14.00 wieder daheim. Nun beträgt die Entfernung von uns zur SVE nur ca. 35 km. Viel längere Zeiten kann man einen Kleinkind nun wirklich nicht zumuten. Hier muss durchaus abgewägt werden, was für das Kind besser ist. Täglich 7 Stunden unterwegs und dafür erstklassige Fördermöglichkeiten oder lieber ein Kindergarten in der Nähe und dafür vielleicht anderweitige Abstriche.

Gruß

Peter
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#6 21.01.2006, 00:23
meeresmutter Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 15.01.2006
Beiträge: 6


Betreff: Re: kindergarten
hallo,
danke für die prompten antworten. der kindergarten den ich meinte gemischte gruppen mit 50 regelkindergartenplätzen und 16 behindertenplätzen, ist so aufgebaut das jede gruppe durchschnittlich 16 kinder hat. 4 kinder mit behinderung jeglicher art, wobei sprachverzögerung/-behinderung mit dabei sind. ich habe mir die kindergärten mit meinem sohn zusammen angeguckt, 4 stück insgesamt. 1 regelkindergarten mit i-platz, haben bis dato keine erfahrung mit hörbehinderten kinder gemacht, z.zt. ist ein blindes kind da, welches nach den sommerferien in die schule kommt und mein sohn könnte den platz bekommen, bin den weg im moment nicht weiter gegangen. habe danach 1 integrativ kindergarten mir angeguckt welcher eine gruppenstärke von 20 kinder mit 5 behindertenplätzen hat. gefiel mir nicht ganz weil ich den eindruck hatte mein sohn kam da ein wenig durcheinander, war ziemlich laut. zuletzt kamen wir auf den kindergarten mit 16 kinder, wobei 4 davon behinderungen haben. dort arbeiten die auch so das ergotherapeut, logopäde usw sich mit den kind intensiver beschäftigen kann, über den tag verteilt. es ist nicht so 1 stunde therapie und fertig. ich empfand den letzten kindergarten als sehr angenehm, mein sohn war auch dabei, er hat fast die ganze zeit des gespräches welches ich mit der leiterin führte, sich im kindergarten beschäftigt. ich weiss natürlich nicht was er genau gemacht hat, aber er hat nicht einmal anstalten gemacht, das er mich in der zeit vermisst hat. ich selbst habe in gesprächszeit
und wo ich den kindergarten mir anguckte die lautstärke als angenehm empfunden.

warum ich den sk nicht bevorzuge, hängt damit zusammen das mein sohn ein ci hat. der sk bei uns arbeitet so, das jedes kind sich selbst entfaltet mit unterstützung der gebärdensprache und der lautsprache. ich dagegen möchte die gebärde jetzt noch nicht einsetzen, die werden wir irgendwann spätestens dann wenn mein sohn in der lautsprache gar keine fortschritte macht lernen.
es hört sich jetzt so an als würde ich die gebärdensprache nicht
akzeptieren, nein mein sohn hat ein ci automatisch gebärdet man mit bewegungen bei erklärungen mit. für mich macht er fortschritte seit ungefähr 6 monaten .
es gibt schwerhörigenkindergärten die arbeiten anders, z.b. eine macht das so das ci kinder eine eigene gruppe haben, für mich hat das auch wieder vor und nachteile.

noch kurz dazu mein sohn soll das bekommen, soweit es mir gelingt, was ihm am besten hilft und ihn weiterbringt. ich sehe bei ihm soviele veränderungen die er seit der ci op macht. hörgeräte halfen ihm nur bis zu einem punkt, er hörte etwas, versuchte es nachzusprechen dies klappte natürlich nicht. es kamen töne raus z.b. danke " onne " so ähnlich. mit dem ci ist das so er hört das wort auch ohne einen anzusehen und versucht es immer öfter nachzusprechen, natürlich klappt das auch nicht immer. ich merke nur er reagiert besser. sein ci liebt er heute, seit ein paar wochen möchte er es nicht mal zum schlafen abmachen. das war natürlich nicht immer so, wir haben einen großen bestand an nicht funktionieren teilen des ci. zum glück keine probleme mit ersatzteilen.
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#7 21.01.2006, 00:24
meeresmutter Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 15.01.2006
Beiträge: 6


Betreff: Re: kindergarten
hallo,
danke für die prompten antworten. der kindergarten den ich meinte gemischte gruppen mit 50 regelkindergartenplätzen und 16 behindertenplätzen, ist so aufgebaut das jede gruppe durchschnittlich 16 kinder hat. 4 kinder mit behinderung jeglicher art, wobei sprachverzögerung/-behinderung mit dabei sind. ich habe mir die kindergärten mit meinem sohn zusammen angeguckt, 4 stück insgesamt. 1 regelkindergarten mit i-platz, haben bis dato keine erfahrung mit hörbehinderten kinder gemacht, z.zt. ist ein blindes kind da, welches nach den sommerferien in die schule kommt und mein sohn könnte den platz bekommen, bin den weg im moment nicht weiter gegangen. habe danach 1 integrativ kindergarten mir angeguckt welcher eine gruppenstärke von 20 kinder mit 5 behindertenplätzen hat. gefiel mir nicht ganz weil ich den eindruck hatte mein sohn kam da ein wenig durcheinander, war ziemlich laut. zuletzt kamen wir auf den kindergarten mit 16 kinder, wobei 4 davon behinderungen haben. dort arbeiten die auch so das ergotherapeut, logopäde usw sich mit den kind intensiver beschäftigen kann, über den tag verteilt. es ist nicht so 1 stunde therapie und fertig. ich empfand den letzten kindergarten als sehr angenehm, mein sohn war auch dabei, er hat fast die ganze zeit des gespräches welches ich mit der leiterin führte, sich im kindergarten beschäftigt. ich weiss natürlich nicht was er genau gemacht hat, aber er hat nicht einmal anstalten gemacht, das er mich in der zeit vermisst hat. ich selbst habe in gesprächszeit
und wo ich den kindergarten mir anguckte die lautstärke als angenehm empfunden.

warum ich den sk nicht bevorzuge, hängt damit zusammen das mein sohn ein ci hat. der sk bei uns arbeitet so, das jedes kind sich selbst entfaltet mit unterstützung der gebärdensprache und der lautsprache. ich dagegen möchte die gebärde jetzt noch nicht einsetzen, die werden wir irgendwann spätestens dann wenn mein sohn in der lautsprache gar keine fortschritte macht lernen.
es hört sich jetzt so an als würde ich die gebärdensprache nicht
akzeptieren, nein mein sohn hat ein ci automatisch gebärdet man mit bewegungen bei erklärungen mit. für mich macht er fortschritte seit ungefähr 6 monaten .
es gibt schwerhörigenkindergärten die arbeiten anders, z.b. eine macht das so das ci kinder eine eigene gruppe haben, für mich hat das auch wieder vor und nachteile.

noch kurz dazu mein sohn soll das bekommen, soweit es mir gelingt, was ihm am besten hilft und ihn weiterbringt. ich sehe bei ihm soviele veränderungen die er seit der ci op macht. hörgeräte halfen ihm nur bis zu einem punkt, er hörte etwas, versuchte es nachzusprechen dies klappte natürlich nicht. es kamen töne raus z.b. danke " onne " so ähnlich. mit dem ci ist das so er hört das wort auch ohne einen anzusehen und versucht es immer öfter nachzusprechen, natürlich klappt das auch nicht immer. ich merke nur er reagiert besser. sein ci liebt er heute, seit ein paar wochen möchte er es nicht mal zum schlafen abmachen. das war natürlich nicht immer so, wir haben einen großen bestand an nicht funktionieren teilen des ci. zum glück keine probleme mit ersatzteilen.
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#8 21.01.2006, 12:15
Momo Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.07.2002
Beiträge: 5.158


Betreff: Re: kindergarten
Hallo Meeresmutter
warum hättest du Bedenken wegen der Gebärden?

Bei uns im Kiga sind CI und HG Kinder gemischt, manche können Lautsprache mehr oder weniger, manche gar nicht. Der Schwerpunkt liegt auf Lautsprache, aber wenn die Kinder es wünschen und es dazu beiträgt, dass sie besser verstehen, werden Gebärden unterstützend (zwar sehr zurückhaltend) eingesetzt. Ich habe nicht das Gefühl, dass es den Kindern "schadet " unterstützende Gebärden zu erfahren.

Mehr dazu können sicher noch andere CI Eltern hier sagen. Würde mich nur interessieren, ob das der einzige Grund für dich wäre ihn nicht dorthin zu schicken?

LG
Momo
Wiebke und Sohn (18 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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#9 24.01.2006, 15:39
Bunny Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 17.08.2004
Beiträge: 2


Betreff: Re: kindergarten
Hallo Meeresmutter!

Auch ich kann dem Beitrag oben vom Ralf nur Zustimmen.

Unser Sohn trägt seit 4 Jahren sein CI und geht seit 3,5 Jahren in einen Regelkindergarten und wir haben bisher keinerlei Probleme dort.
Man hatte in dem Kindergarten gar keine Erfahrung mit hörgeschädigten Kindern und trotzdem wurde er bisher zu unserer vollsten Zufriedenheit gefördert.

Gruss
Anke:)
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#10 05.03.2006, 22:29
meeresmutter Abwesend
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Dabei seit: 15.01.2006
Beiträge: 6


Betreff: Re: kindergarten
hallo,
tut mir leid das ich mich nicht rückgemeldet, habe stressige wochen
hinter mir. in der zeit kam auch antwort von beiden kindergärten.
einmal vom regelkindergarten und vom heilpädagogischen, haben uns für den heilpädagogischen kindergarten entschieden. unser sohn wird nach den sommerferien dahin gehen, wenn nicht vorher noch ein platz frei wird. danke
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