#1 10.01.2020, 20:30
Simsa Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 30.12.2019
Beiträge: 13


Betreff: Argumentationssammlung
Hallo,
ich würde gern meine Gedanken sortieren und möglichst verschiedene Argumente für ein weiteres Vorgehen sammeln. Ich hoffe es findet sich jemand, der eventuell seine Erfahrungen beisteuern kann. Ich selbst bin mit der Entscheidungsfindung derzeit überfordert.

Ich war beim HNO, weil mein Mann häufig bemängelte, was ich alles nicht hören würde. Ich selbst hatte immer den Eindruck zu empfindlich für Geräusche zu sein. Oft sind mir Alltagsgeräusche unangenehm (zu laut) und stören mich.
Beim HNO Arzt kamen dann untenstehende Audiogramme zustande.
Er hat eine "unklare V.a. chronische Hörstörung links, Schallempfindlichkeitsstörung LINKS"
diagnostiziert, wenn man so will.
Zum Ausschluß (nach seiner Meinung 99% Ausschlußwahrscheinlichkeit) eines Akustikusneurinomes (im Millimetergrößenbereich) hat er ein CMRT vorgeschlagen, um seine "1%Bauchschmerzen" zu eleminieren.

Ich soll darüber nachdenken, was ich will. Wie entscheidet man das ? Was würde die Diagnostik bringen ? Bei wenig Symptomatik.
Klar seit ich weiß, daß ich eine Frequenz kaum höre, fallen mir auffällige Situationen vermehrt auf. Ich muß schon häufig nachfragen. Kann in Gesprächen mit mehreren Personen nicht folgen und sondere mich dann eher ab, vorallem wenn die Kinder gleichzeitig reden streßt mich das ungemein, weil ich jedem zuhören will. Sie sind mir eben wichtig. Die Richtung eines Geräusches kann ich auch nur schwer Orten, das ist oft irritierend.

Angenommen es ist kein Tumor, kann man dann etwas tun ? Ich weiß, daß die Werte nicht furchtbar schlimm sind, aber der HNO meinte, bei einem gesunden, jungen Menschen sollten sie besser sein. Er würde auch Hörgeräte testen, wenn vorher die Diagnostik (MRT) erfolgt ist.
Sollte es doch ein Minitumor (habe weder dauerhaften Tinnitus, noch Schwindel, könnte also nur Mini sein) sein, ließe ich den überhaupt entfernen, wenn er nicht wächst und schon ewig da ist ? Mir erscheint das Risiko von Schäden durch eine Entfernung zu hoch.
Also eigentlich bräuchte ich das MRT nicht, meine Tendenz.

Alternativ soll ich in einem halben Jahr nochmal zum Hörtest kommen.

Nur ohne MRT auch kein Hörgerät.
Brauche ich wohl auch eh nicht. Ich hab ja nicht das Gefühl, irgendetwas zu verpassen. Meine Kinder wissen, daß sie mir wichtige Sachen besser einzeln und mit Blickkontakt sagen. Reicht doch, oder ?!

Der Klick-BERA Test heute war extrem ermüdend, ist das normal ? Und ich hatte das Gefühl auf der linken Seite (die schlechtere) wären die Klicks schneller hintereinander gekommen. Ist das so ?

Wie schätzt ihr denn die Tests und deren Ergebnisse insgesamt und Einzeln ein ?
Vielen Dank für die Mühe.
Simsa

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#2 10.01.2020, 23:33
Nanni Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 06.02.2019
Beiträge: 84


Betreff: Re: Argumentationssammlung
Hallo,
ein MRT ist ja nur eine Untersuchung und völlig harmlos. Aber dann weißt du, ob wirklich ein Tumor vorliegt Was dein HNO ja wohl eher ausschließt. Wenn nichts festgestellt wird, ist alles in Ordnung und du kannst dich dahingehend entspannen. Falls doch, Kannst du immer noch mit dem Arzt klären, was du machen kannst. Ohne MRT machst du dich wahrscheinlich nur unnötig verrückt

Was das Hören angeht: du schreibst selbst, dass du öfter nachfragen musst, du nur einzelne Personen verstehst und dich auch zurück ziehst, weil es dir zu anstrengend ist. Da verpasst du schon eine ganze Menge.


Ich würde das MRT machen lassen und im Anschluß Hörgeräte testen. Das Testen ist ja unverbindlich und kostenlos. Erst wenn du dich für Geräte entscheidest, kommen Kosten auf dich zu. Das fängt bei € 20 Zuzahlung an.

VG Nanni
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#3 11.01.2020, 08:52
svenyeng Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 1.590


Betreff: Re: Argumentationssammlung
Hallo!

MRT ist doch nichts schlimmes und tut nicht weh. Strahlenbelastung gibts da auch nicht.
Das würde ich auf jeden Fall, damit ein Tumor (ein Tumor heißt nicht das es Krebs ist) ausgeschlossen werden kann.
Falls es doch einer ist, wird der Arzt Dir schon erklären was dann nötig ist etc. pp.

Wenn das MRT ohne Befund ist, teste doch einfach mal HGs. Das kostet nichts und ist völlig unverbindlich.

Gruß
sven
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#4 11.01.2020, 14:57
rabenschwinge Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 22.11.2017
Beiträge: 1.144


1  Bewertung/en: 100 Betreff: Re: Argumentationssammlung
Ich würde es abklären lassen via MR, auch um mir meine 1% Bauchschmerzen zu nehmen. Ne tickende Zeitbombe im Kopf braucht keiner...... und ich persönlich schließe solche Kleinigkeiten lieber aus bevor sie mich kalt erwischen,

HG halte ich für wichtig. Auch um meine Kinder aus der Verantwortung zu nehmen und ihnen den Ball "hab ich Dir doch gesagt und Du hast nicht verstanden" zu nehmen.

Zudem möchte ich persönlich grad was meine mittlerweile erwachsenen Kinder betrifft alles mitbekommen und nicht nur das, was man mir im Einzelgespräch und mit Mundbild sagt.

Ebenso möchte ich Gesprächen bei Tisch und im Freundeskreis folgen können. Ebenso Arztgespräche, Bankgesprächen, Behördengesprächen etc.pp. folgen können und abends nicht tot umfallen weil mein Alltag mit Hören mich bis an die Belastungsgrenze fordert.
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#5 11.01.2020, 21:36
Simsa Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 30.12.2019
Beiträge: 13


Betreff: Re: Argumentationssammlung
Danke für Eure Meinungen.
Heute bin ich für das MRT ... mal sehen, wie ich es morgen empfinde.
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#6 11.01.2020, 23:22
akopti Abwesend
Moderator
Dabei seit: 17.08.2016
Beiträge: 751


Betreff: Re: Argumentationssammlung
Hallo,

auch wenn das gezeigte Audiogramm unvollständig ist, kann man zu mindestens erkennen, das keine medizinische Indikation (im Sinne der Krankenkasse) für ein Hörgerät gegeben ist.

Gruß

Dirk
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#7 12.01.2020, 08:43
Simsa Abwesend
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Beiträge: 13


Betreff: Re: Argumentationssammlung
Was fehlt denn bei dem Audiogramm ?
Und wo gibt es die Richtlinien zur Verordnung eines HG nachzulesen ?
Der Arzt sagte, bei einem jungen Menschen, wäre es dennoch gerechtfertigt ein HG tu verschreiben Helpless
Gruß Simsa
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#8 12.01.2020, 10:51
akopti Abwesend
Moderator
Dabei seit: 17.08.2016
Beiträge: 751


Betreff: Re: Argumentationssammlung
Hallo,

Hier der Link zu den Heil und Hilfsmittelrichtlinien, die die Versorgung regeln.

Im Audiogramm fehlen die Sprachmessungen HV für Sprache und Diskriminationsverlust.

Vielleicht gibt es in deinem speziellen Fall eine Begründung, die unabhängig der Messwerte eine Versorgung ermöglichen, die ich nicht kenne.

Gruß
Dirk
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#9 12.01.2020, 12:24
muggel Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.06.2013
Beiträge: 717


Betreff: Re: Argumentationssammlung
Hallo,

was mir auffällt: an sich ist ja dein Hörvermögen nach dem eingestellten Audiogramm annähernd normal. Dennoch gibst du an, massive Verstehprobleme zu haben.
Hier denke ich direkt an AVWS, also einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung. Vielleicht solltest du dich mal in dem Bereich einlesen, ob mein Gefühl in die richtige Richtung geht.
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#10 12.01.2020, 13:23
Simsa Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 30.12.2019
Beiträge: 13


Betreff: Re: Argumentationssammlung
Zitat von akopti:

Im Audiogramm fehlen die Sprachmessungen HV für Sprache und Diskriminationsverlust.

OK, das wurde gar nicht gemacht. Vielleicht wollte der HNO erst das MRT abwarten.

Naja, ich denke ich muss Schritt für Schritt gehen und u.U. Mal mit der KK telephonieren Idea

@muggel AVWS ... in die Richtung hab ich ja noch gar nicht gedacht. Welcher Arzt würde das denn diagnostizieren können ?!
Dann mach ich mich mal auf neue Googlesuche.

Danke für die neuen Denkanstöße.
Simsa
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#11 12.01.2020, 16:12
Meinohr Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 31.07.2019
Beiträge: 14


Betreff: Re: Argumentationssammlung
Ich würde auf jeden Fall ein MRT machen lassen,damit du ein Tumor etc ausschließen kannst.
Ich habe durch eine Otosklerose und Op massive Verwachsungen im letzten Jahr gehabt. Nach Op mit Lasern dieser Verwachsungen, ist es deutlich besser.
Ein MRT hat ja null Risiko und man kann feststellen ob da was vorliegt, was irgendwann mal operiert werden müsste bzw was man im Auge behalten muss.
Was sind denn deine Bedenken bezüglich MRT?
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#12 12.01.2020, 16:14
Meinohr Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 31.07.2019
Beiträge: 14


Betreff: Re: Argumentationssammlung
Die Verarbeitung vom Gehörten, könnte aber auch gestört sein, wenn da was im Weg ist. Bei mir konnten sich die Gehörknöchelchen kaum noch bewegen.
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#13 12.01.2020, 20:38
Simsa Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 30.12.2019
Beiträge: 13


Betreff: Re: Argumentationssammlung
k.A. was mich abhält ... das Unbekannte wahrscheinlich Wink
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#14 12.01.2020, 23:52
Birkbot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 25.07.2018
Beiträge: 103


Betreff: Re: Argumentationssammlung
ganz ehrlich, geh zum MRT/Kernspin. Liegst ne Viertelstunde in ner engen Röhre, danach ist klar, was Sache ist.
(nachdem ich beruflich mit den Dingern zu tun habe, kleiner Exkurs: Das Gerät besteht aus einem großen Magnet (die enge Röhre - dieser Magnet richtet die Wasserstoffatome in dir in eine bestimmte Richtung aus) sowie einer Spule (das Ding, was dir quasi über den Kopf gestellt wird - das sendet Radiowellen aus, die die Wasserstoffatome anregen. Wenn diese Wasserstoffatome sich wieder abregen, senden sie die Radiowellen wieder aus - und je nach Gewebe regen sich die Wasserstoffatome zu anderen Zeiten wieder ab... Aus diesen Zeitunterschieden kann man Bilder erstellen.)
Das was beim MRT nervt, ist der Lärm - das ist technisch nicht anders möglich. Ansonsten ists eher langweilig. Ich finds gut, dass dein HNO das ausschließen will, spricht für ihn, dass er die Möglichkeit bedenkt.
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#15 12.01.2020, 23:58
Rondomat Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 09.03.2017
Beiträge: 249


Betreff: Re: Argumentationssammlung
Danke, Birkbot, für diese tolle Erklärung des MRT. Das ist auch für uns CI-Träger bzw. den Aspiranten hierfür eine schöne Info.

Ansonsten rate ich ebenfalls zur MRT. Das schafft doch mehr Sicherheit als nur Vermutung.
Viele Grüsse, Rainer
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Ich habe dauernd Med-el's im Kopf ....
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