#1 12.01.2020, 20:06
audiophil49 Abwesend
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Betreff: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
So kurz wie möglich zur Einordnung mein Hintergrund [ups, einiges steht ja schon im Profil]:
- entsprechend meinem Nickname steinalt,
- früher leicht audiophil angehaucht und HiFi-Fan mit Riesen-Anlagen, dann lange garnichts, vor einem halben Jahr auf Hochqualität-In-Ears (Sennheiser IE800) zurückgekommen und seitdem Gerne-Musik-Hörer,
- leichter Hörverlust (gegenüber 250 Hz über 60dB bei 6 kHz), der immerhin allerdings schon 2003 ganz knapp zu einem Hörgeräte-Rezept führte. Das ich aus Unlust lange Jahre aber immer ignoriert habe,
- Januar 2019 knapp den A*sch hochgekriegt und diverse Hörgeräte ausprobiert, so Oticon, Phonak Audeo B50 und 90, aber nichts gekauft, weil die Marvels als (damals von mir vermuteter) Technologiesprung um die Ecke zu kommen schienen. Also für Wiedervorlage Anfang 2020 entschieden,
- aufgrund einer Werbeaktion von audibene jetzt tatsächlich einen neuen Versuchsschritt gemacht, mit seit 2 Tagen irgendwelchen Signia NX CICs, also ganz klein und tief im Ohr sitzenden Hörgeräten,
- positiv erstaunt, wie gut die Dinger in der Verbesserung meines Alltagshörens (im Familienkreis) sind,
- aber etwas genervt, dass ich die Dinger zum Telefonieren aus dem Ohr nehmen muss, genauso wie beim Musikhören.

Also musste ich für die Frage "behalten oder nicht" Güterabwägungen machen und mich dafür um eine Informationsbasis und Entscheidungshilfen im Internet bemühen. Es hat mich geradezu umgehauen:
- auf der CES 2020 hat das Bluetooth-Konsortium gerade das "Low Energy Audio", meistens abgekürzt Bluetooth LE Audio oder BLE Audio für die endgültige Verabschiedung in diesem Halbjahr vorgestellt,
- BLE Audio braucht viel weniger Energie als alles Bisherige und erreicht dabei trotzdem eine gegenüber dem Heutigen verbesserte Audio-Qualität,
- es wird zu einer neuen Generation von kabellosen InEars und auch dazu passenden iPhones und sonstigen Handhelds führen. Die man leider alle neu kaufen muss...

So weit, so gut... Und was hat das mit Hörgeräten zu tun? Wahrhaftig alles, wie man an meiner Überschrift schon erkennen soll. Ausgelöst (als Technologe könnte man auch sagen: getriggert) durch BLE Audio, aber in Wirklichkeit erst wirklich freigesetzt dadurch, dass jetzt verschiedene Technologie-Fortschritte auf einmal alle zusammenpassen, wie ein Puzzle:
a) die kabellosen InEar-Buds, die durch BLE Audio bei längeren Laufzeiten noch kleiner werden können,
b) eingebaute Mikrofone, die zunehmend nicht mehr nur zur aktiven Geräuschunterdrückung (Noise Cancelling) dienen, sondern auch für die Headset-Funktion, also das Telefonieren mit dem Smartphone in der Tasche,
c) seitens der Hörgeräte-Industrie die deutliche Tendenz zu sehr kleinen CIC-Geräten mit nennenswerter Ohrabdichtung, soweit gewollt, auch durch Otoplastiken.

Damit drängen jetzt 2 Industrien von 2 Seiten in einen Markt, der sowohl neu geschaffen als auch umkämpft werden wird:
a) aus dem Low-End wird die Hearables-Industrie die vorhandene Technologie-Basis verwenden für Hörunterstützung, zwar noch unterhalb des medizinischen Levels, aber schon attraktiv bei leicht Hörbehinderten (z.B. https://www.nuheara.com/...ra-launch/), und zwar im 400-Euro-Bereich
b) die klassische Hörgeräte-Industrie hat natürlich Strategen, die die Gefahr für ihr Überleben ganz genau kennen und wissen, dass man unter den neuen Umständen in Kürze keine 6'000-USD-Geräte mehr verticken kann. Phonak hat sich als erste öffentlich vorgewagt (https://www.globenewswire.com/...rable.html). Zum Preispunkt kann man nur raten, und Phonak wird sein Hörgeräte-Knowhow (und vor allem das FDA-Approval!) natürlich zur Verteidigung einer saftigen Prämie verwenden wollen. Die aber schnell zusammenschmelzen dürfte, und das Virto in der angekündigten Form dürfte wegen des neu kommenden BLE Audio auch schon im ersten Jahr wieder Vergangenheit sein. Längst nicht alle Hörgerätehersteller werden die nächsten 3 Jahre überleben...

Wie gesagt: ich gehe davon aus, dass kein Stein auf dem anderen bleiben wird (für den Consumer erstmal nicht unbedingt schlecht), und werde meine Signia CICs im Laufe der Woche zurückgeben. Das heisst ein weiteres Jahr schlecht hören, aber ich könnte den Gedanken einfach nicht ertragen, jetzt wissentlich 4'000 oder 5'000 Euro in den Mülleimer zu werfen. Denn die Krankenkasse ist dann ja auch für 6 Jahre nicht mehr zugreifbar.

Wer immer es kann, sollte mMn insofern erstmal von Neuanschaffungen absehen...
Hz __ 125 _250 _500 _1k __2k __3k __4k __6k __8k
dB R _-15 _-15 _ -15 _-20 _-30 _ -35 _ -55 _-60 _ -55
dB L _ -15 _-15 _ -15 _-20 _-40 _ -60 _ -60 _-70 _ -60
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#2 13.01.2020, 10:35
Albman Abwesend
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1  Bewertung/en: 100 Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
An dem Tag, wo sich Google oder Apple eine Hörgerätebutze krallen, weisste das es losgeht. Ich würde Dir aber trotzdem raten, ein HG zu benutzen (wenn ich so frei sein darf).

Mein Cousin ist ein paar Jahre älter als ich und kann keine HG mehr akzeptieren, da sein Hirn es nicht mehr packt. Sich mit ihm unterhalten ist, naja, mühsam...

Mein Vater ist 79, tägt seit 30 Jahre HG, ist ohne stocktaub aber mit HG ein netter Gesprächspartner.

Mag sein dass Du noch warten kannst, aber kann es Dein neuronales Hörnetz in Deinem Gehirn auch?

Meine M30 haben mich 520.- € gekostet. Das ist doch kein Geld für einen "Audiophilen" Happy
Beste Grüße! Timo
↑  ↓

#3 13.01.2020, 18:24
tabbycat Abwesend
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1  Bewertung/en: 100 Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Zitat von Albman:

Mein Cousin ist ein paar Jahre älter als ich und kann keine HG mehr akzeptieren, da sein Hirn es nicht mehr packt. Sich mit ihm unterhalten ist, naja, mühsam...

...och, da kann schon noch was wiederkommen - aber das kann Jahre dauern, bis aus dem Geräuschsalat für's Hirn wieder brauchbarer Input wird. Innocent

Bei meinem rechten Ohr, dessen immer schlimmere SH ich insgesamt 25 Jahre ignorierte, dauerte es glaube ich so 2-3 Jahre bis ich mittels HG wieder einigermaßen Sprache verstand. Bis das Ohr dann wieder nahezu vollständig alle Geräusche verwurschten und ich damit auch wieder telefonieren konnte, hat's nochmal so 5-6 Jahre gedauert...
Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: "Das ist technisch unmöglich."
(Sir Peter Ustinov)
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#4 13.01.2020, 18:45
Treehugger Abwesend
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1  Bewertung/en: 100 Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Wenn auf de CEC 2020 ein neuer BT Standart vorgestellt worden ist,
kannst du Dir diese Jahr getrost neue HG kaufen, bis der Standard wird (Wenn er es denn wird und sich durchsetzt) und funktioniert, darfst du Dir schon wieder neue über die KK kaufen.

;-)

Treehugger
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#5 13.01.2020, 20:28
audiophil49 Abwesend
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Betreff: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Erstmal Danke für Dein Feedback, das einen weiteren Blickwinkel zu meinem eher "markttechnologisch" geprägten Posting beiträgt. Einen durchaus wertvollen, den ich später noch kurz kommentieren möchte. Aber erstmal kurz zu meinem "hauseigenen" Metier:

Zitat von Albman:
An dem Tag, wo sich Google oder Apple eine Hörgerätebutze krallen, weisste das es losgeht. Ich würde Dir aber trotzdem raten, ein HG zu benutzen (wenn ich so frei sein darf).
Lassen wir mal rechnen. Laut hear-it.org galt 2008, dass
- mehr als 35 Millionen US-Amerikaner hörgeschädigt sind - das entspricht etwa 11,3 Prozent der US-amerikanischen Bevölkerung.
- mehr als 25 Millionen von ihnen keine Hörgeräte besaßen.
- nur 28,5 Prozent der hörgeschädigten US-Bürger ein Hörgerät benutzten

Wenn ich mal spekulativ annehme, dass
- der durchschnittliche Verkaufspreis in naher Zukunft (2..3 Jahre) unter 1'000 USD gesunken ist, und
- dass eine Wiederanschaffung alle 4 Jahre erfolgt (also grob wie ein Smartphone), und
- dass 50% des Marktes überhaupt für Anbieter erreichbar ist (tendenziell optimistisch!),

dann gäbe es einen "Aufholmarkt" von 28,5% auf 50% von 35 Millionen Bürgern im Umfang von 7,5 Millionen Stück zu einem Gesamt-Marktwert von 7,5 Milliarden USD. Wenn diese 17,5 Mio Bürger wie angenommen alle 4 Jahre ein neues HG kaufen, dann wäre das ein Gesamt-Jahresumsatz (= Markt) von 4,4 Mrd. USD.

Selbst unter diesen eher optimistischen Annahmen noch reichlich übersichtlich (den Rest der Welt habe ich als erstmal nicht so furchtbar relevant weggelassen), und die Strategen von Google und Apple dürften so grosse Lupen garnicht haben, um diese Märkte (an)zu erkennen...

Zitat:
Mein Cousin ist ein paar Jahre älter als ich und kann keine HG mehr akzeptieren, da sein Hirn es nicht mehr packt. Sich mit ihm unterhalten ist, naja, mühsam...

Mein Vater ist 79, tägt seit 30 Jahre HG, ist ohne stocktaub aber mit HG ein netter Gesprächspartner.

Mag sein dass Du noch warten kannst, aber kann es Dein neuronales Hörnetz in Deinem Gehirn auch?
Abgesehen davon, dass in Eurer Familie die Hörsystem-Gene statistisch gesehen etwas "speziell" zu sein scheinen, fand ich Deine Bemerkungen (als potenziellen Spiegel) interessant. Das holländische Wort für "taub" heisst ja nicht umsonst "doof"...

Und ich meine zwar, im Familienkreis heute noch einigermassen gut mitzukommen, aber es läuft so langsam doch an gewisse Grenzen. Zwar verstehe ich Frau und Kinder noch ganz gut und muss nur gelegentlich nachfragen, aber wenn wir alle vor dem Fernseher sitzen, dann verstehe ich das was aus dem TV kommt nicht mehr wirklich und kann deshalb darüber auch nicht mehr mitreden...

Insofern sehe ich meine Überlegungen, ob ich ein Jahr warten möchte, wieder durchaus kritisch. Aber...

Zitat:
Meine M30 haben mich 520.- € gekostet. Das ist doch kein Geld für einen "Audiophilen" Happy
... wenn ich das mit dem mir eigenen Charme mal so sagen darf: die 520 Euro sind ja wohl Quatsch. Richtig sein dürfte knapp 2'000 Euro, dann der Zuschuss der Krankenkasse ist ja auch weg (für 6 Jahre!). Und ein Überbrückungs-HG würde für mich ja nicht 6 Jahre halten können/dürfen, sondern nur ein Jahr.
Hz __ 125 _250 _500 _1k __2k __3k __4k __6k __8k
dB R _-15 _-15 _ -15 _-20 _-30 _ -35 _ -55 _-60 _ -55
dB L _ -15 _-15 _ -15 _-20 _-40 _ -60 _ -60 _-70 _ -60
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#6 13.01.2020, 21:05
audiophil49 Abwesend
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Betreff: Re: Konvergenz von HGs und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Zitat von Treehugger:
Wenn auf de CEC 2020 ein neuer BT Standart vorgestellt worden ist,
kannst du Dir diese Jahr getrost neue HG kaufen, bis der Standard wird (Wenn er es denn wird und sich durchsetzt) und funktioniert, darfst du Dir schon wieder neue über die KK kaufen.;-)
Treehugger

Mir ist natürlich klar, dass Du hier zur "Kontrastverstärkung" übertreibst.

Aber der Mechanismus ist sowieso ein völlig anderer, und die treibende Kraft ist fast ausschliesslich die Hearables-Industrie, die ganz andere Umsätze sieht, wie ja z.B. die Präsenz von Apple mit seinen Zahnbürsten zeigt. Die Preise sind viel niedriger, dafür aber die Stückzahlen wesentlich höher mit einem positiven Einfluss auf die ganze Infrastruktur. Nur als Beispiel: wer eine solche Zahnbürste will, die den ganzen Tag hält, der muss sich halt auch ein neues iPhone kaufen, weil das alte BLE Audio eben nicht unterstützt. Deshalb rechne ich schon bei der Vorstellung der neuen iPhones Mitte dieses Jahres mit der Umstellung auf BLE Audio.

Wie im Eröffnungspost angesprochen, können die Hearable-Anbieter (tendenziell nicht Apple) für ihre Produkte als Wettbewerbs-Differenzierungsmerkmal im höheren Segment auch gewisse Hör-Unterstützung anbieten (wegen der durch BLE Audio längeren Laufzeit auch für den Benutzer sinnvoll). Zwar auf technisch viel niedrigeren Niveau als es die "echten" HG-Hersteller können, aber wenn man das für faktisch sagen wir mal 25 USD Aufpreis in einem Premium-Device für 400 USD anbieten kann, dann werden die das natürlich tun. Ich selbst würde so ein Ding ohne weiteres Nachdenken sofort bei Amazon kaufen.

Damit dürfte den klassischen HG-Anbietern innerhalb ganz weniger Jahre spekulativ geschätzt 50% des Marktes wegbrechen, und durch die (aus der Sicht eines HG-Herstellers!) dramatisch sinkenden Preise fallen mindestens noch mal 50% weg. Wegen des Drucks aus dem (aus Sicht der HG-Hersteller) Low-End-Markt, der aus Sicht der Hearable-Hersteller aber ein attraktives High-End-Segment darstellt. Verrückte Situation, aber typisch für Märkte in radikalem Umbruch.

Bei der Frage des Überlebens wird es für die HG-Hersteller deshalb darauf ankommen, sich der neuen Marktsituation so schnell wie eben möglich zu stellen... Aus den von Dir vermuteten x Jahren werden also eher x Monate...

Das führt zu der witzigen Situation, das Phonak sein gerade angekündigtes Virto Black überhaupt gar nicht mehr ausliefern dürfte, sondern schon in der zweiten Hälfte 2020 durch eine BLE-Audio-Version ersetzt, die man vielleicht/hoffentlich Anfang 2021 auch kaufen kann.

Interessante Zeiten. Aber eben auch schwierig in Bezug auf das, wie man damit umgehen sollte. Nach den Bemerkungen von Albman ziehe ich meine Aussage aus dem ersten Post zurück, dass ich meine Signia Insio NX5 diese Woche zurückgeben werde. Kaufen dürfte ich die am Schluss wohl nicht, denn dann würde ich 5'000 Euro ausgeben, die in einem Jahr de facto bzw. vom Nutzwert her gesehen nur noch 500 Euro wert sein dürften. Aber erstmal noch etwas Meinung bilden ist jetzt sicher sehr angebracht...
Hz __ 125 _250 _500 _1k __2k __3k __4k __6k __8k
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dB L _ -15 _-15 _ -15 _-20 _-40 _ -60 _ -60 _-70 _ -60
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#7 14.01.2020, 00:52
Nanni Abwesend
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Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Hi,
so kommst Du nie zu Hörgeräten. Es ist doch so, dass gerade in der Technologie die Geräte - sei es nun Fernseher, Smartphones, PC oder eben auch Hörgeräte - schon veraltet sind, wenn Du noch nicht den Kassenbon in die Tasche gesteckt hat. Auch dein schicker Neuwagen, auf den Du ewig gewartet hast, verliert etliche tausend Euro an Wert, da bist Du noch nicht vom Hof des Autohändlers runter.
Gehst Du deswegen zu Fuß oder bist nur analog im Leben unterwegs. Wahrscheinlich nicht. Das kaputte Auto wird ersetzt, der kaputte Fernseher wird ersetzt, die kaputte Spülmaschine wird ersetzt: Ab zu MediaMarkt und Co. oder Amazon; ausgesucht, Preise verglichen, bestellt, geliefert und das Altgerät kommt zum Elektroschrott.
Das Problem ist nur, Dein Gehör kannst Du nicht ersetzen, Du kannst es nur mit Hörgeräten ergänzen. Deine Ohren haben keinen "High-Speed-Internet-Anschluss" mehr; Deine Festplatte (Gehirn) braucht länger, um Gehörtes auseinanderzubröseln und zuzuordnen. Und Du wirst nie wieder normal - audiophil - Hören können, egal mit welchem Gerät. Spitzengeräte kommen da zwar wahrscheinlich schon sehr nahe dran, aber sie werden Dir Deinen früheren Hörgenuss nie 1:1 wiedergeben können.

Deine Haltung wirkt ein bißchen so, wie der Esel, der der Möhre an der Angel hinterherläuft. (Bevor jetzt eine Empörungswelle hinsichtlich Netiquette losgeht: Ich will Dich damit NICHT als Esel bezeichnen).

Oder anders gesagt, irgendeine Ausrede gibt es immer, keine Hörgeräte kaufen zu müssen ….

Gruß Nanni
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#8 14.01.2020, 10:36
Treehugger Abwesend
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Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Nun ja,
klar habe ich etwas übertrieben, aber deine Annahme ist auch sehr optimistisch.

Es wäre das erste mal in der Geschichte von Apple, das sie eine neue Technologie direkt einsetzten, bevor sie sich auch nur halbwegs am Markt etabliert hat, oder klar ist, das sie sich technologisch durchsetzten wird.
Im weglassen sind sie Vorreiter, aber sonst?

Sie werden BLE Audio dann einsetzten, wenn sie sehen, das es potential hat.
Zudem muss die Hardware noch abwärtskompatible zu dem jetzigen BTLE sein.

Ich glaube also wirklich, das wir die nächsten 3 bis 4 Jahre nur von BLE Audio hören werden, aber keine Hardware dazu sehen werden.
Das ist ungefähr so wie die neue Lautsprechertechnik auf MEMS Basis (ca. 2018), gibt es da schon irgendwelche realen Exemplare?
https://www.idmt.fraunhofer.de/...echer.html

Was wäre also, wenn du in 2018 gesagt hättest: "Ich kaufe mir erst HG wenn es die mit MEMS Lautsprechern gibt"

Auf eine neue Technikstufe zu warten, kann nie sinnvoll sein.
Wenn man etwas benötigt, muss man es kaufen.
Der Preisverfall passiert bei Geldübergabe ;-)

Treehugger
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#9 14.01.2020, 12:17
Albman Abwesend
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1  Bewertung/en: 100 Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth....
Naja Audiophil,

wenn Du wirklich konsequent sein willst, dann musst Du quasi heute ein Kassen-HG (bzw. mit geringer Zuzahlung) kaufen:

Schließlich waren die ersten paar Iphones auch erstmal naja, im Prinzip haben die fast nur die Applejünger gekauft. Und dann mit, wars das 3er? Jedenfalls das, mit dem man dann Videos glotzen konnte, dann ging das erst richtig los mit dem mainstream.

Und wenn sich die Geschichte wiederholt, sind die ersten 2-3 Generationen der Google ears und Apple Iears nur was für Hartgesottene. Dann aber haben sie langsam die Technik drauf (und das Wissen von Phonak oder Insignia ausgelutscht, falls sie die gekauft haben) und Du kannst Dein neuronales Hör-Netz mit den Dingern verwöhnen und musst nicht erst wieder lernen was Du heute schon kannst (falls das wieder alles zu 100% wiederkommt, das ist vielleicht auch nicht so sicher). Wenn dann das so schnell geht, wie Du schreibst, gibt es ab 2024 eh keinen Kassenbeitrag mehr, weil Gapple EIears jeder hat und so billig sind, dass man sie quasi schon als Schüler kaufen kann. Somit ist das Deine letze Chance, noch den Kassenzuschuss zu kriegen, bevor die Preise verfallen.

Ich gebe zu, ich habe das obige mit etwas Schalk im Nacken geschrieben Grinning

Und nun kommt eine Neckerei, ich bitte Dich mir das nachzusehen:

Du hast einen Preis verdient für die elaborierteste Ausrede, kein HG zu tragen! Grinning Grinning

Und, meine M30 mit dem TV-Connector funktionieren super! Ich drehe den anderen jetzt immer den Fernseher leiser, um sie zu ärgern.... Laughing
Beste Grüße! Timo
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 14.01.2020, 12:32 von Albman. ↑  ↓

#10 14.01.2020, 12:44
martrix Abwesend
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Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
By the way...

Benutzt eigentlich irgendein Hersteller schon Graphen Membranen?
https://www.mobilegeeks.de/...e-zukunft/

Gruß Martin
Martin
↑  ↓

#11 14.01.2020, 13:00
Ohrenklempner Abwesend
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Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Wenn der Wirkungsgrad stimmt, könnte das die Zukunft sein.
Bei den Graphen-Ohrhörern in deinem Link steht "Nennleistung 3 mW", das ist nicht weniger als bei normalen (elektrodynamischen) In-Ears. Durch die viel kleinere mögliche Baugröße sehe ich da aber durchaus Potential.
Allons-y!
↑  ↓

#12 14.01.2020, 19:31
audiophil49 Abwesend
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Betreff: Re: Konvergenz von HGs und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Zitat von Nanni:
Hi, so kommst Du nie zu Hörgeräten.

Tja, nix für ungut, aber ich fürchte, liebe Nanni, dass Du meinen Post nicht (richtig) verstanden hattest. Das ist keinesfalls ehrenrührig, denn regelrechte Disruptionen in einem Markt sind eher selten (vielleicht alle 10 Jahre) und meistens so komplex, dass sogar Hersteller oft um ihre Existenz gebracht werden. Möglicherweise hatte ich das Ganze auch nicht so toll erläutert, deshalb hier noch einige Zeilen:

Als beruflich viel Reisender hatte ich lange Jahre Ericsson Mobiltelefone, die ich alle paar Jahre für bessere ausgetauscht hatte. 2007 war wieder so etwas angesagt, aber gleichzeitig das erste Smartphone angekündigt. Damals eine echte Markt-Disruption. Also habe ich nicht mehr das neue Ericsson gekauft, sondern ein iPhone. In dieser neuen Geräteart bin ich dann wieder auf einen konservativeren Updatezyklus zurückgegangen. Heute habe ich ein (nach Tech-Junkey-Massstäben) uraltes iPhone 6S+.

Um an das oben Gesagte anzuknüpfen: Die Firma Ericsson Mobiltelefone gibt es schon lange nicht mehr.

Mit der Frage, was ich jetzt machen soll, setze ich mich ja erkennbar kräftig auseinander. Dabei hilft mir dieser Thread, denn erstens kann ich meine eigenen Gedanken durch das Schreiben besser ordnen, und zweitens bekomme ich ja auch Gegenwind, der mir erkenntnismässig hilft.

Zitat:
Deine Ohren haben keinen "High-Speed-Internet-Anschluss" mehr; Deine Festplatte (Gehirn) braucht länger, um Gehörtes auseinanderzubröseln und zuzuordnen. Und Du wirst nie wieder normal - audiophil - Hören können, egal mit welchem Gerät

Völlig falsch (wieder nix für ungut), und es lohnt, dem kurz nachzugehen:

Ich höre derzeit absolut audiophil, und zwar mit Sennheiser IE800 Kabel-In-Ears und der App Mimi Music, die für Hörbehinderte eine gut funktionierende Anpassung vornimmt. Die hatten bis Ende 2019 eine sogar von der Barmer unterstützte iPhone App, die sehr gut funktioniert und auch jetzt noch im App Shop ist (sehr empfohlen!). Jetzt ist die Unterstützung durch die Barmer anscheinend abgelaufen, und die Firma ist in der Ankündigung von etwas Neuem (https://www.mimi.io).

Mit der von mir im ersten Post behaupteten disruptiven Konvergenz fliesst das jetzt alles zusammen und Wettbewerber drängen sowohl von oben (Phonak Virto Black) in diesen Markt, für 6'000 Euro, als auch von unten (Nuheara IQbuds2 MAX) für 400 Euro. Atemberaubend... Bluetooth LE Audio ist in diesem Kontext ein ganz neue Möglichkeiten triggernder Game-Changer (sorry für den vielen Tech-Slang).

Und entsprechend will ich jetzt das derzeitige schöne Musikhören zusammen mit einer brauchbaren Hörunterstützung und handsfree Telefonieren kombiniert haben.

Weil ich definitiv nicht nasebohrend und philosophierend herumsitzen will, sondern um jetzt konkret weiterzukommen, habe ich mir gerade aus einem Amazon-Warehousedeal für 271 Euro die vorherige Nuheara-Generation bestellt, die IQbud Boost (https://www.amazon.de/...TF8&psc=1). Mit denen werde ich mal testen, ob das grundsätzliche Konzept, mit Higher End Hearables in der Praxis eine Hörverbesserung zu bieten, ob das eben grundsätzlich funktioniert. Falls Ja, dann werde ich der Spur weiter folgen und vermutlich deren neue Generation IQBuds2 Max kaufen (verfügbar angeblich März, in der Praxis in Deutschland vielleicht Mai). Falls nicht oder im Vergleich zu klassischen Hörgeräten wie meinen derzeit getesteten Signia Indio 5NX sehr viel schlechter, dann muss ich leider neu überlegen.

Aber so habe ich jetzt wenigstens eine reale Chance, bald brauchbares Umwelt-Hören mit brauchbarem Musik-Hören und handsfree Telefonieren verbinden zu können. Und im Negativfall 271 Euro wegzuschmeissen (ich kann die Dinger ja sogar zurückschicken) fällt mir deutlich leichter als das mit den (geschätzt) 4'000-Euro Signia Insio 5NX zu tun...

Nach diesen Erläuterungen hoffe ich Dein "So kommst Du nie zu Hörgeräten" zumindest weniger wahrscheinlich gemacht zu haben... Fair? spitze
Hz __ 125 _250 _500 _1k __2k __3k __4k __6k __8k
dB R _-15 _-15 _ -15 _-20 _-30 _ -35 _ -55 _-60 _ -55
dB L _ -15 _-15 _ -15 _-20 _-40 _ -60 _ -60 _-70 _ -60
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 14.01.2020, 19:40 von audiophil49. ↑  ↓

#13 14.01.2020, 19:36
audiophil49 Abwesend
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Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Zitat von Albman:
Ich gebe zu, ich habe das obige mit etwas Schalk im Nacken geschrieben Grinning

Donnerwetter! Das hätte ich ja nie bemerkt!

Zitat:
Du hast einen Preis verdient für die elaborierteste Ausrede, kein HG zu tragen! Grinning Grinning

Wie Du an meiner Antwort an Nanni siehst, bin ich nicht auf der Suche nach Ausreden, sondern nach besserem Hören. Dass ich bei meiner Suche perfekt agiere, würde ich nicht beanspruchen wollen, aber total idiotisch glaube ich es zumindest nicht zu machen...
Hz __ 125 _250 _500 _1k __2k __3k __4k __6k __8k
dB R _-15 _-15 _ -15 _-20 _-30 _ -35 _ -55 _-60 _ -55
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#14 14.01.2020, 20:37
audiophil49 Abwesend
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Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Zitat von audiophil49:
Ich höre derzeit absolut audiophil, und zwar mit Sennheiser IE800 Kabel-In-Ears und der App Mimi Music, die für Hörbehinderte eine gut funktionierende Anpassung vornimmt.

Hierzu möchte ich nachtragen, dass das neue Buzzword der Branche, auf das man achten sollte, anscheinend überall "Sound Personalization" ist, so auch bei Mimi. Über diesen Weg drängen wie dargelegt die High End Hearables in einen aus Sicht der klassischen HG-Hersteller Low End Hörgeräte Markt. Naja, 400-Euro-Anbieter gegen 5'000-Euro-Anbieter, und wir können gespannt zusehen, in welcher "Mitte" sich die Brüder wohl treffen werden...
Hz __ 125 _250 _500 _1k __2k __3k __4k __6k __8k
dB R _-15 _-15 _ -15 _-20 _-30 _ -35 _ -55 _-60 _ -55
dB L _ -15 _-15 _ -15 _-20 _-40 _ -60 _ -60 _-70 _ -60
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#15 15.01.2020, 09:26
Albman Abwesend
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Beiträge: 80


Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Frag mal nach, ob die Dinger nach ISO 10993 ff getestet sind, bevor Du sie den ganzen Tag ins Ohr steckst. Medizintechnik hat Ihre eigenen Regeln und Fallstricke.
Beste Grüße! Timo
↑  ↓

#16 15.01.2020, 15:46
audiophil49 Abwesend
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Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Zitat von Albman:
Frag mal nach, ob die Dinger nach ISO 10993 ff getestet sind, bevor Du sie den ganzen Tag ins Ohr steckst. Medizintechnik hat Ihre eigenen Regeln und Fallstricke.

Um Gottes Willen, das kannst Du total vergessen.

So etwas wie die IQbuds "segelt" weit unter allen Medizintechnik-Schwellen, hat (und braucht) auch in den USA kein FDA-Approval. Es sind ja auch keine Medizin-Geräte, wie ich mit dem bisher Gesagten immer deutlich machen wollte. Es sind zunächst mal einfach nur (alter Begriff:) Bluetooth-gekoppelte In-Ears. Dass man sich mit denen die Ohren kaputtmachen kann, wenn man es unbedingt will, das ist ja nichts Neues.

Und insofern haben ja viele Leute auch den ganzen Tag Hearables im Ohr stecken. Manche nur zum Musik-Hören, manche zusätzlich auch für Active Noise Cancellation (ANC), durch das ein Gegenschall zum Aussenlärm ins Ohr "geblasen" wird. Wo diese Technik (Mikrofone am Hearable) schon mal vorhanden ist, bieten wenige Hersteller auch schon an, auf Knopfdruck den über die Mikrofone aufgenommenen Aussenschall ans Ohr weiterzuleiten. Das hat die attraktive Eigenschaft, dass ich, wenn ich Musik höre und mich jemand anspricht, ich nicht die Hearables aus dem Ohr nehmen muss, um mein Gegenüber zu verstehen, sondern nur den Knopf drücken muss.

Und wenn man schon mal so weit ist, dann liegt es natürlich nahe, nach Drücken dieses Knopfes wahlweise auch eine einem Hörverlust angepasste Verstärkung des Aussenschalls zu nehmen. Genau das machen die Nuheara (Firmenname kommt offensichtlich vom phonetischen New Hear...) IQbuds MAX. Der folgende (kurze) Artikel lohnt sich zu lesen.

Natürlich liegt das alles weit unterhalb den Fähigkeiten eines medizinischen Hörgerätes. Wie weit, und ob so überhaupt schon nützlich, das will ich mit dem Vorgängermodell IQbuds Boost feststellen, das am Freitag kommt. Ich erwarte nicht viel, aber auch wenn das derzeit noch weit unter den klassischen HGs liegt, dann kann (könnte!) trotzdem
a) für einen leicht Hörbehinderten vielleicht schon ein gewisser Nutzen eintreten,
b) bei der Jagd dieser Hearables Nischen-Firmen auf Marktanteil keine lange Zeit vor signifikanten Verbesserungen vergehen.

Kann, vielleicht, Konjunktiv... Ich mache das alles jetzt ja nicht, weil ich definitiv behaupte, das das schon jetzt für einen leicht Hörbehinderten viel bringt. Nein, sondern um zu sehen, wo es vermutlich langgehen könnte. Und auch, um mich ggf. positiv überraschen zu lassen, falls es mir jetzt schon einiges bringt. Dann würde ich nach dem Zurückschicken des Vorgängermodells IQbuds Boost das für März angekündigte Nachfolgermodell IQbuds MAX für ca. 400 Euro bestellen und diese 400 Euro dann schlicht wegwerfen, wenn es später ein anderes Modell mit u.a. auch Bluetooth 5.2 gibt.

Meinen A*sch einfach auf dem Sofa lassen und ohne Prüfen von Alternativen ein paar tausend Euro für etwas nur begrenzt zufriedenstellendes (keine Musik, mühsames Telefonieren) abzudrücken, das wäre mir deutlich zu blöd.

Schau'n mer mal...
Hz __ 125 _250 _500 _1k __2k __3k __4k __6k __8k
dB R _-15 _-15 _ -15 _-20 _-30 _ -35 _ -55 _-60 _ -55
dB L _ -15 _-15 _ -15 _-20 _-40 _ -60 _ -60 _-70 _ -60
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#17 15.01.2020, 16:14
TomX Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 24.12.2019
Beiträge: 26


Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Hört sich gut an aber ...

Was mich bei meinem 4-monatigen Tests (Oticon S1, Widex Evoke, Phonak Marvel, Resound und Signia 7X) als HG-Rookie überzeugt hat war das komplexe Hören, nicht alleine der Klang. Wenn ich nur aus der InEar-Perspektive entschieden hätte, wäre es ein Phonak Marvel geworden. Bester Klang und Auflösung beim Streaming von feinen Jazz-Titeln mit 3 Instrumenten.
Signia belegte hier nur hinter Ränge, aber in der Kneipe, mit Lärm und 6 Freunden, wow. Im Straßenverkehr (Rad) bis auf kleine Schwächen absoluter Sieger. Meine eigenes Instrument (Musiker) klingt wieder richtig gut. Bei Proben im Ensemble, höre wieder mehr Details. Beim Mixen und Mastern verwende ich wieder mein PEQ-Einstellungen von vor 4 Jahren am Hörplatz. Hatte in den letzen 2 Jahren begonnen hier rum zupfuschen. War entsetzt was ich da ohne Herzliche Grüße angerichtet habe. Aktuell bin ich wegen all dem Beschrieben nun dabei das Signia 7X mit offener Versorgung zu nehmen.

Da ist schon ein Technologievorsprung, der von den Unterhaltungselektronikherstellern erst mal eingeholt werden muss. Bluetooth ist ein schönes Add-On aber nicht kriegsentscheidend. Wink Befürchte, den Vorsprung werden sich die Hersteller weiter bezahlen lassen.

Was wirklich aufregend wäre, bezahlbare Geräte im Stil von Phonak Lynx mit Bluetooth, die Wochen im Gehörgang verbleiben können. Hier nutze ich dann wieder meine Ohrmuscheln und brauche keine Richtmikrofone mehr und kann damit sogar ins Ohr streamen. Happy

Herzliche Grüße
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#18 15.01.2020, 17:15
svenyeng Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 1.667


Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Hallo!

Zitat:
Bluetooth ist ein schönes Add-On aber nicht kriegsentscheidend. Wink Befürchte, den Vorsprung werden sich die Hersteller weiter bezahlen lassen.


Das gilt für Dich.
Für mich ist BT ein absolutes Muss.
HGs die kein BT LE können teste ich gar nicht erst.
Ich brauche das zum telefonieren mit dem Smartphone.
Bitte komme mir jetzt nicht mit nem Dongle um den Hals oder nen Telefonclip.
BT sollte bitte mal langsam zur Grundausstattung von HGs gehören.

Gruß
sven
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#19 15.01.2020, 17:26
Ohrenklempner Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 2.622


Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Inzwischen kann ich bluetoothfähige Hörgeräte zum Kassenpreis verkaufen und daran verdienen. Die Geräte haben langfristig alle Bluetooth drin, ob man das möchte oder nicht.
Allons-y!
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#20 15.01.2020, 17:36
audiophil49 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 02.10.2018
Beiträge: 359


Betreff: Re: Konvergenz von Hörgeräten und Bluetooth In-Ears mit BLE Audio lässt keinen Stein auf dem anderen!
Zitat von svenyeng:
BT sollte bitte mal langsam zur Grundausstattung von HGs gehören.

Wird es ja bald auch, insbesondere durch die attraktiven Eigenschaften des jetzt kommenden BLE Audio (Bluetooth 5.2). Weil das den Markt ziemlich umgestalten und neuen Teilnehmern öffnen wird, hatte ich diesen Thread ja auch gestartet.
Hz __ 125 _250 _500 _1k __2k __3k __4k __6k __8k
dB R _-15 _-15 _ -15 _-20 _-30 _ -35 _ -55 _-60 _ -55
dB L _ -15 _-15 _ -15 _-20 _-40 _ -60 _ -60 _-70 _ -60
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