#21 18.06.2020, 17:12
Bert667 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.11.2019
Beiträge: 152


Betreff: Re: Welche Hörgerätmarke für Musiker ?
@Moonrise & Svenyeng,

wir verwenden in der Band beim Proben auch InEar Monitoring. Wir haben dafür einen programmierbaren Digitalmischer mit 4 Aux Ausgängen von denen wir in unsere IE-Funkstrecken gehen. So kann jeder seinen IE-Kanal voll individuell für sich abstimmen.

Super Lösung aber ist natürlich recht kostenintensiv. Allein meine Hörer kosten über 1000,-. Plus Funstrecke plus Anteil am Digitalmischpult... Da ist jeder Teilnehmender schnell bei über 2.000,-

Achja falls doch mal die Überlegung aufkommt, kauf keine Ultimate Ears Hörer! Klingen gut aber wenn mal was ist, gibt es in D keinen Support. Muss in die USA geschckit werden und dauert dann ewig. Habe das durch und mich nach dem 3. Defekt nun für Hörluchs entschieden. Made in Germany. Das tolle: Die machen die Teile auch aus weichem Silikon. Viel dichter und angenehmer zu tragen.

Diese habe ich und bin sehr zufrieden:
https://hoerluchs-unlimited.com/...ct/hl6304/
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, das letzte Mal am 18.06.2020, 17:14 von Bert667. ↑  ↓

#22 18.06.2020, 18:42
Ohrenklempner Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 2.977


Betreff: Re: Welche Hörgerätmarke für Musiker ?
Das kann ich bestätigen, ich bin auch bekennender Hörluchs-Fan. Die Otoplastiken sind spitze!
Allons-y!
↑  ↓

#23 19.06.2020, 08:47
svenyeng Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 1.726


Betreff: Re: Welche Hörgerätmarke für Musiker ?
Hallo!

Nichts gegen Hörluchs. Soweit ich weiß lässt mein Akustiker dort auch die Othoplastiken fertigen.
Mir waren die InEar Hörer von Hörluchs nach Abdruck viel zu teuer.
Ich mir dann bei Kind die C-Ear fertigen lassen. Die gibt es als 1-Wege und 2-Wege System. Ich habe das 1-Wege System für 250 Euro genommen. Über 1000 Euro für die InEars auszugeben sehe ich nicht ein. Ich bin kein Berufsmusiker.
Das ist alles Hobby und nebenbei.
Ein Risiko bestand dabei nicht, da man die Teile innerhalb von 4 Wochen zurück geben konnte und dann auch den vollen Kaufpreis erstattet bekommt.
Somit hatte ich dann einfach mal die C-Ears ausprobiert und habe sie dann auch behalten.
Ich bin der Meinung das bei uns HG Trägern das 1-Wege System völlig ausreicht.
Alles andere wird nur teurer und vor allem werden wir da keinen Unterschied hören.

Vor einigen Jahren stieg ich in die InEar Geschichte ein und kaufte mir damals das IEM 75 von der Thomann Eigenmarke. Ist eben ein billiges System für 150 Euro Euro. Also nichts besonderes.
Vor 3 Wochen bin ich dann auf das Sennheiser ew IEM G4 umgestiegen. Das ist natürlich die Profiklasse. Kostet allerdings auch 999 Euro. Würde ich aber immer wieder kaufen.
Glasklarer Klang, absolut kein Rauschen, ...
Unsere Sängerin hat ein InEar System von db Technologies.
Damit ist sie auch soweit zufrieden, das dürfte bei 200-300 Euro liegen.
Wie man sieht, geht es auch im bezahlbaren Rahmen.

Ein Digitalmixer sollte heute in der Band eh Standard sein.
Bei uns ist das so, da die PA Anlage von einer Person angeschafft wurde.
Mixer, Boxen, etc. gleichmäßig von den Kosten auf alle umlegen macht keinen Sinn.
Wenn die Band mal auseinander geht, kann man ja schlecht den Mixer in x-Teile sägen usw.
Die Sachen aufteilen, sich gegenseitig auszahlen etc. ist immer blöd.

Gruß
sven
↑  ↓

#24 19.06.2020, 09:31
Bert667 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.11.2019
Beiträge: 152


Betreff: Re: Welche Hörgerätmarke für Musiker ?
Bei uns gehört die PA Anlage auch einem privat. Den Monitor-Digitalmischer haben wir aus der Bandkasse bezahlt, d.h. der gehört der "Firma".

Ich verwende als Funstrecke immer noch das Sennheiser IEM G2. Also noch die "alten" Funkfrequenzen. Funktioniert immer noch einwandfrei. Und wenn mal was reinstreut, wird die Frequenz geändert.
↑  ↓

#25 27.06.2020, 08:37
Moonriseoverhill Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.05.2013
Beiträge: 7


Betreff: Re: Welche Hörgerätmarke für Musiker ?
Hallo zusammen,
Ich teste jetzt ca. 2 Wochen die Phonak Audeo Marvel im Moment in der 90 Version. Die Klangqualität sowohl beim Gitarre spielen, sowie auch Musikhören ist wirklich gut. Die Streamingqualität ist Wirklich nicht schlecht, Klar könnten die Bässe besser sein, gelbe Ohrstöpsel drüber muss ich noch ausprobieren (ein Tipp aus einen anderen Thread). Auf jeden Fall höre ich wieder mehr Musik :-) und auch telefonieren direkt mit den Geräten ist top. Die Phonak App ist im Prinzip super und hat viele Möglichkeiten zur individuellen Einstellung, allerdings auch noch ein Schwachstellen. So wechselt die App z.b. beim Screen Ausschalten immer wieder in den Autosense Modus und behält ausgewählte Programme nicht. Das Problem scheint ja schon länger zu bestehen und mir ist unverständlich das Phonak hier nicht mehr investiert, da die Kundenzufriedenheit hier deutlich drunter leidet.
Das Sprachverständnis ist bei entsprechenden Einstellungen in der APP ähnlich wie bei den Siemens Pure MI7 (6 Jahre alt), bzw. Kann ich mit der App eine ähnliche EQ Einstellung erzielen. Ob das Marvel auch besser ist kann ich zurzeit schwer einschätzen. Extreme Hörsituationen wie größere Meetings, Tagungen, Restaurantbesuche mit vielen Personen gibt es im Moment ja eher nicht.
Das einzige was ärgert ist die Preispolitik von Sonova, der Unterschied zum 50 Modell (noch nicht getestet) ist schon enorm. Und man bedenke: die Hardware ist dieselbe! Zudem kann, wenn einmal ein Gerät gekauft ist, keine andere Firmware mehr aufgespielt werden. Ich könnte also jetzt kein 50 kaufen und z.b. Nach 1 Jahr upgraden. Ich habe den Akustiker (Besitzer geführt) auch schon auf den den Preis angesprochen: er hat mir 140€ Rabatt auf den Listenpreis angeboten. Damit wird er die Geräte aber nicht an mich verkaufen können. Bin gespannt was er noch anbieten wird, in die Nähe eines Fielmann VergleichsAngebot muss er schon rankommen. V.a. auch weil mich an den Marvel überrascht hat wie die gute Automatische Ersteinstellung ist. Ich habe bisher nicht das Gefühl das ich eine Nacheinstellung beim Akustiker benötige, dafür reichen mir nach erstem Eindruck die Möglichkeiten der App. Bei den Siemens waren damals schon etlichen Sitzungen notwendig.

Ich werde aber trotzdem noch mindestens die Widex Moment und die Bernafon Viron testen. Die Widex sollte in einer Woche bekommen (diesmal bei Fielmann). Bin gespannt.

Von Fielmann habe Ich gerade die Starkley Muse 1000IQ parallel im Test. Sprachverständnis gut, aber der Klang ist zu hart, laute Musik verzerrt schon mal, Akustikgitarre klingt schrecklich. Zudem gibt es ständig Rückkopplungen, schon bei der Anpassung musste die Rückkopplungsanpassung mehrmals wiederholt werden und war letztlich mit mehreren verschiedenen Aufsätzen und Hörern nicht richtig erfolgreich.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 27.06.2020, 09:12 von Moonriseoverhill. ↑  ↓

#26 27.06.2020, 09:02
Moonriseoverhill Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.05.2013
Beiträge: 7


Betreff: Re: Welche Hörgerätmarke für Musiker ?
@Svenjeng und Bert667
Inear funktioniert doch nur wenn alle über Mischer spielen oder monitored ihr nur eure eigenes Instrument ? Wir nutzen das Mischpult in den Proben selten nur Live das wird sich aber ändern, da wir den Zoom L12 demnächst auch fest für Probenmitschnitte installieren. In der Regel reicht uns Sonst eine kleine Bose S1 (Akustik und Gesang) und 2 Amps. Zudem würden meine Bandkollegen vom Hocker fallen wenn ich Ihnen die Kosten für Professionelle InEars nennen würde. Einen Digitalmixer hatten wir auch kurz im Einsatz. War uns aber doch etwas zu kompliziert in der Bedienung und v.a. haben mich Wlan Probleme und schlechte Apps mit Bugs genervt. Bin mit dem Zoom Livetrak total zufrieden, zudem hat er 4 Individuell mixbare Kopfhörer Monitore so das InEar Kabelgebundenen tatsächlich einfach möglich wäre ohne zusätzliche Hardware. Klar hat ein Digitalmixer mehr Möglichkeiten, aber prinzipiell kann ich ja über die DAW später sowieso noch alles machen. Und der der Zoom kann auch noch ohne DAW mal eben auf SD Karte speichern.

Aber die C-Ears klingen schon sehr reizvoll, wahrscheinlich werde ich die tatsächlich mal testen. Mixer und Mini-PA sind bei uns übrigens auch privat, wobei wir demnächst eine zweite Bose S1 aus der Bandkasse kaufen werden.
Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, das letzte Mal am 27.06.2020, 09:10 von Moonriseoverhill. ↑  ↓

#27 29.06.2020, 09:39
Bert667 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.11.2019
Beiträge: 152


Betreff: Re: Welche Hörgerätmarke für Musiker ?
@Moonrise,

wieso sollte das nur funktionieren, wenn alle IE verwenden? Der Ton kommt ja zusätzlich auch aus der PA im Proberaum. Und bei nem Konzert kannst das ja auch voll flexibel handhaben. Bei einem geht der Monitorsound auf ne Monitorbox und beim anderen in die Funkstrecke.

Die AUX-Wege des Pultes gehen in die In Ear Strecken und der Master Out geht auf die PA.

Das tolle:
Wir benötigen bei Auftritten keinen Monitor-Soundcheck und sind da voll autark. Wir haben unsere Anlage dabei und optimieren unseren Monitorsound selbst während dem Soundcheck für draußen. Während dem Gig steht entweder unser Techniker am Monitorpult und ist nur dafür zuständig, Monitoranweisungen von uns entgegenzunehmen. Und wenn der grade mal mit was anderem beschäftigt ist, läuft man selbst kurz hin und passt was an.

Bzgl Aufnehmen im Proberaum:
Wir haben da fest nen Rechner mit Cubase per Firewire mit unseren Interfaces (Presonus Firepod) verbunden und können so jederzeit kurz mitschneiden.
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, das letzte Mal am 29.06.2020, 09:50 von Bert667. ↑  ↓

#28 30.06.2020, 08:44
svenyeng Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 1.726


Betreff: Re: Welche Hörgerätmarke für Musiker ?
Hallo!

Bert667 hat es schon richtig gesagt.
Man kann gemischt fahren bei den Monitoren.
Wer will macht InEar, wer lieber ne Monitorbox will, der nutzt halt die.
Ist bei uns auch so.

Was die PA Anlage bei einer Band betrifft, so muss ich den Kollegen gar nichts bei bringen. Wenn ich ein InEar System nutzen möchte, dann zahle ich das ja.
Damit haben die Kollegen nichts zu tun.
Die PA selber sollte immer einer der Bandmitglieder alleine zahlen und stellen.
Meine Erfahrung hat gezeigt, das das der bessere Weg ist.
Im Falle einer Auflösung der Band hat man das das Problem das man das gemeinsam angeschaffte Equipment aufteilen muss. Der eine will ausgezahlt werden, ...
Musiker A bekommt Subwoofer 1, B bekommt Subwoofer 2 usw.
Das wäre ja totaler Schwachsinn.
Bei Gigs bekommt dann der Bandkollege, der die Anlage gekauft hat und stellt eben etwas mehr Gage als die anderen.

Bezüglich Digitalmischpult:
Ich würde heute auf keinen Fall mehr einen analogen Mixer einsetzen. Das hat nur Nachteile.
Vor allem ist dann ein Siderack mit Effekten, Equalizer etc. nötig.
Das spare ich komplett bei einem Digitalmischpult.
Und was eben ein der ganz große Vorteil ist: Ich kann die Einstellungen speichern und immer wieder laden.

Wenn einzelne Musiker ihren InEar oder Monitorbox Mix ändern wollen, muss keiner zum Pult laufen.
Das kann jeder über ein Tablet, Handy oder PC machen.
Ein iPad ist ja für Texte + Akkorde mittlerweile bei fast jedem Musiker Standard.

Gruß
sven
↑  ↓

#29 03.07.2020, 15:21
drummer Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 26.07.2016
Beiträge: 12


Betreff: Re: Welche Hörgerätmarke für Musiker ?
Zitat von Ohrenklempner:
Da kommt es allein auf dein Empfinden an. Ich habe Kunden, die finden das Livemusik-Programm bei Signia Nx und X absolut super, andere hingegen finden es grottig. Gute Erfahrungen habe ich auch mit Widex gemacht. Bei Widex Moment könnte das PureSound-Programm richtig gut sein, da das Gerät in diesem Programm eine extrem kurze Latenzzeit hat. Widex ist aber auch nicht jedermanns Sache. Entweder man liebt es oder man hasst es. Wink
Bernafon klingt nach meinem Geschmack am besten bei Musik, wenn der Frequenzgang richtig angepasst ist. Phonak auch, aber ich mache ungern Werbung für die grünen Kollegen. Wink
Ich würde Dir Oticon empfehlen, bin selbst Musiker der "Schlagenden Fraktion "(Drummer).
↑  ↓

#30 02.08.2020, 22:00
TobiasTM Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 02.08.2020
Beiträge: 4


Betreff: Re: Welche Hörgerätmarke für Musiker ?
Ich komm nochmal zurück zur eigentlichen Frage ;-)

Bernafon hat gerade eine Initiative gestartet, bei der Akustiker die besonderen Ansprüche von Musikern nähergebracht bekommen und auch erlernen, wie man die entsprechenden Programme (nicht nur in der Oberklasse) passend einstellt.

Starkey ist ebenfalls bei sehr vielen Kunden aufgrund qualitativ hoher Musikübertragung hoch im Kurs.

Grundsätzlich kann jedoch in jeden moderne Hörsystem ein Programm mit den entsprechenden Anpassungen gespeichert werden ;-)
Tobias Gröbe
↑  ↓

Seiten (2): 1, 2

Interessantes für Gäste und User ohne Beitrag in den letzten 100 Tagen ...



Alle Zeitangaben in GMT +02:00. Aktuelle Uhrzeit: 06:24.