#1 25.06.2020, 13:50
Elise Abwesend
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Betreff: Fragen zu Filterwechsel und Schirmchen
Hallo an alle,

ich benutze seit kurzem ein Ex-Hörer-Gerät (Kassengerät), bei dem regelmäßig der Filter gewechselt werden muss.

Ich muss vorausschicken, dass ich seit Jahren Probleme mit dem linken Ohr habe, das regelmäßig verstopft ist und vom HNO gereinigt werden muss, wobei die Intervalle mit zunehmendem Alter immer kürzer werden, wie mir scheint (zurzeit ca. alle vier Monate). Grund ist, dass ich extrem enge Gehörgänge habe und beim linken Ohr auch noch einen Knick, sodass das Ohrenschmalz nicht richtig rauskommen kann, während ich beim rechten Ohr dieses Problem nicht habe. Der langen Rede kurzer Sinn:

Ich habe nun festgestellt, dass es bei den Filtern umgekehrt ist: Der rechte Filter ist schon nach etwa 10 Tagen verstopft, während der linke vier Wochen gehalten hat, ehe er gewechselt werden musste. Jedenfalls soweit ich nach der kurzen Tragezeit das so sagen kann.

Erst Frage: Ist dies normal, dass ein Filter so schnell gewechselt werden muss? Meine Theorie, warum der Filter rechts so schnell verstopft ist, ist, dass beim rechten Ohr eben mehr Schmalz rauskommt, als beim linken, wo es eher drin bleibt. *kopfkratz*

Jetzt zum eigentlichen Problem: Ich habe die Filter bisher beim Akustiker wechseln lassen, weil mir bei den beiden Malen, wo ich es selbst versucht habe, das filigrane Schirmchen (Dome) kaputt gegangen ist. Das Schirmchen zahlt zwar die Krankenkasse, aber ich habe keine Lust, ständig zum Akustiker zu rennen, weil ich beim Abnehmen des Schirmchens zu ungeschickt oder ganz einfach zu deppert bin. Der Akusitker hat es mir zwar gezeigt, aber bei dem sah es so mühelos aus und ging so schnell und nun trau ich mich da selber nicht so recht ran. Habt ihr einen Tipp, wie ich das am besten mache? Ich hab zuviel Respekt vor diesen Lamellen, die dabei immer gerissen sind, als ich es selbst versucht habe.
Otoplastik habe ich keine. Es sollte eine angefertigt werden, aber dann wurde mir mitgeteilt, dass aufgrund meiner besonderen Ohrform die Otoplastik nicht aus dem bestimmten Material (ich weiß nicht mehr, welches) hergestellt werden könne. Es ginge mit einem anderen Material, das aber nicht von der Kasse bezahlt wird. Das war mir letztlich egal, weil ich mit den Schirmchen beim Tragen auch gut zurechtgekommen bin.

Vielleicht habt ihr einen Tipp oder könnt beschreiben, wie ihr eure Domes abzieht? Helpless
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#2 25.06.2020, 14:11
Ohrenklempner Abwesend
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Betreff: Re: Fragen zu Filterwechsel und Schirmchen
Was sind es denn für Geräte?
Bei den meisten Herstellern, außer bei Signia und AudioService, bestehen die Schirmchen nur aus Silikon. Signia und AudioService haben noch einen Kunststoffring, wodurch die Schirmchen besser halten, aber auch schwieriger zu lösen sind. Dafür gibt's aber ein Werkzeug.
Die reinen Silikonschirmchen greifst du am besten mit Hilfe eines Papiertaschentuchs oder Küchentuchs. Damit rutschst du nicht weg und es geht ganz leicht. Außerdem bleibt der grobe Matsch gleich am Tuch hängen, das erleichtert die Reinigung. Grinning
Allons-y!
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#3 25.06.2020, 15:34
Elise Abwesend
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Betreff: Re: Fragen zu Filterwechsel und Schirmchen
Danke für die Antwort Smiling

Die Hörgeräte sind von KIND (KINDinicio 1400) und es sind Silikonschirmchen ohne besondere Extras.
Das mit dem Tuch hört sich gut an, damit probiere ich es und hoffe, dass es klappt.

Wie oft musst du die Filter reinigen? Ist es normal, dass ein Filter so schnell verstopft ist? Im Netz lese ich was von vier bis sechs Wochen bzw. dass dann ein Filterwechsel zu "empfehlen" ist. Von "empfehlen" kann ich gar nicht reden, weil ich mit dem Gerät bei verstopftem Filter natürlich absolut nichts mehr höre. Aber nach so kurzer Tragezeit schon?
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#4 25.06.2020, 15:45
akufrank59 Abwesend
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Beiträge: 58


Betreff: Re: Fragen zu Filterwechsel und Schirmchen
Hallo Elise,

wie schnell verstopft,
das hängt völlig vom individuellen Anfall von Ohrenschmalz ab:
1. die Menge pro Zeit
2. die Konsistenz (je weicher/flüssiger, desto schneller verstopft).

Im Extremfall, erst recht wenn beides zusammen kommt, kann schon zweimaliges Einsetzen ins Ohr völlig reichen..

Gruß !

Frank
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#5 25.06.2020, 22:53
Treehugger Abwesend
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Beiträge: 368


Betreff: Re: Fragen zu Filterwechsel und Schirmchen
Eigentlich schützen doch die Schirmchen die Filter zusätzlich, zumindest bei denen die ich hatte.

Weil die sind doch über dem Lautsprecher geschlossen.


Erst nach dem Wechsel auf Otoplastiken hatte ich ähnliche Probleme, da dort die Filter offen waren.
Mittlerweile habe ich neue Otoplastiken, die nochmals einen eigene Filter haben. Seit dem ist wieder "ruhe", also nichts mehr verstopft.
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#6 26.06.2020, 07:03
Ohrenklempner Abwesend
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Betreff: Re: Fragen zu Filterwechsel und Schirmchen
Bei den Schirmchen bei Audifon weiß ich nicht, ob die noch einen extra Schutz haben. Ich habe diese Geräte (Audifon Sino R) nur ein einziges Mal verkauft, das ist mindestens fünf oder sechs Jahre her. Aber als Tipp: täglich nach dem Tragen das Schirmchen abziehen und reinigen. Kommt auf Dauer günstiger als immer den Filter zu wechseln, wenn der zu ist.
Allons-y!
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#7 26.06.2020, 09:49
Elise Abwesend
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Beiträge: 4


Betreff: Re: Fragen zu Filterwechsel und Schirmchen
Zunächst mal ein Dank an Ohrenklempner: Heute ist es mir geglückt, das Schirmchen mit einem Taschentuch abzuziehen und nach Filterwechsel wieder draufzusetzen.

Ob dieser Filter gereinigt werden kann/soll, weiß ich nicht; mein Akustiker hat lediglich empfohlen, ihn regelmäßig auszutauschen, wenn ich merke, dass es leiser wird oder ich gar nichts mehr höre. Bei der Einweisung in die Reinigung ging es nie darum, da was abzumachen, sondern lediglich die Oberflächen zu reinigen, das Schirmchen abzuwischen und so.

Jedenfalls werde ich mir nach der Info von Akufrank59 einen größeren Vorrat an Cerumenfiltern bei meinem Akustiker besorgen. Wink
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#8 26.06.2020, 11:03
svenyeng Abwesend
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Beiträge: 1.726


Betreff: Re: Fragen zu Filterwechsel und Schirmchen
Hallo!

Lasse Dir doch kleine Othoplastiken machen.
Von den Schirmchen halte ich eh generell nichts.
Das wechseln der Cerumenfilter ist super einfach wenn man Othoplastiken hat.
Ich muss den Hörer nicht mal aus der Plastik drücken.
Die Filter (Cerustop) sind ja auf so kleinen Stäbchen.
Mit der freien Seite vom Stäbchen zieht man den verstopften Filter ab und dann einfach mit dem Stäbchen den neuen, der dranhängt auf den Hörer drücken.

Die Filter habe ich immer zu Hause, genauso immer je einen rechten und einen linken Hörer.
So kann ich mir immer schnell selber helfen. Wenn ein Hörer mal defekt ist wechsele ich den und bringe den defekten zu meinem Akustiker. Dieser gibt mir dann kostenlos einen neuen mit.
Wenn natürlich ein Filter mal unterwegs zu geht, ist das auch kein Problem.
Den Filter kann man mit dem Finger auch abziehen und in den Müll werfen.
zu Hause kommt dann ein neuer Filter drauf. In der Zwischenzeit geht es auch mal ohne Filter.

Gruß
sven
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#9 26.06.2020, 12:52
Elise Abwesend
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Betreff: Re: Fragen zu Filterwechsel und Schirmchen
Hi Sven,

weiter oben hab ich geschrieben, warum ich keine Otoplastik habe.
Ich habe so enge Gehörgänge, dass ich froh bin, wenn ich da nichts drin habe, dass so dicht abschließt. Ich hatte mal In-Ear-Kopfhörer, die kleinste Größe, und selbst die taten mir weh.
Am Anfang hatte ich gegen mein Hörgerät Aversionen, weil ich nun doch wieder was ins Ohr schieben musste. Nun gewöhne ich mich allmählich dran. Die Schirmchen sitzen soweit recht gut, lediglich beim Essen, wenn ich stark kaue, drückt es sie ein bisschen raus. Damit kann ich leben.

Der Filterwechsel selbst ist sehr einfach - so wie von dir beschrieben. Ich hatte lediglich Probleme mit dem Abziehen der Schirmchen, die nun dank des guten Tipps mit dem Tuch gelöst sind.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 26.06.2020, 12:53 von Elise. ↑  ↓

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