#1 13.12.2006, 16:16
Momo Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.07.2002
Beitrńge: 5.158


Betreff: Grundschule-wo?
Hallo alle zusammen.

Mich w├╝rde mal so ein Meinungsbild interessieren zu folgender Problematik:
Mein Sohn (5) kommt n├Ąchstes Jahr zur Regelschule. Rein sprachlich wird er es sicher schaffen. Er hat allerdings ein recht kurzes Konzentrationsverm├Âgen, mag nicht gern stillsitzen und l├Ąsst sich leicht ablenken. Zus├Ątzlich kann er im L├Ąrm rercht schlecht verstehen, hat aber eine FM. Er geht bis zur Schule in den SH Kiga, nicht hier vor Ort..
Nun die Frage:
wir haben hier die Wahl: entweder die f├╝r uns zust├Ąndige GS zu der dann alle Freunde aus der Nachbarschaft gehen (auch teils mit ihm eingeschult) und seine Schwester. Diese Schule ist allerdings vierz├╝gig mit recht grossen Klassen (25-29 Kinder). Die Alternative (per Antrag) ist eine kleine Dorfschule, einz├╝gig mit kleinen Klassen, meist integrativ. Entfernung w├Ąre in etwa gleich, wobei der Schulweg zu der kleinen Schule nicht alleine fahrbar w├Ąre (zu gef├Ąhrlich). Da w├╝rde er keinen kennen, da es eben nicht unser Einzugsgebiet ist.
Frage: wie sollen wir uns entscheiden? Wiegt die kleine Schule mit vielleicht 5 Kindern weniger in der Klasse auf, dass er (mal wieder) woanders hingeht als alle seine Freunde hier vor Ort? Oder ist es vielleicht f├╝r ihn viel sch├Âner/ besser, wenn er gemeinsam mit seinen freunden in eine Schule/ Klasse kommt, wo wir wissen er ist sozial integriert und die kennen ihn mit HGs und nicht anders? Es tut mir einfach so leid, dass er sonst wieder eine "Extrawurst" bekommt und ausgeschlossen ist....

Bin mal gespannt was Ihr so meint. Das Meinungsbild in meinem Umfeld ist recht weit gef├Ąchert..

Gruss
Wiebke und Sohn (18 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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#2 13.12.2006, 18:07
Karin Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.10.2002
Beitrńge: 1.783


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Liebe Momo, ich kann nur sagen, was ich machen w├╝rde...

Ich w├╝rde versuchen ihn in die kleinste Klasse der Regelgrundschule zu geben. Vielleicht habt ihr Gl├╝ck und in einer sind nur 24 oder 25 Kinder. Die Kinder kennen deinen Sohn schon und werden eher R├╝cksicht nehmen. Wenn er eine FM hat und die von der Lehrerin auch akzeptiert wird, er vorne sitzt, dann wird er es vielleicht schaffen. Ich w├╝rde es versuchen. Geh aber vorher och mal zu der Lehrerin und ├╝berzeue dich, dass sie versteht, worum es geht!
Zur Zappeligkeit: ihr habt noch fast ein Jahr Zeit - da ├Ąndert sich oft noch viel.

Liebe Gr├╝├če
Karin
http://www.kestner.de/ - alles rund um die Gebärdensprache
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#3 13.12.2006, 19:01
Nina M. Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 09.07.2002
Beitrńge: 1.513


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Hallo Momo!

Gerade in der Grundschule funktioniert die Integration oft noch recht gut, wenn man auch auf die Zusammenarbeit der Lehrer bauen kann.
An deiner Stelle w├╝rde ich daher jetzt schon das Gespr├Ąch mit den zust├Ąndigen Lehrern an der Regelgrundschule suchen und bereits jetzt dort aufkl├Ąren, dass dein Sohn eine H├Ârsch├Ądigung hat und im Unterricht eine FM Anlage braucht. Bitte darum, dass du mit den dortigen Lehrern reden kannst, evtl. kann der Schulleiter jetzt schon sagen, wer die zuk├╝nftige Klassenlehrerin/der zuk├╝nftige Klassenlehrer sein wird. Wenn du das Gef├╝hl hast, dass die Lehrer dort bereit sind sich auf das Problem "H├Ârsch├Ądigung" einzulassen, dann w├╝rde ich deinen Sohn dort einschulen.
Denn die soziale Komponente ist ja auch wichtig und nicht zu untersch├Ątzen und f├╝r deinen Sohn w├Ąre es sicher sch├Ân, wenn er gemeinsam mit seinen Freunden zur Schule gehen kann. Au├čerdem macht es das evtl. auch einfacher wenn z.B. mal Schwierigkeiten bei Hausaufgaben bestehen oder so. Er kann sie dann mit Freunden gemeinsam machen, bzw. du kennst dann sicher auch die Eltern und kannst nachfragen wenn mal was falsch angekommen ist oder so.

Gru├č,
Nina
Schwerhörig seit dem 11. Lebensjahr, beidseitig mit CI's versorgt (1. CI 6/2003, 2.CI 10/2006)
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#4 13.12.2006, 23:51
Petra Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 04.04.2004
Beitrńge: 306


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Hallo Momo,

ich sehe das wie Karin: gerade im letzten Kiga-Jahr kann sich noch ganz viel tun!
Zur Schulwahl:
kann dir nur etwas von meinen Erfahrungen (und den Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis mit sh Kindern) wiedergeben. Also: mein Kind war auf der Regelgrundschule im zust├Ąndigen Sprengel. Die Klassenst├Ąrke hat von Jahr zu Jahr( je nach zu/Wegz├╝gen, Zusammenlegungen usw.) von anfangs 20 Kindern bis zur 4. Klasse mit 28 Kindern variiert. Von daher sind die Eingangsklassenst├Ąrken also nicht das Ma├č aller Dinge- kann sich alles ├Ąndern! Sch├Ân und wichtig fand ich damals, dass sie mit den Kindern aus ihrer n├Ąchsten Umgebung in einer Klasse war. ( Aber: Heute ist sie in einer anderen Stadt, in einer anderen Schule mit v├Âllig fremden Kinder und es klappt wider m├╝tterliche Erwartungen sehsehrsehr gut! ;-) ) Wie dein Kind zurecht kommt ist prim├Ąr abh├Ąngig von der Kooperationsbereitschaft der Schule und der jeweiligen Klassleitung! Was hilft eine kleine Klasse, aber eine r├╝cksichtslose Lehrerin- manchmal sind auch andere Eltern Quertreiber!? Das muss einfach im Vorfeld abgekl├Ąrt werden. Ganz wichtig w├Ąre auch ein Antrittsbesuch des mobilen Dienstes VOR der Einschulung!!!!
Mir pers├Ânlich hat in der Grundschule auch der Kontakt zu den Nachbarskindern gut getan+ vorallem zu den M├╝ttern. Man ist immer mal wieder am zweifeln: ├╝berfordere ich mein sh Kind!? Wenn ich dann aber vom Nachbarskind aus der Klasse h├Âre, es hat dieses odere jenes auch nicht verstanden, r├╝ckt das manches wieder ins rechte Licht...

Dann wei├č ich nicht genau, was du mit integrativ meinst!? Bei uns gibt es z.B. eine Schule ( privat) die bevorzugt Kinder mit Handicap aufnimmt. F├╝r manche Eltern ist das der letzte Strohhalm... Im Nachhinein stellt sich dann aber heraus, dass es soviel "erste Reihen" gar nicht gibt, wie eigentlich ben├Âtigt w├╝rden. Da ist das Kind mit ADS, eins sieht schlecht, ein anderes ist halbseitig gel├Ąhmt, ein viertes ist sh usw.,usw... Wei├čt du was ich meine!? Prinzipiell w├Ąre es sch├Ân, wenn auf jedes dieser Kinder ad├Ąquat eingegangen werden k├Ânnte- realistisch gesehen ist das aber unm├Âglich. Auch das muss man vorher abkl├Ąren!

Also ich k├Ânnte Seiten f├╝llen, aber das sprengt den Rahmen hier!Wenn du noch was wissen willst, kannst mich ja privat anmailen...

Eine gute Entscheidung w├╝nscht dir

Petra
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#5 14.12.2006, 09:37
Momo Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.07.2002
Beitrńge: 5.158


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Hallo Ihr alle.
Danke f├╝r die Antworten. Ich feuem mich auch sehr ├╝ber Meinungen erfahrener Eltern oder eben auch Selbstbetroffner: wie habt Ihr empfunden, dass ihr mit den nachbarn gemiensam auf eine Schule gegangen seid oder eben nicht? usw.

Zitat:
Erstellt von Karin
Ich w├╝rde versuchen ihn in die kleinste Klasse der Regelgrundschule zu geben. Vielleicht habt ihr Gl├╝ck und in einer sind nur 24 oder 25 Kinder. Die Kinder kennen deinen Sohn schon und werden eher R├╝cksicht nehmen.

Das sagt mir auch mein Herz... wenn der Verstand oder die Sorge nur nicht immer querschiessen w├╝rde....

Zitat:
Erstellt von Nina Mo.
Denn die soziale Komponente ist ja auch wichtig und nicht zu untersch├Ątzen und f├╝r deinen Sohn w├Ąre es sicher sch├Ân, wenn er gemeinsam mit seinen Freunden zur Schule gehen kann. Au├čerdem macht es das evtl. auch einfacher wenn z.B. mal Schwierigkeiten bei Hausaufgaben bestehen oder so. Er kann sie dann mit Freunden gemeinsam machen, bzw. du kennst dann sicher auch die Eltern und kannst nachfragen wenn mal was falsch angekommen ist oder so.

Ich denke auch, dass es f├╝r ihn sch├Ân w├Ąre auch mal "normal" sein zu k├Ânnen und nicht immer getrennt zu werden...

Zitat:
Erstellt von Nina Mo.
evtl. kann der Schulleiter jetzt schon sagen, wer die zuk├╝nftige Klassenlehrerin/der zuk├╝nftige Klassenlehrer sein wird.

Tja das ist leider das Problem an der Schule: der Schulleiter mag gerne Machtspiele und will zeigen, dass er der Boss ist. Fraglich, dass er sagt were der Lehrer wird (wahrscheinlich weiss er es jetzt auch noch nicht). Ich kann allerdings erahnen wer es sein kann, n├Ąmlich die LhrerInnen der jetzigen 4. Klassen. Einen davon habe ich schonmal gefragt diesbez├╝glich und er war recht interessiert und ich k├Ânnte mir auch vorstellen, dass er engagiert ist. Bei den drei anderen kann ich das nicht sagen, ich kenne sie nur vom Sehen, sie sind aber alle noch recht jung und wriken eigentlich sehr offen.

Zitat:
Erstellt von Petra

Mir pers├Ânlich hat in der Grundschule auch der Kontakt zu den Nachbarskindern gut getan+ vorallem zu den M├╝ttern. Man ist immer mal wieder am zweifeln: ├╝berfordere ich mein sh Kind!? Wenn ich dann aber vom Nachbarskind aus der Klasse h├Âre, es hat dieses odere jenes auch nicht verstanden, r├╝ckt das manches wieder ins rechte Licht...

Ja das denke ich auch.

Zitat:
Erstellt von Petra
Ganz wichtig w├Ąre auch ein Antrittsbesuch des mobilen Dienstes VOR der Einschulung!!!!

Das wird so sein, da er ja aus dem SH Kiga kommt und bereits beim mobilen Dienst gemeldet. Von Eltern deren Kinder letztes Jahr eingeschult wurden, habe ich auch erfahren, dass das super geklappt hat, mit Einzelgespr├Ąchen, Seminar und Infos f├╝r die Lehrer usw.

Zitat:
Erstellt von Petra
Dann wei├č ich nicht genau, was du mit integrativ meinst!?

Mit integrativ meine ich, dass in der Klasse bis zu 4 Integrationskinder mit den Regelsch├╝lern beschult werden. Die Schule erh├Ąlt daf├╝r extra Stunden, so dass teilweise zus├Ątzlich eine F├Ârderschullehrkraft zur Unterst├╝tzung mit in der Klasse ist. I-Kinder w├Ąren z.B. Down Kinder, ADS Kinder, Kinder mit Lernproblemen usw. aber auch k├Ârperlich oder geistig beeintr├Ąchtigte Kinder. Die Klassengr├Âsse ist dann auch auf 22 Kinder beschr├Ąnkt

Zitat:
Erstellt von Petra
Im Nachhinein stellt sich dann aber heraus, dass es soviel "erste Reihen" gar nicht gibt, wie eigentlich ben├Âtigt w├╝rden. Da ist das Kind mit ADS, eins sieht schlecht, ein anderes ist halbseitig gel├Ąhmt, ein viertes ist sh usw.,usw... Wei├čt du was ich meine!? Prinzipiell w├Ąre es sch├Ân, wenn auf jedes dieser Kinder ad├Ąquat eingegangen werden k├Ânnte- realistisch gesehen ist das aber unm├Âglich.

Genau diese Problematik sehe ich auch, denn zus├Ątzlich zu den integrativ Kindern werden dort dann auch Kinder gerne hingeschickt, die eben irgendwelche Auff├Ąlligkeiten haben (und die sind dann gar nicht offiziell erfasst). Und ich sehe das wie du: was hilft es wenn es eine kleine Klasse ist, aber so viel Kinder drin sind die extra F├╝rsorge brauchen, dass man keinem gerecht wird. Oder dass gar Kinder drin sind die vom Verhalten so problematisch sind, dass der Unterricht gest├Ârt wird. Dann lieber 5 Kinder mehr, aber eine relativ normale Klasse. Aber das weiss man ja vorher nie. Die Klasse meiner Tochter z.B. ist eine echte Musterklasse- da h├Ątte ich keine Bedenken, aber auch das hat sich erst mach und nach rausgestellt. Die Parallellklasse dagegen: Katastrophe!

Liebe Gr├╝sse
Wiebke und Sohn (18 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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#6 14.12.2006, 11:15
Andrea Heiker Abwesend
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Beitrńge: 3.039


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Hallo Momo,

ich finde es auch, dass Du ruhig die Schule wagen kannst, in die alle Kinder gehen, vorausgesetzt die Klassenlehrer spielen mit. Vorerst solltest Du Dir aber noch beide Br├Âtchen warmhalten, solange bist Du wei├čt, ob die Lehrer mitziehen.

Ich kann nur berichten, dass die Grundschule bei mir kein Problem war, ich war damals in einer zweiz├╝gigen Grundschule und wir waren damals aber auch nur 20-22 Kinder in der Klasse.

Gru├č
Andrea
seit Geburt an Taubheit grenzend schwerh├Ârig, im Alter von zwei Jahren mit zwei H├Ârger├Ąten versorgt, seit 2002 ein CI
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#7 14.12.2006, 12:32
Petra Abwesend
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Dabei seit: 04.04.2004
Beitrńge: 306


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Hallo Momo,

das "Problem" mit dem Schulleiter und den Machtspielchen ├╝berl├Ąsst du ganz einfach dem mobilen Dienst! Daf├╝r sind sie da- abgesehen davon hat man als Mutter in solchen Dingen immer die schlechteren Karten... Ich meine, ich verstehe schon, das "normale" Eltern abgewimmelt werden, wenn der einzige Grund f├╝r Nachfragen ist, dass "Kleinlisa neben Kleinvanessa sitzen will":rolleyes: Aber darum geht es dir ja nicht! "Besondere" Kinder erfordern halt "besondere" Ma├čnahmen. Da kann auch ein eingefahrener Schulleiter mal ├╝ber seinen Schatten springen und Informationen fr├╝hzeitig weitergeben. Du musst evtl. nach Alternativen schauen und die lassen sich erfahrungsgem├Ą├č nicht erst am ersten Schultag einfordern. Du k├Ânntest argumentieren, dass du es einfach vorzeitig wissen musst, da alternative (Privat)Schulen ihre Anmeldungsfristen schon jetzt haben und er doch daf├╝r sicher Verst├Ąndnis hat ;-). Sinnig ist dann auch wirklich fr├╝hzeitig abzukl├Ąren, dass das Kind in die kleinste Klasse kommt, wo es sitzen kann/muss usw.,usw.! Die Hintergrundinformationen dazu liefert in solchen F├Ąllen besser der mobile Dienst! Der Leiter sieht ja erst mal nur, dass da (wieder mal) eine besorgte Mutter kommt, die "ein extra W├╝rstchen" gebacken haben will. Und dann "blocken" sie meistens schon:( . Wenn aber einfach mal eine Nachfrage vom mob. Dienst kommt, wie es denn ausschaut und ihm dabei ein wenig Honig ums Maul schmiert:D- wird das schon klappen!!!!

Also dr├╝cke euch die Daumen, Petra
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#8 14.12.2006, 13:33
Momo Abwesend
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Dabei seit: 23.07.2002
Beitrńge: 5.158


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Zitat:
Erstellt von Petra
Hallo Momo,

das "Problem" mit dem Schulleiter und den Machtspielchen ├╝berl├Ąsst du ganz einfach dem mobilen Dienst! Daf├╝r sind sie da- abgesehen davon hat man als Mutter in solchen Dingen immer die schlechteren Karten... Ich meine, ich verstehe schon, das "normale" Eltern abgewimmelt werden, wenn der einzige Grund f├╝r Nachfragen ist, dass "Kleinlisa neben Kleinvanessa sitzen will":rolleyes: Aber darum geht es dir ja nicht! "Besondere" Kinder erfordern halt "besondere" Ma├čnahmen. Da kann auch ein eingefahrener Schulleiter mal ├╝ber seinen Schatten springen und Informationen fr├╝hzeitig weitergeben. Du musst evtl. nach Alternativen schauen und die lassen sich erfahrungsgem├Ą├č nicht erst am ersten Schultag einfordern. Du k├Ânntest argumentieren, dass du es einfach vorzeitig wissen musst, da alternative (Privat)Schulen ihre Anmeldungsfristen schon jetzt haben und er doch daf├╝r sicher Verst├Ąndnis hat ;-). Sinnig ist dann auch wirklich fr├╝hzeitig abzukl├Ąren, dass das Kind in die kleinste Klasse kommt, wo es sitzen kann/muss usw.,usw.! Die Hintergrundinformationen dazu liefert in solchen F├Ąllen besser der mobile Dienst! Der Leiter sieht ja erst mal nur, dass da (wieder mal) eine besorgte Mutter kommt, die "ein extra W├╝rstchen" gebacken haben will. Und dann "blocken" sie meistens schon:( . Wenn aber einfach mal eine Nachfrage vom mob. Dienst kommt, wie es denn ausschaut und ihm dabei ein wenig Honig ums Maul schmiert:D- wird das schon klappen!!!!

Also dr├╝cke euch die Daumen, Petra

Hallo Petra
die "Aufkl├Ąrung" und Begutachtung des Klassenraumes usw. werde ich auf jeden Fall dem m obilen Dienst ├╝berlassen. Den Schulleiter ├╝berlasse ich meinem Mann, denn bei ihm redet er immer ganz anders als bei mir- so von Kollege zu Kollege oder Mann zu Mann, wie auch immer. Und dann werden wir ihm quasi nur suggerieren, dass es ja eine tolle Idee von ihm w├Ąre dem Klassenlehrer VORHER die Frsage zu stellen, ob er die Bereitschaft mitbringt und dann eben diesen in der Klasse einzusetzten in der mein Sohn sein wird. Und wenn er selbst diese Idee hat, oder denkt es sei seine:D, dann klappt das hoffentlich...

Ich bin froh, dass die meisten von euch ├Ąhnlich denken wie ich, der Kiga ├╝brigens auch, denn im Bekanntenkreis stosse ich auf Unverst├Ąndnis so nach dem Motto"was du h├Ąttest die Chance ihn auf die XY Schule zu schicken und willst dann verantworten, dass er ganz normal eingeschult wird??". Ja verdammt das will ich, weil ich auch meinem Kind mal ein wenig Normalit├Ąt geben m├Âchte!!!

Ich werde weiter berichten- das letzte Wort ist ja noch nicht gesprochen...

Danke!

Gruss
Wiebke und Sohn (18 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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#9 14.12.2006, 15:11
kleriker Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 07.12.2005
Beitrńge: 43


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Hallo Momo,

meine Tochter ist jetzt 6 und wird auch n├Ąchstes Jahr eingeschult. Wir werden sie in eine Integrationsklasse schicken, in der allerdings nur HG- oder AVWS-Kinder sind. Die Klassenst├Ąrke ist ca. 12. Obwohl unsere Fr├╝hf├Ârderin und Audiologen, die Jenny gut kennen, meinen, da├č die ein Kind f├╝r die Regelschule w├Ąre.
Ihre ganzen Nachbarn und Freunde gehen auf die Regelschule, in die sie auch k├Ąme. Sie ist aber sehr aufgeschlossen und findet bestimmt auch in dieser neuen Schule, in der sie anfangs niemand kennt, schnell Anschlu├č. Ist bestimmt von Kind zu Kind unterschiedlich.
Ich bin der Meinung, warum sollte man es seinem Kind nicht so leicht wie m├Âglich machen. In einer Klasse mit 28 Kindern ist es f├╝r ein sh Kind mit Sicherheit schwieriger als bei 20 Kindern. Das "normale" Leben kann dein Kind noch fr├╝h genug kennenlernen. Nach der Grundschule sind sie mit Sicherheit alt genug, um das alleine recht gut zu entscheiden, ob sie auf eine "normale" Schule gehen wollen oder eben nicht. Und die Grundschulen heutzutage sind vom Stoff her nicht mehr zu vergleichen mit Grundschulen zu meiner Zeit. Sie sind jetzt viel, viel anspruchsvoller.
Wie gesagt, da├č alles ist meine Meinung und ich hoffe f├╝r euch, da├č ihr das Richtige findet.
LG, Sabine
↑  ↓

#10 14.12.2006, 16:26
mondsche Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.01.2006
Beitrńge: 79


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Hallo Momo

unsere Kleine geht inzwischen in die 2.Klasse einer normalen Regelschule,wurde sogar 1 Jahr fr├╝her eingeschult.Wir hatten auch Sorgen wegen ihrer Unruhe im Popo.Aber das Thema hat sich von ganz alleine gel├Âst.Der Lehrerin nach sitzt sie sch├Ân still,was wir uns kaum vorstellen k├Ânnen.
Und mit der Schule gab es auch keine weiteren Probleme,im Gegenteil,sie waren sehr aufgeschlossen der Problematik obwohl es noch keinerlei Erfahrung gab mit sh.
Die Klassenlehrerin besuchte freiwillig einen Wochenendkurs ├╝ber sh,freu.Und ich weiss nicht ob mann es ihnen immer leichter macht wenn mann sie gesondert unterbringt.Unsere Tochter will einfach nur normal sein bzw.normal behandelt werden.Und sie lernen auch schon jetzt eine Menge f├╝r sp├Ąter.
Was auf jeden Fall von Vorteil ist wenn dein Sohnemann nicht allzu sch├╝chtern ist und auch um Hilfe bitten kann.
W├╝nsche dir Bzw. euch die richtige Entscheidung.

Viele Gr├╝├če Mondsche
↑  ↓

#11 14.12.2006, 20:18
Momo Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.07.2002
Beitrńge: 5.158


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Hallo nochmal

Zitat:
Erstellt von kleriker
Wir werden sie in eine Integrationsklasse schicken, in der allerdings nur HG- oder AVWS-Kinder sind.

Hallo Sabine
das ist aber dann ja keine Integration mehr. Integration bedeutet ja die geminsame Beschulung "normaler" und behinderter Kinder mit dem Ziel eben diese in das soziale Umfeld zu integrieren.

Die M├Âglichkeit in auf die SAH Schule zu schicken h├Ątten wir nat├╝rlich auch, allerdings denke ich der Weg von der SH Schule zur Regelschule ist sicher nicht der einfachere. Der Weg "zur├╝ck" von der Regelschule zur SH Schule bleibt uns ja immer offen und das gibt- mir zumindest- auch Sicherheit und nimmt eben den Druck, dass es auf jeden Fall klappen muss auf der Regelschule.

Zitat:
Erstellt von kleriker
warum sollte man es seinem Kind nicht so leicht wie m├Âglich machen.

Das ist ja eben die Frage, ob die "Sonder" schule wirklich der einfachere Weg ist. Ich denke man darf auch die Psyche nicht vergessen. Ausserdem ist Grundschule ja auch noch ein wenig "Schonraum" und ich war eigentlich der Meinung in diesem Schonraum kann man es versuchen. Erst in der weiterf├╝hrenden Schule das "Glashaus" SH Schule zu verlassen ist sicher hammerhart, wenn ich schon sehe wie hart es teilweise f├╝r ganz normale Grundsch├╝ler in der 5. Klasse ist.

Zitat:
Erstellt von kleriker
Das "normale" Leben kann dein Kind noch fr├╝h genug kennenlernen. Nach der Grundschule sind sie mit Sicherheit alt genug, um das alleine recht gut zu entscheiden, ob sie auf eine "normale" Schule gehen wollen oder eben nicht. Und die Grundschulen heutzutage sind vom Stoff her nicht mehr zu vergleichen mit Grundschulen zu meiner Zeit. Sie sind jetzt viel, viel anspruchsvoller.

Genau das meine ich eben. Nach der GS ins "normale" Leben umzusteigen ist sicher nicht einfach.... Oder was meinst du mit
Zitat:
Erstellt von kleriker
Das "normale" Leben kann dein Kind noch fr├╝h genug kennenlernen.

Aber auch mal interessant diese Seite zu sehen/ lesen.

Bei uns ist ├╝brigens P├Ądaudiologe, Akusitker Kinderarzt HNO und die Erzieherinnen auch pro Regelschule. Wenn es nicht geht sollen wir die SH Schule dann aber auch als Chance sehen und nicht als Versagen.

Gruss


Wiebke und Sohn (18 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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#12 14.12.2006, 21:27
Maike Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 29.07.2002
Beitrńge: 516


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Hallo Momo,

da gibt es mehrere Sachen, die ich richtig stellen k├Ânnte/sollte in Deinem Posting... - aber dazu fehlt mir im Moment die Zeit - daher gehe ich nur auf eine ├äu├čerung von Dir ein:

Es muss keinesfalls "hammerhart" sein, wenn man vom "Glashaus" SH-Schule auf die Regelschule geht. Das stimmt nicht - jedenfalls nicht an jeder SH-Schule.

Unsere Schule hat regelm├Ą├čig (Zahl zunehmend!) schwerh├Ârige Sch├╝ler, die nach der Grundschule z.B. auf das Regelgymnasium oder an eine sonstige Regelschule geht und dann vom mob. Dienst betreut wird. Bisher ist keiner von ihnen zur├╝ck gekehrt...

Es kommt eben auch immer auf die jeweilige SH-schule an!!!

man darf auch nicht vergessen, dass der Weg zur├╝ck in die SH-Schule tats├Ąchlich nicht immer offen ist. Die Warteliste der schwerh├Ârigen Regelbeschulten, die gerne an die SH-Schule wollen, spricht eine eigene Geschichte... - zumindest an der Schule, an der ich unterrichte.

...ich will damit keine Angst machen, sondern eben davor warnen, einfach irgendwie etwas zu verpauschalisieren. Manchmal ist eben die SH-Schule tats├Ąchlich "normaler" als die Regelschule - auch das wird h├Ąufig gerne vergessen.

Zudem m├Âchte ich damit aussagen, dass es eben nur das individuelle Kind gibt - mit seinem H├Âr- und Sprachstand. Wenn f├╝r Deinen Sohn die Regelschule die bessere Schule ist, dann gibt es keinen Grund, ihn in die SH-Schule einzuschulen. Es gibt auch keinen Grund, ihn nicht mit seinen Freunden nicht in die gr├Â├čere Regelgrundschule einzuschulen... - gerade letzteres kann sehr wichtig f├╝r ihn werden!

Was Kleriker schrieb (mit dem Argument: das Kind auf das "normale" Leben vorzubereiten), kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ich bin selbst bis zum Abitur ausschlie├člcih in SH-Schulen gegangen und habe danach ein v├Âllig "normales" Studium absolviert etc. - und glaube nicht, dass ich "noch normaler" h├Ątte aufs Leben vorbereitet werden k├Ânnen. - Bekannte/Freunde von mir sind nach dem SH-Abitur ├ärzte (z.T. Chef├Ąrzte!), Juristen, Ingenieure etc. geworden - auch sie sind nicht "anormaler" als die anderen - im Gegenteil - es sind selbstbewusst zu ihrer SH-keit stehende Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen.

Gr├╝├čle
Maike
von Geburt an geh├Ârlos, lautsprachlich aufgewachsen (kann aber auch DGS), 2 CI's seit Dez 2000 und Juli 2003
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#13 14.12.2006, 22:37
Birgit Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 17.07.2002
Beitrńge: 787


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Ich glaube auch, dass das Alles sehr individuell ist. Bei uns im Kreis gibt es z.B. eine Schule f├╝r Sprachbehinderte, die von vornherein nur als Grundschule konzipiert ist. Die Kinder gehen anschlie├čend alle in verschiedene weiterf├╝hrende Schulen, sind aber bis dahin durch den Schonraum (kleine Klassen, Therapie in der Schule, kein "Anderssein"- wobei nat├╝rlich die Behinderung jedes Kindes trotzdem verschieden ist, weil auch Sprachbehinderungen verschieden sind) so stabil, dass sie danach weniger Probleme in der Regelschule haben, weil sie schulisch schlie├člich genau das Gleiche gelernt haben und wissen, dass sie nicht "doof" sind! Ich kannte einige Kinder, die diesen Weg gegangen sind und die kamen wirklich alle in der weiterf├╝hrenden Regel-schule prima zurecht, obwohl sie sich zu Kigazeiten nicht getraut hatten den Mund aufzumachen, weil sie sich ihrer Schw├Ąchen bewusster waren als ihrer St├Ąrken.

F├╝r mich dient die "Sonder"schule dazu, Kinder f├╝r ihr Erwachsenenleben integrationsf├Ąhig zu machen, wenn sie denn so gro├če Probleme haben, dass sie ohne Zusatzhilfen nicht am Regelunterricht teilnehmen k├Ânnen. (Ich finde, dass es keine Integration ist, wenn ein Kind permanent eine zus├Ątzliche Betreuung - meist irgendjemand ohne Fachkenntnisse- in der Klasse braucht. Dann ist die "Normalit├Ąt" eben nicht mehr gew├Ąhrleistet, weil das Kind ja dann auch immer eine Au├čenseiterrolle hat.
Wenn ein Kind aber nur gelegentlich Unterst├╝tzung braucht, Freunde hat in der gleichen Klasse und im Unterricht mitkommt, dann sollte man den Versuch mit der Regelschule schon starten!)
Ich denke, dass man auch nach der Meinung des Kindes fragen sollte, schlie├člich ist es die "Hauptperson", die in die Schule gehen muss.....entscheiden m├╝ssen nat├╝rlich trotzdem die Eltern!
tsch├╝ss Birgit
Birgit +
Christiane 5/86
Claudia 10/92, an Taubheit grenzend,fast blind und....
Cornelia 06/97
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#14 14.12.2006, 23:51
Nina M. Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 09.07.2002
Beitrńge: 1.513


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Maike, du darfst aber auch nicht vergessen, dass in Bayern die Anspr├╝che an die Schulen allgemein etwas h├Âher gestellt werden und auch in Stegen z.B. das Abitur mit Sicherheit schwieriger ist als in Essen. Und das wirkt sich glaube ich auch auf den Sch├╝lerkreis etwas aus und darauf wie sehr nun die Schule aufs normale Leben vorbereitet...

Gru├č,
Nina
Schwerhörig seit dem 11. Lebensjahr, beidseitig mit CI's versorgt (1. CI 6/2003, 2.CI 10/2006)
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#15 15.12.2006, 00:09
Sandra
Gast


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Hallo,

meine Schulzeit liegt zwar einige J├Ąhrchen zur├╝ck, aber man sollte bedenken, dass nicht in allen Bundesl├Ąnder die H├Ârgesch├Ądigte Schulen das gleiche Lernniveau haben wie die Regelschulen!
Man sollte schon individuell entscheiden! Man sollte erkundigen, ob zum sp├Ątere Zeitpunkt ggf. ein Schulwechsel von Regelschule in Schwerh├Ârigenschule oder umgekehrt m├Âglich ist!

Gruss Sandra



[Editiert von Sandra am: Donnerstag, Dezember 14, 2006 @ 23:19]
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#16 15.12.2006, 09:24
Petra Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 04.04.2004
Beitrńge: 306


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Zitat:
Erstellt von Maike
Hallo Momo,

da gibt es mehrere Sachen, die ich richtig stellen k├Ânnte/sollte in Deinem Posting... - aber dazu fehlt mir im Moment die Zeit - daher gehe ich nur auf eine ├äu├čerung von Dir ein:

Es muss keinesfalls "hammerhart" sein, wenn man vom "Glashaus" SH-Schule auf die Regelschule geht. Das stimmt nicht - jedenfalls nicht an jeder SH-Schule.

Unsere Schule hat regelm├Ą├čig (Zahl zunehmend!) schwerh├Ârige Sch├╝ler, die nach der Grundschule z.B. auf das Regelgymnasium oder an eine sonstige Regelschule geht und dann vom mob. Dienst betreut wird. Bisher ist keiner von ihnen zur├╝ck gekehrt...

Es kommt eben auch immer auf die jeweilige SH-schule an!!!

man darf auch nicht vergessen, dass der Weg zur├╝ck in die SH-Schule tats├Ąchlich nicht immer offen ist. Die Warteliste der schwerh├Ârigen Regelbeschulten, die gerne an die SH-Schule wollen, spricht eine eigene Geschichte... - zumindest an der Schule, an der ich unterrichte.

...ich will damit keine Angst machen, sondern eben davor warnen, einfach irgendwie etwas zu verpauschalisieren. Manchmal ist eben die SH-Schule tats├Ąchlich "normaler" als die Regelschule - auch das wird h├Ąufig gerne vergessen.

Zudem m├Âchte ich damit aussagen, dass es eben nur das individuelle Kind gibt - mit seinem H├Âr- und Sprachstand. Wenn f├╝r Deinen Sohn die Regelschule die bessere Schule ist, dann gibt es keinen Grund, ihn in die SH-Schule einzuschulen. Es gibt auch keinen Grund, ihn nicht mit seinen Freunden nicht in die gr├Â├čere Regelgrundschule einzuschulen... - gerade letzteres kann sehr wichtig f├╝r ihn werden!

Was Kleriker schrieb (mit dem Argument: das Kind auf das "normale" Leben vorzubereiten), kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ich bin selbst bis zum Abitur ausschlie├člcih in SH-Schulen gegangen und habe danach ein v├Âllig "normales" Studium absolviert etc. - und glaube nicht, dass ich "noch normaler" h├Ątte aufs Leben vorbereitet werden k├Ânnen. - Bekannte/Freunde von mir sind nach dem SH-Abitur ├ärzte (z.T. Chef├Ąrzte!), Juristen, Ingenieure etc. geworden - auch sie sind nicht "anormaler" als die anderen - im Gegenteil - es sind selbstbewusst zu ihrer SH-keit stehende Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen.

Gr├╝├čle
Maike

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#17 15.12.2006, 09:24
Momo Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.07.2002
Beitrńge: 5.158


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Hallo Maike und alle anderen,

ich wollte das auch keinesfalls pauschalisieren. Das waren nur so meine Gedanken. Und hier ist die Warteliste nicht so lang in der SH Schule- der Weg w├Ąre also offen, das habe ich schon gekl├Ąrt.

Und was das Niveau angeht, kann ich nicht so sagen, aber ich weiss ja welche Kinder zur SH Schule kommen aus dem Kiga. Und wenn ich dann sehe auf was f├╝r einem sprachlichen Niveau sich diese Kinder teilweise bewegen, dann frage ich mich schon was in den ersten Jahren vordergr├╝ndig auf dem Lehrplan steht: Spracherwerb oder Wissensvermittlung. Das klingt echt hart und ist auch nicht so b├Âse gemeint, aber wenn ich bedenke in was f├╝r einem Tempo dann gelernt ist und wie drastisch sich das Lernpensum auf der weiterf├╝hrenden Schule schon im Vergleich zur Regelgrundschule erh├Âht, finde ich das, zumindest f├╝r unsere SH Schule, schon "hammerhart". Aber sicher hast du recht, dass es 1. auf die SH Schule, 2. auf das Niveau der jeweiligen GSchulen und 3. auf das Niveau der weiterf├╝hrenden Schule der Wahl ankommt.

Die SH Schule habe ich aber, zumindest im Moment, ausgeschlossen. Mir geht es eher darum welche Regelgs: die kleine oder die zust├Ąndige. Ich selber tendiere eben eher dazu ihn mit seinen Freunden geminsam in die zust├Ąndige zu schiken, auch wenn die Klassen und die Schule insgesamt gr├Âsser ist.

Und was mich bei Kleriker eben so stutzig macht, ist dass alle Betreuer die Regelgs empfehlen und sie trotzdem auf die SH Schule gehen soll. Und da habe ich mich eben gefragt warum und ob das dann wirklich der leichtere Weg w├Ąre. Deshalb kam die SH Schule ├╝berhaupt ins Gespr├Ąch. Aber wie gesagt, das steht bei uns momentan nicht zur Diskussion, da ich ihm zumindest die Chance auf der Regelschule geben m├Âchte.

Und mir wurde hier auch gesagt, dass die meisten Kinder, die nach der SH GS wechseln auf die Regelschule zumindest nicht dorthin zur├╝ckkkehren. Manche, vielleicht auch viele, schaffen es sicher auch, aber eingie landen dann eben ganz woanders... so wurde es mir gesagt.

Und was ich auch immer wieder feststelle, wenn jemals mal so viel f├╝r die "normal sh" Kinder getan w├╝rde wie f├╝r CI oder hochgradig sh Kinder, dann w├Ąren die sicher auch um einiges besser dran- zumindest erlebe ich das hier immer wieder.

LG
Wiebke und Sohn (18 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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#18 15.12.2006, 09:56
Petra Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 04.04.2004
Beitrńge: 306


Betreff: Re: Grundschule-wo?
.....uuuupppsss...hat wohl nicht geklappt:rolleyes:sorry...also,was ich schreiben wollte:

@maike:dass die sch├╝ler vom gymnasium nicht zur├╝ckkehren wird doch wohl daran liegen,dass es n├╝rnberg nur sh hauptschule gibt... und auch der hinweis mit der deckelung verbreitet wirklich nur angst und macht nicht gerade mut!

und ansonsten sehe ich das wie momo: wir probieren es auf der regelschule+ wenn es nicht mehr klappt ist das kein versagen- es war eine chance!(wobei wir hier in nordbayern nicht wirkliche alternativen an weiterf├╝hrenden schulen haben).und es hat sowas von gar nichts damit zu tun, dass ich die sh "verheimlichen" will...
die (regel)schulwahl ist abh├Ąnig von der bereitschaft der regelschule,ein sh kind anzunehmen,von der unterst├╝tzung des mob.dienstes + nicht zuletzt vom einzelnen kind + dessen indiv. h├Ârverlust!

lg,petra
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#19 15.12.2006, 11:50
Charanga Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.08.2006
Beitrńge: 179


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Hallo Momo,
ich kann dich gut verstehen, man will das Beste f├╝r seineKinder. Wir haben Gott sei Dank noch etwas Zeit bis dahin, aber ich denke, wenn ich sie schon in ein Regelkiga gehen lasse, dann kann sie auch m├Âglicherweise in eine Regelgrundschule gehen. Nat├╝rlich sind noch viele kleine Deteils wichtig, die dann die Entscheidung beeinflussen. Wie aufgeschlossen sind die in der Schule? Wie gehen die Lehrer oder Leiter der Schule auf dich ein und deinen Sohn? Vielleicht kommen sie dir bei einigen W├╝nschen oder Anmerkungen was man machen k├Ânnte entgegen? Das alles k├Ânntest du vielleicht vorher kundig machen. Es kommt ja schlie├člich auch auf die Zusammenarbeit zwischen Lehrer, deinem Sohn und dir ja an. Was meint dein Sohn ├╝berhaupt? Hast du mit ihm gesprochen, was er h├Ąlt davon wenn er nicht in die Schule geht wo er alle kennt. Er muss sich ja auch wohlf├╝hlen. Na ja, es ist viel zu beachten und ich hoffe das ihr gemeinsam eine Entscheidung trefft, die deinem Sohn gl├╝cklich macht (wenn er in eine klasse ist mit 20 Kinder, aber sich nicht wohlf├╝hlt, bringt es ihm genauso wenig, als wenn er in eine Klasse geht mit 25 Kindern) und dir weniger Sorgen. Ich denke halt, das wenn sie einmal gr├Â├čer sind, und wir nicht immer an ihre Seite stehen, m├╝ssen sie sich auch durchk├Ąmpfen, und sie werden wahrscheinlich nichts im Leben geschenkt bekommen, denn momentan k├Ąmpfen wir ja f├╝r sie, aber dann m├╝ssen sie es ja machen k├Ânnen.
Liebe Gr├╝sse
Charanga,
mit Tochter 09/12/02, mittelgr. SH
lg Charanga

mit Tochter 12/02, links an Taubheit grenzend u. rechts hochgradig
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#20 15.12.2006, 12:49
kleriker Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 07.12.2005
Beitrńge: 43


Betreff: Re: Grundschule-wo?
Hallo,

nochmal kurz zu meiner Meinung. Wie gesagt, jeder hat seine eigene und will bestimmt f├╝r sein Kind nur das beste.
Bei uns in M├╝nchen ist es so, da├č es eine SH-Schule in Johanneskirchen und die Taub-Stummen-Schule in der F├╝rstenriederstr. gibt. An der Taub-Stummen-Schule wird mit DGS und LBG unterrichtet. In Johanneskirchen sind hochgradig sh Kinder, die bis zum Schuleintritt noch nicht so gut in die Lautsprache gekommen sind bzw. noch andere Behinderungen haben. Dort wird mit Lautsprache und LBG unterrichtet. Diese Kinder w├╝rden es auf einer Regelschule h├Âchstwahrscheinlich nicht schaffen k├Ânnen. Dort betr├Ągt die Grundschulzeit auch 5 Jahre, da├č hei├čt, gleicher Stoff wie in der Regelschule nur eben auf 5 Jahre aufgeteilt.
Die Klasse in die meine Tochter gehen soll nennt sich wirklich Integrationsklasse und befindet sich in der F├╝rstenriederstr.Dort kommen nur Kinder hin, die quasi keinen R├╝ckstand zu normalh├Ârenden Gleichaltrigen haben. Der Stoff ist der gleiche wie in der Regelgrundschule auch auf 4 Jahre aufgeteilt. Nur der Vorteil ist eben, da├č Jenny auch mal Kinder mit HG kennenlernt, nur ca. 12 Kinder in der Klasse sind und die Lehrer SH oder Taubstummen-P├Ądagogik studiert haben und somit die "Schw├Ąchen" dieser Kinder besser kennen.
In meinen Augen kann das wirklich nicht schlecht sein. Ich wei├č aber auch, da├č es diese Art von Integrationsklasse in vielen anderen Bundesl├Ąndern nicht gibt.
Ich hoffe, ich konnte noch etwas zur Kl├Ąrung bzw. Erkl├Ąrung beitragen.
W├╝nsche unseren Kindern ( und nat├╝rlich Eltern )das beste,

Gru├č, Sabine
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