#1 31.07.2007, 12:50
Regeane Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 31.07.2007
Beiträge: 2


Betreff: Kleinkind möglw. schwerhörig - Untersuchung - Auf was achten?
Hallo!

Bin zum ersten Mal hier...
Bei meiner Tochter (21 Monate alt) tauchte in der Krippe der Verdacht auf, daß sie vielleicht nicht gut höre.
Jetzt habe ich am nächsten Montag ne Untersuchung mit ihr bei einem HNO, der ursprünglich aus der Pädaudiologie kommt, also etwas Ahnung haben sollte.
Aber könnt ihr mir sagen, worauf ich bei so einer Untersuchung achten muß? Welche Fragen sollte ich stellen?
Ich möchte mir gerne eine Checkliste erstellen, damit ich nichts vergesse, falls es nicht nur eine "simple" Flüssigkeitsansammlung sein sollte, oder sich als falscher Alarm herausstellt...

Vielen lieben Dank,
Regeane
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#2 31.07.2007, 13:15
Andrea Heiker Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.07.2002
Beiträge: 3.039


Betreff: Re: Kleinkind möglw. schwerhörig - Untersuchung - Auf was achten?
Hallo Regeane,

mach Dir nicht zu viele Sorgen. Der HNO wird eine OAE machen, es wäre gut, wenn das Kind dann schläft. Falls Du das einrichten kannst, ist es sicherlich nicht schlecht. In die Ohren gucken und ein Tymp (wegen evtl. Flüssigkeit) macht der HNO sowieso. Wenn die OAE schlecht ausfallen sollte, solltest Du drei, vier Wochen späte rnoch mal eine OAE probieren und wenn die auch nicht funzt, solltest Du auf eine Überweisung in die Pädaudiologie bestehen.

Gruß
Andrea
seit Geburt an Taubheit grenzend schwerhörig, im Alter von zwei Jahren mit zwei Hörgeräten versorgt, seit 2002 ein CI
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#3 01.08.2007, 00:03
Amaruruna Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 31.07.2007
Beiträge: 2


Betreff: Re: Kleinkind möglw. schwerhörig - Untersuchung - Auf was achten?
Hallo Regeane,
ich habe vor eineinhalb Jahren in Deiner Haut gesteckt und wünsche Euch ein gutes Ergebnis bei der Untersuchung.
Für mich wäre im nachhinein wichtig (nach einer ellenlangen Diagnose-Odyssee), dass der Arzt klar und deutlich sagt, ob seiner Meinung Probleme bestehen und falls, diese so schnell wie möglich abklärt, denn wenn Deine Tochter eine Hörschädigung hat, ist keinem geholfen, wenn man diese herunterspielen würde...
Die typischen Tests sind eine Untersuchung der Ohren, danach eine sogenannte Tympanometrie, die die Beweglichkeit des Trommelfells misst. Ist alles in Ordnung und hinter dem Trommelfell im Mittelohr Luft, wie es sich gehört - dann ergibt sich eine Glockenkurve. Ist Flüssigkeit im Mittelohr, ist die Grafik flach oder abgeflacht. Es gibt leider viele Ärzte, die an dieser Stelle dann sagen: ok. alles klar, das Kind kann ja zur Zeit gar nicht richtig hören, denn da ist ja eine Mittelohrentzündung (Paukenhöhlenerguss). Dabei fehlen ca. 20 dB an Eingangssignal und man hört in etwa wie unter Wasser... Eigentlich nicht weiter tragisch, wenn diese Situation nicht über längere Zeit besteht, besonders in einem Alter, wie bei Deiner Tochter, wo sie sprechen lernen müsste.
Nun zu meinem leider: sollte da nämlich darüber hinaus irgend eine weitere Hörstörung bestehen, die Du ja abprüfen möchtest, könnte diese durch o.g. verdeckt bzw. verstärkt werden... In einem solchen Fall solltest Du nachhaken und bei Zweifel eher noch einen anderen Arzt konsultieren. Bei so kleinen Kindern gibt es wenige Messungen, die objektiv anzeigen, ob wirklich ein akustisches Signal bis zum Gehirn durchgekommen ist und dort auch richtig verarbeitet wurde. Eine der Messungen, die relativ objektiv einstuft, ist die BERA - eine Hirnstamm-Audiometrie. Sie wird bei kleinen Kindern gern unter Narkose gemessen, das ist aber nicht nötig, solange die Kleine nur etwa eine halbe Stunde relativ ruhig daliegen könnte. Dafür hast Du hinterher die Antwort, ob es eine Hörstörung gibt und wie hoch sie ggf. wäre, sowie meist auch einen Hinweis darauf welcher Teil des Ohres betroffen ist. Grade das Ohr funktioniert sehr komplex...
Ich biete Dir gern an, mir zu schreiben, wenn Du Hilfe, Erklärungen oder einfach ein offenes Ohr brauchen solltest, wünsche Dir aber auch von ganzem Herzen eine Ergebnis, welches Dich glücklich macht...
Liebe Grüße,
Ute (Amaruruna)
Ute
Tochter nahezu taub geboren, mit 2 1/2 Jahren mit CI & Hörgerät versorgt
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#4 01.08.2007, 06:57
schlaumsi Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 26.05.2007
Beiträge: 108


Betreff: Re: Kleinkind möglw. schwerhörig - Untersuchung - Auf was achten?
Ich wünsche Dir auch alles Gute.

Ich weiß zwar nicht wo Du wohnst, aber sollte Würzburg nicht sooo weit entfernt sein, empfehle ich Dir für weiterführende Untersuchungen dahin zu gehen. Meine Familie wurde dort sehr warm empfangen und das ist sehr wichtig. Auch verzichtet man dort auf die Narkose bzw. Sedierung (Schlaftrunk). Ist zwar ne kleine Quälerei für das Kind aber auf alle Fälle risikofrei. Wir haben jedenfalls gute Erfahrungen dort gemacht.

Viel Glück!


Mike
Thread: Taub??....nicht ganz taub, aber...

18 Wochen alte Tochter, erst mg SH nach i.v. Therapie mit AB, jetzt glücklicherweise wieder normalhörend .........
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 01.08.2007, 07:00 von schlaumsi. ↑  ↓

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