#1 06.12.2007, 16:01
BlueMUC64 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 06.12.2007
Beiträge: 2


Betreff: Otosklerose - Stapesplastik
Hallo,

bei mir wurde in dieser Woche durch meinen HNO-Arzt "höchstwahrscheinlich" Otosklerose in meinem rechten Ohr diagnostiziert.
Die Empfehlung meines Arztes wäre eine umgehende Operation, sprich Stapesplastik.

Da ich momentan ziemlich verunsichert bin, aber nach dem ersten Lesen diverser möglicher Verläufe, z. B. Taubheit, Übergreifen auf das 2te Ohr etc., eigentlich eher in Richtung Operation tendiere, würde ich mich sehr über Erfahrungen, Empfehlungen und/oder Gedanken freuen.
Welche HNO-Chirurgen in München wären diesbezüglich zu empfehlen ?
Hat jemand schon Erfahrungen mit dem Klinkum München - Rechts der Isar gesammelt ?

Vorab besten Dank für die Antworten Happy

Gruß, Ralf
↑  ↓

#2 06.12.2007, 16:21
Andrea Heiker Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.07.2002
Beiträge: 3.039


Betreff: Re: Otosklerose - Stapesplastik
Hallo Ralf,

mit der Mittelohrchirugie kenne ich mich nicht besonders gut aus. Es ist aber immer gut, wenn man den Arzt fragt, wieviele OP der Art er schon gemacht hat. Wenn man noch immer unsicher ist, spricht nichts gegen eine Zweitmeinung.

Du schreibst "höchstwahrscheinlich". Ich nehme an, man hat festgestellt, dass bei Dir der Hörfehler durch das Mittelohr verursacht ist. Man weiß aber nicht genau was los, dazu müsste man erst hinter das Trommelfell schauen. Ist das korrekt?

Mit einer OP kannst Du nicht ein übergreifen auf das zweite Ohr verhindern! Manchmal kann man die Krankheit durch Hormongabe stoppen. Es ist bekannt, dass Homonveränderungen Otosklerose auslösen können, wenn man die Veranlagung in sich trägt. Da Frauen starken Hormonschwankungen ausgesetzt sind, sind Frauen von Otosklerose überproportional stark betroffen. Aber auch für Dich als Mann ist es sicherlich seht sinnvoll mal den Hormonhaushalt zu überprüfen (Schilddrüse, Nebenniere, Testosteron und Östrogen).

Gruß
Andrea


seit Geburt an Taubheit grenzend schwerhörig, im Alter von zwei Jahren mit zwei Hörgeräten versorgt, seit 2002 ein CI
↑  ↓

#3 06.12.2007, 17:02
BlueMUC64 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 06.12.2007
Beiträge: 2


Betreff: Re: Otosklerose - Stapesplastik
Hallo Andrea,
vorab besten Dank für Deine Antwort Wink
Mit "höchstwahrscheinlich" meinte ich, wie schon von Dir richtig vermutet, ein Aufklappen des Trommelfells und "nachschauen", ob es sich wirklich um eine Verknöcherung des Steigbügels handelt. Lt. meinem HNO-Arzt laufen aber alle bis dato gemachten Tests auf Otosklerose hinaus, da alles andere offensichtlich in Ordnung ist.
Obwohl Mann Happy , bin ich eigentlich nicht empfindlich & hätte mit einer professionellen OP auch keine großartigen Probleme, aber ich möchte soweit wie möglich alle evtl. "Unwegsamkeiten" vorab ausschließen. OP am Ohr klingt für mich erstmal ziemlich "abschreckend".
Hast Du Erfahrungen mit der genannten Stapesplastik OP ? Was würdest Du mir sonst noch anraten, im Vorfeld abzuklären ?
Hormontherapie werde ich sicherlich nicht machen. Der anscheinend unvermeidliche Schritt einer OP wäre ja, wenn überhaupt, nur aufgeschoben und dafür sind mir die potentiellen Nebenwirkungen einfach zu unplanbar.
Im Voraus wieder vielen Dank für Deine Unterstützung Smiling
LG, Ralf
↑  ↓

#4 06.12.2007, 17:30
Andrea Heiker Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.07.2002
Beiträge: 3.039


Betreff: Re: Otosklerose - Stapesplastik
Hallo Ralf,

du solltest natürlich keine Hormontherapie aus Jux und Dollerei machen. Aber evtl. ist das Auftreten der Otosklerose nur ein Symptom eines hormonellen Ungleichgewichts, das man beheben sollte, nicht nur der Ohren wegen. Wenn z.B. die Schilddrüse verrückt spielt, hat das eine Reihe von Auswirkungen auf den Körper.

Wie ich schon oben sagte, habe ich mit einer Mittelohr-OP keinerlei Erfahrung, da ist bei mir Alles in Ordnung. Allerdings habe ich schon eine Ohr-Op hinter mir (ein CI). Die OP habe ich seinerzeit gut weggesteckt.

Wenn es wirklich Otosklerose ist, würde ich aber nur abraten, die Sache auf die lange Bank zu schieben. Früher hat man bei Otosklerose eher nicht operiert. Tja und die Leute haben heute ein oder auch zwei CI, und häufig genug leider nur ein Double Array, weil das normale CI wegen dem Übergreifen der Otosklerose auf das Innenohr nicht mehr ging.

Gruß
Andrea
seit Geburt an Taubheit grenzend schwerhörig, im Alter von zwei Jahren mit zwei Hörgeräten versorgt, seit 2002 ein CI
↑  ↓

#5 06.12.2007, 17:31
Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 15.07.2019
Beiträge:


Betreff: Re: Otosklerose - Stapesplastik
HI,

Du kannst ja mal zum Klinikum r.d.Isar gehen.
Grundsätzlich würde ich mir aber immer eine zweite Meinung einholen und den Arzt unbedingt fragen wie oft er solche OPs durchführt.
Der Erfolg einer OP hängt auch vom jetzigen Hörverlust ab. D.h., je größer der Hörverlust, desto größer auch die wahrscheinliche Verbesserung. Auf "normal null" wirst Du sowieso nicht mehr kommen. Zu lange zu warten ist aber auch nicht gut.
Man kann in manchen Fällen auch noch ein CT des Felsenbeins machen lassen.
Eine Mittelohrop ist sowieso relativ schmerzfrei. Du erhälst dann während einer OP wahrscheinlich ein Steigbügelimplantat. Davon merkst Du zwar selber später nichts, allerdings ist dort die Gefahr, dass dieses nicht optimal eingesetzt wird. Deshalb einen sehr guten Arzt aufsuchen und diesen auch nach seiner Erfolgsrate befragen.
Grüße!

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 06.12.2007, 17:32 von Timtomm. ↑  ↓

#6 23.02.2011, 21:59
Kornelia
Gast


Betreff: Re: Otosklerose - Stapesplastik
Zitat von BlueMUC64:
Hallo Andrea,
vorab besten Dank für Deine Antwort Wink
Mit "höchstwahrscheinlich" meinte ich, wie schon von Dir richtig vermutet, ein Aufklappen des Trommelfells und "nachschauen", ob es sich wirklich um eine Verknöcherung des Steigbügels handelt. Lt. meinem HNO-Arzt laufen aber alle bis dato gemachten Tests auf Otosklerose hinaus, da alles andere offensichtlich in Ordnung ist.
Obwohl Mann Happy , bin ich eigentlich nicht empfindlich & hätte mit einer professionellen OP auch keine großartigen Probleme, aber ich möchte soweit wie möglich alle evtl. "Unwegsamkeiten" vorab ausschließen. OP am Ohr klingt für mich erstmal ziemlich "abschreckend".
Hast Du Erfahrungen mit der genannten Stapesplastik OP ? Was würdest Du mir sonst noch anraten, im Vorfeld abzuklären ?
Hormontherapie werde ich sicherlich nicht machen. Der anscheinend unvermeidliche Schritt einer OP wäre ja, wenn überhaupt, nur aufgeschoben und dafür sind mir die potentiellen Nebenwirkungen einfach zu unplanbar.
Im Voraus wieder vielen Dank für Deine Unterstützung Smiling
LG, Ralf
↑  ↓

Seiten (1): 1

Interessantes für Gäste und User ohne Beitrag in den letzten 100 Tagen ...



Alle Zeitangaben in GMT +02:00. Aktuelle Uhrzeit: 23:05.