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#1 19.01.2008, 18:42
Dani2410 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.04.2007
Beitršge: 33


Betreff: Grad der Behinderung
Hallo
Habe mal eine Frage ..hochgradige Sh an Taubheit grenzend bei einem 12 Monate altem Keinkind mit beidseitiger CI Versorgung der Grad der Behinderung wurde mit 50 festgestellt ohne einen einzigen Buchstaben..das kann nicht stimmen oder ?
Macht das was aus ob das Kind CI s trägt oder nicht...

Dani mit Tochter 01/07 , beidseits implantiert 12/07, EA 01/08
Bruder 3 normal hörend
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#2 19.01.2008, 19:55
Uli R. Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.04.2006
Beitršge: 383


Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo,
einem Kind von 12 Monaten steht der orange/grt√ľne Ausweis mit einem GdB von 100% zu. Die Merkzeichen GL und R sowie H und B.
Uli
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#3 19.01.2008, 19:58
Dani2410 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.04.2007
Beitršge: 33


Betreff: Re: Grad der Behinderung
Danke..
aber wieso geben die uns dann 50 ohne alles..
und wie soll ich argumentieren ??
Dani mit Tochter 01/07 , beidseits implantiert 12/07, EA 01/08
Bruder 3 normal hörend
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#4 20.01.2008, 00:00
Kaja Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 05.04.2007
Beitršge: 630


Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo Dani,

bei der Schwerh√∂rigkeit deiner Tochter ist ein GdB von 50 ohne jegliche Merkzeichen eindeutig zu wenig!!! Lege am besten formlos Widerspruch ein und teile mit, dass du die Begr√ľndung nachreichst. Gleichzeitig beantrage die √úbersendung der Akte. Darauf hast du nach ¬ß 25 SGB X einen Anspruch. Dann kannst du herauslesen, warum die Entscheidung so ausfiel und kannst gezielter argumentieren. Oft wird die Schwerh√∂rigkeit mit Hilfsmitteln (H√∂rger√§t oder CI) bestimmt, was nicht zul√§ssig ist.

Welche Merkzeichen hattest du beantragt? Mit welcher Begr√ľndung sind sie abgelehnt worden?

Nach den "Anhaltspunkten f√ľr die √§rztliche Gutachtert√§tigkeit 2005" z. B. das Merkzeichen "B" bei "H√∂rbehinderten" grunds√§tzlich zu gew√§hren (Nr. 32 Absatz 3). Oft wird das bei kleinen Kindern abgelehnt. Die entsprechende Regelung besagt aber:

"Auch bei S√§uglingen und Kleinkindern ist die gutachtliche Beurteilung der Notwendigkeit st√§ndiger Begleitung erforderlich. F√ľr die Beurteilung sind dieselben Kriterien wie bei Erwachsenen mit gleichen Gesundheitsst√∂rungen ma√ügebend. Es ist nicht zu pr√ľfen, ob tats√§chlich diesbez√ľgliche behinderungsbedingte Nachteile vorliegen oder behinderungsbedingte Mehraufwendungen entstehen"

F√ľr das Merkzeichen "H" muss nach Nr. 21 der "Anhaltspunkte" folgendes vorliegen:

"Als hilflos ist derjenige anzusehen, der infolge von Gesundheitsst√∂rungen - nach Teil 2 SGB IX und dem Einkommensteuergesetz "nicht nur vor√ľbergehend" - f√ľr eine Reihe von h√§ufig und regelm√§√üig wiederkehrenden Verrichtungen zur Sicherung seiner pers√∂nlichen Existenz im Ablauf eines jeden Tages fremder Hilfe dauernd bedarf. Diese Voraussetzungen sind auch erf√ľllt, wenn die Hilfe in Form einer √úberwachung oder einer Anleitung zu den genannten Verrichtungen erforderlich ist oder wenn die Hilfe zwar nicht dauernd geleistet werden muss, jedoch eine st√§ndige Bereitschaft zur Hilfeleistung erforderlich ist.

H√§ufig und regelm√§√üig wiederkehrende Verrichtungen zur Sicherung der pers√∂nlichen Existenz im Ablauf eines jeden Tages sind insbesondere An- und Auskleiden, Nahrungsaufnahme, K√∂rperpflege, Verrichten der Notdurft. Au√üerdem sind notwendige k√∂rperliche Bewegung, geistige Anregung und M√∂glichkeiten zur Kommunikation zu ber√ľcksichtigen."

Ansonsten schau mal in die FAQs - da hat Ralph ganz gute Argumentationshilfen zusammengetragen.

Viele Gr√ľ√üe

Kaja mit Sohn (hochgradige Schwerhörigkeit bds.)
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#5 20.01.2008, 01:34
altini Abwesend
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Dabei seit: 18.01.2008
Beitršge: 170


Betreff: Re: Grad der Behinderung
Wir haben 2004 einen BehindertenAusweis f√ľr unser Tochter bekommen, da steht aber nur GdB 70 und als Merkzeichen RG, kann ich jetzt einfach die Beh√∂re anschreiben und eine neue √ľberpr√ľfung des Ausweises verlangen????

schönen
Gruss
Nicole mit Alexa*2003 (26.SSW, hochgradig schwerhörig mit Hörgeräten)
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#6 20.01.2008, 02:10
Kaja Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 05.04.2007
Beitršge: 630


Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo Nicole,

meistens sind die Ausweise ja eh nur befristet g√ľltig. Im Rahmen der dann notwendigen Verl√§ngerung kann man die entsprechenden Antr√§ge gut unterbringen. Wenn aber bis zum Ablauf der G√ľltigkeit noch etwas Zeit ist, kannst du nat√ľrlich jetzt auch einen Verschlimmerungsantrag stellen und die fehlenden Merkzeichen (B , G, evtl. H) beantragen. Dabei musst du aber wissen, dass dann die gesamte Pr√ľfung neu vorgenommen wird. Hat das Versorgungsamt den GdB u. a. auf bestehende Sprachprobleme zur√ľckgef√ľhrt und ist das Ausma√ü jetzt geringer, so kann es auch sein, dass der GdB herabgesetzt wird. Hat Alexa durch die Fr√ľhgeburt noch weitere Probleme (z.B. Entwicklungsverz√∂gerungen), die in die Entscheidung des Versorgungsamtes einflie√üen k√∂nnen?

Wurde der Ausweis mit G√ľltigkeit ab 2004 oder ab Geburt ausgestellt? Da die Schwerh√∂rigkeit ja zum Zeitpunkt der Geburt bereits vorlag, musst du nur darauf hinweisen, dass du die G√ľltigkeit ab Geburt beantragst, weil du die Steuerfreibetr√§ge nach ¬ß 33 b EStG in Anspruch nehmen m√∂chtest.

Viele Gr√ľ√üe

Kaja mit Sohn (hochgradige Schwerhörigkeit bds.)
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#7 20.01.2008, 11:29
Dani2410 Abwesend
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Dabei seit: 18.04.2007
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo...
das hört sich nach viel Arbeit an.. als hätte man nichts anderes zutun als sich jetzt auch noch damit rum zu ärgern...was ist so schwer daran an Taubheit grenzend sh, 12 Monate, Beidseits CI Träger ??
Der Ausweiß ist noch nicht mal wie beantragt ab Geburt sondern erst 8 Monate später...
Dani mit Tochter 01/07 , beidseits implantiert 12/07, EA 01/08
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#8 20.01.2008, 11:57
Kaja Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo Dani,

Zitat von Dani2410:
das hört sich nach viel Arbeit an.. als hätte man nichts anderes zutun als sich jetzt auch noch damit rum zu ärgern...was ist so schwer daran an Taubheit grenzend sh, 12 Monate, Beidseits CI Träger ??

Oft kennen die Sachbearbeiter die Rechtsgrundlagen f√ľr ihre eigene Arbeit nicht wirklich. Da haben sie sich gerade erarbeitet, dass die Begutachtung bei Brillentr√§gern mit Brille erfolgt, da kann man doch nicht verlangen, dass sie dann schon wissen, dass das bei Menschen mit H√∂rproblemen anders zu sein hat.

Es ist wirklich erschreckend, wie oberfl√§chlich in den √Ąmtern gearbeitet wird. Oft zeigen die Begr√ľndungen, mit denen die Ablehnung der beantragten Merkzeichen erfolgte ("nach unseren Feststellungen liegen die Voraussetzungen f√ľr die beantragten Merkzeichen nicht vor"), wie wenig sich die Versorgungsamtsmitarbeiter mit den konkreten Gesundheitsbeeintr√§chtigungen befasst haben.

Zitat von Dani2410:
Der Ausweiß ist noch nicht mal wie beantragt ab Geburt sondern erst 8 Monate später...

Grunds√§tzlich hast du ja f√ľr deine Tochter nach ¬ß 6 der Schwerbehindertenausweisverordnung einen Anspruch auf Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft ab Geburt, wenn du ein entsprechendes Interesse geltend machst (meist Steuerfreibetr√§ge).

Da aber die Freibetr√§ge nach ¬ß 33 b EStG Jahresbetr√§ge sind, du also den gesamten Betrag geltend machen kannst, wenn die Voraussetzungen mindestens einen Tag im Kalenderjahr vorgelegen haben, ist es in deinem Fall ausnahmsweise egal, ob die G√ľltigkeit ab 01/07 oder ab 09/07 bescheinigt worden ist.

Viele Gr√ľ√üe

Kaja mit Sohn (hochgradige Schwerhörigkeit bds.)
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#9 20.01.2008, 12:18
Dani2410 Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
oder
f√§hrt man vielleicht besser damit wenn man die Unterlagen gleich einem Anwalt gibt und der sich k√ľmmern soll..
kann man da irgendetwas falsch schreiben oder begr√ľnden was dann sp√§ter Folgen haben kann ?
Dani mit Tochter 01/07 , beidseits implantiert 12/07, EA 01/08
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#10 20.01.2008, 12:43
Kaja Abwesend
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Beitršge: 630


Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo Dani,

das lohnt sich eigentlich nur wirklich, wenn ihr eine FACH-Anwalt f√ľr Sozialrecht beauftragen k√∂nnt. Da Sozialrecht im Jurastudium nicht wirklich vorkommt, fehlt vielen Anw√§lten auf diesem Gebiet einfach das Fachwissen. Oft bezahlten auch die Rechtsschutzversicherungen das Widerspruchsverfahren nicht.

Lass dir doch erst einmal die Akte zuschicken und schau, an welcher Stelle der Denkfehler des Sachbearbeiters war. Wenn du dann die Entscheidung immer noch nicht nachvollziehen kannst, hast du ja immer noch die Möglichkeit, einen Anwalt einzuschalten.

Außerdem sind wir hier ja auch noch da.

Viele Gr√ľ√üe
Kaja mit Sohn (hochgradige Schwerhörigkeit bds.)
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#11 20.01.2008, 13:27
altini Abwesend
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Dabei seit: 18.01.2008
Beitršge: 170


Betreff: Re: Grad der Behinderung
Zitat von Kaja:
Hallo Nicole,

meistens sind die Ausweise ja eh nur befristet g√ľltig. Im Rahmen der dann notwendigen Verl√§ngerung kann man die entsprechenden Antr√§ge gut unterbringen. Wenn aber bis zum Ablauf der G√ľltigkeit noch etwas Zeit ist, kannst du nat√ľrlich jetzt auch einen Verschlimmerungsantrag stellen und die fehlenden Merkzeichen (B , G, evtl. H) beantragen. Dabei musst du aber wissen, dass dann die gesamte Pr√ľfung neu vorgenommen wird. Hat das Versorgungsamt den GdB u. a. auf bestehende Sprachprobleme zur√ľckgef√ľhrt und ist das Ausma√ü jetzt geringer, so kann es auch sein, dass der GdB herabgesetzt wird. Hat Alexa durch die Fr√ľhgeburt noch weitere Probleme (z.B. Entwicklungsverz√∂gerungen), die in die Entscheidung des Versorgungsamtes einflie√üen k√∂nnen?

Wurde der Ausweis mit G√ľltigkeit ab 2004 oder ab Geburt ausgestellt? Da die Schwerh√∂rigkeit ja zum Zeitpunkt der Geburt bereits vorlag, musst du nur darauf hinweisen, dass du die G√ľltigkeit ab Geburt beantragst, weil du die Steuerfreibetr√§ge nach ¬ß 33 b EStG in Anspruch nehmen m√∂chtest.

Viele Gr√ľ√üe

Der Ausweis wurde erst nach Feststellung ausgestellt, also Dez.04, aber Alexa ist schon seid Geburt schwerhörig.
Alexa ist stark Entwicklungsverz√∂gert, und bekommt Fr√ľhf√∂rderung. Ich werde die Fr√ľhf√∂rderung mal ansprechen, die setzt mir bestimmt ein notwendiges Schreiben auf in dem sie best√§tigt das Alexa auch die anderen Buchstaben in ihrem Ausweis braucht!!

Nicole mit Alexa*2003 (26.SSW, hochgradig schwerhörig mit Hörgeräten)
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#12 20.01.2008, 14:00
Momo Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo

Das Problem ist oft die Formulierung durch die behandelnen √Ąrzte: was beim HNO hochgradig sh ist bedeutet im versorgungsrechtlichen bereits taub bzw. resth√∂rig.
Ist deine Tochter beidseitig mehr als 85 dB h√∂rgesch√§digt gilt sie versorgungsrechtlich als taub. Damit steht ihr das volle Programm zu: 100%, H, B, GL, G und RF. Steurlich wichtig ist dabei das H und deshalb auch sinnvoll die Erkrankung r√ľckwirkend ab Geburt anerkennen zu lassen! Dass die SH seit Geburt besteht muss der P√§daudiolge best√§tigen. Es reicht eigentlich, wenn es keinen anderen grund gab, der die Ertaubung verursacht haben kann (Meningitis, Unfall etc.)- dann geht man davon aus, dass es angeboren ist.
Ob das Kind ein CI hat oder nicht spielt √ľbrigens keine Rolle, Anhaltspunkt ist das H√∂ren ohne CI.

Problem w√§re, wenn wie bei altinti die Widerspruchsfrist abgelaufen ist. Man k√∂nnte dann aber argumentieren, dass genauere Untersuchungen gezeigt h√§tten, dass es keine Ursache gibt und daher von einer ab Geburt bestehenden Taubheit auszugehen ist und ihr dann laut gutachterlichen Anhaltspunkten und den entsprechenden Tabellen (guck mal im FAQ) alles zusteht! Ist die Frist noch nicht abgelaufen, erstmal widersprechen und schreiben "Begr√ľndung folgt".

Viel Erfolg!
Wiebke und Sohn (18 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 20.01.2008, 14:00 von Momo. ↑  ↓

#13 20.01.2008, 14:03
rhae Abwesend
Administrator
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Beitršge: 1.158


Betreff: Re: Grad der Behinderung
Zitat von altini:

Der Ausweis wurde erst nach Feststellung ausgestellt, also Dez.04, aber Alexa ist schon seid Geburt schwerhörig.
Alexa ist stark Entwicklungsverz√∂gert, und bekommt Fr√ľhf√∂rderung. Ich werde die Fr√ľhf√∂rderung mal ansprechen, die setzt mir bestimmt ein notwendiges Schreiben auf in dem sie best√§tigt das Alexa auch die anderen Buchstaben in ihrem Ausweis braucht!!

Steht in den √Ąrzteberichten eine genaue Diagnose und kommt darin die W√∂rter "an Taubheit grenzend schwerh√∂rig" oder "Taubheit" vor? Falls ja, steht Deinem Kind das "volle Programm" zu, also GdB 100 und die Merkzeichen G,H,B,RF,GL - siehe http://www.schwerhoerigenforum.de/...tenausweis

Viele Gr√ľ√üe Ralph Computer

PS: - da hat sich meine Antwort mit der von Momo √ľberschnitten, aber doppelt h√§lt besser Wink
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 20.01.2008, 14:04 von rhae. ↑  ↓

#14 20.01.2008, 14:58
Kaja Abwesend
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Beitršge: 630


Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo Momo und Ralph,

Zitat von altini:
Unser Tochter tr√§gt seid Dez.04 H√∂rger√§te. Die erste Diagnose mit BERA war hochgradig schwerh√∂rig/angrenzende Taubheit. Dies Diagnose hat sich zum gl√ľck nicht best√§tigt. Es ist eine Schwere bis Mittelschwere Schwerh√∂rigkeit.

Steht dann Nicoles Tochter auch "das volle Programm" zu?

Hallo Nicole,

Zitat von altini:

Alexa ist stark Entwicklungsverz√∂gert, und bekommt Fr√ľhf√∂rderung.

schon allein wegen der Entwicklungsverzögerung könnte sich nach den "Anhaltspunkten der ärztlichen Gutachtertätigkeit 2005 ein GbB bis zu 100 % ergeben:

"Umschriebene Entwicklungsstörungen in den Bereichen Motorik, Sprache oder Wahrnehmung und Aufmerksamkeit
leicht, ohne wesentliche Beeinträchtigung der Gesamtentwicklung
0 - 10
sonst - bis zum Ausgleich - je nach Beeinträchtigung der Gesamtentwicklung
20 - 40
bei besonders schwerer Ausprägung (selten)
50
Globale Entwicklungsstörungen (Einschränkungen in den Bereichen Sprache und Kommunikation, Wahrnehmung und Spielverhalten, Motorik, Selbständigkeit, soziale Integration)
je nach Ausmaß der sozialen Einordnungsstörung und der Verhaltensstörung (z.B. Hyperaktivität, Aggressivität)
geringe Auswirkungen
30 - 40
starke Auswirkungen (z.B. EQ von 70 bis √ľber 50)
50 - 70
schwere Auswirkungen (z.B. EQ 50 und weniger)
80 - 100"

Durch die daneben noch bestehende Schwerh√∂rigkeit m√ľsste eigentlich ein GbB von 70 % deutlich zu wenig sein.

Zitat von altini:
Ich werde die Fr√ľhf√∂rderung mal ansprechen, die setzt mir bestimmt ein notwendiges Schreiben auf in dem sie best√§tigt das Alexa auch die anderen Buchstaben in ihrem Ausweis braucht!!

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Versorgungs√§mter Therapeutenberichten wenig Bedeutung zumessen. Vielleicht hat dein Antrag mehr Aussicht auf Erfolg, wenn du die Aussagen der Fr√ľhf√∂rderung in einen Arztbericht mit aufnehmen l√§sst?

Viele Gr√ľ√üe

Kaja mit Sohn (hochgradige Schwerhörigkeit bds.)
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#15 20.01.2008, 14:59
altini Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.01.2008
Beitršge: 170


Betreff: Re: Grad der Behinderung
Also es gibt eine Diagnose an Taubheit grenzende schwerhörigkeit, aber komischer weise steht im Behinderten Ausweis nur 70GdB, na das werd ich dann morgen mal genauer hinterfragen!!!

Danke f√ľr eure tolle schnelle Hilfe!!!!

Gruss
Nicole mit Alexa*2003 (26.SSW, hochgradig schwerhörig mit Hörgeräten)
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#16 20.01.2008, 15:35
rhae Abwesend
Administrator
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Beitršge: 1.158


Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo, also Dreh- und Angelpunkt der Berechnung des GdB ist eine gute Diagnose und wenn da steht "an Taubheit grenzende Schwerh√∂rigkeit" und dann ein GdB von 70 gegeben wird, klingt das f√ľr mich, als ob der Sachbearbeiter die Anhaltspunkte nicht richtig gelesen h√§tte, denn da steht noch "Angeborene oder in der Kindheit erworbene Taubheit oder an Taubheit grenzende Schwerh√∂rigkeit mit Sprachst√∂rungen, angeboren oder bis zum 7. Lebensjahr erworben (wegen der schweren St√∂rung des Spracherwerbs) . . . . . . . . .100 (in der Regel lebenslang)".

Also wenn er nach der Berechnung der R√∂ser-Tabellen auf 70 kommt, dann hat er obigen Hinweis wohl schlicht √ľbersehen. Leider muss man den Sachbearbeitern meist alles haarklein vorarbeiten, denn die haben idR. von Schwerh√∂rigkeit so gut wie keine Ahnung und wenn dann nur bei Leuten im Rentenalter Disappointed


Viele Gr√ľ√üe Ralph Computer

PS: bei einer mittel- oder hochgradigen Schwerhörigkeit gibt's auch bei Kindern leider nur einen GdB von 40-50 ...
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#17 20.01.2008, 16:42
Dani2410 Abwesend
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Beitršge: 33


Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo
also habe jetzt einen Brief aufgesetzt ( habe ja sonst nichts zutun !)
in dem ich Widerspruch einlege, diesen begr√ľnde und die Akte anfordere...oh Mann das habe ich mir wohl zu einfach mit diesem Auswei√ü vorgestell...dabei ist doch alles ganz klar...
Vielen Dank f√ľr eURE hILFE:::
P.S. Wir werden am 28.01 angeschaltet ( die CIs meiner Tochter ) dr√ľckt uns die Daumen das die Kisten laufen...( Erstanpassung )
Dani mit Tochter 01/07 , beidseits implantiert 12/07, EA 01/08
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#18 20.01.2008, 19:15
Momo Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.07.2002
Beitršge: 5.158


Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo Dani

also ich w√ľrde den Widerspruch ohne Begr√ľndung abschicken mit dem Hinweis, dass diese folgt und gleichzeitig die zugrundegelgten Befundberichte in Kopie anfordern.
Wenn du die vorliegen hast, weisst du auf was sie ihre Berechnungen st√ľtzen und ob sie einfach falsch berechnet haben, ob du erg√§nzende Unterlagen nachreichen solltest oder ob der HNO den Grad der SH falsch angegeben hat!

Gruß
Wiebke und Sohn (18 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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#19 20.01.2008, 19:19
Momo Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.07.2002
Beitršge: 5.158


Betreff: Re: Grad der Behinderung
Zitat von Kaja:
Hallo Momo und Ralph,

Zitat von altini:
Unser Tochter tr√§gt seid Dez.04 H√∂rger√§te. Die erste Diagnose mit BERA war hochgradig schwerh√∂rig/angrenzende Taubheit. Dies Diagnose hat sich zum gl√ľck nicht best√§tigt. Es ist eine Schwere bis Mittelschwere Schwerh√∂rigkeit.

Steht dann Nicoles Tochter auch "das volle Programm" zu?


Steht in der Diagnose wirklich an Taubheit greneznd, dann schon. Allerdings wird das Versorgungsamt genaue Werte haben wollen und da sich diese Diagnose (zum Gl√ľck) ja nicht best√§tigt hat, sondern sie "nur" mittel bis hochgradig sh ist eher nicht.
Man m√ľsste eben den Grad der SH nach den Tabellen (siehe FAQ) ausrechnen und dann kommt eben noch oben drauf die allgemeine Enteicklungsverz√∂gerung und die evtl. vorhandenen Sprachst√∂rungen. Je nachdem wie massiv die sind (da ist ein detaillierter Arztbericht hilfreich) und wie sehr sie sich auf das Alltagsleben auswirken (auch vom Arzt best√§tigt!) wird dann ein Gesamt GdB festgelegt (der √ľbrigens nicht die Summe der Einzel GdBs sein wird/ muss!).

Gruß

Wiebke und Sohn (18 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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#20 21.01.2008, 07:48
Karin Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.10.2002
Beitršge: 1.783


Betreff: Re: Grad der Behinderung
Und sollten alle Stricke rei√üen.... ich habe einen sehr guten Rechtsanwalt f√ľr Sozialrecht an der Hand, den ich euch gegebenenfalls gern empfehlen kann. Er hat schon einige Eltern, die ich an ihn vermittelt habe, erfolgreich vertreten. Auch f√ľr mich macht er alles vor dem Sozialgericht!

Meldet euch einfach.

Ansonsten verfahrt wie Kaja und Momo und Ralph es schrieben.

Viele Gr√ľ√üe
Karin

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