#1 19.01.2008, 17:42
Dani2410 Abwesend
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Betreff: Grad der Behinderung
Hallo
Habe mal eine Frage ..hochgradige Sh an Taubheit grenzend bei einem 12 Monate altem Keinkind mit beidseitiger CI Versorgung der Grad der Behinderung wurde mit 50 festgestellt ohne einen einzigen Buchstaben..das kann nicht stimmen oder ?
Macht das was aus ob das Kind CI s trägt oder nicht...

Dani mit Tochter 01/07 , beidseits implantiert 12/07, EA 01/08
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#2 19.01.2008, 18:55
Uli R. Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo,
einem Kind von 12 Monaten steht der orange/grtüne Ausweis mit einem GdB von 100% zu. Die Merkzeichen GL und R sowie H und B.
Uli
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#3 19.01.2008, 18:58
Dani2410 Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Danke..
aber wieso geben die uns dann 50 ohne alles..
und wie soll ich argumentieren ??
Dani mit Tochter 01/07 , beidseits implantiert 12/07, EA 01/08
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#4 19.01.2008, 23:00
Kaja Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo Dani,

bei der Schwerhörigkeit deiner Tochter ist ein GdB von 50 ohne jegliche Merkzeichen eindeutig zu wenig!!! Lege am besten formlos Widerspruch ein und teile mit, dass du die Begründung nachreichst. Gleichzeitig beantrage die Übersendung der Akte. Darauf hast du nach § 25 SGB X einen Anspruch. Dann kannst du herauslesen, warum die Entscheidung so ausfiel und kannst gezielter argumentieren. Oft wird die Schwerhörigkeit mit Hilfsmitteln (Hörgerät oder CI) bestimmt, was nicht zulässig ist.

Welche Merkzeichen hattest du beantragt? Mit welcher Begründung sind sie abgelehnt worden?

Nach den "Anhaltspunkten für die ärztliche Gutachtertätigkeit 2005" z. B. das Merkzeichen "B" bei "Hörbehinderten" grundsätzlich zu gewähren (Nr. 32 Absatz 3). Oft wird das bei kleinen Kindern abgelehnt. Die entsprechende Regelung besagt aber:

"Auch bei Säuglingen und Kleinkindern ist die gutachtliche Beurteilung der Notwendigkeit ständiger Begleitung erforderlich. Für die Beurteilung sind dieselben Kriterien wie bei Erwachsenen mit gleichen Gesundheitsstörungen maßgebend. Es ist nicht zu prüfen, ob tatsächlich diesbezügliche behinderungsbedingte Nachteile vorliegen oder behinderungsbedingte Mehraufwendungen entstehen"

Für das Merkzeichen "H" muss nach Nr. 21 der "Anhaltspunkte" folgendes vorliegen:

"Als hilflos ist derjenige anzusehen, der infolge von Gesundheitsstörungen - nach Teil 2 SGB IX und dem Einkommensteuergesetz "nicht nur vorübergehend" - für eine Reihe von häufig und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen zur Sicherung seiner persönlichen Existenz im Ablauf eines jeden Tages fremder Hilfe dauernd bedarf. Diese Voraussetzungen sind auch erfüllt, wenn die Hilfe in Form einer Überwachung oder einer Anleitung zu den genannten Verrichtungen erforderlich ist oder wenn die Hilfe zwar nicht dauernd geleistet werden muss, jedoch eine ständige Bereitschaft zur Hilfeleistung erforderlich ist.

Häufig und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen zur Sicherung der persönlichen Existenz im Ablauf eines jeden Tages sind insbesondere An- und Auskleiden, Nahrungsaufnahme, Körperpflege, Verrichten der Notdurft. Außerdem sind notwendige körperliche Bewegung, geistige Anregung und Möglichkeiten zur Kommunikation zu berücksichtigen."

Ansonsten schau mal in die FAQs - da hat Ralph ganz gute Argumentationshilfen zusammengetragen.

Viele Grüße

Kaja mit Sohn (hochgradige Schwerhörigkeit bds.)
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#5 20.01.2008, 00:34
altini Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Wir haben 2004 einen BehindertenAusweis für unser Tochter bekommen, da steht aber nur GdB 70 und als Merkzeichen RG, kann ich jetzt einfach die Behöre anschreiben und eine neue überprüfung des Ausweises verlangen????

schönen
Gruss
Nicole mit Alexa*2003 (26.SSW, hochgradig schwerhörig mit Hörgeräten)
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#6 20.01.2008, 01:10
Kaja Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo Nicole,

meistens sind die Ausweise ja eh nur befristet gültig. Im Rahmen der dann notwendigen Verlängerung kann man die entsprechenden Anträge gut unterbringen. Wenn aber bis zum Ablauf der Gültigkeit noch etwas Zeit ist, kannst du natürlich jetzt auch einen Verschlimmerungsantrag stellen und die fehlenden Merkzeichen (B , G, evtl. H) beantragen. Dabei musst du aber wissen, dass dann die gesamte Prüfung neu vorgenommen wird. Hat das Versorgungsamt den GdB u. a. auf bestehende Sprachprobleme zurückgeführt und ist das Ausmaß jetzt geringer, so kann es auch sein, dass der GdB herabgesetzt wird. Hat Alexa durch die Frühgeburt noch weitere Probleme (z.B. Entwicklungsverzögerungen), die in die Entscheidung des Versorgungsamtes einfließen können?

Wurde der Ausweis mit Gültigkeit ab 2004 oder ab Geburt ausgestellt? Da die Schwerhörigkeit ja zum Zeitpunkt der Geburt bereits vorlag, musst du nur darauf hinweisen, dass du die Gültigkeit ab Geburt beantragst, weil du die Steuerfreibeträge nach § 33 b EStG in Anspruch nehmen möchtest.

Viele Grüße

Kaja mit Sohn (hochgradige Schwerhörigkeit bds.)
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#7 20.01.2008, 10:29
Dani2410 Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo...
das hört sich nach viel Arbeit an.. als hätte man nichts anderes zutun als sich jetzt auch noch damit rum zu ärgern...was ist so schwer daran an Taubheit grenzend sh, 12 Monate, Beidseits CI Träger ??
Der Ausweiß ist noch nicht mal wie beantragt ab Geburt sondern erst 8 Monate später...
Dani mit Tochter 01/07 , beidseits implantiert 12/07, EA 01/08
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#8 20.01.2008, 10:57
Kaja Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo Dani,

Zitat von Dani2410:
das hört sich nach viel Arbeit an.. als hätte man nichts anderes zutun als sich jetzt auch noch damit rum zu ärgern...was ist so schwer daran an Taubheit grenzend sh, 12 Monate, Beidseits CI Träger ??

Oft kennen die Sachbearbeiter die Rechtsgrundlagen für ihre eigene Arbeit nicht wirklich. Da haben sie sich gerade erarbeitet, dass die Begutachtung bei Brillenträgern mit Brille erfolgt, da kann man doch nicht verlangen, dass sie dann schon wissen, dass das bei Menschen mit Hörproblemen anders zu sein hat.

Es ist wirklich erschreckend, wie oberflächlich in den Ämtern gearbeitet wird. Oft zeigen die Begründungen, mit denen die Ablehnung der beantragten Merkzeichen erfolgte ("nach unseren Feststellungen liegen die Voraussetzungen für die beantragten Merkzeichen nicht vor"), wie wenig sich die Versorgungsamtsmitarbeiter mit den konkreten Gesundheitsbeeinträchtigungen befasst haben.

Zitat von Dani2410:
Der Ausweiß ist noch nicht mal wie beantragt ab Geburt sondern erst 8 Monate später...

Grundsätzlich hast du ja für deine Tochter nach § 6 der Schwerbehindertenausweisverordnung einen Anspruch auf Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft ab Geburt, wenn du ein entsprechendes Interesse geltend machst (meist Steuerfreibeträge).

Da aber die Freibeträge nach § 33 b EStG Jahresbeträge sind, du also den gesamten Betrag geltend machen kannst, wenn die Voraussetzungen mindestens einen Tag im Kalenderjahr vorgelegen haben, ist es in deinem Fall ausnahmsweise egal, ob die Gültigkeit ab 01/07 oder ab 09/07 bescheinigt worden ist.

Viele Grüße

Kaja mit Sohn (hochgradige Schwerhörigkeit bds.)
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#9 20.01.2008, 11:18
Dani2410 Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
oder
fährt man vielleicht besser damit wenn man die Unterlagen gleich einem Anwalt gibt und der sich kümmern soll..
kann man da irgendetwas falsch schreiben oder begründen was dann später Folgen haben kann ?
Dani mit Tochter 01/07 , beidseits implantiert 12/07, EA 01/08
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#10 20.01.2008, 11:43
Kaja Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo Dani,

das lohnt sich eigentlich nur wirklich, wenn ihr eine FACH-Anwalt für Sozialrecht beauftragen könnt. Da Sozialrecht im Jurastudium nicht wirklich vorkommt, fehlt vielen Anwälten auf diesem Gebiet einfach das Fachwissen. Oft bezahlten auch die Rechtsschutzversicherungen das Widerspruchsverfahren nicht.

Lass dir doch erst einmal die Akte zuschicken und schau, an welcher Stelle der Denkfehler des Sachbearbeiters war. Wenn du dann die Entscheidung immer noch nicht nachvollziehen kannst, hast du ja immer noch die Möglichkeit, einen Anwalt einzuschalten.

Außerdem sind wir hier ja auch noch da.

Viele Grüße
Kaja mit Sohn (hochgradige Schwerhörigkeit bds.)
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#11 20.01.2008, 12:27
altini Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Zitat von Kaja:
Hallo Nicole,

meistens sind die Ausweise ja eh nur befristet gültig. Im Rahmen der dann notwendigen Verlängerung kann man die entsprechenden Anträge gut unterbringen. Wenn aber bis zum Ablauf der Gültigkeit noch etwas Zeit ist, kannst du natürlich jetzt auch einen Verschlimmerungsantrag stellen und die fehlenden Merkzeichen (B , G, evtl. H) beantragen. Dabei musst du aber wissen, dass dann die gesamte Prüfung neu vorgenommen wird. Hat das Versorgungsamt den GdB u. a. auf bestehende Sprachprobleme zurückgeführt und ist das Ausmaß jetzt geringer, so kann es auch sein, dass der GdB herabgesetzt wird. Hat Alexa durch die Frühgeburt noch weitere Probleme (z.B. Entwicklungsverzögerungen), die in die Entscheidung des Versorgungsamtes einfließen können?

Wurde der Ausweis mit Gültigkeit ab 2004 oder ab Geburt ausgestellt? Da die Schwerhörigkeit ja zum Zeitpunkt der Geburt bereits vorlag, musst du nur darauf hinweisen, dass du die Gültigkeit ab Geburt beantragst, weil du die Steuerfreibeträge nach § 33 b EStG in Anspruch nehmen möchtest.

Viele Grüße

Der Ausweis wurde erst nach Feststellung ausgestellt, also Dez.04, aber Alexa ist schon seid Geburt schwerhörig.
Alexa ist stark Entwicklungsverzögert, und bekommt Frühförderung. Ich werde die Frühförderung mal ansprechen, die setzt mir bestimmt ein notwendiges Schreiben auf in dem sie bestätigt das Alexa auch die anderen Buchstaben in ihrem Ausweis braucht!!

Nicole mit Alexa*2003 (26.SSW, hochgradig schwerhörig mit Hörgeräten)
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#12 20.01.2008, 13:00
Momo Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo

Das Problem ist oft die Formulierung durch die behandelnen Ärzte: was beim HNO hochgradig sh ist bedeutet im versorgungsrechtlichen bereits taub bzw. resthörig.
Ist deine Tochter beidseitig mehr als 85 dB hörgeschädigt gilt sie versorgungsrechtlich als taub. Damit steht ihr das volle Programm zu: 100%, H, B, GL, G und RF. Steurlich wichtig ist dabei das H und deshalb auch sinnvoll die Erkrankung rückwirkend ab Geburt anerkennen zu lassen! Dass die SH seit Geburt besteht muss der Pädaudiolge bestätigen. Es reicht eigentlich, wenn es keinen anderen grund gab, der die Ertaubung verursacht haben kann (Meningitis, Unfall etc.)- dann geht man davon aus, dass es angeboren ist.
Ob das Kind ein CI hat oder nicht spielt übrigens keine Rolle, Anhaltspunkt ist das Hören ohne CI.

Problem wäre, wenn wie bei altinti die Widerspruchsfrist abgelaufen ist. Man könnte dann aber argumentieren, dass genauere Untersuchungen gezeigt hätten, dass es keine Ursache gibt und daher von einer ab Geburt bestehenden Taubheit auszugehen ist und ihr dann laut gutachterlichen Anhaltspunkten und den entsprechenden Tabellen (guck mal im FAQ) alles zusteht! Ist die Frist noch nicht abgelaufen, erstmal widersprechen und schreiben "Begründung folgt".

Viel Erfolg!
Wiebke und Sohn (18 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 20.01.2008, 13:00 von Momo. ↑  ↓

#13 20.01.2008, 13:03
rhae Anwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Zitat von altini:

Der Ausweis wurde erst nach Feststellung ausgestellt, also Dez.04, aber Alexa ist schon seid Geburt schwerhörig.
Alexa ist stark Entwicklungsverzögert, und bekommt Frühförderung. Ich werde die Frühförderung mal ansprechen, die setzt mir bestimmt ein notwendiges Schreiben auf in dem sie bestätigt das Alexa auch die anderen Buchstaben in ihrem Ausweis braucht!!

Steht in den Ärzteberichten eine genaue Diagnose und kommt darin die Wörter "an Taubheit grenzend schwerhörig" oder "Taubheit" vor? Falls ja, steht Deinem Kind das "volle Programm" zu, also GdB 100 und die Merkzeichen G,H,B,RF,GL - siehe http://www.schwerhoerigenforum.de/...tenausweis

Viele Grüße Ralph Computer

PS: - da hat sich meine Antwort mit der von Momo überschnitten, aber doppelt hält besser Wink
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 20.01.2008, 13:04 von rhae. ↑  ↓

#14 20.01.2008, 13:58
Kaja Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo Momo und Ralph,

Zitat von altini:
Unser Tochter trägt seid Dez.04 Hörgeräte. Die erste Diagnose mit BERA war hochgradig schwerhörig/angrenzende Taubheit. Dies Diagnose hat sich zum glück nicht bestätigt. Es ist eine Schwere bis Mittelschwere Schwerhörigkeit.

Steht dann Nicoles Tochter auch "das volle Programm" zu?

Hallo Nicole,

Zitat von altini:

Alexa ist stark Entwicklungsverzögert, und bekommt Frühförderung.

schon allein wegen der Entwicklungsverzögerung könnte sich nach den "Anhaltspunkten der ärztlichen Gutachtertätigkeit 2005 ein GbB bis zu 100 % ergeben:

"Umschriebene Entwicklungsstörungen in den Bereichen Motorik, Sprache oder Wahrnehmung und Aufmerksamkeit
leicht, ohne wesentliche Beeinträchtigung der Gesamtentwicklung
0 - 10
sonst - bis zum Ausgleich - je nach Beeinträchtigung der Gesamtentwicklung
20 - 40
bei besonders schwerer Ausprägung (selten)
50
Globale Entwicklungsstörungen (Einschränkungen in den Bereichen Sprache und Kommunikation, Wahrnehmung und Spielverhalten, Motorik, Selbständigkeit, soziale Integration)
je nach Ausmaß der sozialen Einordnungsstörung und der Verhaltensstörung (z.B. Hyperaktivität, Aggressivität)
geringe Auswirkungen
30 - 40
starke Auswirkungen (z.B. EQ von 70 bis über 50)
50 - 70
schwere Auswirkungen (z.B. EQ 50 und weniger)
80 - 100"

Durch die daneben noch bestehende Schwerhörigkeit müsste eigentlich ein GbB von 70 % deutlich zu wenig sein.

Zitat von altini:
Ich werde die Frühförderung mal ansprechen, die setzt mir bestimmt ein notwendiges Schreiben auf in dem sie bestätigt das Alexa auch die anderen Buchstaben in ihrem Ausweis braucht!!

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Versorgungsämter Therapeutenberichten wenig Bedeutung zumessen. Vielleicht hat dein Antrag mehr Aussicht auf Erfolg, wenn du die Aussagen der Frühförderung in einen Arztbericht mit aufnehmen lässt?

Viele Grüße

Kaja mit Sohn (hochgradige Schwerhörigkeit bds.)
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#15 20.01.2008, 13:59
altini Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Also es gibt eine Diagnose an Taubheit grenzende schwerhörigkeit, aber komischer weise steht im Behinderten Ausweis nur 70GdB, na das werd ich dann morgen mal genauer hinterfragen!!!

Danke für eure tolle schnelle Hilfe!!!!

Gruss
Nicole mit Alexa*2003 (26.SSW, hochgradig schwerhörig mit Hörgeräten)
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#16 20.01.2008, 14:35
rhae Anwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo, also Dreh- und Angelpunkt der Berechnung des GdB ist eine gute Diagnose und wenn da steht "an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit" und dann ein GdB von 70 gegeben wird, klingt das für mich, als ob der Sachbearbeiter die Anhaltspunkte nicht richtig gelesen hätte, denn da steht noch "Angeborene oder in der Kindheit erworbene Taubheit oder an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit mit Sprachstörungen, angeboren oder bis zum 7. Lebensjahr erworben (wegen der schweren Störung des Spracherwerbs) . . . . . . . . .100 (in der Regel lebenslang)".

Also wenn er nach der Berechnung der Röser-Tabellen auf 70 kommt, dann hat er obigen Hinweis wohl schlicht übersehen. Leider muss man den Sachbearbeitern meist alles haarklein vorarbeiten, denn die haben idR. von Schwerhörigkeit so gut wie keine Ahnung und wenn dann nur bei Leuten im Rentenalter Disappointed


Viele Grüße Ralph Computer

PS: bei einer mittel- oder hochgradigen Schwerhörigkeit gibt's auch bei Kindern leider nur einen GdB von 40-50 ...
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#17 20.01.2008, 15:42
Dani2410 Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo
also habe jetzt einen Brief aufgesetzt ( habe ja sonst nichts zutun !)
in dem ich Widerspruch einlege, diesen begründe und die Akte anfordere...oh Mann das habe ich mir wohl zu einfach mit diesem Ausweiß vorgestell...dabei ist doch alles ganz klar...
Vielen Dank für eURE hILFE:::
P.S. Wir werden am 28.01 angeschaltet ( die CIs meiner Tochter ) drückt uns die Daumen das die Kisten laufen...( Erstanpassung )
Dani mit Tochter 01/07 , beidseits implantiert 12/07, EA 01/08
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#18 20.01.2008, 18:15
Momo Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Hallo Dani

also ich würde den Widerspruch ohne Begründung abschicken mit dem Hinweis, dass diese folgt und gleichzeitig die zugrundegelgten Befundberichte in Kopie anfordern.
Wenn du die vorliegen hast, weisst du auf was sie ihre Berechnungen stützen und ob sie einfach falsch berechnet haben, ob du ergänzende Unterlagen nachreichen solltest oder ob der HNO den Grad der SH falsch angegeben hat!

Gruß
Wiebke und Sohn (18 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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#19 20.01.2008, 18:19
Momo Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Zitat von Kaja:
Hallo Momo und Ralph,

Zitat von altini:
Unser Tochter trägt seid Dez.04 Hörgeräte. Die erste Diagnose mit BERA war hochgradig schwerhörig/angrenzende Taubheit. Dies Diagnose hat sich zum glück nicht bestätigt. Es ist eine Schwere bis Mittelschwere Schwerhörigkeit.

Steht dann Nicoles Tochter auch "das volle Programm" zu?


Steht in der Diagnose wirklich an Taubheit greneznd, dann schon. Allerdings wird das Versorgungsamt genaue Werte haben wollen und da sich diese Diagnose (zum Glück) ja nicht bestätigt hat, sondern sie "nur" mittel bis hochgradig sh ist eher nicht.
Man müsste eben den Grad der SH nach den Tabellen (siehe FAQ) ausrechnen und dann kommt eben noch oben drauf die allgemeine Enteicklungsverzögerung und die evtl. vorhandenen Sprachstörungen. Je nachdem wie massiv die sind (da ist ein detaillierter Arztbericht hilfreich) und wie sehr sie sich auf das Alltagsleben auswirken (auch vom Arzt bestätigt!) wird dann ein Gesamt GdB festgelegt (der übrigens nicht die Summe der Einzel GdBs sein wird/ muss!).

Gruß

Wiebke und Sohn (18 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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#20 21.01.2008, 06:48
Karin Abwesend
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Betreff: Re: Grad der Behinderung
Und sollten alle Stricke reißen.... ich habe einen sehr guten Rechtsanwalt für Sozialrecht an der Hand, den ich euch gegebenenfalls gern empfehlen kann. Er hat schon einige Eltern, die ich an ihn vermittelt habe, erfolgreich vertreten. Auch für mich macht er alles vor dem Sozialgericht!

Meldet euch einfach.

Ansonsten verfahrt wie Kaja und Momo und Ralph es schrieben.

Viele Grüße
Karin

http://www.kestner.de/ - alles rund um die Gebärdensprache
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