#1 16.02.2008, 08:39
mondsche Abwesend
Mitglied
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Beiträge: 79


Betreff: Mein Aufreger der Woche
Hallo

Bin momentan echt sauer und rege mich total auf.
Habe gerade den Bescheid von meiner Tochter erhalten.
Angefangen vor ca. 7 Jahren hatte wir noch 50 Grad inzwischen ist sie auf 30 Grad runtergegangen.Erste Bemerkung war das ja sich ihr Gangbild stark verbessert hat und dadurch eine Kürzung vorgenommen wurde.Totaler Quatsch da ihre Ataxie und Gleichgewichtstörung noch gar nie berücksichtigt worden ist.Kleines Kind,blabla müssen ja die Eltern eh immer dabei sein.Und ja klar kann ne 8 jährige besser laufen wie ne 2 jährige.
Aber habe wir ja geschluckt und uns auf keinen Rechtstreit eingelassen,weil war ja alles noch neu und wir mussten uns noch an die Situation gewöhnen.
Aber diesmal habe ich Wiederspruch eingelegt und jetzt kommt der Knaller.
Wort wörtlich so stehts drin: Die Prüfung hat ergeben,dass zwar eine Hörstörung vorliegt,eine ausreichende Verständigung über das Gehör ist jedoch durch die Benutzung geeignetrer Hörhilfen durchaus möglich.
Auf ihre Ataxie und Gleichgewichtsstörung wird gar nicht eingegangen.
Jetzt bin ich echt am überlegen ob ich zu einem Anwalt gehen soll?
Fühle mich total vera........ .
Was meint ihr ist es den Aufwand wert?
Kinderärztin und ich wir haben durchgerechnet das ihr zwischen 50 und 70 Grad zustehen.

Viele Grüße Mondsche
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#2 16.02.2008, 09:10
Karin Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.10.2002
Beiträge: 1.783


Betreff: Re: Mein Aufreger der Woche
Liebe Mondsche, du darfst dich gern bei mir melden, (nur bitte heute nicht, hab das Fernsehen bei mir). Tel: 05665 31 67
Lieben Gruß Karin
http://www.kestner.de/ - alles rund um die Gebärdensprache
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#3 16.02.2008, 10:06
rhae Abwesend
Administrator
Dabei seit: 08.07.2002
Beiträge: 1.150


Betreff: Re: Mein Aufreger der Woche
Hallo Mondsche Smiling

hab' mich ja gerade in das Thema GdB-Vergabe wegen dem Schwerbehindertenausweis unserer Tochter eingelesen und könnte Dir den GdB zumindest für die Schwerhörigkeit ausrechnen. Grundlage sind die "Anhaltspunkte" und benötigt wird ein Hörtest (ohne Hörgeräte), alternativ eine Diagnose bei der eindeutig mit den Worten aus den Anhaltspunkten die Hörschädigung bezeichnet wird (hochgradig, an Taubheit grenzend, Taubheit) - oft werden hier aber Bezeichnungen von den Sachbearbeitern verwechselt.

Zu den anderen Behinderungen Deiner Tochter kann ich leider nur wenig beitragen, könnte aber auch in den Anhaltspunkten nachsehen. Meist werden die GdB der einzelnen Behinderungen nur anteilig gerechnet und nicht einfach addiert.


Viele Grüße Ralph
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#4 16.02.2008, 16:02
mondsche Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.01.2006
Beiträge: 79


Betreff: Re: Mein Aufreger der Woche
Hallo Ralph,

der Wert für den Hörverlust mit 30 ist schon richtig wenn mann die beste Hörkurve vom letzten Jahr nimmt.(Gerade am Ende von 30 zu vierzig).Problem an der Sache ist das die Hörkurve schwankt.Und das mann von 50 auf 30 reduziert hat ist auch ok wenn mann nur den Hörschaden betrachtet da sich ,Gott sei Dank,ihr Hörvermögen in den letzten 5 Jahren im Tieftonbereich deutlich verbessert hat.
Was mich echt an der Sache nervt ist das sie ihr Gleichgewichtsproblem gar nicht anerkennen.Schriftlich Diagnose ist , Rumpfataxie aufgrund fehlendem Gleichgewichtsinn.Rechtseitenschwäche.Koordinationsprobleme.
"Die Prüfung hat ergeben,dass zwar eine Hörstörung vorliegt,eine ausreichende Verständigung über das Gehör ist jedoch durch die Benutzung geeignetrer Hörhilfen durchaus möglich"
Diesen Satz verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht so ganz.Ist es den relevant ob mit Hörhilfe ausgeglichen werden kann?
Der GdB muss doch ohne Hörhilfen erechnet werden,oder?
Übrigens ist sie von hochgradig Schwerhörig auf mittelgradig Schwerhörig runter.Was uns sehr freut und wir wissen es echt zu schätzen.Und kommt wohl auch ultra selten vor.
Ich weiss es gibt schlimmeres über was man sich aufregen kann aber ich habe jetzt schon so oft mit dem Amt telefoniert und da zeigen sie immer Verständnis aber getant wird nix.Uns wurde sogar schon gesagt na wenn ihre Tochter ne normale Regelschule besucht dann kanns ja nicht so schlimm sein und solche Sachen gehen mir echt auf den Zeiger.
Sorry muss mich echt mal aussprechen da es mich echt Belastet immer diese Kämpfe.

Viele Grüße Mondsche
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#5 17.02.2008, 11:07
Kaja Abwesend
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Beiträge: 629


Betreff: Re: Mein Aufreger der Woche
Hallo Mondsche,

Zitat von mondsche:
Was mich echt an der Sache nervt ist das sie ihr Gleichgewichtsproblem gar nicht anerkennen.Schriftlich Diagnose ist , Rumpfataxie aufgrund fehlendem Gleichgewichtsinn.Rechtseitenschwäche.Koordinationsprobleme.

Allein die Ataxie würde, je nach Ausprägung, einen GdB von 30 - 100 % ergeben. Das sagen die "Anhaltspunkte dazu:

"Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen (spino-)zerebellarer Ursache je nach dem Ausmaß der Störung der Ziel- und Feinmotorik einschließlich der Schwierigkeiten beim Gehen und Stehen 30 - 100 %"

Da die Schwerhörigkeit noch zusätzlich berücksichtigt werden muss, hat deine Tochter in jedem Fall Anspruch auf einen Bescheid mit einem höheren GdB als 30 %.

Zitat von mondsche:
"Die Prüfung hat ergeben,dass zwar eine Hörstörung vorliegt,eine ausreichende Verständigung über das Gehör ist jedoch durch die Benutzung geeignetrer Hörhilfen durchaus möglich"

Dazu sagen die Anhaltspunkte folgendes:

"Die in der GdB/MdE-Tabelle enthaltenen GdB/MdE-Werte zur Schwerhörigkeit berücksichtigen die Möglichkeit eines Teilausgleichs durch Hörhilfen mit."

Wenn also der Teilausgleich durch Hörgeräte bereits im GdB enthalten ist, darf die Möglichkeit der Nutzung von Hörgeräten nicht noch einmal mindernd angesetzt werden.

Hattet ihr vorher Merkzeichen? Ich denke, die Merkzeichen "G" und "B" würden deiner Tochter sicher zustehen.

Im Ergebnis würde sich eine Klage in jedem Fall lohnen. Ihr könnt dadurch nur gewinnen.

Viele Grüße
Kaja mit Sohn (hochgradige Schwerhörigkeit bds.)
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