#1 19.09.2008, 16:04
Janineb1 Abwesend
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Betreff: Einseitige Taubheit
Hallo zusammen,

hab leider die letzte Zeit viel durch gemacht ich fass mich mal kurz.
Am 22.07. wurde ein Hörsturz festgestellt.
Dann 10 Tage Krankenhausaufenthalt. Leichte Besserung war zu sehen.
28.08. Kernspintomografie Verdacht auf Akustikusneurinom, Verdacht wurde nicht bestätigt dafür aber Entzündungen des Gesichts (Ausfälle habe ich aber keine zum Glück) Gleichgewichts und Hörnerv gefunden.
Danach sofort Befundbesprechung in HNO Klinik Ambulanz erneuter Hörtest ergab das es sich um mehr als das doppelte als beim 1. Hörsturz verändert hat.
Nun musste ich erneut 7 Tage im Krankenhaus verbringen in dieser Zeit war Verdacht auf Multiplesklerose, Herpes Simplex, Herpes Zoster und Borrelien Viruswurde zum Glück auch nicht bestätigt Lumbalpunktion wurde auch gemacht war nichts auffällig. Als ich entlassen wurde war keine Besserung da. aber schlechter wurde es auch nicht in den 7 Tagen.
am 10.09. wieder Termin in der HNO Ambulanz erneut wurde ein Hörtest gemacht und nochmals eine Verschlechterung fest gestellt, nun der Verdacht auf Rheuma und Autoimmunerkrankung, dann bin ich zu meiner Hausärztin die sagte sie kann auch Rheuma Werte anfordern da war auch nichts auffällig sie sagte dann noch sie möchte eine 2. Meinung eines anderen HNO Arztes da war ich dann am 16.09. wieder Hörtest wieder Verschlechtert sei sagte auch wie das letzte mal in der HNO Klinik Ambulanz ich solle damit rechnen das es so bleiben wird. Mir wurde auch ein Hörgerät empfohlen und ich solle in paar wochen wieder zur anpassung kommen es sei auch kein normales denn ich kann auf dem Ohr nichts mehr hören da ich bereits taub bin.
Nun meine Frage bezüglich dem behinderten Ausweis.
Wieviel Prozent bekomme ich da?
Bei mir ist das linke Ohr taub, mein Gleichgewichtsnerv kaputt also immer schwindel wobei die Ärtzin sagte das man das einigermaßen wieder herstellen kann, und zu dem hab ich noch Diabetes Typ 1, hab also schon einen Ausweis mit 50% .
Wieviel bekomme ich nun?
Bekomme ich auch einen Zusatzstatus?
Hat jemand das selbe durch gemacht, denn es sei sehr selten, und ich fühle mich damit richtig allein gelassen :-(
Ist echt ein schweres Schicksal für mich.
Denn beim 1. Hörsturz als man eine besserung sah wieso wurde ich entlassen?
Wieso wurde das Cortison nicht fortgesetzt?
Fragen über Fragen.
Was auch ganz wichtig ist für mich kann ich meinen Beruf weiter ausüben?
Ich sitz den ganzen Tag am Tel. und betreue Kunden mir macht die Arbeit sehr viel Spaß ich mach das total gerne. Was meint Ihr?
Denn ich habe ja nur noch ein Ohr und habe hald jetzt auch Angst dieses kaputt zu machen denn manche Ärzte sagen sie glauben nicht oder hmmm kann man so nicht genau sagen oder nein können sie weiter machen oder vor Lärm schutzen usw.:-( ?
Manche das es einfach so kommt ne Entz. wie n Schnupfen die anderen ich soll mich vor Lärm schonen usw. was soll ich nun glauben?
Was auf jeden Fall ausgeschlossen ist das es vom Diabetes kommt oder von Stress!

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#2 19.09.2008, 16:27
andrea2002
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Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Hallo,

warum,...... Das können wir per Ferndiagnose nicht sagen. Ob das andere Ohr auch betroffen sein wird, weiß der liebe Gott......

Es gibt mehrere sehr seltene Autoimmunerkrankungen, die einen plötzlichen Hörverlust nach sich ziehen und vermutlich sind die auch nicht alle bei Dir getestet. Bei Frauen treten abrupte Hörverschlechterungen manchmal mit Hormonumstellungen auf: Pille, Schwangerschaft, Geburt und Wechseljahre. Trifft das auf Dich zu? Den Grund dafür weiß man nicht und man kann (abgesehen vom Absetzen der Pille) auch nichts dagegen machen. Eine weitere Möglichkeit wäre ototoxische Medikamente. Da gibt eben auch manche gängige Medikamente wie Aspirin, und besagte Pille. Das sind noch ein paar Spekulationen, wo Du eine Ursache suchen könntest.

Von der Diabetis kommt es eher nicht. Ich nehme mal an, die ist gut eingestellt. Ich wüsste nicht, dass unter Hörgeschädigten eine größere Anzahl von Diabetikern vertreten wären als im normalen Bevölkerungsdurchschnitt.

Cortison bei Hörsturz ist eh eine zweifelhafte Therapie, und deswegen werden nirgends auf der Welt außer in Deutschland Hörstürze mit Cortison behandelt. Zumal Cortison verbunden mit Ruhe und Erholung meistens nur vorübergehende Besserung verschafft. Du bist weder die Erste noch die Letze, bei der das Hören nach dem Absetzen des Cortison wieder in den Keller ging. Da Cortison aber erhebliche Nebenwirkungen hat, sollte man sich das doch für Erkrankungen aufsparen, bei denen es wirklich hilft.

Ein einseitige Taubheit bringt einen GdB von 20, auf Gleichgewichtsstörungen gibt es per se nichts, wohl aber wenn die Auswirkungen den Alltag beeinträchtigen, z:B: nicht mehr Radfahren zu können, nicht im Dunklen laufen können, Fallneigung. Aber die Punkte werden bei Mehrfachbehinderung nicht einfach addiert und es kann sein, dass Du nichts bekommst, weil die Diabetis und die Schwerhörigkeit sich nicht wechselseitig negativ beeinflussen. Probier es einfach, ob Du mehr bekommst.

Zur Arbeit, meinst Du denn, dass Du es schaffst??? Solange Dein anderes Ohr intakt bleibt, kannst Du doch problemlos telefonieren? Das Telefon macht Dein Ohr jedenfalls nicht kaputt, die Lautstärke reicht dazu nicht aus.

Das "HG" was man Dir anpassen möchte, ist wahrscheinlich eine Cross-Versorgung. Ich würde es probieren, und wenn Du damit besser zurecht kommst als ohne, würde ich es nehmen, ansonsten würde ich es zurück geben.

Gruß
Andrea
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#3 19.09.2008, 16:40
Janineb1 Abwesend
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Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Vielen Dank für die Umfangreiche Antwort.
Wie sieht denn so ein Cross Hörgerät aus?
Was die Arbeit betrifft klar würde ich das schaffen.
Aber Ihr kennt die Angst bestimmt und man denkt sich was ist wen das 2 auch nicht mehr geht.
Hab sehr Angst davor aber hab gelesen das es dann wohl ein Hirnstammimplantat geben würde.
Ist alles nicht einfach im Moment für mich und ich denke auch das ich zuviel drüber nachdenke vielleicht :-(
Was ich zu mir noch sagen möchte ich bin erst 23 Jahre :-(
Und zu der Hormonumstellung Schwanger bin ich nicht Pille nehm ich meistens das heißt ich hab sie auch schon weg gelassen des öfteren also dürfte es von daher nicht kommen und Hormone nehm ich ja aber nur ganz wenig und damit hab ich erst nach dem 1. Hörstruz begonnen diese zu nehmen das kann dann ja nicht der Auslöser sein!
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#4 19.09.2008, 17:01
Abwesend
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Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Hi,

Deine Sorgen sind natürlich berechtigt und nachvollziehen kann sie sicher jeder. Vor allem, da du ja noch so jung bist. Wie wäre es denn mit einer Kur für Dich? Vielleicht würde es Dir vielleicht helfen zu lernen mit Deiner Angst umzugehen.
Momentan hast Du ja das eine Ohr. Das reicht vollkommen aus, aber für Dich ist das natürlich eine große Umstellung. Das dauert. Aber auch damit wirst Du lernen zurecht zu kommen. Am Anfang denkt jeder, der eine Verschlechterung (oder auch Verbesserung) erfahren hat, dass er diese neuen Klangeindrücke nicht verarbeiten kann und damit nicht klar kommen kann. Aber das ändert sich nach einer Weile.
Wenn es mal soweit kommen sollte, dass Dein Hören ganz den Bach runter geht, dann hast Du immer noch die Möglichkeit auf ein CI. Aber solange Du noch ein vollkommen intaktes Ohr hast würde ich mich nicht mit dieser Möglichkeit beschäftigen.
Cross-Versorgung: Schau mal unter "FAQ". Da wird das alles erklärt.
Ansonsten kannst Du Deine Fragen ja auch mal im Schwerhoerigennetz stellen. Da schreiben ältere Betroffene. Die Adresse findest du unter "Links".

Grüße!
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#5 19.09.2008, 18:00
Boudoir
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Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Hallo

Liebe Andrea, leider muss ich Dich korrigieren, bei Diabetes ist es sogar sehr oft der Fall, und zwar unabhängig davon wie gut man eingestelt ist, dass man einen Hörverlust bekommt. Meistens ist es allerdings kein Hörsturz sondern eine kontinuirlich fortschreitende Hörverschlechterung.

Das gute Ohr kann man wirklich nur dadurch schützen, indem man bei lauten Anlässen einen guten Gehörschutz trägt. Ansonsten aber kann niemand sagen, wie es sich entwickeln wird, ob es noch viele Jahr egut bleibt oder ob bald etwas passiert. In Bezug auf Gehörschutz würde ich in Deiner Situation sogar den Kauf eines ans Ohr angepassten Gehörschutz, bekommt man auch beim Akustiker, in erwägung ziehen, ist zwar teuer aber zuverlässig, am wirksamsten und einfach hygienisch zu halten.
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#6 19.09.2008, 18:06
Janineb1 Abwesend
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Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Vielen Dank für den Beitrag zum Cochleaimplantat kann ich nur sagen dass das nicht gehen wird bei mir denn mein Ohr funktioniert das was bei mir so zu sagen kaputt ist ist der Nerv :-( Habe aber da was von Hirnstammimplantat gehört aber ob sowas dann machbar ist? So wie ich gelesen habe ist bei den wenigsten der Nerv defekt so wie leider bei mir :-(.
Meinst Du ich würde eine Kur bekommen?
Ich hab schon 18 Jahre Diabetes und jetz das auch noch da würde mir doch eigentlich mal sowas zu stehen oder?
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#7 19.09.2008, 18:08
Janineb1 Abwesend
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Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Zitat von Boudoir:
Hallo

Liebe Andrea, leider muss ich Dich korrigieren, bei Diabetes ist es sogar sehr oft der Fall, und zwar unabhängig davon wie gut man eingestelt ist, dass man einen Hörverlust bekommt. Meistens ist es allerdings kein Hörsturz sondern eine kontinuirlich fortschreitende Hörverschlechterung.

Das gute Ohr kann man wirklich nur dadurch schützen, indem man bei lauten Anlässen einen guten Gehörschutz trägt. Ansonsten aber kann niemand sagen, wie es sich entwickeln wird, ob es noch viele Jahr egut bleibt oder ob bald etwas passiert. In Bezug auf Gehörschutz würde ich in Deiner Situation sogar den Kauf eines ans Ohr angepassten Gehörschutz, bekommt man auch beim Akustiker, in erwägung ziehen, ist zwar teuer aber zuverlässig, am wirksamsten und einfach hygienisch zu halten.


Ja aber in meinem Fall ist das wohl nicht vom Diabetes das bekam ich von verschiedenen Ärzten bestätigt.
Denn bei mir kommt es von Hirnnerventzündungen, das Ohr an sich wäre ok dem fehlt nichts, der Nerv ist kaputt, genauso wie der Gleichgewichtsnerv solch eine Entzündung kann jeder bekommen ist aber sehr sehr selten hat also nichts mit Diabetes zu tun so die Ärzte.
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#8 19.09.2008, 18:19
andrea2002
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Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Hallo

Ich wette, der Nerv funzt noch, da bist Du wohl nicht an die Koryphäen geraten. Dem nächsten Arzt der das behauptet würde ich einfach fragen woher er das weiß. Und wenn er herumstottert, würde ich ihm mitteilen, dass Du noch nie den Promotorioumstest gemacht hast. Wenn Du außerdem noch einen kleinen Hörrest haben solltest, ist das der Beweis der Nerv sehr wohl noch geht. Der P-Test wird nur bei der CI-VU gemacht und sonst nirgends. Wenn jemand hörend geboren ist, gibt es im Prinzip nur zwei Möglichkeiten den Hörnerven kaputt zu kriegen. Meningitis, die auf den Hörnerven übergreift und ein Tumor. Im Fall des Falles, wenn überhaupt nötig kriegst Du ein, wenn Du willst auch zwei CIs, und mit denen kann man super leben. (Ich muss das wissen, ich habe selbst eines Grinning )

Boudoir, hast Du unter Deinen jungen Kunden überdurchschnittlich viele Typ I Diabetiker??? Ich meine sowohl Typ II Diabetis und Hörschwäche ist ja im Alter doch recht verbreitet. Gibt es da wirklich einen Zusammenhang?

Gruß
Andrea
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#9 19.09.2008, 18:30
Boudoir
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Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Hallo Andrea

Ja ich habe sehr regelmässig junge Diabetiker, im Alter im Duchschnitt so ab ca. 30, die wegen einem beginnenden Hörverlust zu mir kommen. Die Typen werden heute ja noch mehr unterteilt wer nun genau welchen Typ hat weiss ich nicht auswendig, aber die sogenannte Altersdiabetes ( früher fälschlich oft Typ 2 genannt) ist es mit sicherheit nicht.
Natürlich ist bei den älteren Kunden ein häufiges Auftreten von Diabetes zu beobachten, aber ich sehe da wiederum keinen überprportinalen Anteil in Bezug auf den Hörverlust.
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#10 19.09.2008, 18:33
Janineb1 Abwesend
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Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Hmmm nein also der Test sagt mir nichts.
Habe aber jetzt einen Termin beim Neurologen meint Ihr das dann was voran geht?
Denn ich werde nun mit überhaupt nichts behandelt.
Also das Ohr an sich ist wirklich in Ordnung wurde alles getestet war in einer UNI und die Nerven sind entzunden das wurde mir auf den Bildern gezeigt.
Meint Ihr das man vielleicht noch was tun kann?

LG
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#11 19.09.2008, 18:41
andrea2002
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Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Hallo,

ich weiß nicht, was Du vom Neurologen erwartest und wie der Befunde bei Dir genau ist. Wenn es wirklich eine Nervensache ist, kann er möglicherweise etwas tun. Und falls sie Hörnerven wirklich hinüber sind, ist ein Hirnstammimplantat schon möglich. Aber die sind nicht so so gut CIs. (aber auch da gibt es welche die telefonieren damit).

Boudoir,

echt, das wusste ich noch nicht.

Gruß
Andrea
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#12 19.09.2008, 19:02
Janineb1 Abwesend
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Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Also es kommt bei mit deffinitiv von Nerven wurde ja im Kernspin gesehen und den Befund vom Kernspin habe ich auch Schwarz auf Weiß!
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#13 19.09.2008, 19:10
Abwesend
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Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Na was hast du denn dann? Die müssen Dir ja sicherlich einen Befund mitgeteilt haben. Da musst Du Dir natürlich mehr merken, als dass es "von den Nerven kommt".

Ob Ci oder Hirnstammimplantat- das ist doch jetzt egal. denn solange du ein intaktes Ohr hast geht das sowieso nicht.

Besprich das mit der Kur mit Deiner Hausärztin. Sie kann Dir da weiterhelfen. Eine Kur ist grundsätzlich in jedem alter möglich, je nach Krankheitsbefund.
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#14 19.09.2008, 20:12
Janineb1 Abwesend
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Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Also woher die Entzündungen kommen ist noch unklar es ist jedenfalls schon viel ausgeschlossen worden wie anfangs vor MRT Akustikusneurinom dann MS dann Herpes Simplex, Herpes Zoster, Borreliose, Rheuma nun noch Autoimunerkr. und was die sonst noch schauen weiß ich nicht. Kennt Ihr Euch aus was es noch sein könnte? Wäre um jede hilfe Dankbar.
Und das mit den Implantaten ist mir schon klar ich möchte nur für mich eine absicherung falls es mal so kommen würde das es etwas gegen die Taubheit gibt denn davor hab ich rießen Große Angst.
Und ich bewunder auch alle Tauben die damit leben alle Achtung.

LG Janine
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#15 19.09.2008, 20:39
Sandra
Gast


Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Hallo Janine,

eine Reha/Kur kann man in jedem Alter machen. Du muss das mit Deinem Arzt absprechen und bei KK oder DRV einen Antrag stellen. Übrigens es gibt auch Rehakliniken die eine Hörgeschädigte Abteilung haben z.B. Kaiserbergklinik in Bad Nauheim (Hessen), Bosenbergklinik in St. Wendel (Saarland) oder Klinik am Stiftsberg in Bad Grönenbach (Bayern)! Wenn Du in bestimmte Rehaklinik gehen willst am besten beim Antrag einen Flyer Deines Wunschklinik beifügen. Genaueren Link kannst Du ergoogeln und mit betreffende Kliniken per Mail kontaktieren

Gruss Sandra

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#16 19.09.2008, 21:00
Janineb1 Abwesend
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Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Super vielen dank.
Bayern wäre super ich bin von Bayern gibt es da noch mehr?
Oder welche ist denn da besonders gut?
Ich glaub das brauch ihc wirklich denn ich bin nur noch deprimiert und ich muss gestehen mir geht es sehr schlecht momentan und wenn ich da mit Leuten bin die das auch haben dann fühl ich mich nicht so allein.
Ich glaube das würde mir sehr viel Kraft geben.
Was wird in so einer Kur alles gemacht?
Grad so in meinem Fall wegen dem Gleichgewicht auch?


LG
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#17 19.09.2008, 22:01
Sandra
Gast


Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Hallo Janine,

vergass noch die Baumrainklinik in Bad Berleburg (WittgensteinerLand/Sauerland) zu nennen.

In Kaiserbergklinik sind momenten überwiegend CI-Träger und Tinnitusbetroffene im Hause. Die Klinik in Bad Berleburg kenne ich selbst, dort wurde div. Therapien z.B. Wassergymnastik, Massage, Entspannungsübung aber auch Psychologische Gespräche Einzel als auch Gruppen angeboten. Man wird Dir auch sagen was man bei Deinem Hörstatus machen kann etc.
Da die Klinik in Bad Berlebug als auch in Bad Grönenbach gleiche Trägerschaft ist, wird in beiden Kliniken ähnliches angeboten.

Wie es in Bosenbergklinik genau abläuft weiss ich leider nicht, da ich diese Klinik eher nur durch Hörensagen in Bezug CI-Patienten ein wenig kenne.

Ich wollte hier einen Link von Klinik in Bad Grönenbach einsetzen - scheinbar funktioniert der Link z.Z. gar nicht indem Du die Therpaiemöglichkeiten nachlesen könntest.
Hier gibt aber noch einen andere Link wo die Kontaktdaten stehen an diese Du sich wenden kannst. Dort kannst Du Dir Prospekt mit Therapiemöglichkeiten schicken lassen und auch denen Fragen stellen. Diese kannst Du auch mit andere Kliniken verfahren und dann entscheiden welches Dir zusagt und zeigst diese dann Deinem Hausarzt der für Dich die Reha empfehlen soll.

http://www.medizinische-berufe.de/...h-3558.htm

Diese 4 genannten Kliniken sind Medizinische Rehakliniken, dann gibt es in Rendsburg noch ein Rehazentrum => diese ist aber KEINE Medizinische Reha, sondern wird eher so ähnlich wie Seminar angeboten wie man sich als Hörgeschädigte "durch Leben gehen kann" z.B. Mundabsehübungen, Gebärdenübungen, Rechte/Pflichten, Kommunikations-/Verhaltenstraining etc. Hierbei handelt um die Rehazentrum Rendsburg.

Wenn Du bzgl. Antrag oder sonstige weitere Fragen hast, kannst Du mir PN schicken.. kann da ggf. noch weitere Tipps geben.

Gruss Sandra
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#18 19.09.2008, 23:22
Abwesend
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Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Janine, lass mich trotzdem noch anmerken. Eine Reha bekommst Du nicht alle Jahre wieder. Deshalb wäre es für Dich wirklich gut, wenn Du mit Deinem Hausarzt genau absprichst was bei Dir bei einer eventuellen Reha behandelt werden sollte und was Du Dir von einer Reha versprichst. Denn, momentan bist Du nur einseitig betroffen. Ob dir eine Reha nutzt, wo viele Menschen sind, die viel stärker betroffen sind wie Du, das solltest Du dir genau überlegen. Eventuell auf den verschiedenen Websides auch mal schauen welche Angebote es gibt etc. Denn bestimmt Therapiepunkte sind ja für Dich gar nicht von Belang. Du kannst Dich ja im Alltag auch mit einem Ohr recht gut zurecht finden, du brauchst ja keine Gebärden usw. Ich weiß nicht, ob es so sinnvoll immer sein muss in eine so spezielle Rehaeinrichtung zu gehen. Eventuell wäre für Dich auch eine Kur, deren Schwerpunkt auf dem Umgang mit psychischen Belastungen liegt besser. Oder eben eine Kur, in der auch Deine anderen Krankheiten therapiert werden können. Denn die Frage woher Deine Schwerhörigkeit kommt etc. wird man Dir bei einer Kur nicht beantworten können. Und ob die Therapieangebote der einzelnen Rehaeinrichtungen die Richtigen für Deine Situation sind, das kannst Du am Besten mit Deinem Arzt besprechen. Manchmal hilft es einfach, wenn man lernt mit solch "ungewissen" Situationen, wie Du sie gerade hast, umzugehen. Denn die Schwerhörigkeit und das veränderte Hörgefühl, dass Du hast, da musst du einen Weg für Dich finden. aber da werden dir bei einer einseitigen Betroffenheit keine Kurse in speziellen Rehaeinrichtungen für Hörgeschädigte helfen. Du musst eben abwägen. aber eine Kur wäre für Dich sicherlich sinnvoll.
Und wegen deines Krankheitsbildes empfehle ich Dir nochmal eine 2. Meinung einzuholen. aber es gibt eben auch Dinge, wie z.B. Autoimmunerkrankungenm die so komplex sind, dass man sie nicht genau oder eben nur schwer "entschlüsseln" kann.

Grüße!
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#19 20.09.2008, 13:25
Sandra
Gast


Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Hallo Timtomm,

sicherlich braucht Sie jetzt noch keine Gebärden o.ä., aber eine Reha/Kur wäre bestimmt für Sie sinnvoll auch wenn in eine Hörgeschädigte Abteilung sein sollte! Denn Sie schrieb ja, dass Sie scheinbar nicht damit klar kommt und deprimirt sei und Ihr schlecht ginge.
Und wer sagt, dass in Reha/Kur NUR Menschen sind die "stärker betroffen sind" als wie Sie selbst?

Ich machte vor 8 Jahren eine Reha in Bad Berleburg. Dort waren Patienten unterschiedliche Hörstatus. Eine Patientin war nicht soooo stark betroffen (weiss jetzt nicht mehr inwiefern und ob Hörgeräteträgerin/ein-beidseitig war => tut auch nicht wirklich zur Sache). ABER in Gesprächsgruppe (hier wurde GL und SH getrennt) der Schwerhörigen waren div. Hörgeschädigte unterschiedl. Hörstatus vertreten - diese Patientin sagte am Ende "Wenn ich mir das so ansehe, bin ich im gegensatz zu Euch noch ganz gut dran" ..... "auch im Speisesaal wunderte sie sich wie GL/SH sich auch laut unterhalten und dennoch fröhlich sein können"....... Auch sagte Sie, dass Sie manches nicht mehr so einfach kann im Beruf als auch im Alltag, aber gab auch zu, dass Sie in Reha lernte, dass unterschiedliche Hörgeschädigte Menschen gibt und div. Kommunikationstaktiken nutzen kann. Das wird einem nicht sooo bewusst, wenn man zuhause allein ist und sonst niemand andere Hörschädigte kennt!

Dafür kann man eine Reha als Auszeit für den Alltag und Beruf nehmen um für sich Selbstbewusstsein o.ä. neu "aufzutanken".
In Hörgeschädigte Abteilungen gibt immer Psychologen und das wäre bestimmt für Sie gut.

Auch ist es richtig, dass man Ihr nicht zu 100% sagen kann woher die Schwerhörigkeit kommt bzw. inwiefern sich das noch verschlechtert. Diese Prognosen kann niemand stellen.

Liebe Janine..... Du muss wissen, was Du Dir von eine Reha versprichst. Deine Einseitige Taubheit kann man nicht heilen. Falls die andere Seite irgendwann verschlechtern sollte (das weiss man nie und hoffe, dass nicht eintritt), gibt immer Alternative z.B. HG, CI etc.

Und was der Hörnerv anbelangt, würde ich dem Arzt erstmal auch nicht so glauben. Wie soll er das denn feststellen ausser, dass Du bis bestimmte Werte nichts hörst? Was defekt sein könnte sind die Haarzellen.... diese sind teilweise bzw. ganz abgestorben. Denn wenn keine Haarzellen da sind können auch keine Schwingungen erfasst werden. Wenn teilweise abgestorben sind sind einige Frequenzen betroffen die man nicht hört! Hörnerv sind wie Du bereits selbst festgestellt hast in meisten Fällen noch intakt!

Wenn Du meinst, dass Dir momentan alles zuviel wird, deprimirt bist, nicht gut geht, nicht weiss wie man mit einseitiger Taubheit zurecht kommst bzw. damit überfordert fühlst, denke ich, dass Du ruhig über eine Reha nachdenken solltest.

Besprich ruhig mit Deinem Arzt und stelle der Rehakliniken fragen, was man in Deinem Fall tun würde bzw. ob Dir dieses oder jenes zusagt. Lass denen auch wissen, dass bei Dir z.B. auch um Diabetes geht die ggf. mitbehandelt werden sollte/könnte.

schönes WE und Gruss Sandra
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#20 21.09.2008, 14:05
Janineb1 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.09.2008
Beiträge: 10


Betreff: Re: Einseitige Taubheit
Hallo Sandra und Timtomm ich danke Euch sehr für Eure Antworten.
Also die Taubheit komm wirklich von der Nervenentzündung ich habe ja das Bild vom Kernspin gesehen in dem das Kontrastmittel zeigt das dort Entzündungen vorhanden sind ich habe ach vom Kernspin den schriftlichen Bericht bekommen, zudem sind auch mein Onkel und Tante Ärzte die mir dies auch nochmal bestätigt haben.
Doch wo die Entzündung her kommt weiß man noch nicht. Die Ärzte sagten auch es kann sein das man keine Ursache findet.
Hab auf jedem Fall im Dez. noch einen Kernspin oder vielleicht schon eher denn ich gehe am Mittwoche zu einem Neurologen mal sehen was der so sagt.
Eine Frage noch zu den Kurhotels gibt es denn einen Link oder wo man eine Übersicht der verschiedenen Kurhotels speziell für Taube und einseitig Taube hat?
Oder was in meine Fall gut wäre so ne suche wo man verschiedene Begriffe eingeben kann?
Könntet Ihr mir da bitte einen Link schicken?


Vielen Dank LG Janine
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