#41 25.09.2008, 17:46
PetraAnett Abwesend
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Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
.....................
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#42 25.09.2008, 19:40
Barbara Kissmann Abwesend
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Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
Hallo Petra Annett,

ich fände es wichtg zu diesem Thema einen eigenen Thread aufzunachen.

Denn da bist du ganz bestimmt nicht allein. Wir haben ähnliche Erfahrungen gemacht bezüglich Unterschätzung der sh durch hörende oder nicht mit der Problematik vertraute Pädagogen.

Ich halte allerdings inzwischen garnichts mehr von Aufklärung durch die Eltern selbst. Da sollten dann doch die ran die da fachlich für vorgesehen sind.

Man verzeihe nir dass off Topic

LG,

Günter

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 25.09.2008, 21:30 von Barbara Kissmann. ↑  ↓

#43 28.09.2008, 21:51
Zoe'sMom Abwesend
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Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
hallo ihr lieben...

leider habe ich diesen thread erst heute entdeckt, sonst hätte ich hier sicherlich schon eher geschrieben...ich bin die Mutter von zoe, dem einjährigen kind aus dem bericht,welches zwei CIs bekommt...

ich muss sagen, ich bin hier wie so ziemlich jeder der meinung, dass viele szenen fehlen und viel mehr gezeigt hätte werden müssen...aber mehr zeit hatte die autorin nun mal nicht...

@florian pietsch:
Zitat:
leider war der Film total schlecht recherchiert oder es ging absichtlich um pro Gebärdensprache.
der meinung bin ich ebenfalls...
Zitat:
Die beiden Jungen beim CICentrum Hannover (Bodo Bertram). Über den einen von ihnen wurde gesagt, dass er ein Wunderkind ist und das Gymnasium besuchen wird. Wunderkind?
es wurde gesagt, dass alexander ein ausnahmefall ist.
Zitat:
Es wurde kein ausführliches Beispiel einer gelungenen CI
Cochlea Implantat-Versorgung gezeigt. Der Junge auf dem Spielplatz, der eine Regelschule besucht, durfte auch keinen Ton sagen. Er wurde als Wunderkind abgetan.
alexander wurde ausführlich interviewt, im bericht sieht hört man allerdings nur 2-3 sätze von ihm...
ach ja, liebe grüße an deinen bruder....

@karin:
Zitat:
Wie man am Beispiel des Jungen im Krankenzimmer in Hannover sehen konnte, (er konnte kein einziges Wort sprechen oder verstehen) kann man das Thema CI nicht getrennt von Gebärdensprache behandeln, weil die Kinder durch das CI eben nicht immer hören und sprechen lernen.
Dieses Kind hat keine Sprache!
wenn man dieses kind nicht kennt, sollte man vielleicht nicht immer vorschnell urteilen...tobias ist zwar nicht in die lautsprache gekommen, geht aber inzwischen auf ein gehörloseninternat und bekommt die gebärdensprache angeboten.
Zitat:
Und sich eine Audiologe/Arzt? dazu hinreissen ließ zu sagen, dass sie gezielt Eltern etwas vorenthalten, um Eltern nicht abzuschrecken.
dieses beispieltöne kannten wir bereits und auch die autorin wusste dies...sie sind im internet leicht zu finden...

@zweifachemami(jacqueline):
Zitat:
warum der junge nicht spricht deute i einfach mal darauf weil ihm keine kommunikation angeboten wird sondern nur aufs hören geachtet wird
wie oben schon geschrieben:tobias geht auf ein gehörloseninternat und bekommt inzwischen die gebärdensprache angeboten...
Zitat:
aber ich fände es ehrlicher wenn der arzt das gezeigt hätte, und die eltern ein einblick bekommen hätten wie das sein kann mit CI, und dass es sich auch normalisieren kann, aber so wissen die eltern wie sich das ganze anhört, nach diesem satz er will die eltern nicht erschrecken ist doch mehr als genug gesagt dass es daran etwas hapert, dass mit ci das hören nicht schön sein kann...
wie oben schon geschrieben, kannten wir diese hörprobe bereits...wir werden in dem bericht recht ahnungslos dargestellt, sind aber eher das genue gegenteil...

@susan:
Zitat:
Da ist die Familie mit dem tauben Kind, die all ihre Hoffnung auf die Technik setzt und sonst keine effektive Komunikationsmöglichkeit mit ihrem Kind aufbaut. Die bei einer Einjährigen von Regelschule und Regelkindergarten träumen, als wäre es das Maß aller Dinge.
ich denke, du solltest dich nich anmaßen, dieses zu äußern...woher willst du wissen, dass wir zoe sonst "keine effektiven kommunikationsmöglichkeiten" anbieten? auf welcher aussage baust du diese annahme? im film wird darüber nichts geäußert...
zusätzlich ist dieses fahrstuhlgespräch, wo es um regelschule etc geht, völlig aus dem zusammenhang gerissen... es geht mir nicht um die tatsache, dass zoe auf eine regelschule geht, weil sie dann "normal" wäre oder so, auch nicht, weil ich ihr nichts anderes anbieten wollen würde und ganz sicher würde es mich auch nicht stören, wenn sie in einen integrativen kiga, einen sprachheilkiga oder einen hörgeschädigtenkiga geht, aber überleg einmal...was beinhaltet die voraussetzung für eine "regelschule"(vielleicht nur für mich/uns, ohne diese voraussetzungen würde eine regelschule natürlich NICHT in frage kommen)?
*zoe hört gut mit ihren CIs
*zoe nimmt die CIs gut an
*zoe spricht gut


*zoe wird verstanden und versteht
*zoe kommt gut zurecht
*zoe möchte die geräte tragen und ist zufrieden
und ist es nicht das, was mein "großer traum" sein sollte???? dass meine tochter die CIs gut annimmt und einen großen nutzen aus ihnen zieht???
...meinst du nicht, man könnte nachfragen, bevor man sich "aufplustert".
Zitat:
Ich hätte mir viel mehr Einblicke in das Leben der Gehörlosen gewünscht.
der film hieß aber nun "nie wieder taub"(übringens von der redaktion vorgegeben, nicht von der autorin ausgedacht) und sollte das thema aus mehreren sichtweisen zeigen und nicht eine darstellung der "gehörlosenwelt" sein.

@bilimi:ich bin froh, diese hörprobe vorher mehrmals gehört zu haben und zu wissen, wie meine tochter hören KÖNNTE...

@uli r.:
Zitat:
Gut wäre auch gewesen wenn mal ein Kind zu Wort gekommen wäre das mit dem CI
gut hört, denn das ist die überwiegende Mehrheit.
wie gesagt, alexander wurde lange interviewt, davon wurde im film leider nicht viel gezeigt, 45 minuten sind leider schnell vorbei.

ich denke, der film war, wo wir uns wohl alle eindeutig einig sind, zu kurz, um einen für alle "seiten" befriedigenden einblick in die problematik zu geben.
Yvonne
Liebe Grüße von Yvonne & Zoe

Zoe Leonie 08.05.2007, bilaterale CI-Versorgung seit 06/08
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#44 29.09.2008, 07:39
Gordon Abwesend
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Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
Hallo Yvonne,


Zitat:

*zoe hört gut mit ihren CIs
*zoe nimmt die CIs gut an
*zoe spricht gut

*zoe wird verstanden und versteht
*zoe kommt gut zurecht
*zoe möchte die geräte tragen und ist zufrieden
und ist es nicht das, was mein "großer traum" sein sollte? dass meine tochter die CIs gut annimmt und einen großen nutzen aus ihnen zieht?

Anstelle zoe könnte man auch gut Mirko oder viele, viele andere Namen setzen. Du hast völlig recht mit dem was Du schreibst. Ich hab es echt dicke mich ständig rechtfertigen zu müssen und irgendwelchen Anfeindungen Marke: " Aus einem gesundem Kind einen lebenslangen Patienten machen." zu stellen.
Ich will nicht ausschließen, das Mirko vielleicht unter GL mit DGS als Muttersprache besser zurecht käme. Bloß eins ist klar. Seine Omas, Opas, Tanten, Onkel usw. Nachbarn und alle unsere Bekannten, Trainer, Verkäufer, Busfahrer ect. lernen mit Sicherheit nicht die DGS.
Seine Welt wäre eine ganz andere, aber er gehört zu uns und wir wollen eine Sprache sprechen.
Wenn er groß ist, kann er selber wählen. Deshalb beschäftigen wir uns jetzt auch mit der DGS.

Viele Grüße

Andrea

Mirko (02/04) an Taubheit grenzend beidseitig.
2 CIs
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#45 29.09.2008, 08:06
Momo Abwesend
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Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
hat irgendjemand den film aufgezeichent? oder weiss wo ich ihn bekomme? da ich ihn nicht sehen konnte (empfange kein swr), will ich mich auch nicht einmischen, würde ihn aber gerne mal sehen.

gruß
Wiebke und Sohn (18 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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#46 29.09.2008, 10:25
Sabine Abwesend
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Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
Hallo Yvonne,

vielen Dank für Deinen Beitrag! Vor etwas über 7 Jahren hätte man "Zoe" auch überall durch "Christian" ersetzen können. Diesen Sorgen sind wir längst entwachsen. Wir haben ja auch so einen "Ausnahmefall" hier *haha*.
Klar war der Film zu kurz. Aber hinter der Tatsache, dass dann von diesem angeblichen Ausnahmefall Alexander nur so wenig gezeigt wurde, könnte man schon Methode vermuten. Über uns ist im letzten Jahr auch ein kurzer Beitrag gedreht worden, insofern weiß ich schon, wie so etwas abläuft ;-)
Der Film stellt das Thema aus mehreren Sichtweisen dar, eben nicht aus allen, aber das geht ja nun 'mal auch nicht. Es ist ein weiterer Baustein in der großen Menge an Informationsmöglichkeiten zum Thema GL, CI, DGS, LS oder nichts von alledem *g*.
Mit Eurem Part konnte ich mich 100%-ig identifizieren, und es war schön, Eure Familie dort "kennenzulernen".
Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute auf Eurem Weg mit Zoe.

Viele Grüße,

↑  ↓

#47 29.09.2008, 18:08
zweifachemami Abwesend
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Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
hallo

erst mal herzlichwillkommen Zoes Mama, schön dass du auch den Weg hier hergefunden hast. wie du auch schon sagtest sind viele szenen nicht gezeigt worden einfach weil es zu kurz war 45min ist nun mal leider wenig. hoffe dass es nochmal ne möglichkeit sich ergibt das fehlende szenen gezeigt werden, oder sich ein neuer film sich ereignet.

ich wünsche deiner Tochter weiterhin viele positive Entwicklung mit dem CI sowie auch dass sie ein Angebot an Gebärdensprache erhält, selbst wenn das umfeld nicht gebärden kann, wäre es sehr schön wenn es die Eltern für das Kind tun...ich spreche aus erfahrung, ich hab auch mit meinem CI super verstanden, konnte lautsprachlich sehr gut verfolgen, jedoch aber hat es an intensiver und barrierfreier Kommunikation etwas gehapert auch wenn ich super gut mit dem CI hören konnte..aber an lebhaften Diskussionen oder an lebhaften Unterhaltungen war ich außen vor, da hätte ich mir sehr gewünscht meine Familie könnte wenigstens am Tisch die gebärden, so könnte ich an den lebhaften Unterhaltungen teilhaben.

stellt euch vor, ihr wärt an einem Tisch an einer lebhaften Unterhaltung, würdet gerne euch mit unterhalten könnt es aber nicht, weil ihr die Sprache die gesprochen wird nut teilweise oder gar nicht könnt, wie würdet ihr euch da fühlen, dass gleiche ist dann bei Hörgeschädigten Kindern egal ob sie mit dem CI super gut hören können, an lebhaften Unterhaltungen hapert es immer wieder mal.

daher wäre die Gebärdensprache die Alternative um das auszuschließen.

Ansonsten hoffe ich natürlich dass Zoe weiterhin mit ihren CI klar kommt und sie nie die Erfahrung machen muss, dass sie irgendwann so schmerzen hat und diese absetzen muss...ich fühle mich in der stillen welt ja wohl, also für mich war das kein zu großer Schmerz, dass ich mein CI abgesetzt habe...aber sicherlich gibts da auch andere Sichtweisen und ich hoffe das bleibt zoe erspart.

ganz liebe Grüße

Jacqueline
↑  ↓

#48 29.09.2008, 18:26
Sabine Abwesend
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Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
Hallo Jacqueline,

Deine Geschichte ist sehr bewegend, und es tut mir sehr leid, dass Du diese negativen Erfahrungen mit dem CI machen musstest. Umso besser, dass Du jetzt den für Dich und Deine Familie richtigen Weg gefunden hast.

Eine Anmerkung möchte ich nur machen zu Deiner Aussage mit dem Tisch und der lebhaften Unterhaltung. Wenn ein Kind DGS benötigt, aus welchen Gründen auch immer, finde ich es selbstverständlich, dass die unmittelbare Familie DGS lernt. Alles andere verstehe ich überhaupt nicht, leider gibt es das ja aber auch sehr häufig, dass das Kind dann in der Schule/im Internat Gebärdensprache lernt, die Familie aber sich kaum Mühe gibt.
Aber wer würde denn sonst noch DGS lernen können aus der Familie? Ich möchte nur sagen, dass das bei der Teilnahme an der lebhaften Unterhaltung auch nicht viel helfen würde. Jedenfalls in unserem Fall nicht, da ja eben nicht jeder aus Familien- und Freundeskreis DGS lernen würde.
Das ist dann wieder die Frage, in welcher Welt das Kind dann zu Hause wäre.

Ich fand es übrigens sehr bewegend, wie die Mutter (Philomena???) des gl Kindes ohne CI gegen Ende des Beitrags mit den Tränen kämpfen musste, weil sie sich bewusst ist, dass sie ihren gl Sohn nicht so wird begleiten können wie ihre anderen Kinder. Das hat mich erstaunt, da sie bis dahin den Eindruck vermittelt hatte, dass mit dem Einsatz der DGS alles in Ordnung käme.
Ihre Aussage diesbezüglich fand ich aber sehr ehrlich.

Man sieht, das Thema ist sehr vielschichtig.

Christian kommt mit seinen beiden CIs ja hervorragend zurecht und kann auch an lebhaften Unterhaltungen problemlos teilnehmen. Sollte sich das jemals ändern, denn Garantien gibt es ja nun mal nie, werden wir wenn nötig auch DGS lernen, dann aber auch richtig (so wie eben die Familie in dem Beitrag auch) und nicht nur rudimentär, wie man es leider auch oft hört.

Viele Grüße,


↑  ↓

#49 29.09.2008, 19:59
MadameBovary Abwesend
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Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
Klar, Jacqueline, egal wo ich bin und mit oder ohne HG/CI gibt es mal Situationen, wo ich Probleme habe, Unterhaltungen
am Tisch mitzuverfolgen. Aber ich habe irgendwie geschafft, mal irgendwann zwischenzufragen, (vielleicht wurde ich auch zu Hause und in der Schule dazu erzogen, nachzufragen oder mich zu melden, wenn ich etwas für mich interessantes nicht mitbekommen oder nicht verstanden habe) zB. wieso ist Papa sauer oder worüber reden die Großeltern gerade zu Mama, die selbst nicht in das Gespräch eingebunden war oder was hat xy für ein Problem oder was erzählte die Frau? Zuhause hab ich auch mal zwischendurch "Halt" oder "Stop" einfach so gesagt (was ich aber in der Öffentlichkeit nicht machen würde!), wenn ich das Gefühl hatte, es wird zuviel über meinen Kopf hinweggeredet.

Manchmal schreckten mich meine Kommilitonen mich von selbst hoch, in dem sie mich auf einmal fragen: hey, nicht wahr? und wenn ich dann sage, dass ich es nicht mitbekommen habe, wirds eben für mich nochmal wiederholt. ich kann von vielen leute nicht verlangen, dass wir extra deswegen die dgs lernen.

Deswegen finde ich es enorm wichtig, dass das Umfeld kapiert, wo die Grenzen sind und wir alle irgendwie und irgendwo damit leben, ohne dass wir darunter leiden. Gemeinsam gewissene Strategien entwickeln. Das klappt sogar mit manchen Leuten gut, die mir fremd sind oder wir uns noch nie unterhalten haben, in dem ich einfach am Anfang in 2-3 Sätze sage, dass ich schlecht höre.

Ich finde nicht, dass DGS überall DIE Lösung ist.
Knackpunkt bei der DGS ist, dass viele Familien in Gegenden wohnen, wo kein DGS-Kurs an der VHS angeboten wird (bei mir sinds ca. 100km bis zum von mir bekannten nächsten Kurs). Und dass der DGS-Kurs meistens 1x in der Woche stattfindet und das auch nicht jede Woche.
Aber was ich toll finden würde ist ein Fern-DGS-Kurs, so ähnlich wie ein Fernstudium.
Oder dass manche DGS-Dozenten bereit wären auch als Hauslehrer fugieren (Kostenfrage ist aber strittig).

Mir haben schon einige Leute gesagt, dass denen Leid tut, dass ich nicht alles so wie sie selbst mitbekomme, aber irgendwie haben wir gemeinsam einen Weg gefunden, dass es sich weder für mich oder für den anderen ausartet.
Haben uns gegenseitig Balsam für die Seele gegeben - man sollte froh sein, dass man etwas hat und die Freiheit besitzt, ein freies Leben zu führen, gegenseitig was füreinander tun.







Viele Grüße
MB
↑  ↓

#50 29.09.2008, 21:28
Gudrun Abwesend
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Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
Hallo Jacqueline,

ich möchte deine Aussagen nicht abwerten und ich anerkenne deine Meinung auch voll und ganz. Aber wenn ich von klein an DGS gelernt hätte, würden mein Vater und mein Bruder sich bei lebhaften Unterhaltungen unter Garantie nicht in DGS unterhalten. Das wäre für sie viel zu mühsam.

Für die beiden ist es sehr viel einfacher, langsam und deutlich in Lautsprache zu sprechen. Wenn ich mit meiner Familie am Tisch sitze und eingebunden werden möchte, dann fordere ich das ein und dann geht meine ganze Familie auch darauf ein. In DGS ginge das nicht, dann müsste meine Mutter dolmetschen. So aber geht es schneller, weil ich Lautsprache kann. Sogar die Freundin meines Bruders bezieht mich aktiv ein, obwohl sie nie zuvor mit Hörschädigung zu tun hatte, auch die langjährige Exfreundin meines Bruders hat das getan. Und die beiden hätten unter Garantie nicht gebärden gelernt, weil wir uns einfach zu selten sehen.

Von meinen Verwandten fällt mir nur eine klitzekleine Handvoll an Leuten ein, die bereit gewesen wären, ein paar Grundgebärden zu lernen, aber das wäre auch schon alles gewesen. Aus der Nachbarschaft fällt mir schon gar keiner ein.

Lautsprache kann jeder und da ich die volle Lautsprache und eine verständliche Artikulation habe, kann ich jedem, mit dem ich mich unterhalten möchte, "Anweisungen" geben, wie er mir die Kommunikation erleichtern kann.

Es gibt nicht DEN Weg, aber ich kann hier nur wiederholen, dass ich froh bin, ohne DGS oder Gebärden aufgewachsen zu sein, ich bin davon überzeugt, dass ich mich sonst nicht so gut in Lautsprache verständigen könnte - ich wiederhole verständigen und nicht nur lesen oder schreiben.

Es gibt zwei Seiten der Medaillen.

Ich kann nur schlecht gebärden, aber damit kann ich leben. Sehr gut sogar.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 29.09.2008, 21:29 von Gudrun. ↑  ↓

#51 29.09.2008, 22:02
Uli R. Abwesend
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Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
Hallo,
Gudrun du hast es (wieder mal) auf den Punkt gebracht. Es ist einfach mal so, dass nur ca. ein Promille der Bevölkerung gebärden können. Da hat man mit Lautsprache mehr Möglichkeiten.
In Bad-Berleburg hat ein GL zu mir gesagt, dass er als Kind seine Eltern verdammt hat weil sie ihm die Lautsprache "aufgezwungen" haben. Heute ist er froh dass er so gut in der Lautsprache ist.
Zum Filmbeitrag: In 45 Minuten kann man natürlich nie die ganze Problematik rüber bringen, das ist klar, aber die Kürzungen müssen so vorgenommen werden, dass das Gesamtbild nicht (total)verfälscht wird. Wer als Laie diesen Filmbeitrag gesehen hat, muss zu dem Schluss kommen, dass nur eine Minderheit der Implantierten gute Hörerfolge hat.
Uli


↑  ↓

#52 29.09.2008, 22:14
Gudrun Abwesend
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Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
Hallo Uli,

ich will DGS bzw. Gebärden nicht abwerten. Aber als Argument für eine bessere Verständigung bei Familiengesprächen zu mehreren kann es nur begrenzt herhalten. Wenn ich in Familien blicke, ist es oft so, dass die Mutter am besten gebärden kann und der Vater, meist berufstätig, hinkt hinterher. Ich kenne auch Familien, in denen es sehr vorbildlich abläuft und da bin ich begeistert, dass ALLE sich so engagieren. Das wünsche ich jedem hörgeschädigten Kind, eine unbeschwerte Kommunikation mit jedem Familienmitglied, egal ob in Lautsprache oder in DGS, auch wenn es manchmal nachfragen muss.

Edit:

Sabine, du hast einen ganz wichtigen Punkt eingebracht: Hörgeschädigte Kinder können mit Hilfe einer angemessenen und rechtzeitigen Hörhilfenversorgung und mit entsprechender Frühförderung so gefördert werden, dass die Teilnahme an lebhaften Gesprächen auch in Lautsprache möglich ist.

Wesentlich ist also, dass die Familie einen klaren Weg findet und diesen dann auch mit ganzem Engagement (und Liebe) beschreitet.

Liebe Mutter von Zoe, lass dich nicht unter Druck setzen, ich finde, es klingt sehr gut, was ich von dir lese, und ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg. Ich hoffe, ich bekomme auch noch die Gelegenheit, den Film zu sehen, nur dann wohl leider ohne Untertitel.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 29.09.2008, 22:41 von Gudrun. ↑  ↓

#53 30.09.2008, 08:26
Uli R. Abwesend
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Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
Hallo Gudrun,
das habe ich auch so vertanden und auch von mir ist es selbstverständlich nicht abwertend gemeint. Es geht nur um das Mehr an Möglichkeíten das man mit Lautsprache hat.
Uli
↑  ↓

#54 30.09.2008, 08:43
zweifachemami Abwesend
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Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
ich will ja nicht sagen dass ich undankbar bin, dass ich die Lautsprache kann, aber ich hätte es einfach für den richtigen weg gehalten, wenn wenigstens Mama und Papa und Bruder die DGS gelernt hätten, ob OMA, OPA, etc...dass auch wollen oder nicht, ist ne andere Sache...aber ich fänds wichtig dass wenigstens die Bezugspersonen es können.

ich hab auch gelernt dann immer nachzufragen..aber ist das nicht etwas traurig, man will so wie alle anderen verstehen, aber kann es nicht und muss dann mal nachfragen...und meinst du ehrlich dass sie immer dann explizit alles wiederholt haben oder auch mal teile weggelassen haben??
Vielleicht gibt es ja Kinder die wie Christian an lebhaften Unterhaltungen teilhaben können, find ich auch schön, dass es möglich ist, aber solche Kinder gibt es nun mal nicht immer...

der andere Knackpunkt ist, dass es immer wieder heißt die kinder lernen dass ja dann in der Schule die DGS...komplett falsch, die lernen in der Schule nicht die DGS, die lernen in der Schule die Hände zu benutzen, weil sie sich dadurch am besten verstehen...um wirklich die komplette Sprache DGS zu können, muss es wie in einer Muttersprache stattfinden, egal wie...und es muss dem Kind bewusst sein, dass es eine andere Sprache ist...daher hoffe ich vom herzen dass es bald in den Schulen Konstrastiven Unterricht geben wird, in Kindergärten die DGS einwandfrei benutzt wird und DGS als Fach angeboten wird...

es ist ja schließlich auch erwiesen, dass Kinder die von gehörlosen Eltern und die muttersprachlich in DGS aufgewachsen sind, weniger Probleme haben die Deutsche Grammatik zu erlernen.

hier werden sicher einige sagen, ich kann ja sehr gut schreiben, man sieht es mir nicht an, dass ich irgendwie grammatikalische Probleme haben könnte. In der UNI leider ist es da anders, da ich nicht den hörenden Studenten gleich bin, und meine Grammatik nicht dementspricht wie es in der Uni angefordert wird, trotzdem kann ich studieren, aber es gibt da Grenzen. Ich will damit sagen, würde es dem Kind ermöglich werden, dass es die Grammatik der DGS einwandfrei gelehrt bekommt und somit die Deutsche Sprache, Schriftsprache als 2.Sprache gelehrt bekommt, so hat es die Chance, eine einwandfreie deutsche schriftsprache anwenden zu können.
also L1 wäre dann die Gebärdensprache und L2 die Deutsche Sprache. Das sollte wirklich den Kindern angeboten werden.
In der Uni wurde auch gesagt, dass es ein falsches Denken ist, wenn man meint, die Kinder lernen dies ja auf dem Schulhof oder so....wenn es nicht die Eltern können, tun warum auch immer, dann wäre es wichtig dass das Kind das wenigstens kompetent in den Kindergärten angeboten bekommt. Oder nicht??

Ihr werdet von sich aus eure Kommunikation finden, die ihr mit euren Kindern macht, aber dann wäre es doch wichtig dass wenigstens in Kindergarten diese Sprache angeboten wird, damit auch Schwerhörige teilhabe an der Gehörlosen Welt haben können und nicht ausgegrenzt werden, was ja leider öfters mal passiert, daher wollen wir hörgeschädigte auch dass die Gebärdengemeinschaft nicht verschwunden geht, sondern gefördert wird und sie der wichtigste Teil aller hörgeschädigten Menschen bleibt, ob leicht schwerhörig, schwerhörig, hochgradig schwerhörig und taub spielt keine Rolle, das Angebot sollte da sein, ob es angenommen wird vom Kind selbst ist ne andere Frage.

auch hier ist klar dass die Ansichten alle unterschiedlich sind.......

lieben Gruß Jacqueline

ach ja klar ist mir auch dass die Welt halt mehr aus lautsprachlichen Ebenen sind und es nur eine Minderheit ist, die Gebärden können, aber selbst wenn es diese Minderheite gibt, sollte man sie nicht wegstecken und so tun als ob sie nur ne kleine Welt wäre und die das nicht benötigen und wenn mein kind schwerhörig ist, warum sollte ich ihm das enthalten, man kann ja beides immer wieder anbieten Smiling

und ich find klasse was christian kann in einer englischsprachene schule zu gehen, ist echt ne schöne sache ich freu mich auch dass er diesen Weg gehen kann, aber diesen weg gehen nicht alle Kinder und man muss bedenken, dass die Erwartungen hörender Eltern einfach oft sehr hoch ist, was wir auch widerum verstehen, klar ist uns klar, dass ihr es euch nicht vorstellen könnt, was es heißt nicht hören zu können oder nur kaum hören zu können und dadurch ihr für eure Kinder das beste wollt... aber man muss halt respektieren dass das Kind nicht so funktioniert wie andere hörende kinder und nicht der winzige kleine Gedanke da ist, würde mein Kind das hören würde er es viel einfacher haben, viel schöner haben, woher wollt ihr das wissen dass es so ist??

das wollt ich nur mal so gesagt haben Wink aber wie gesagt jede ansicht ist anders, es kann meine alleinige Ansicht sein, oder es gibt jemand die meine Ansicht mit mir teilt oder diese ganz widerspricht, aber auch das ist in Ordnung.

lieben gruß Jacqueline
↑  ↓

#55 30.09.2008, 09:14
Sabine Abwesend
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Beiträge: 824


Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
Hallo Jacqueline,

erstmal möchte ich Dir sagen, wie sehr ich es schätze, dass Du so ruhig, aber doch beharrlich Deine Meinung hier vertrittst. Dass das in diesem freundlichen Ton möglich ist, haben wir hier lange, lange nicht mehr erlebt!!!!
Normalerweise steige ich in derartige Diskussionen nicht mehr ein, weil es immer ausartet, aber diesmal läuft es ja anders. Wie schön.

Ich habe nochmal eine Frage an Dich. Du hast als ein Beispiel für die Notwendigkeit von DGS die lebhaften Unterhaltungen angeführt. Angenommen, Deine Eltern und Bruder hätten also DGS gelernt, inwieweit hätte Dir das dann bei genau diesen lebhaften Unterhaltungen geholfen? Ich ging davon aus, Du meinst lebhafte Unterhaltungen mit sehr vielen Leuten.
Wenn es nur um den kleinen familiären Rahmen ging, verstehe ich es natürlich. Dann hätten diese drei Famlienmitglieder eben auch Gebärden benutzen können.
Aber bei großen Familienfeiern hätte es ja wenig genützt, es sei denn, sie hätten für Dich gedolmetscht?!

Dass es nervt, ständig nachzufragen, kann ich nachvollziehen. Aber auch hier wieder meine Frage: Was bringt es dann, wenn nur das unmittelbare Umfeld DGS (teilweise) beherrscht?
Wie kann man diese Situation dann speziell verbessern für Kinder, die aus irgendeinem Grund kein CI bekommen oder aus HG und/oder CI nicht genügend Nutzen ziehen?

"Vielleicht gibt es ja Kinder die wie Christian an lebhaften Unterhaltungen teilhaben können, "

Diese Kinder gibt es nicht vielleicht, die gibt es ganz bestimmt. Ich kenne reichlich davon.

Wenn mein Kind auf DGS angewiesen wäre, würde es mir allerdings auch nicht reichen, wenn es (das Kind) diese dann in Kiga und Schule lernen würde. Dann wäre es für mich ein klares MUSS, diese Sprache auch fließend zu lernen. Wir haben ja auch hier im Forum schon mitverfolgen können, wie das eben dann NICHT gemacht wurde. Kind lernte DGS außerhalb, Familie kann nur ein paar rudimentäre Gebärden. Das ist für mich ein Unding. Wenn, dann aber auch bitte richtig.
Nur .... wie hätte ich meinem Kind die DGS als Muttersprache beibringen können? Sie ist nun mal nicht meine Muttersprache, und man kann sie einfach nicht schnell genug lernen, um wirklich dem Kind auf DGS das anbieten zu können, was man einem hörenden Kind in LS erzählt etc. Jedenfalls ist das für mich unvorstellbar, und ich kenne auch keine Familie, wo das geklappt hätte.

"dann wäre es doch wichtig dass wenigstens in Kindergarten diese Sprache angeboten"

Ich nehme an, Du meinst damit die Hg-Kindergärten?

"auch dass die Gebärdengemeinschaft nicht verschwunden geht, sondern gefördert wird und sie der wichtigste Teil aller hörgeschädigten Menschen bleibt, ob leicht schwerhörig, schwerhörig, hochgradig schwerhörig und taub spielt keine Rolle, das Angebot sollte da sein, ob es angenommen wird vom Kind selbst ist ne andere Frage."

Das Angebot sollte da sein, ja. Aber die Gebärdengemeinschaft ist nicht der wichtigste Teil aller hörgeschädigten Menschen. Das muss sie auch nicht sein. Wie gesagt, sie kann ein Angebot sein.


Viele Grüße,

↑  ↓

#56 30.09.2008, 10:04
zweifachemami Abwesend
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Dabei seit: 26.03.2008
Beiträge: 278


Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
Hallo Sabine,

danke...es ist mir auch wichtig, dass die Diskussionen nicht zu einem Streit ausharren, was bringt es mir, wenn ich in einer mächtigen Diskussion gelange und man nicht ruhig darüber sprechen kann. Ich weiß dass es bei solchen themen oft sehr heftig zu gehen kann.

Wenn ich mal auf die Skandinavischen Länder blicke, ist es dort sogar Pflicht, ein Kind was hörgeschädigt geboren wird bekommt auf jeden Fall eine gebärdensprachkompetente Person in die Familie geschickt, dort lehrt derjenige das Kind in Gebärdensprache und die gesamte Familie wird in die Sprache vertraut gemacht, würde in deutschland dasselbe gemacht werden, würde man heute gar nicht darüber diskutieren müssen, wenn es selbstverständlich wäre dass die Kinder die hörgeschädigt sind von klein auf die gebärdensprache bekommen, dass heißt aber nicht, dass das Kind in Lautsprache nicht gefördert werden soll, sondern für die Kinder die eine gute Chance haben in der Lautsprache sich zu entwickeln sollen sehr wohl diese Förderung bekommen, aber es gibt auch Kinder die eben nicht diese Chance haben die Lautsprache zu erlernen, weil sie es nicht können, bei denen muss die Förderung anders aussehen, speziell hier müssten die Kinder auf die Deutsche Schriftsprache gefördert werden, was bei den lautsprachlichen kindern wohl auch der Fall ist, aber bei den kinder die lautsprache sich nicht vermitteln können....ist es gravierend wichtig dass sie speziell in der schriftsprache gefördert werden um sich mit der hörenden Welt kommunizieren zu können.

mit lebhaften unterhaltungen meine ich intensive Gespräche, dikussionen....egal wie groß die Menge ist die am Tisch sitzen....also wichtig fände ich für mich, dass halt wenigstens die Eltern und Geschwister die Gebärden benutzen...und da kann man ganz einfach so ne Kommunikationsregel aufstellen, z.b. am Abendtisch wird DGS angwendet, dass heißt alle beteiligten die DGS können sollten diese anwenden (damit man dies kann, muss natürlich das angebot gemacht werden, dass eine gebärdensprachkompetente Person in der Familie dgs unterrichtet), wenn ein Besuch da ist und er kann nicht die Gebärde, kann man eben die Funktion des übersetzen nehmen, wenn das Kind an dem Gespräch beteiligen möchte, sicher gibt es dann den fall wo das kind sagt, es interessiert mich nicht, ich ziehe mich zurück auf mein zimmer und so könnt ihr euch unterhalten ohne dass ihr auf mich achten müsst....wenn das Kind aber am Tisch sitzen bliebe, heißt es dass es sich mitbeteiligen möchte an dem Gespräch. Auf Familienfeier war ich schon eh nie gern mitgegangen, eben weil da alle durcheinander quasselten...aber wenn wenigsten die Eltern oder geschwister DGS gekonnt hätten, könnten sie eben ein bisschen als Stütze dienen.


wie schon geschrieben muss speziell dann eine Förderung stattfinden füfr die gesamte Familie....so wie es in Schweden üblich ist. Die Kinder die halt die Möglichkeit haben auch über das Ohr einwandfrei die Lautsprache zu erlernen, sollen auf jeden Fall die Möglichkeit bekommen, aber halt beide Möglichkeiten, nicht nur das eine. und für die kInder die über das Ohr keine Sprache aufnehmen können, muss speziell die DGS eben Grundlage sein für ihre kommunikation und zusätzlich die Deutsche Grammatik und Schriftsprache was konstrastiv der DGS dargestellt wird.

Das wäre meine Vorstellung für eine optimalen Weg der KINDER.

klar ich meinte damit dass es die kinder gibt wie Christian...aber es gibt eben auch kinder die nicht wie Christian sind...:)

liebe grüße


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#57 30.09.2008, 11:32
Sabine Abwesend
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Dabei seit: 18.07.2002
Beiträge: 824


Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
Hallo Jacqueline,

ich persönlich würde es als einen Übergriff empfinden, wenn mir jemand VORSCHREIBEN würde, dass eine wie auch immer kompetente Person (DGS, Fußball, Klavier, Chinesisch) in meine Familie kommen würde.
Das muss meinem Empfinden nach meine Entscheidung bleiben.
Das Angebot (als MÖGLICHKEIT) finde ich gut. In NRW gibt es ja das Projekt Gib Zeit, das wir anfangs auch kurz nutzten, dann aber eben einen anderen Weg einschlugen.

Irgendjemand müsste sich die Mühe machen zu erkennen, ob ein Kind DGS braucht oder nicht. Idealerweise sollten die eigenen Eltern dies im Blick haben.
Wer könnte da sonst unterstützen? Die Frühförderung vielleicht?
Kein Kind darf ohne Sprache bleiben, das sehe ich wie Du.

"mit lebhaften unterhaltungen meine ich intensive Gespräche, dikussionen...egal wie groß die Menge ist die am Tisch sitzen..."

Ok, bei kleinen Runden, evtl. nur mit den DGS-kompetenten Eltern, geht die Rechnung auf. Aber bei größeren Runden geht's ja dann schon los mit den Problemen.
Es ist utopisch anzunehmen, dass auch entfernte Verwandte etc. DGS lernen, obwohl das natürlich ideal wäre.

Schade, dass Familienfeiern für Dich so einen schlechten Beigeschmack haben.

"klar ich meinte damit dass es die kinder gibt wie Christian...aber es gibt eben auch kinder die nicht wie Christian sind...:)"

Schon klar. Aber da es eben so unterschiedliche Kinder gibt, kann es auch nicht nur EINEN Weg geben. DGS hätte z.B. für uns im Augenblick überhaupt keinen Nutzen.
Niemand von unserer Familie lehnt DGS als Sprache ab, aber wir haben keine Veranlassung, sie zu lernen. Hätten wir Freunde, die ausschließlich DGS benutzten, sähe das natürlich anders aus, aber für Christians Leben oder unser Zusammenleben hätte sie gar keine Bedeutung.
Sein Interesse gilt mehr weiteren Lautsprachen.

Ich finde es gut und richtig, dass verschiedene Lebenswege immer wieder aufgezeigt werden (hier, im TV ...), so dass niemand mehr seine Entscheidung vorschnell und uninformiert treffen muss.

Viele Grüße,





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#58 30.09.2008, 12:26
Zoe'sMom Abwesend
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Dabei seit: 26.09.2008
Beiträge: 13


Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
nur mal eben als anregung...ohne auf irgendwen oder weiteres einzugehen(darauf komm ich heute abend zurück Wink )
zunächst:ich kann mich nur anschließen, dass das klima dieser diskussion sehr angenehm ist...ist im moment in anderen foren lang nicht so ruhig....

nun zum eigentlichen:
jacqueline schrieb:
Zitat:
der andere Knackpunkt ist, dass es immer wieder heißt die kinder lernen dass ja dann in der Schule die DGS...komplett falsch, die lernen in der Schule nicht die DGS, die lernen in der Schule die Hände zu benutzen, weil sie sich dadurch am besten verstehen...um wirklich die komplette Sprache DGS zu können, muss es wie in einer Muttersprache stattfinden, egal wie...

wie sieht denn die andere seite aus? is deine kleine tochter(sorry, weiß nicht mehr genau, wie der name geschrieben wird, hab ihn zuvor noch nie gehört) nicht normalhörend?und dein sohn nur leicht schwerhörig? und laut film sprecht ihr zuhause nur die gebärdensprache und die lautsprache wird im kiga erworben? ich finde dies nicht minder schlimm als die tatsache, dass gehörlose kinde(ohne CIs) ohne dgs in der familie aufwachsen und in die lautsprache gezwungen werden....
Yvonne
Liebe Grüße von Yvonne & Zoe

Zoe Leonie 08.05.2007, bilaterale CI-Versorgung seit 06/08
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#59 30.09.2008, 14:56
zweifachemami Abwesend
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Dabei seit: 26.03.2008
Beiträge: 278


Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
Hallo Yvonne,

Nayeli ist normalhörend soweit die Ergebnisse es gezeigt haben, aber gehe auch davon aus dass es so bleibt Smiling
Shawnee ist leichtschwerhörig und müssen demnächst wieder zur Hörüberprüfung.

Zuhause unterhalten wir uns nur in Gebärdensprache also der DGS und im hörenden Umfeld also Oma, Opa, Onkel, Kindergarten und hörende Freunde erwerben meine Kinder die Lautsprache.

den letzten Satz hab ich nicht so ganz verstanden was du damit meinst, kannst du ihn nochmal erklären was genau du mit dem Satz gemeint hast?? bevor ich da was falsch verstanden habe und falsch interpretiere.

Danke lieben Gruß Jacqueline
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#60 30.09.2008, 19:20
Zoe'sMom Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 26.09.2008
Beiträge: 13


Betreff: Re: WICHTIGE INFO VIEL SPAß BEIM SCHAUEN
hallo jacqueline...

meine antwort war so gemeint, dass ich ebenfalls der meinung bin, dass es nicht in ordnung ist, dass gehörlose kinder(ohne CI) zuhause ohne dgs aufgezogen werden und ihnen die lautsprache "aufgezwungen" wird.

andersherum finde ich die umgekehrte seite auch schlimm: ich halte es ebenso für nicht in ordnung, dass man normalhörende und nur leicht schwerhörige kinder zuhause nur in dgs erzieht und den erwerb der lautsprache dem kiga und/oder besuchen bei normalhörenden freunden überlässt....
Yvonne
Liebe Grüße von Yvonne & Zoe

Zoe Leonie 08.05.2007, bilaterale CI-Versorgung seit 06/08
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