#1 23.10.2008, 18:53
Mima Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.02.2008
Beiträge: 66


Betreff: kann ein Pädaudiologe unrecht haben?
hallo ihr Erfahrenen hier,

es ist zum heulen, letzter HNO Termin bei unserem Sohn ist wieder mal aus dem Ufer gelaufen. Jetzt weiß ich wieder nicht, ob Sam hört oder nicht. Jeder Arzt hat eine andere Diagnose.
Erst Paukenergüsse und dadurch Schwerhörigkeit, dann mehrere Operationen. Dann Schallempfindungsschwerhörigkeit durch Wobbeltest festgestellt mit halbjährlicher Kontrolle und jetzt wirft unser HNO Arzt alles wieder über den Haufen. Der Junge hört wunderbar, was wir für einen Aufstand machen. Egal was er hat, er ist doch gut im Hörgeschädigten KIGA aufgehoben. Er tippt eher auf eine Wahrnehmungshörstörung. Das könnte man eh nicht behandeln, nur fördern, was wir ja machen.
Er meint, dass die Diagnose des Pädaudiologen nicht stimmen kann. Hätte er tatsächlich eine Innenohrschwerhörigkeit, dann hätte er ihn sofort mit Hörgeräten versorgt und nicht nur beobachtet. Er hält außerdem nichts von seiner Diagnose. Mein Kinderarzt hält den Pädaudiologen jedoch für vollkommen korrekt (Dr. Böckler von Pforzheim).
Nun sind wir raus mit einer neuen Überweisung nach Heidelberg zur Kopfklinik. Dr. Uttenhöfer ist leider in Rente geganen. Ich hätte lieber Stuttgart genommen, aber da hatte ich kein Mitsprachrecht, da der Name des Pädaudiologen in der Überweisung stehen muß.

Kann es denn sein, dass es so unterschiedliche Untersuchungsbefunde geben kann? Hat nicht der Pädaudi die aussagefähigeren Geräte? Kann eine Innenohrschwerhörigkeit sich ändern? Jedenfalls wurde im KIGA die gleichen Werte wie beim Pädaudi ermittelt. Und mir wurde schon geschrieben, dass ich auf eine BERA bestehen soll, dies wurde mir auch vom HNO verweigert (Wäre nicht nötig momentan).

Ich halte mich schon für hartnäckig, vielleicht nicht genug? Mit viel Glück und Durchsetzung habe ich schon für übernächste Woche einen Termin in HD bekommen. Ob die eine Bera machen?

Habe ich nur Pech mit Ärzten? Schon die ersten 3 Jahre haben wir verloren, weil wir immer abwarten sollten. Erst nach Arztwechsel wurde Sam sofort operiert. Aber ich kann doch nicht ständig den Arzt wechseln.
Irgendwas auf das ich achten oder bestehen soll beim nächsten Pädauditermin? Habt ihr auch solche Schwierigkeiten gehabt, oder hab nur ich das? Wie Aussagekräftig ist denn so ein Wobbeltest?
LG Wilma
Helpless
↑  ↓

#2 23.10.2008, 19:44
andrea2002
Gast


Betreff: Re: kann ein Pädaudiologe unrecht haben?
Hallo Wilma,

ein Pädaudiologe kann eine echte Schwerhörigkeit von einer auditiven Wahrnehmungsstörung unterschieden! Wenn aber Pädaudiologe und KiGa die gleichen Ergebnisse haben, würde ich denen zunächst auch glauben. Was war das denn für HNO? Pädaudiologen sind HNOs, die sich auf Kidner spezialisiert haben.

Gruß
Andrea
↑  ↓

#3 23.10.2008, 21:19
Momo Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.07.2002
Beiträge: 5.157


Betreff: Re: kann ein Pädaudiologe unrecht haben?
Hallo

also ich kenne einige hochgradig sh Kinder die laut HNO normalhörend sind...das mal dazu.

Pädaudiologen sind HNO Ärzte die sich auf kindliche Hörstörungen spezialisiert haben. Daher denke ich haben sie 1.die bessere Ausbildung in dem Berich, 2.die besseren Geräte und 3. die Erfahrung. Ein Pädaudiologe ist schon in der Lage eine Verarbeitungsstörung von einer echten Hörstörung zu unterscheiden.

Ein Wobbeltest ist eben nur so genau wie das Kind mitmacht und so gut wie der Tester eben ist. Eine Bera (möglichst frequenzspezifisch) ist eine objektive Messung, die keine Mitarbeit des Kindes verlangt. Macht aber ein Kind gut mit bei Kopfhörertests oder Freifeldaudiometrien sind diese genauer.

Wenn der Pädaudiologe und der Kiga unabhängig voneinander ähnliche Werte bekommen haben und nur der HNO (auf welcher Grundlage denn eigentlich??) anderer Meinung ist, würde ich eher dem Spezialisten und dem Kiga glauben.

Das ganze aus der Ferne zu beurteilen ist aber schwierig...
Wie sahen denn die Werte des Kigas und der Pädaudiologie aus? Warum sollte "nur" beobachtet werden? Waren die Werte Grenzwerte zum HG? Wurde eine Mittelohrkomponente denn jetzt ausgeschlossen?

Vielleicht ist eine unabhängige Meinung in HD ja gut. Wahrscheinlich wird aber nicht gleich eine Bera gemacht. Zunächst werden wahrscheinlich die üblichen Messungen (Tymp, evtl. OAE- je naqch Alter des Kindes; eine Audiometrie (Spiel oder Beobachtung je nach Alter), Stapediusreflex usw.) gemacht werden und hoffentlich eine gründliche otoskopische Untersuchung. Ich würde eure Lage deutlich erklären und dass ihr von einem zum anderen geschickt werdet und endlich mal eine sichere Diagnose wünscht, möglichst auch eine objhektive Messung per NotchedNoise (frequenzspezifische)Bera.

LG und viel Erfolg!
Wiebke und Sohn (17 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
↑  ↓

#4 23.10.2008, 21:40
Uli R. Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.04.2006
Beiträge: 383


Betreff: Re: kann ein Pädaudiologe unrecht haben?
Hallo,
grundsätzlich würde ich dem Pädaudiologen eger Glauben schenken.
Wer nach Heidelberg fäht kann zur Not auch nach Mainz fahren. Dort ist eine Pädaudiologin die einen sehr guten Ruf hat.
Uli
↑  ↓

#5 24.10.2008, 19:41
monirose Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 25.02.2008
Beiträge: 27


Betreff: Re: kann ein Pädaudiologe unrecht haben?
Hallo,
wir sind in Stuttgart im Marienhospital bei Dr. Seimer in der Pädaudiologie. Kann ich nur empfehlen!!!!!
Laut unseres Aukustikers einer der "führenden" Pädaudiologen in Baden-Württemberg.
Wir haben nächste Woche wieder einen Kontrolltermin dort.

Zumindest bei unserem ersten Besuch dort stand KEIN Arztname auf der Überweisung, nur Pädaudiologie. Und meiner Meinung nach MÜSSEN Eltern ein Mitspracherecht haben, wo sie mit ihren Kindern hingehen!
Moni *72, Nico *76, Marian* 07.03 (beidseits mittelgradig schwerhörig), Jona *09.08 (Hörscreening in der Klinik okay...)
↑  ↓

#6 24.10.2008, 21:57
Uli R. Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.04.2006
Beiträge: 383


Betreff: Re: kann ein Pädaudiologe unrecht haben?
Hallo,
wir haben freie Arztwahl. Die Überweisung überweist an einen Facharzt und mehr nicht. Den Arzt dieser Fachrichtung kann man frei wählen. Wenn ein Arzt auf die Überweisung einen Namen schreibt, gehe ich davon aus, dass das ein "Gschmäckle" hat.
Uli
↑  ↓

#7 24.10.2008, 21:59
SveaS. Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 06.07.2008
Beiträge: 409


Betreff: Re: kann ein Pädaudiologe unrecht haben?
Hallo,

wir hatten das auch mal, ich sollte vom Orthpäden zum Handchirugen überwiesen werden, auf der Überweisung stand aber Lubinusklinik drauf, also musste ich dort hin!
Also ich finde es frech sowas!!!

LG
-versorgt mit Siemens Nitro
-Progredient-Sh:
Jul'08; re.10-30dB li.25-40dB
Mär'09; re.35-50dB li.55-65dB
Feb'10; re.65-80dB li.70-85dB
Jul´16; re.90-105dB li.85-105dB
↑  ↓

#8 25.10.2008, 12:14
Mima Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.02.2008
Beiträge: 66


Betreff: Re: kann ein Pädaudiologe unrecht haben?
Danke euch allen für die Antworten,
ich werde übernächste Woche nach Heidelberg gehen, hab ja den Termin schon, für den andere lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen.
Da die meisten Untersuchungen schon ein Jahr alt sind, denke ich, dass vieles wiederholt werden müßte. Hab halt schon nicht so Gutes von Heidelberg gehört.
Vom Bauchgefühl denke ich, dass beide Diagnosen richtig sind. Dass beide Ärzte recht haben, also der Pädaudi mit der Innenohrschwerhörigkeit und er normale Ohrenarzt mit der Wahrnehmungsstörung. Das zusammen mit dem Paukensekret würde wohl auch die schlechte Sprache erkären.
LG Wilma
Helpless
↑  ↓

#9 12.11.2008, 11:17
mommy1981 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 04.04.2008
Beiträge: 5


Betreff: Re: kann ein Pädaudiologe unrecht haben?
Hallo Wilma, hallo alle anderen Mitleser...

Wir sind nun auch schon seit einiger Zeit hier im Forum und lesen so "still" mit.
Aufgrund deines Beitrags und meiner Erfahrung am vergangenen Montag in Erlangen... muss ich mich nun doch nochmal zu Wort melden.

Gleich vorn weg... Es geht nicht nur dir so. Wir rennen nun seit mehr als 4 Jahren von A zu B und von C zu D.... Disappointed

Egal wo wir waren, JEDER hat eine andere Meinung.

Anfang Oktober diesen Jahres, waren wir in Erlangen... Mein Sohn (fast Innocent wurde wieder getestet was das Zeug hält. Er hatte zu diesem Zeitpunkt Hörgerät links und festsitzende Paukenröhrchen... Es wurde mir mitgeteilt, dass nun auch das rechte Ohr sehr stark befallen sein soll und er auch rechts ein HG braucht. Jedoch sollte er erst am 11.11.08 (sprich gestern) die Rörchen entfernt bekommen und dann in Narkose eben noch spezielle Hörtests gemacht werden...
Montag waren wir zur "Vorbesprechung" in Erlangen. Es wurde ein Hörtest gemacht und wir mussten zum Professor... Seit diesem Zeitpunkt weiß ich, dass ich DORT niemals wieder hingehe.
Der Professor hat meinem Sohn in die Ohren geschaut und meinte, er müsste etwas Ohrenschmalz entfernen... Hab mich schon gewundert, da dir Röhrchen ja gestern eh unter Vollnarkose raus sollten...
Auf einmal fängt mein Sohn an zu schreien, dass es mir wirklich alles möglich zusammen gezogen hat... Er hat ihm das festsitzende Röhrchen bei vollem Bewusstsein aus dem Ohr gerissen... Natürlich musste mein Sohn auf der anderen Seite auch nochmals durch Disappointed Es war mehr als grauenvoll... Ok, man hat sich die Vollnarkose gespart... Ob sich mein Sohn jedoch nochmals in die Ohren schauen lässt, bleibt abzuwarten. Ich bin entsetzt über ein solches Verhalten und über die Aussage am Schluss: Ihr Sohn kann hören. In dem Alter ist es ganz normal, dass sie mal hören und mal nicht... Vielen Dank dafür!!!!

*eine absolut entsetze mommy1981 die erlangen niemandem empfehlen würde*
↑  ↓

Seiten (1): 1

Interessantes für Gäste und User ohne Beitrag in den letzten 100 Tagen ...



Alle Zeitangaben in GMT +02:00. Aktuelle Uhrzeit: 01:57.