#1 09.09.2009, 19:40
altini Abwesend
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Betreff: Förderschule Sprache
Hallo wir haben jetzt den Kiga doch gewechselt und sind begeistert, Alexa geht in einen Regelkindergarten mit Integrationskraft. Die Erzieherinen sind super angagiert und Alexa geht fröhlich in den Ki.Ga.

Nun kommt bei uns die Schulfrage auch auf, die SH-Schule ist ca 11/2 Std. Fahrzeit von uns entfernt und wir möchten das Alexa nicht zumuten, so lange unterwegs zu sein.
Nun hat uns eine Erzieherin vorgeschlagen mal in der Förderschule Sprach zu hospitieren, denn da sind die Klassen auch nur mit 11 Schülern belegt und 2 Pädagogen. Auch hier beträgt die Grundschulzeit 5 Jahre und die Schule ist an die Rückführung in Regelschulen interressiert. Auch ist diese Schule bei uns in der Stadt, d.h. in 15 min ist sie dort und hat auch gleichzeitig die möglichkeit Freunde am nachmittag zu besuchen.
Hat jemand Erfahrung mit Förderschulen "Sprache"???

VLG
Nicole mit Alexa*2003 (26.SSW, hochgradig schwerhörig mit Hörgeräten)
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#2 09.09.2009, 21:09
Tina-Sarah Abwesend
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Betreff: Re: Förderschule Sprache
Sagt mal wo kommt ihr her ? Das hört sich so an als würde ich das schreiben.
Liebe Grüße von

Tina mit
Sarah (* 09.04.03);Waardenburgsyndrom bds.hochgr. sh; 1. CI seit 04/07 aktiv; 2. CI seit 02/08 aktiv
Carina (*24.09.05);Spitzenlauscher
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#3 10.09.2009, 08:35
Momo Abwesend
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Betreff: Re: Förderschule Sprache
Hallo Nicole

also FS Sprache muss man sich genau ansehen. Was können sie deinem sh Kind bieten? Arbeiten sie mit technischen Hilfsmitteln (FM Anlage)? Findet ein Austausch mit SH Schulen statt? Oder gibt es sogar extra Klassen für sh Kinder? Haben die Lehrer Erfahrungen mit sh Kindern und entsprechende Ausbildung? Was für andere Sprachlichen Behinderungen kommen mit in die gleiche Klasse (sprachlcihe Vorbilder!)?

Bei meinem Sohn sind in Klasse 2 zwei Kinder aus der Sprachheilschule hinzugekommen. Diese beiden haben dort das erste Grundschuljahr in zwei Jahren absolviert und sind dann in der SH Schule in Klasse 2 eingestiegen und waren nur minimal weiter als die Kinder an der SH Schule nach einem Jahr. Und das obwohl ja auch an der SH Schule nicht unbedingt so schnell gearbeitet wird. In unserem Fall wird es dann wahrscheinlcih so sein, dass sie gemeinsam mit unserer Klasse ein 5. Grundschuljahr machen, das für diese beiden dann allerdings schon das 6. Grundschuljahr ist. Beide Kinder kamen übrigens von verschiedenen Sprachheilschulen.

Also sollte man, wenn du meinst deine Tochter könnte eigentlich Regelschulniveau erreichen mit entsprechender hörbehindertenspezifischer Unterstützung; da genauer nachhaken nach welchen Rahmenrichtlinien sie arbeiten und wie genau eine evtl. Rückführung an eine Regelschule oder SH Schule aussieht usw.!

Ansonsten gibt es, wie bei allen anderen Schulen, solche und solche.

LG
Wiebke und Sohn (17 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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#4 10.09.2009, 10:38
altini Abwesend
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Betreff: Re: Förderschule Sprache
Hallo Tina-Sarah, wir kommen aus Hamm/NRW

@Momo: Wir hatten noch keinen Termin bei der Förderschule sprache, am 19.9 haben die Tag der offenen Tür, nur leider können wir da nicht.

Die Fragen, die du geschrieben hast, hab ich auch an die Schule. Die Erzieherin unserer Tochter im KI-GA hat ihren Sohn auf der Schule und meinte, sie könne sich vorstellen, das es auch was für unsere Tochter wäre!

Sprachlich ist unserer Tochter noch weit hinterher, sie hatte ja erst falsche HG-Versorgung und den Rückstand holt sie nur langsam auf. Auch ist sie ein extremes Frühchen, die haben ja oft Sprachprobleme.

ich denke sie wird in einer Regelschule bei 30 Schülern in der Klasse untergehen.............Auch hab ich hier von vielen RS gehört, wer nicht in der Norm ist und mitkommt fällt durchs raster!!! Disappointed

Die Rücksichtslosigkeit möchte ich meiner Tochter nich antuen.......
Nicole mit Alexa*2003 (26.SSW, hochgradig schwerhörig mit Hörgeräten)
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#5 10.09.2009, 11:26
cooper Abwesend
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Beiträge: 807


Betreff: Re: Förderschule Sprache
Hallo Nicole,

wäre es evtl. eine Überlegung, Alexa ein Jahr später einzuschulen, um ihr noch etwas Zeit zum Aufholen zu geben? Möglicherweise sieht es ja im nächsten Jahr ganz anders aus, vor allem weil sie ja inzwischen korrekt versorgt ist.

Viele Grüße, Mirko
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#6 10.09.2009, 11:39
altini Abwesend
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Betreff: Re: Förderschule Sprache
Hi Mirko,
das ist auch unsere Überlegung, sie wird jetzt im Sept 6jahre. Aber man hat uns schon gesagt, das es in NRW nicht so leicht ist ein Kind zurückstellen zu lassen. Es wird wohl auf "Teufel komm raus" eingeschult, wenn das Kind 6Jahre ist,
Wir werden aber alle Hebel in Bewegung setzen um sie erst 211 in die Schule zu bekommen, denn sie hat auch Körperwahrnehmungsstörungen und ist noch nicht so gereift wie eine "normale fast 6 jährige".
Nicole mit Alexa*2003 (26.SSW, hochgradig schwerhörig mit Hörgeräten)
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#7 10.09.2009, 20:32
Momo Abwesend
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Betreff: Re: Förderschule Sprache
Hallo

naja, wenn sie jetzt im September bereits 6 ist, dann wäre sie ja zum Zeitpunkt der Einschulung schon (fast) 7. Da ist halt die Frage, ob eine Rückstellung sinnvoll ist- dann wäre sie bereits 8 Jahre bei Einschulung. Geht man dann noch von 5 Jahren Grundschule aus, ist sie in Klasse 5 12 jahre alt. Und auch in der Sek 1 wird ja manchmal an SH oder Sprachheilschulen ein Jahr länger gemacht.

Eine Rückstellung macht ja auch nur dann Sinn, wenn zu erwarten ist, dass sie den Entwicklungsrückstand innerhalb dieses Jahres aufholen kann. An einer Hörschädigung und damit einhergehenden Sprachproblemen wird sich aber auch in dem jahr nicht grundlegend etwas ändern. Außerdem bleibt ja auch die Frage ob es dann noch eine angemessene Förderung für sie im Kindergarten geben kann.

Sind nur so meine Gedanken...

Gruß
Wiebke und Sohn (17 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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#8 10.09.2009, 21:18
guenter k. Abwesend
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Betreff: Re: Förderschule Sprache
Hallo altini ,

ich schließe mich Momo da an-

Die Sprachschulen in NRW haben alle eine Vorklasse, die dazu da ist die Kinder auf ein gewisses Sprachniveau zu bringen- Manche wechseln danach auf Regelschulen. Es ist nicht unmöglich! Man sollte wirklich nicht sinnlos Zeit verschenken-

Günter
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#9 11.09.2009, 07:02
Tina-Sarah Abwesend
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Betreff: Re: Förderschule Sprache
Ich schliesse mich den Beiträgen von Momo und Günter mal ganz faul an. Es ist dort schon so das wichtigste gesagt worden.

Wir kommen auch aus NRW und wir haben das letzte Jahr zu spüren bekommen wie schwierig es ist eine Rückstellung in NRW durchzukriegen. Sarah ist jetzt auf der SH-Schule eingeschult worden und ist jeden Tag ca. 2,5 Stunden im Auto unterwegs. Die Sprachheilschule liegt von uns auch ca. 15. Min mit dem Fahrrad entfernt.
Liebe Grüße von

Tina mit
Sarah (* 09.04.03);Waardenburgsyndrom bds.hochgr. sh; 1. CI seit 04/07 aktiv; 2. CI seit 02/08 aktiv
Carina (*24.09.05);Spitzenlauscher
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#10 15.09.2009, 18:44
altini Abwesend
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Beiträge: 170


Betreff: Re: Förderschule Sprache
Hi Tina-Sarah,

mich würde interressieren warum ihr euch zur Sh-Schule entschlossen und nicht zur Sprachheil-Schule.

LG
Nicole
Nicole mit Alexa*2003 (26.SSW, hochgradig schwerhörig mit Hörgeräten)
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#11 15.09.2009, 19:33
Norbert_S Abwesend
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Betreff: Re: Förderschule Sprache
Hallo zusammen!

Und gleich mal sorry für die Einmischung.

Jau, das tut schon beim Lesen irgendwie weh, was Tina-Sarah schreibt:
Zitat:
jeden Tag ca. 2,5 Stunden im Auto unterwegs. Die Sprachheilschule liegt von uns auch ca. 15. Min mit dem Fahrrad entfernt.

Dazu vielleicht mal zwei Ergänzungen.
1. Sprachheilschule oder SH-Schule ist nicht einfach ein Frage der Eltern-Wahl. Die Schule muss (über das jeweils landeseigene Verfahren zur Sonder-Beschulung / Integrationshilfe) auch ihre Zustimmung geben. Das Förder-Angebot muss zum Förder-Bedarf eben passen.
Und der Grund dafür ist
2. Sprachheilschulen sind spezialisiert auf Sprachbehinderungen. Diese können organischer wie psychischer Natur sein. Das klassische Beispiel sind Stotterer. Kinder mit einer Sprachentwicklungs-Verzögerung (z.B. durch SH) gehören nicht automatisch oder alternativ auf diese Schulart. Und können dort auch nicht einfach, nur weil die Klassen kleiner sind, besonders gut gefördert werden.

Das ändert nichts daran, dass die Spannweite von Sprachheilschulen im Einzelfalle(!) recht groß sein kann, so dass sie dann auch SH-Kinder aufnehmen können. Z.B. solche bei denen zusätzlich(!) noch eine echte oder eben wahrscheinliche Sprachbehinderung vorliegt.

Eine bei SH-Kindern leider nicht ungewöhnliche Sprachverzögerung ist jedenfalls für sich alleine in der Regel weder ausreichend noch immer sinnvoll für den Weg zur Sprachheilschule.

Konnte ich helfen?

Grüße von

Norbert_S
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#12 15.09.2009, 21:22
Momo Abwesend
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Betreff: Re: Förderschule Sprache
Hallo Norbert, hallo Nicole

ich stimme dir, Norbert auf jeden Fall zu. Sprachheilschulen haben eben den Förderschwerpunkt (F SP) Sprache. Während SH Schulen eben den FSP Hören (und daraus resultierende Hörbedingte Sprachstörungen) haben. Daher denke ich auch eine Sprachheilschule im eigentlcihen Sinne ist nicht unbedingt geeignet für sh Kinder, da eben die Ursachen woanders liegen.

Allerdings gibt es mancherorts Sprachheilschulen, die auch eine Zweig mit dem F SP Hören haben und eben SH Klassen führen. Das ist dann sicher was anderes. Dazu muss man sich das ganze dann ansehen und gemeinsam mit den begutachtenden Förderschullehrern besprechen ob der Besuch einer solchen Klasse eine geeignete Alternative sein kann.

Liebe Grüße
Wiebke und Sohn (17 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 15.09.2009, 21:22 von Momo. ↑  ↓

#13 15.09.2009, 21:56
altini Abwesend
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Betreff: Re: Förderschule Sprache
Misch dich ruhig ein, Norbert!!! Smiling

Danke für eure Meinungen!! Wir werden uns auf jedenfall die Sprachheilschule ansehen, sowie die IntegrativSchule hier im Ort

Denn die Integrativschule bietet folgendens an, hab ich von deren HP

Die derzeitige Umsetzung:

> Anzahl der integrativ beschulten Kinder: 22 von 368 Schülern

> Zur Zeit Einsatz von 2 Lehrern für Sonderpädagogik: Frau Synovczyk: SQ = Sprache; LE = Lernen

Frau Brennert: KM = Körperlich-Motorische Entwicklung; GG = Geistige Entwicklung

> 3 Jahrgangsstufen arbeiten derzeit integrativ (meist 2 von 4 Klassen pro Stufe)

> Bündelung: mehrere Kinder mit Förderbedarf in einer Klasse, dadurch erhöhte Stundenzahl der Lehrer

für Sonderpädagogik in den einzelnen Klassen

> zusammenfassen verschiedener Förderschwerpunkte (LE = Lernen, SQ = Sprache, S = Sehen, HK = Hören und Kommunikation, KM = Körperlich-Motorische Entwicklung, GG = Geistige Entwicklung, ES

= Emotional-Soziale Entwicklung)

> Klassenstärke unter 21 Schülern

> Unterricht erfolgt sowohl innerhalb des Klassenverbandes, als auch in unserem klassenübergreifenden

Lernstudio

> flexibler Einsatz der Lehrer für Sonderpädagogik in Team-Teaching und Lernstudio je nach Bedarfslage

individuelle Förderung

> regelmäßige Überprüfung dieser organisatorischen Maßnahmen und bedarfsgerechte Anpassung

> Stunden der Lehrerinnen für Sonderpädagogik in der Regel unantastbar

> zudem eventuell zusätzliche Unterstützung durch einen Integrationshelfer

> zusätzliche Unterrichtsangebote: z.B. Konzentrationstraining, Logopädie, Rollstuhltraining…

> regelmäßige Absprachen über Förderung im Klassenunterricht und Austausch zwischen

Regelschullehrern und Lehrern für Sonderpädagogik

> Erstellung individueller Förderpläne
Nicole mit Alexa*2003 (26.SSW, hochgradig schwerhörig mit Hörgeräten)
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#14 16.09.2009, 07:42
Momo Abwesend
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Betreff: Re: Förderschule Sprache
Hallo Nicole

klar ansehen solltest du dir alle in Frage kommenden Schulen und entsprechende, auch kritische, Fragen stellen wie genau deren Konzept umgesetzt wird. Was mir dazu einfällt ist: mein Sohn sollte ja auch evtl. auf eine Schule gehen, die integrativ beschult. Da stand auch auf dem Infozettel, dass die Klassen in der Regel nicht mehr als 22 Schüler haben- nur in unserem Jahr war die Ausnahme der Regel und es waren 24, davon 4 I-Kinder. Dann höre ich von den anderen I-Eltern oft, dass die Förderstunden ausfallen, denn da wo doppelt gesteckt ist, wird bei Lehrerausfall als erstes gekürzt.... Ein weiteres "Problem" sehe ich in der gemeinsamen Beschulung verschiedener I-Kinder mit versch. Förderbedarf. Da sollte man schon ganz genau fragen welche Kinder mit welchem FB gemeinsam beschult werden. So ist hier in der gleichen Klasse ein sh Kind und ein Kind mit emotional-sozialer Entwicklung, das über Tische und Bänke geht. Dadurch ist die Klasse sehr unruhig und was das für das sh Kind bedeutet brauche ich kaum zu erwähnen: laute Klasse, gestrichene Förderstunden, ....
Aber genau diese ganzen Fragen kann man nur im persönlichen Gespräch klären bzw. mit Hilfe des Mobilen Dienstes.

Zur FS Sprache habe ich ja bereits geschrieben, wie Norbert auch, dass man da genau nachhaken sollte wie das organsieirt wird, denn ein reiner FB Sprache ist schon was anderes als ein FB Hören und Sprache. Aber wie gesagt, manche FS Sprache haben SH Klassen.

LG und viel Erfolg bei der Schulwahl!
Wiebke und Sohn (17 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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