#1 24.08.2010, 16:48
Laurie Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 15.07.2008
Beiträge: 17


Betreff: 30 Gdb - lohnt sich der Aufwand?
Hallo!
Ich trage seit zwar Jahren Höhrgeräte auf beiden Ohren. Rechts bin ich mittelgradig schwerhörig und links hochgradig.
Eben habe ich meinen GdB auf der Homepage ausrechnen lassen, der besagt das ein Grad von 30 rauskommen würde. Jetzt frage ich mich ob es sich lohnt einen Antrag zu stellen oder ob es die Mühe nicht wert ist. Habe zwar im Internet rausgefunden, dass man einen Steuervorteil von ca. 300 Euro im Jahr hat, aber dennoch von vielen Leuten abgeraten wird.
Und noch eine Frage: Wer hat dann alles Einsicht darauf dass man diesen Grad der Behinderung hat?
Vielleicht hat ja irgendjemand diesbezüglich Erfahrung?
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#2 24.08.2010, 18:29
Coralie Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.12.2009
Beiträge: 331


Betreff: Re: 30 Gdb - lohnt sich der Aufwand?
Wenn Du tatsächlich hoch und mittelgradig schwerhörig bist, ist 30 zu wenig, irgendwas stimmt da nicht.... Auf die Info hat keiner Zugriff, dem Du es nicht mitteilst wie zum Beispiel Deinem Arbeitgeber...
CI einseitig, andere Seite mit Hörgerät versorgt bei an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit.
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#3 24.08.2010, 19:05
maryanne Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 22.10.2008
Beiträge: 1.215


Betreff: Re: 30 Gdb - lohnt sich der Aufwand?
Coralie, die Bewertung kann durchaus stimmen, da die Einstufung in GdB von den betroffenen Frequenzen abhängig ist.
Laurie, ich würde den Antrag stellen, schon wegen der Steuervergünstigung. Allerdings kannst du z. B. im Fall der Arbeitslosigkeit bzw. drohendem Verlust des Arbeitsplatzes eine Gleichstellung beantragen und dann einen SB-Ausweis bekommen.
Wenn dir so ein Verlust auch nicht zu wünschen ist, halte ich es für gut, für den Fall gewappnet zu sein.


Maryanne
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#4 24.08.2010, 19:10
kia Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 22.04.2010
Beiträge: 29


Betreff: Re: 30 Gdb - lohnt sich der Aufwand?
Laurie, überleg mal ganz genau, ob du noch irgendwelche anderen dauerhaften Erkrankungen oder Behinderungen hast, bei welchen Ärzten du in den letzten Jahren in Behandlung warst und warum.

30% gibt dir noch nicht viel, da wären 50% notwendig, um auch Vergünstigungen im Berufsleben zu bekommen.

Frag doch mal deinen Hausarztob es irgendetwas gibt, was noch mit angerechnet werden könnte.
Achim
HGs: Unitron Latitude 8 Shift
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#5 25.08.2010, 16:23
cooper Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.02.2009
Beiträge: 807


Betreff: Re: 30 Gdb - lohnt sich der Aufwand?
Hallo Laurie,

wenn dir der GdB-Rechner sagt, dass du bei 30% landest, solltest du das unbedingt beim Versorgungsamt anerkennen lassen. Denn wie schon gesagt hast du anschließend die Möglichkeit, die Gleichstellung zu beantragen -- d.h. du wirst arbeitsrechtlich wie ein Schwerbehinderter mit einem GdB von 50 behandelt, bekommst allerdings nicht den Zusatzurlaub und kannst auch keinen Schwerbehindertenausweis beantragen.

Was die Gleichstellung angeht, solltest du einfach mal bei eurer Schwerbehindertenvertretung im Betrieb vorstellig werden. Wenn's schnell geht mit Versorgungsamt und Gleichstellung könnte es sogar sein, dass du noch an den diesjährigen Schwerbehindertenvertreterwahlen teilnehmen darfst.

Viele Grüße, Mirko
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