#1 01.11.2010, 11:03
Pevau Abwesend
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Beiträge: 93


Betreff: weiterführende Schule
Bald ist es soweit. Mein Sohn ist kommenden Sommer mit der Grundschule fertig. Wie geht es dann weiter mit ihm? Wenn ich ehrlich bin, reicht es nicht fürs Gymnasium. Er muss alles schwer erlernen und dafür hat er garkeine Lust. In unserer Nähe sind auch 2 Privatgymnasien mit relativ kleiner Klassengröße - Ganztagsunterricht ohne Hausaufgaben. Sowas würde uns schon zusagen. Oder doch in die Realschule? Mit 35 Schülern? Unsere Dame vom mobilen Dienst hätte noch eine weiterführende SH- Realschule ca. 70 km anzubieten.
Aber lt. Ihrer Aussage, wäre er für dort "zu gut".
Er ist ein guter Schüler, hat allerdings eine Rechenschwäche und das Wort AWVS kommt mir auch oft in den Sinn.
Er gehört nicht zu den cleveren, vorwitzigen sondern eher zu den ruhigen, langsamen, besonnen.
Würde mich sehr freuen wenn Ihr mir über Eure Erfahrungen in der weiterführenden Schule schreibt.
VG Petra
Petra mit 18 und 25 J. erfolgreiche Otosklerose OP mit Sohn Nikolas (*04.2000) seit Geburt beidseitig mittel-bis hochgradig schwerhörig.
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#2 01.11.2010, 11:19
Gabriele Abwesend
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Beiträge: 501


Betreff: Re: weiterführende Schule
Hallo Peveau

Meine jüngste besucht seid September das BBZ ( Bildung- und Beratungszentrum für hörgeschädigte) in Stegen/Freiburg.
Sie hat dort ab Klasse 7 das Gymnasium begonnen und fühlt sich dort sehr wohl.
Wo wohnt Ihr denn?
Meine 2 großen besuchen eine Schule für hörgeschädigte und machen dort in diesem Jahr Ihre mittlere reife.
Wir sind vom BBZ sehr angetan, das Niveau der Schule spricht uns persönlich sehr an, engagierte Lehrer, feste Lernzeiten und Unterstützung der Lehrer ist bestens organisiert.

LG
Gabi
Theresa 25, beids. CI ´08 u.´10 (N5)
Reimplantation re,2011 u. 2012
Lorenz 23, beids. Hg
Sophia 21, beids. CI ´09 u.11 (Hybrid L )u.Kolobom
Alle Kinder progredient.
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#3 01.11.2010, 12:00
birgit j. Abwesend
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Beiträge: 155


Betreff: Re: weiterführende Schule
Hallo,
mein Sohn geht seit Sommer 2009 auf die städtiche Realschule in unserer Stadt. Er kommt dort gut zurecht. Lt. seiner GU-Lehrerin hätte er auch das Potential fürs Gymnasium. Da müsste er aber sicher viel pauken, was ihm gar nicht liegt. Er war im letzten Schuljahr ein durchschnittlicher Schüler, ohne (wirklich) zu lernen. Dieses Halbjahr hat sogar noch besser angefangen, mal sehen wie´s weiter läuft.

Eigentlich war ich sogar froh, dass er von der Grundschule keine Gymnasial-Empfehlung erhalten hat, da ich ihm und auch mir nicht den Stress des G8 Abiturs in NRW zumuten wollte. Nach der Realschule kann er immer noch mit entsprechender Qualifikation in die gymnasiale Oberstufe wechseln und Abitur machen - wenn er will! Bei dem sich in Deutschland andeutenden Fachkräftemangel stehen unseren Kindern nach der Schule wahrscheinlich mehr Möglichkeiten offen, als es noch vor 1-2 Jahren der Fall war.
Aber wie so oft, ist es bei jedem Kinder verschieden. Man sollte sein Kind beobachten, auf das von vielen belächelte Bauchgefühl der Mutter hören, und mit Hilfe der Grundschullehrer und dem GU-Team zu einem Ergebnis kommen.

Viele Grüße
Birgit

P.S. Hier liegt die Klassegröße in allen Schulformen, außer Hauptschule, zwischen 30 - 33 Kinder. Bei meinem Sohn waren es im 5. Schuljahr 31, jetzt im 6. sind es 30 Schüler. Das sind eigentlich zu viele Schüler, nicht nur für einen SH-Schüler.
Birgit mit Sohn (*99 links HV 89% - rechts HV 79% - mit Cassia M H2O versorgt)
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#4 02.11.2010, 13:24
Momo Abwesend
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Beiträge: 5.158


Betreff: Re: weiterführende Schule
Hallo,

Realschule mit 35 Schülern?

Wie wäre es mit einer Gesamtschule?

Gruß
Wiebke und Sohn (18 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
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#5 04.11.2010, 20:51
Pevau Abwesend
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Beiträge: 93


Betreff: Re: weiterführende Schule
Vielen Dank für Eure Beiträge.
Wir wohnen im südlichsten Zipfel Hessens. In der Nähe gibt es weder eine Gesamtschule noch eine weiterführende höhere Schule für Hörgeschädigte Kinder.
Wir haben 2 Gymnasien und 2 Realschulen vor Ort. Wobei ich mittlerweile eher zur Realschule tendiere.

Vielleicht hat ja die Dame vom mobilen Dienst eine Meinung zu diesen Schulen!?
Eine Frage hätte ich noch Birgit.
Wird dein Sohn auf der Realschule auch noch vom MD betreut?
LG Petra
Petra mit 18 und 25 J. erfolgreiche Otosklerose OP mit Sohn Nikolas (*04.2000) seit Geburt beidseitig mittel-bis hochgradig schwerhörig.
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#6 04.11.2010, 21:59
birgit j. Abwesend
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Dabei seit: 23.08.2002
Beiträge: 155


Betreff: Re: weiterführende Schule
Zitat von Pevau:

Eine Frage hätte ich noch Birgit.
Wird dein Sohn auf der Realschule auch noch vom MD betreut?
LG Petra

Hallo Petra,
ja es kommt einmal in der Woche für zwei Schulstunden eine Förderlehrerin der für uns zuständigen SH-Schule zu ihm. Die ersten drei Jahre in der Grundschule mussten wir ohne "durchhalten". Seit dem 4. Schuljahr haben wir zum Glück die Unterstützung in der Schule. Das geht bei uns in NRW über die Beantragung bzw. Fortführung des sonderpäd. Förderbedarfs. In dem Gutachten im 4. Schuljahr wurde beantragt, dass der Förderort auf die städt. Realschule in unserer Stadt übertragen wird. Die andere Realschule ist kath. vom Erzbistum. Dort hätten wir keine weitere Förderung mehr bekommen, da diese Schule den Status einer Privatschule hat. Die Lehrer werden dort nicht vom Land sonder von der Kirche bezahlt. Daher dürfen die vom Landschaftsverband bezahlten Lehrer der SH-Schule bzw. jeder Förderschule dort keine Schüler betreuen. Das wußten wir vorher gar nicht. Also vorher bitte erkundigen.
Viele Grüße
Birgit mit Sohn (*99 links HV 89% - rechts HV 79% - mit Cassia M H2O versorgt)
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#7 05.01.2011, 14:38
lao Abwesend
Mitglied
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Beiträge: 55


Betreff: Re: weiterführende Schule
Als ich vor 6 Jahren auf eine Weiterführende Schule gehen sollte, habe ich mich mit meinen Eltern für eine Realschule mit ca. 32 Schülern (mal mehr mal weniger). Diese habe ich im letzten Schuljahr als Klassenbester abgeschlossen. Meiner Mutter war es wichtig, das ich es erst einmal auf einer normalen Schule probiere. Wenn es nicht klappt, kann man ja immer noch auf eine Schwerhörigenschule gehen. Das war zumindest damals unsere Meinung.

Ich hatte eine FM-Anlage und eine GU-Lehrerin und in Englisch musste ich die Höraufgaben mit dem Abspielgerät nicht mitmachen da ich es beim besten Willen nicht verstanden habe. Andere benötigen einen größeren Nachteilsausgleich und dieser kann auch nur individuell durchgeführt werden.
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