#1 15.03.2012, 13:47
Angi87 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 08.12.2010
Beiträge: 24


Betreff: Absage vom Regelkindergarten
Hallo
ich hab meine Tochter in einem Regelkindergarten angemeldet und habe eine absage bekommen.
ich habe mich an die anmelde frist gehalten und bin alleinerziehend.
für uns ist es sehr wichtig das sie früh in ein kindergarten kommt damit sie schnell in die Sprache kommt.
Kinder lernen ja am besten von Kindern!
Das Problem ist das sie erst im Oktober 2 wird also auch noch kein anspruch auf einen platz hat.
Was für auswahlkriterien haben die kindergärten?
Ich hab auch ein bisschen das Gefühl das der Kindergarten keine lust auf die mehr arbeit hat mit einem Ci Kind.
kennt sich jemand damit aus wie man dagegen vorgehen kann oder so?
ich habe auch schon in nachbarorten gefragt, die dürfen aber keine Kinder aus anderen Orten aufnehmen.
ich hoffe ihr habt ein paar tips für mich....
Tochter Frances Jane *10.10.2010 bds. gehörlos, seit 09.06.11 links Ci Happy
↑  ↓

#2 15.03.2012, 13:59
Eine
Gast


Betreff: Re: Absage vom Regelkindergarten
Was spricht für dich gegen ein Förderkindergarten? Ihr habt dort auch viele Vorteile, was ein Regelkindergarten nicht anbietet.

Ich sah es nicht so dramatisch, als bei uns ein Regelkindergarten absagte. Und wenn ich wollte, hätte ich überm anderen Wege wohl doch noch ein Platz bekommen, aber ich sagte zu mir, vielleicht ist es gut so. Ein Wink des Schicksals.

Nimm die Absage nicht so persönlich - es kann viele Gründe geben, die nachvollziehbar sind.
Hast du Integrationshilfe und/oder -platz beantragt?

Du könntest Jugendamt, Frühförderung und Sozialamt aktivieren, wenn dir ein Platz im Regelkiga so wichtig ist.

Viel Erfolg.
↑  ↓

#3 15.03.2012, 15:36
Momo Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.07.2002
Beiträge: 5.157


Betreff: Re: Absage vom Regelkindergarten
hallo angie

warum fragst du nicht erst einmal im Kindergarten nach, warum ihr eine absage bekommen habt. möglich, dass es dafür auch eine nachvollziehabare erklärung gibt, z.b. dass andere kinder, die eben schon 2 sind zuerst einen ansprch haben?
wie wäre es denn mit einem integrationsplatz z.b. in einer krippe. ich würde beim jugendamt nachfragen, ob es derartige krippen (manchmal auch als modellprojekt) in eurer nähe gibt oder ob sie dich ansonsten unterstüzen könnten.

ansonsten: ist es wirklcih so, dass der Kiga keine lust auf dein kind hat wegen der cis (was ich mir kaum vorstellen kann oder möchte), willst du dann dein kind wirklcih dahin geben?

grüeß
Wiebke und Sohn (17 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
↑  ↓

#4 15.03.2012, 21:24
Kaja Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 05.04.2007
Beiträge: 628


Betreff: Re: Absage vom Regelkindergarten
Hallo Angie,

die grundsätzliche Regelung für einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder, die noch nicht drei Jahre als sind, findet sich in § 24 Absatz 3 SGB VIII :

Zitat:
Ein Kind, das das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ist in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege zu fördern, wenn

1. diese Leistung für seine Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit geboten ist oder
2. die Erziehungsberechtigten

a) einer Erwerbstätigkeit nachgehen, eine Erwerbstätigkeit aufnehmen oder Arbeit suchend sind,
b) sich in einer beruflichen Bildungsmaßnahme, in der Schulausbildung oder Hochschulausbildung befinden oder
c) Leistungen zur Eingliederung in Arbeit im Sinne des Zweiten Buches erhalten.

Lebt das Kind nur mit einem Erziehungsberechtigten zusammen, so tritt diese Person an die Stelle der Erziehungsberechtigten. Der Umfang der täglichen Förderung richtet sich nach dem individuellen Bedarf.

Der Kindergarten kann also nicht mit der pauschalen Begründung ablehnen, das Kind sei noch nicht drei Jahre alt. Allerdings haben die einzelnen Bundesländer eigene Ausgestaltungsverordnungen zu dieser Norm geschaffen, in der beispielsweise geregelt ist, wann ein Kindergartenplatz für die Entwicklung des Kindes "zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit geboten ist". Es gibt auch Bundesländer, die nach einem Gutscheinprinzip arbeiten, bei dem der Kindergarten das Recht hat, sich die Kinder auszusuchen und das Jugendamt auf Gutscheinbasis den Platz finanziert. Um konkreter raten zu können, wäre es deshalb gut zu wissen, in welchem Bundesland ihr wohnt.

Unabhängig davon gebe ich Momo recht: wenn der Kindergarten dein Kind nicht aufnehmen möchte, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Kind sich dort nich wohl fühlt, nicht ganz gering.

Viele Grüße
Kaja mit Sohn (hochgradige Schwerhörigkeit bds.)
↑  ↓

#5 15.03.2012, 23:52
Angi87 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 08.12.2010
Beiträge: 24


Betreff: Re: Absage vom Regelkindergarten
danke für die antworten

ich habe heute noch mal mit jemandem gesprochen der die komunalen kindergartenplätze vergibt.
er meinte auch das es unwahrscheinlich ist das der kindergarten uns abgelehnt hat weil sie ci`s trägt.er kann da aber jetzt auch nix mehr machen weil es ein kirchlicher kiga ist und in den komunalen kiga`s ist auch alles voll.
es gibt sogar schon ne lange warteliste!
wir haben den kindergarten ausgewählt weil er schon erfahrung mit hörgeschädigten kindern hat und ich bin früher auch dahin gegangen.

Ein Kind, das das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ist in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege zu fördern, wenn

1. diese Leistung für seine Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit geboten ist oder

was bedeutet das genau?

wir kommen aus nrw
Tochter Frances Jane *10.10.2010 bds. gehörlos, seit 09.06.11 links Ci Happy
↑  ↓

#6 16.03.2012, 09:40
Momo Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.07.2002
Beiträge: 5.157


Betreff: Re: Absage vom Regelkindergarten
hallo angie

ich verstehe es so, dass ein kind in einer tageseinrichtung (kiga, krippe usw.) oder in der tagespflege (tagesmutter) untergebracht werden soll, wenn es der enwicklung dient. im falle eines gl kindes mit ci könnte man da, so sehe ich das, mit sprachanbahnung unter kindern (größere motivation zu kommunizieren) begründen.
ich persönlich finde dafür in dem alter auf jeden fall eine kleine überschaubare gruppe gut, wei sie krippen oder tagesmütter anbieten.
vielleicht kann euch bei der suche das jugendamt unterstützen.

zusätzlich würde ich schon jetzt den kontakt suchen bezüglich eines kindergartenplatzes im nächsten Jahr (dann ist deine tochter drei). ggf. kommt auch ein integrationsplatz in frage, da gibt es manchmal antragsfristen.

schade, dass ihr nicht bei uns wohnt... hier ist eine krippe, die suchen noch kinder, gerne mit cis (haben sie schon erfahrung) im rahmen eines modellprojekts. -->vielleicht gibt es bei euch auch sowas?

grüße
Wiebke und Sohn (17 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
↑  ↓

#7 27.03.2013, 22:12
Celeste Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 01.12.2009
Beiträge: 14


Betreff: Re: Absage vom Regelkindergarten
Hallo,

Ich denke es ist einfach generell schwierig Kindergartenplätze zu bekommen, erst recht für U3.
Ich hab zweimal gesucht (Wegen Umzug) und zuletzt über ein Jahr lang! Berührungsängste wegen Hörgerät hab ich schon immer im Vorfeld versucht auszuräumen, man kommt ja beim Besichtigen ins Gespräch. Für Integrative Einrichtungen war mein Kind nicht behindert genug... (…)
Ich hab sogar super viel Glück gebraucht einen Ü3 Platz zu bekommen (trotz 1 Jahr warten) und ich bin auch alleinerziehend und berufstätig.

Kommt halt immer drauf an wo man wohnt.

Ich hab bei einem Gespräch eine gertenschlanke Frau gesehen die da war um ihr ungeborenes(!) Kind schonmal anzumelden.. Ohne Worte!
↑  ↓

Seiten (1): 1

Interessantes für Gäste und User ohne Beitrag in den letzten 100 Tagen ...



Alle Zeitangaben in GMT +02:00. Aktuelle Uhrzeit: 01:57.