#1 06.04.2012, 22:41
pikacht Abwesend
Mitglied
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Beiträge: 74


Betreff: Probleme mit Arbeitgeber
Hallo zusammen!
Nach jahrelanger Arbeit auf dem Bau, als Hörgeschädigter (trage seit meinem 6.Lebensjahr HG), ist der AG nun der Meinung, daß ich meinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben darf. Ich würde für mich und andere eine Gefahr darstellen. Eine eindeutige Aussage des AMD der Bau BG gibt es nicht. Nun bin ich freigestellt ohne Bezahlung.
Wer hat ähnliche Erfahrungen oder kennt Richtlinien diesbezüglich.
Gruß pikacht
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#2 06.04.2012, 23:47
Jürgen62 Abwesend
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Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
Hallo,

wo gibt es denn sowas? Biete deine Arbeitskraft an - wenn er dich nicht arbeiten lässt kommt dein Arbeitgeber nach §615 BGB in Annahmeverzug und muss dir den Lohn zahlen. Nimm dir am besten sofort einen Fachanwalt für Arbeitsrecht und lass dir das auf keinen Fall gefallen. Ich denke man will dich loswerden und dein Arbeitgeber würde es wohl am Besten finden wenn du freiwillig gehst. Das geht aber nur über eine Kündigung und hier fehlen ihm wahrscheinlich die Gründe.
Wenn dein Arbeitgeber Zweifel hat, dass du deine Arbeit nicht machen kannst kann er das durch den medizinischen Dienst feststellen lassen. Dein Arbeitgeber dürfte kaum die medizinischen Kenntnisse haben um so etwas festzustellen. Auf keinen Fall musst du deinem Arbeitgeber irgendwelche medizinischen Unterlagen zur Verfügung stellen. Wie sieht es mit mit Schwerbehinderung oder Gleichstellung aus?
Lass dich bloss nicht überrumpeln und geh zum Anwalt.

Gruß Jürgen
beidseitig hochgradig schwerhörig - Lärmschwerhörigkeit
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#3 07.04.2012, 06:31
ulbos Abwesend
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Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
Hallo pickacht,

ist denn überhaupt in letzter Zeit bei deiner Berufstätigkeit, bedingt durch deine Schwerhörigkeit, was passiert, das dich oder andere in große Gefahr gebracht hat? Hast du einen Schwerbehindertenausweis
bzw. bist du als Schwerbehinderter bei deinem Arbeitgeber registriert?

Gruß
ulbos
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#4 07.04.2012, 18:39
Olaf! Abwesend
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Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
Hallo pickacht,

ich sehe es genau so wie Jürgen:
Das geht garnicht, unbezahlte Freistellung. Die Begründung ist ja wohl ein Witz! Wende Dich auch an das Integrationsamt und an den RV-Träger. Der RV-Träger dürfte es nicht wollen, dass Du Deine Arbeit los wirst. Außerdem fehlen ihm bei einer unbezahlten Fraistellung RV-Beiträge. Spätestens da sollte sich der RV-Träger von sich aus rühren!

Viel Erfolg

Olaf
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#5 07.04.2012, 21:38
maryanne Abwesend
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Beiträge: 1.215


Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
Freigestellt ohne Bezahlung? Was ist denn das?
AG kann versuchen dir zu kündigen, wenn du einen Schwerbehindertenausweis hast, nur mit Zustimmung des Integrationsamtes. Auch bei Zustimmung muss die Kündigungsfrist eingehalten und dein Gehalt gezahlt werden.
Geh unverzüglich (!) zum Integrationsamt, schildere deine Lage. Aber vorher gehst du morgens zur Arbeit "ich komme arbeiten" und nur wenn der AG dich wegschickt, gehst du weg. Achte darauf, dass Zeugen dabei sind. Gibt es keinen Betriebsrat?
Wenn du nicht arbeiten darfst bzw. nach Hause geschickt wirst, schreibe dem AG einen Brief indem du unmissverständlich deine Arbeitskraft anbietest. So in der Art "mit Arbeitsvertrag vom .... bin ich bei der Firma .... angestellt. Das Arbeitsverhältnis ist ungekündigt und ich werde meiner Arbeitspflicht selbstverständlich nachkommen".

Um die Begründung musst du dich nicht kümmern. Das macht dann das Integrationsamt (nicht der RV-Träger, der ist dafür nicht zuständig).

Ist denn etwas geschehen, dass der AG auf diese Idee kommt? Hat es einen Unfall oder eine Gefährdung gegeben?

Gruß
maryanne
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#6 07.04.2012, 21:44
pikacht Abwesend
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Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
Hallo und danke für den Zuspruch,
@Jürgen
Ich habe die Bestätigung meines AG, dass ich meine Arbeitskraft zur verfügung gestellt habe !
was meinst Du was ich getan habe !
Selbst ein Prozess wegen einer Degradierung ist zu meinen Gunsten ausgegangen. Jetzt will man mich aus gesundheitlichen Gründen (Hörprobleme) nicht mehr einsetzten.
Ein medizinisches Gutachten vom VDK ohne a´bschliessendes Ergebnis liegt vor.
Es besteht weiterhin Versicherungspflicht, aber im Falle eines Unfalls will man Überprüfungen anstellen ( ja das macht man doch bei jedem Unfall!).
Es gibt bei der Bau BG keine Richlinien ab welchem Hörverlust man nicht mehr einsetztbar ist!!
Ich habe einen GdB von 80 % und davon weiss mein AG seit Jahren.
Aber Du hast es richtig erfasst. Ich glaube auch das man mich einfach los werden will. Ohne Kündigung (ist ja teuer!).
@Olaf Der DRB hat sogar Rehamittel wie Funkempfänger für den Smartlink abgelehnt obwohl ich deutlich machte dass meine berufliche Zukunft auf em Spiel stand!
Eine medizinische Reha (Kur) hat der DRB auch abgelehnt.
Alle Verfahren laufen mit dem VDK vor Gericht . Dauer ca 1-2 Jahre!
So geht man heute mit Schwerbehinderten um!!
Ich brauche jemanden der mit Hörstörungen auf deem Bau arbeitet!
Das scheint laut Berufsgenossenschaft mit mir ein Einzelfall zu sein!
Wer noch Tipps hat , immer her damit!
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen schöne Ostertage
Pikacht
@Ulbos zu Beschwerden oder Problemen ist es wegen meiner Hörfähgigkeit noch nie gekommen! Erst jetzt werden Sie von der Geschäftsleitung vorgeschoben!
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#7 07.04.2012, 21:55
pikacht Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 28.09.2008
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Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
da fehlt noch etwas warum weiss ich nicht.
Also der DRB hat mir sogar die Hilfe zur Teilhabe am Arbeitsleben versagt.
Funkempfänger (Telefonieren mit Handy)meiner Smartlinkanlage sind mir verwehrt worden.
Selbst eine medizinische Reha (Kur) ist abgelehnt worden.
Diese Verfahren laufen mit dem VDK vor dem SG . Dauer 1-2 Jahre.
@Maryanne die sind alle eingeschaltet.
Die waren ziemlich hilflos beim Präventionsgespräch
Lt. Anwalt brauche ich nicht zur Arbeitstelle gehen, da wir es schriftlich haben , dass ich meine Arbeitskraft angeboten habe!
Gerne sende ich Dir das Schreiben zu wenn Du mir eine Mailaddy hinterlässt.
Gruß Pikacht
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#8 07.04.2012, 22:16
Sandra
Gast


Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
@pikacht: Kann es sein, dass AG jetzt plötzlich meint, dass Du aufgrund Deiner Hörschädigung bestimmt maschinelle Arbeitsgeräte nicht bedienen darfst/sollst, da die Gefahr besteht, dass im Falle des Falles nicht schnell reagiert werden kann o.ä.?

Ein Bekannter arbeitet mit maschinelle Geräte bei einem Betrieb ohne Probleme (war nicht auf Bau), beim AG-Wechsel durfte dieser auch alles tun was Ihm vorgetragen wurde. Nach einer Zeit kam der AG mit irgendwelche Vorschriften an, dass er dies und jenes nicht tun darf. Kommt meines Wissens mit IA o.ä. auch nicht wirklich bei AG weiter. Er tut aber noch arbeiten, nimmt aber keine maschinelle Geräte mehr und fährt auch kein Dienstwagen => meines Wissens trotz bitten seines direkten Kollegen tut er nicht! Da vom Vorgesetzten "verboten" wurde.

Gruss
Sandra
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#9 07.04.2012, 22:56
markus38 Abwesend
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Dabei seit: 03.04.2011
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Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
Hallo Pikacht
auch ich arbeite auf dem Bau mit einer Hochtonschwerhörigkeit besser gesagt Lärmschwerhörigkeit ,mein Arbeitgeber steht voll hinter mir ,dank ihm und weiteren Vorgesetzten habe ich es geschafft das die BG mir Hörgeräte bezahlt die am Lärmarbeitsplatz zugelassen sind .
hier mal der Link zum Gerät http://www.gehoerschutzsysteme-hoerluchs.com/...dwerk.html dieses Gerät dient als Hörgerät sowie gleichzeitig als Gehörschutz in Verbindung mit dem Huawai Gehörschutz.
Das Gerät selbst ist von Audio Service bekommt aber von der Fa Hörluchs eine spezielle Software aufgespielt das es ermöglicht Sprache und Warn/Signaltöne aus Lärm verständlich herauszufiltern so das man als SH auch im Lärm andere verständlich hören kann.

Das die Bg nix dazu gesagt hat wegen Gefahr ist mir klar ,denn die wecken doch keine schlafende Hunde .
Übrigens hat die Bg mittlerweilen ein verkürztes Verfahren zur Hörgeräte Versorgung

ich hoffe ich konnte damit helfen ,bin aber gerne weiterhin da und versuche zu helfen wo ich kann .

Grüße Markus
beidseitige Lärmschwerhörigkeit . anerkannt als Berufskrankheit.

beidseitig versorgt mit Hörgeräten AS Hörluchs ICP DUO mit ICP HAWEI Dämmplastik und offenen Schirmchen
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#10 07.04.2012, 23:13
pikacht Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 28.09.2008
Beiträge: 74


Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
@Sandra danke für deinen Bericht.
Nein mit den Maschine "führen" hat es nichts zu tun.
Im Gegenteil man bezweifelt das ich "Lärm" einer Maschine nicht mehr Warnsignal hören würde. Z.B. Rückfahrwarner eines LkW´s.
@Markus
nun kommen wir der Sache schon näher.
Ich leide aber nicht an einer Lärmschwerhörigkeit, sondern an einer von Kindheit an. Das könnte ein Verfahrensproblem werden.
Das Hörluchs ist als Persönliche Schutzausrüstung (PSA) bekannt.
Mit Herrn Meyer von Hörluchs hatte ich bereits Kontakt
Ich könnte auf der Arbeit das Hörluchs tragen, damit mein Resthörvermögen nicht geschädigt wird, dass ist eine gute Idee.
Hast Du auch das spezielle Ohrpassstück mit Filter?
Am Besten gibst Du mir mal deine Mailaddy dann schreibe ich dir "mehr".
Gruß Pikacht
↑  ↓

#11 08.04.2012, 00:26
Sandra
Gast


Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
Zitat von pikacht:
@Sandra danke für deinen Bericht.
Nein mit den Maschine "führen" hat es nichts zu tun.
Im Gegenteil man bezweifelt das ich "Lärm" einer Maschine nicht mehr Warnsignal hören würde. Z.B. Rückfahrwarner eines LkW´s.

@Pikacht: Das ist es, was ich auch meinte, hat doch ggf. indirekt mit maschinelle Geräte oder auch Dienstfahrzeuge zu tun. Ihm wurde auch gesagt, wenn was passiert oder irgendwelche unregelmässigkeiten nicht bemerkt .... dazu gehört auch Warnsignale!!! Es hat eher was mit Hören zu tun, da man im Falle des Falles dies und jenes nicht hört.

Gruss
Sandra
↑  ↓

#12 08.04.2012, 16:33
markus38 Abwesend
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Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
Zitat von pikacht:
@Sandra danke für deinen Bericht.
Nein mit den Maschine "führen" hat es nichts zu tun.
Im Gegenteil man bezweifelt das ich "Lärm" einer Maschine nicht mehr Warnsignal hören würde. Z.B. Rückfahrwarner eines LkW´s.
@Markus
nun kommen wir der Sache schon näher.
Ich leide aber nicht an einer Lärmschwerhörigkeit, sondern an einer von Kindheit an. Das könnte ein Verfahrensproblem werden.
Das Hörluchs ist als Persönliche Schutzausrüstung (PSA) bekannt.
Mit Herrn Meyer von Hörluchs hatte ich bereits Kontakt
Ich könnte auf der Arbeit das Hörluchs tragen, damit mein Resthörvermögen nicht geschädigt wird, dass ist eine gute Idee.
Hast Du auch das spezielle Ohrpassstück mit Filter?
Am Besten gibst Du mir mal deine Mailaddy dann schreibe ich dir "mehr".
Gruß Pikacht
ja ich bekomme das Ohrpasstück mit Filter ,da ich nach über einem Jahr Kampf bei der Bg nun vor 14 Tagen doch endlich die Geräte bekomme .
mit Herrn Mayer habe ich auch schon persönlich gesprochen, sein Ohrpasstück kann man auch mit anderen Geräten verwenden die mit Schläuchen verbindung zum Passtück herstellen ,nur der Nachteil man hat dann halt keine Zulassung am Lärmarbeitsplatz diese Geräte eingeschalten zu lassen.
Definitiv schützt das Passtück vor Schäden durch Lärm und es dichtet auch noch sehr gut ab .
beidseitige Lärmschwerhörigkeit . anerkannt als Berufskrankheit.

beidseitig versorgt mit Hörgeräten AS Hörluchs ICP DUO mit ICP HAWEI Dämmplastik und offenen Schirmchen
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#13 09.04.2012, 15:19
Jürgen62 Abwesend
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Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
Hallo pickacht,

das ist übel mit deinem Arbeitgeber. Frag doch mal deinen Anwalt. Hier sollte ein Verfahren wegen Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz Erfolg haben. Du darfst eindeutig nicht wegen deiner Behinderung benachteiligt werden, was hier ja eindeutig geschieht. Übrigens ist dein Arbeitgeber laut AGG sogar verpflichtet seine Mitarbeiter über die Unzulässigkeit solcher Benachteiligungen zu informieren, sprich zu belehren. Hier kannst du wegen der Diskriminierung sogar noch weitergehende Ansprüche geltend machen.Lass dich nicht unterkriegen.

Alles Gute Jürgen
beidseitig hochgradig schwerhörig - Lärmschwerhörigkeit
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#14 10.04.2012, 16:18
pikacht Abwesend
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Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
Hallo Jürgen,
danke für die Hinweise.
Ich habe sie mir bei Wikipedia durchgelesen.
Ich bräuchte neben einen Fachanwalt für Arbeitsrecht auch einen
Fachanwalt für Sozialrecht.
Ich habe meinen RA mal darauf hingewiesen .
Gruß Pikacht
P.S. gibt es hier immer noch keinen von Kindheit an Schwerhörigen der auf dem Bau arbeitet,oder gearbeitet hat?
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#15 15.04.2012, 18:15
cooper Abwesend
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Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
Hallo Pikacht,

ne ziemlich miese Nummer, die dein Brötchengeber da mit dir durchziehen will. Meine Meinung: Ab zum Anwalt! Aus deinem letzten Posting sehe ich, dass du offenbar schon einen hast. Ich hoffe nur, wass er etwas taugt und deinem Arbeitgeber schon die passenden Takte geschrieben hat -- von wegen Annahmeverzug und Eilverfahren beim Arbeitsgericht, dass der Lohn weiterzuzahlen ist (einstweilige Anordnung).

Ansonsten ab zu den Fachanwälten. Letztlich wirst du nicht verhindern können, dass du einen neuen Job brauchst (glaube kaum, dass sich das wieder kitten lässt), aber diese "Form" der Kündigung dürfte deinen Arbeitgeber verdammt teuer zu stehen kommen. Und in der zwischenzeit bekommst du deinen Lohn für's daheim sitzen. Nicht schön, aber wenigstens etwas.

Viele Grüße, Mirko
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#16 19.04.2012, 21:29
pikacht Abwesend
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Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
Hallo Cooper,
genauso sehe ich das auch. Das Arbeitsverhältnis ist nicht mehr zu "kitten".Schade ist nur, dass so viel für die Schwerbehinderten zur Verfügung steht mit:
1)Fürsorgestelle (kann sowieso nichts ausrichten!Inkompetent)
2)Schwerbehindertenstelle ( wenden Sie sich an einen RA!)
3)Integrationsamt ( hatte ich noch nicht mit zu tun/stimmen der Kündigung zu )
4)Integrationsfachdienst ( völlig überfordert)
5)Antidiskrimminierungsstelle (wenden Sie sich an einen RA)
6)Gesetze wie das AGG ( ist das überhaupt anwendbar?)
7)Rechtanwälte für Sozialrecht (s.o)
8)Rechtanwälte für Arbeitsrecht(OK der hilft Dir das Arbeitsverhältnis zu beenden kostet aber eine Stange Geld also Versicherung abschliessen!)
9)habe ich noch etwas vergessen? Helpless
Und das Ende vom "Lied" ist keiner kann Dir helfen!
In diesem Sinne verbleibe ich und melde mich wenn es zu "Ende" ist.
Gruß Pikacht
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#17 26.06.2012, 20:29
pikacht Abwesend
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Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
So nun melde ich mich noch mal zur Situation:
Ich bin weiterhin ohne Bezahlung freigestellt.
Bekomme nun ALG 1 auf Gleichwohlgewährung(wenn ich den Prozess gewinne bekommt das Amt das ALG 1 zurück vom AG und die Differenz dazu ist meins)
Das heisst ich sitze nun zu Hause, kann mich nicht richtig bewerben, weil ich nicht gekündigt bin. Ich könnte woanders anfangen, wenn ich selber kündige , dann verliere ich aber Ansprüche aus 26 Jahren!
Da ich nun mein Erspartes fast aufgebraucht habe, gibt es nun gleichzeitig zur Lohnklage einen Antrag auf "einstweilige Verfügung" wegen finanzieller Probleme (Hausraten).
Im August ist erst Kammertermin, da die Güteverhandlung im Juni nichts gebracht hat. So sieht das "deutsche Recht" aus.
Hilfe bekommt man als Schwerbehinderter von NIEMANDEN!
Ich werde mich melden, wenn der Kammertermin gewesen ist.
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen, daß Ihr bessere AG habt.
Pikacht
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#18 26.06.2012, 23:39
cooper Abwesend
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Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
Das mit dem Recht haben und es auch bekommen ist leider nicht so einfach.

Was mich aber grad wundert: Wieso würdest du bei einem Arbeitgeberwechsel Ansprüche aus 26 Jahren verlieren? Welche wären das?

Viele Grüße, Mirko
↑  ↓

#19 05.09.2012, 21:15
pikacht Abwesend
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Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
So nun war die Verhandlung!
Der Richter meinte ich habe das Indiz meines AG nicht genug erschüttert.
(mein Chef sagt ich sei gesundheitlich (hören) nicht in der Lage meinen Beruf auszuüben).
Es ist nun meine Aufgabe ein Attest beizubringen (auch nach 26 Jahren als Behinderter im Betrieb) und nachzuweisen, dass ich gesundheitlich in der Lage bin meinen Beruf auszuüben.
Diese Hausaufgabe hat der Richter mir nun mitgegeben.
Nun wollen wir mal schauen wie das weiter geht.
Gruß pikacht
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#20 13.09.2014, 23:04
pikacht Abwesend
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Betreff: Re: Probleme mit Arbeitgeber
Hallo zusammen,
wen es interessiert der kann weiter lesen Happy
Meinen Job bin ich nun nach über 29 Jahren los.
Mein Arbeitsentgelt der letzten Jahre ist nachgezahlt worden.
Auch in der noch laufenden Kündigungsfrist erhalte ich weiterhin jeden Monat meinen Lohn.
Das "Kämpfen" hat sich gelohnt, hat aber Kraft gekostet.
Da sich die ganze Sache nun fast 3 Jahre hingezogen hat ist im Geldbeutel auch nicht mehr viel "hängen" geblieben, denn ich habe ja von einigen Institutionen Geld bekommen, welches nun vom AG zurückgezahlt wurde.
Damit hat sich das Brutto in diesem Jahr so aufgebauscht, dass der Fiskus sich ins Fäustchen lacht Disappointed
In diesem Sinne stimme ich meinem Vorschreiber zu:
"Recht haben und Recht bekommen" ist nicht immer so einfach.
Nun muss ich mal schauen was die Zukunft so bringt.
Lasst Euch nicht unterkriegen!
LG Pikacht
↑  ↓

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