#1 25.06.2012, 09:59
MaMuHeFi Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 24.02.2012
Beiträge: 11


Betreff: Rehabilitationsantrag abgelehnt
Hallo ihr Lieben.

Nach nun fast 30 Jahren Leben mit SH musste ich mir eingestehen, dass ich mit meiner psychisch Stabilität mittlerweile ganz schön am Limit bin.

Ich konnte mir meine "Burnout-Symptome" zuerst garnicht erklären, da meine SH mein ganzes Leben keine Rolle gespielt hat, was aber hätte sollen.

Berichte über Hörstress und Kommunikationsschwierigkeiten aufgrund von SH, sowie Erschöpfungssyndromen aufgrunddessen haben mich dann auf die richtige Spur gebracht.

Ich habe dann einen Antrag für eine Reha in einer Spezialklinik gestellt. Akustiker und HNO haben davon noch nie was gehört gehabt.
Nun ist dieser Antrag abgelehnt worden. Disappointed

Begründung: "Für die vorliegende Gesundheitsstörung ist eine Fortsetzung der ambulanten fachärztlichen Behandlung erforderlich"

Kann ich nicht nachvollziehen. Ich bin hörgerättechnisch gut ausgerüstet. Ein HNO kann mir in dem Fall nicht weiterhelfen. Wahrscheinlich meinen die einen Psychater? Ich finde
keinen mit Erfahrung auf dem Gebiet der SH in meinem Umfeld. Außerdem stopfen die einen schnell mit Antidepressiva voll, das will ich nicht.

Heißt das jetzt dass ich erst noch nen Psychater aufsuchen muss mich am besten noch mehrere Wochen krank schreibenlassen muss, damit die einsehen dass eine Reha sinnvoll ist?

Wie kann ich jetzt weiter vorgehen um Einspruch einzulegen?


Vielen Dank.

LG,
MaMuHeFi
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#2 26.06.2012, 21:01
pikacht Abwesend
Mitglied
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Beiträge: 72


Betreff: Re: Rehabilitationsantrag abgelehnt
Hallo MaMuHeFi,
da bist Du nicht der/die einzige.
Mein Rehaantrag wurde aus den gleichen Gründen abgelehnt.
Ich möchte gerne nach Bad Berleburg, und Du?
Und das obwohl ich es schriftlich habe, dass mein AG mich wegen meiner Hörbehinderung nicht weiter einsetzen will.
Ich klage zur Zeit mit dem VDK gegen den Bescheid vor dem SG.
Ausserdem bin ich zum zum Psychiater gegangen.
Du musst aber einen "guten" finden, den das sind Spezies.
Einer hat mir nun eine Bescheinigung geschrieben, das er ein med. Reha befürwortet. Ich werde diese nun einreichen mit den Befunden des HNO und des Hausarztes.
Einspruch kannst du ja erst mal einlegen, mit der Begründung:
Eine ambulante fachärzliche Behandlung durch meinen HNO ist nicht möglich. Ob Du dann gegen einen ablehnenden Bescheid klagen willst , kannst Du dann immer noch entscheiden.
Gruß Pikacht
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#3 26.06.2012, 21:33
albi Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 25.06.2012
Beiträge: 13


Betreff: Re: Rehabilitationsantrag abgelehnt
Hi wichtig wäre meiner Meinung nach ersteinmal einen formlosen WIDERSPRUCH einlegen um die FRist von 4 Wochen zuwahren mit dem Hinweis das zeitnah eine Begründung nachgereicht wird.
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#4 27.06.2012, 10:39
MaMuHeFi Abwesend
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Dabei seit: 24.02.2012
Beiträge: 11


Betreff: Re: Rehabilitationsantrag abgelehnt
Ich danke euch. So werde ich es erstmal machen. Formlos Widerspruch einlegen und dann Gründe nachreichen, wobei mir das ohne Erfahrung sehr schwer fallen wird.

Ich werde mich nochmal mit der gewünschten Klinik in Verbindung setzen (habe mir auch Bad Berlebrg ausgesucht). Die konnten mir bis jetzt noch die meisten Infos geben und haben sich auch schnell und ausführlich gemeldet.

Meinen HNO werde ich auch nochmal aufsuchen. Wobei ich den sehr schlecht finde. Da wird man in 5 min durchgeschleust, wenn man nicht seine Diagnose mitbgringt macht der garnichts. Von SH hat er nicht viel Ahnung. Mein Akustiker konnte mir auch keine Hilfe geben bezüglich psychischer Hilfe/Beratung.
Der IfD hat mir garnicht erst auf meine email geantwortet.

Das ist alles sehr frustrierend. Beim Schwerbehindertenausweis hat es gewirkt. Ich hatte zwar formlos Widerspruch eingereicht, aber dann aufgegeben.
Ich überlege mir extra einen Termin bei meinem alten HNO zu holen, auch wenn der 300km weit entfernt sitzt, der hat Ahnung von SH und nimmt sich Zeit.
Auch werde ich mich nochmal mit dem Schwerbehindertenbeauftragten meines AG in Verbindung setzen. Mache mir da aber auch nicht allzugroße Hoffnungen.
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#5 25.09.2012, 14:01
schlaumeier Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 24.11.2011
Beiträge: 33


Betreff: Re: Rehabilitationsantrag abgelehnt
Hallo MaMuHeFi,
habe Deinen Beitrag hier im Forum gelesen.
Mir geht es genauso, wie Dir. Im letztem Jahr musste ich feststellen, wie schwer es mir fällt, Arbeiten so zu verrichten, wie man mir es erklärt hat.
Durch meine Schwerhörigkeit, muss ich mich sehr konzentrieren, alles zu verstehen. Ich bin seit Kindheit hochgradig SH. Mit zunehmenden Alter wird es immer schwieriger. Auch meine Sorge ist das kommunizieren. Ich bin zur Zeit auch sehr erschöpft. Habe bei DRV Erwerbsminderung beantragt, diese wurde abgelehnt. Daraufhin Widerspruch eingelegt, dass ist immer sehr wichtig, vor allen Dingen Fristen einhalten. Bin dann zum Hausarzt, er hat mich dann zum Psychologen überwiesen (bescheinigt wurde eine Arbeitsunfähigkeit). Dann VdK eingeschaltet, dass hat was gebracht. Gehe am 09.10 in die Reha. Kann mir aber bis heute nicht vorstellen, dass man dann wieder Arbeitsfähig wird. Die Ängste kann ich nicht mehr abbauen, denn das wir wieder gut hören werden, dass wird auch mit einem CI nie mehr möglich sein. Wie geht es Dir zurzeit und hast Du mittlerweile Erfolg gehabt?
Helga Fricke
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#6 25.09.2012, 20:58
Coralie Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.12.2009
Beiträge: 331


Betreff: Re: Rehabilitationsantrag abgelehnt
Schade, dass Deine Meinung zum CI so negativ ist....mein Hörstreß hat sich massiv dank CI gemindert und ich kann meinen kommunikativen Beruf recht problemlos ausüben, ich empfehle sich da gut zu erkundigen. Klar weiß auch ich, dass das nicht bei jedem klappt, aber mir war es den Versuch wert!
CI einseitig, andere Seite mit Hörgerät versorgt bei an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit.
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