#1 25.09.2013, 14:32
Dabei seit: 25.09.2013
Beiträge: 2


Betreff: Hörgeräte abgelehnt von der Krankenkasse?
Hallo liebes Forum,

Ich hoffe ich bin bei euch an der richtigen Adresse. Ich bin Auszubildener bei der Zeitschrift "Auf einen Blick" in Hamburg (kennen vllt. einige, ist die größte wöchentliche Programmzeitschrift mit knapp 3 mio. Lesern) und bin auf der Suche nach Leuten, denen ein Hörgerät von der Krankenkasse abgelehnt wurde. Es wäre wirklich super wenn jemand bereit wäre mir in dem Zuge kurz per pn seine Geschichte dann evtl. zu schildern und sich bereitstellen würde in der Zeitschrift dargestellt zu werden. Ihr würdet mir wirklich eine Hilfe sein. Wenn sich jemand zur Verfügung stellen würde, würde derjenige natürlich nicht alleine auf einer Seite dargestellt werden. Es geht allgemein um Fälle wo sich die Krankenkasse quer stellte. "Hörgerät abgelehnt" ist dabei ein Thema von dreien.

Edit: Um es nochmal klar zu formulieren. Ich suche jemanden, der sich ungerecht von der Krankenkasse behandelt fühlt und eventuell schon juristische Schritte eingeleitet hat. Ob nun ein Hörgerät komplett abgelehnt wurde oder es lediglich an einer Zuzahlung fehlt ist in erster Linie egal. Hauptsache es ist ein Fall wo man sich "so richtig über die Krankenkasse aufregen kann". Wird veröffentlicht in dem Konsens, dass die Kassen Millionen an Überschuss produzieren aber trotz allem Leistungen an ihre Mitglieder verwehrt bleiben.

Sobald sich jemand bereit stellt, wäre es entt wenn derjenige mir entweder hier per pn oder gerne auch am Telefon seine Geschichte erzählt und dann eventuell auch bereit wäre ein Foto zu stellen oder sich fotografieren zu lassen. (Fotograf würde in der Nähe gesucht werden und kommt direkt zu einem nach Hause ohne Kosten für denjenigen).

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen Smiling

LG

Philipp Petersen
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 25.09.2013, 14:55 von Auf einen Blick Petersen. ↑  ↓

#2 25.09.2013, 15:04
Juli_Clueless Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 17.07.2013
Beiträge: 5


Betreff: Re: Hörgeräte abgelehnt von der Krankenkasse?
Ist das nicht ein wenig verwerflich nur eine Seite zu zeigen? Es gibt sicher ein paar Fälle in denen das nicht gut geklappt hat. Es gibt aber auch sicher mehr als das doppelte an Fällen, in denen alles super geklappt hat. Was möchte die Zeitschrift damit erreichen? Möchte sie einfach nur die Krankenkassen schlecht darstellen (anhand von einer Hand voll Menschen, bei denen es nicht geklappt hat) oder möchte sie andere Menschen aufklären, auf was man unbedingt achten sollte, welche Tipps und Tricks es gibt etc (also wirklich Dinge, die weiterhelfen)?
Julien
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#3 25.09.2013, 15:06
Betreff: Re: Hörgeräte abgelehnt von der Krankenkasse?
Hallo, Phlipp, bei mir wurde vor 5 Jahren der darüber hinausgehende Betrag über Festbetrag verweigert, Dabei wäre das gar nicht vo viel gewesen. Der Med. Dienst der KK war der Ansicht, für meine SH wäre ein Festbetragsgerät ausreichend gewsen. Keine blasse Ahnung haben aber solche Töne spucken!
Ich habe mir dann eine andere KK gesucht und auch schnell eine gefunden, die wie mir scheint, in vielen Dingen großzügiger zu sein scheint. Wie es aber im Fall der Hörgeräte sein wird, wird sich nächstes Jahr zeigen.
Gruß Hilde
↑  ↓

#4 25.09.2013, 15:38
Juli_Clueless Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 17.07.2013
Beiträge: 5


Betreff: Re: Hörgeräte abgelehnt von der Krankenkasse?
Ist das nicht ein wenig verwerflich nur eine Seite zu zeigen? Es gibt sicher ein paar Fälle in denen das nicht gut geklappt hat. Es gibt aber auch sicher mehr als das doppelte an Fällen, in denen alles super geklappt hat. Was möchte die Zeitschrift damit erreichen? Möchte sie einfach nur die Krankenkassen schlecht darstellen (anhand von einer Hand voll Menschen, bei denen es nicht geklappt hat) oder möchte sie andere Menschen aufklären, auf was man unbedingt achten sollte, welche Tipps und Tricks es gibt etc (also wirklich Dinge, die weiterhelfen)?
Julien
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#5 25.09.2013, 16:34
Dabei seit: 25.09.2013
Beiträge: 2


Betreff: Re: Hörgeräte abgelehnt von der Krankenkasse?
Vielen Dank für eure Mühe, es wurde mittlerweile jemand über den Sozialverband VdK gefunde und wir werden uns natürlich Mühe geben nicht nur eine Seite zu beleuchten, sondern vor allem z.B. mit dem VdK gemeinsam Hilfen und Tipps zu geben!
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#6 25.09.2013, 19:26
Uli R. Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.04.2006
Beiträge: 383


Betreff: Re: Hörgeräte abgelehnt von der Krankenkasse?
Was soll denn daran verwerflich sein? Es ist doch gerade umgekehrt : Den meisten Antragstellern wird abgelehnt.
Abgelehnt mit Unterstützung von MDK Gutachten die das Papier nicht wert sind.
Ich finde es gut und richtig, dass man sich der Sache annimmt und es in die Öffentlichkeit bringt.
Ein hörbehindertes Kind das mit guten Hörgeräten ausgestattet wird hat bessere Möglichkeit eine gute Schul- und Berufsausbildung zu bekommen. Ein mit guten HGs ausgestatteter Arbeitnehmer kann sich besser in der Arbeitswelt behaupten. Beides ergibt dann Einzahler in unser Sozialsystem. Die KK schneiden sich durch diese Ablehnungen ins eigene Fleisch.
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#7 30.09.2013, 12:37
arndie
Gast


Betreff: Re: Hörgeräte abgelehnt von der Krankenkasse?
Die Formulierung"Hauptsache es ist ein Fall, wo man sich so richtig über die Krankenkassen aufregen kann" macht mich wütend. Das ist typisch für Journalisten denen es nur darum geht, Emotionen hoch zu kochen und nicht um sachliche Information. Aus eigener Erahrung kann ich nur Gutes über meine Krankenkasse (hkk) berichten. Zwei Tage nachdem ich den Antrag auf Bewilligung von zwei Hörgeräten gestellt hatte, war der positive Bescheid im Haus. Also nicht aufbauschen, wenn in dem einen oder anderen Fall ein Antrag abgelehnt wird. Das Recht zur Prüfung von Leistungsanträgen haben die Krankenkassen !
Freundliche Grüße
Arndie
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#8 30.09.2013, 16:38
Uli R. Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.04.2006
Beiträge: 383


Betreff: Re: Hörgeräte abgelehnt von der Krankenkasse?
arndie, du lebst in einer anderen Welt. Du hattest Glück, dass es bei dir so glatt ablief, aber die Mehrheit der HG-Träger hat das nicht. Die KK lehnen unter fadenscheinigen Gründen ab. Und das bei der Mehrheit der Antragsteller.
Ich finde es gut und richtig, dass man das mal veröffentlicht.
Es darf nicht sein, dass man nur durch Glück zum ausreichenden HG kommt.
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#9 01.10.2013, 08:53
asterix79 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 05.09.2011
Beiträge: 153


Betreff: Re: Hörgeräte abgelehnt von der Krankenkasse?
Hallo Ihr lieben,

lasst das ganze mal nicht so hoch kochen! Ich denke man muß hier ganz klar zwischen zwei unterschiedlichen Szenarien unterscheiden:

1: "normaler" Antrag auf den HG-Kassenpreis.

2: Antrag auf erhöhte / komplette Kostenübernahme.

Bei 1 habe ich eigentlich noch nie Probleme erlebt solange die Indikation gemäß den Heil- und Hilfsmittelrichtlinien eingehalten wird.

Bei 2 werden sich die meisten Kassen immer versuchen erstmal zu "drücken".

Da es sich meiner Erfahrung nach bei den meisten, hier im Forum behandelten / diskutierten Fällen um die Kat. 2 handelt ist die "massive Häufung" von Ablehnungen nicht verwunderlich.

Daher bitte immer mal schön den Ball flach halten und erst schauen was genau wurde in welchem Fall abgelehnt und was wurde genehmigt.
Auch ich bin gesetzlich versichert und möchte nicht das einfach jeder alles so genehmigt bekommt ohne das es geprüft wird. Andererseits habe ich auch Verständnis für die die sich aufregen weil ihnen etwas nicht genehmigt wird obwohl es ihnen nach den rechtlichen Voraussetzungen zusteht.

jump just my 2 Cents.
Asterix79, HG-Akustik-Meister, Augenoptiker
Ich tue Recht und scheue keinen Feind. (aus "Wilhelm Tell", Friedrich Schiller)
Im Krieg wird kein zweiter Preis vergeben. (Omar N. Bradley)
↑  ↓

#10 02.10.2013, 10:51
arndie Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 30.09.2013
Beiträge: 16


Betreff: Re: Hörgeräte abgelehnt von der Krankenkasse?
Hallo Asterix79,
vielen Dank für Deinen sachlichen Kommentar. Du hast Recht.
Viele Grüße
Arndie
Mittelgradige Alterschwerhörigkeit beidseitig
↑  ↓

#11 02.10.2013, 11:27
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.624


Betreff: Re: Hörgeräte abgelehnt von der Krankenkasse?
Finde den Fehler:


Zitat von arndie:
Hallo Asterix79,
vielen Dank für Deinen sachlichen Kommentar. Du hast Recht.

Zitat von Asterix79:
Bei 2 werden sich die meisten Kassen immer versuchen erstmal zu "drücken".


Zitat von Asterix79:
Auch ich bin gesetzlich versichert und möchte nicht das einfach jeder alles so genehmigt bekommt ohne das es geprüft wird.


Lösungshinweis:

Zitat von Uli R.:
Was soll denn daran verwerflich sein? Es ist doch gerade umgekehrt : Den meisten Antragstellern wird abgelehnt.
Abgelehnt mit Unterstützung von MDK Gutachten die das Papier nicht wert sind.


Weiterer Lösungshinweis:

Ueberlege zunächst, ob prüfen äquivalent ist mit ablehnen (I). Als nächstes überprüfe, wie überprüft wird.


Erweiterte Fragestellung mit Zusatzpunkten:

1. Kann man durch ein bestimmtes Prüfverfahren errreichen, dass (I) erfüllt wird?

2. a) Ist im Falle des Zutreffens von Punkt 1 die Bezeichnung "Pfüfverfahren" gerechtfertigt?

b) Wenn nein, welche Bezeichnung wäre dann angemessen?
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
↑  ↓

#12 13.11.2013, 11:52
wiebke24
Gast


Betreff: Re: Hörgeräte abgelehnt von der Krankenkasse?
Die gesetzlichen Krankenkassen sind auch das allerletzte....Sie siand auf dem absoluten Sparkurs obwohl sie in Millarden Überschüssen schwimmen....Mein Freund hat sein Högerat auch erst nach dem 5 Widerspruch die Kosten voll übernommen bekommen
↑  ↓

#13 08.03.2014, 11:42
Wolfi-IN Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 08.03.2014
Beiträge: 1


Betreff: Re: Hörgeräte abgelehnt von der Krankenkasse?
Zitat von asterix79:
Hallo Ihr lieben,

lasst das ganze mal nicht so hoch kochen! Ich denke man muß hier ganz klar zwischen zwei unterschiedlichen Szenarien unterscheiden:

1: "normaler" Antrag auf den HG-Kassenpreis.

2: Antrag auf erhöhte / komplette Kostenübernahme.

Bei 1 habe ich eigentlich noch nie Probleme erlebt solange die Indikation gemäß den Heil- und Hilfsmittelrichtlinien eingehalten wird.

Bei 2 werden sich die meisten Kassen immer versuchen erstmal zu "drücken".

Da es sich meiner Erfahrung nach bei den meisten, hier im Forum behandelten / diskutierten Fällen um die Kat. 2 handelt ist die "massive Häufung" von Ablehnungen nicht verwunderlich.

Daher bitte immer mal schön den Ball flach halten und erst schauen was genau wurde in welchem Fall abgelehnt und was wurde genehmigt.
Auch ich bin gesetzlich versichert und möchte nicht das einfach jeder alles so genehmigt bekommt ohne das es geprüft wird. Andererseits habe ich auch Verständnis für die die sich aufregen weil ihnen etwas nicht genehmigt wird obwohl es ihnen nach den rechtlichen Voraussetzungen zusteht.

jump just my 2 Cents.


1: "normaler" Antrag auf den HG-Kassenpreis.

Diesen Antrag hat mein Akustiker bei der Gesundheitskasse ganz normal gestellt und er wurde mit einem meiner Meinung nach zynischem Schreiben von meiner BKK abgelehnt inklusive Rechtsbehelfsbelehrung.

Meine Daten:
- Ohrenärztliche Verordnung zur Bi-CROS-Versorgung liegt vor.
- ISO-Wert rechtsseitig 103,75dB (seit Geburt).
- ISO-Wert linksseitig 35dB (altersbedingt).

Vom Akustiker angepasstes System:
Es wurde ein Phonak Bi-CROS System Bolero Q50-M13 (links) mit CROS H2O (rechts) angepasst. Ich hatte das System mehrere Wochen getestet und war damit absolut zufrieden. Ich hätte auch gern die Zuzahlung geleistet, welche über 1500 Euro gelegen hätte.

Als Kassengerät wurde mir ein drahtgebundenes Bi-CROS-System angeboten. Das System ist unter Akustikerkreisen als sogenannte "Affenschaukel" bekannt, wie ich später erfahren habe. Ich hätte mich schämen müssen, dieses Gerät in der Öffentlichkeit zu tragen. Stand der Technik sieht meiner Meinung nach anders aus. Im Einvernehmen mit dem Akustiker habe ich mich gegen dieses System entschieden und die entsprechende Vorlage unterschrieben. Das hätte ich wohl nicht tun sollen...

Begründung für die Ablehnung von der BKK nach Einschaltung eines sogenannten Fachgutachters (Kurzfassung des 2-seitigen Schreibens mit meinen Worten):
1.
Ich hätte eine aufzahlungsfreie Hörgeräteversorgung 10 Tage lang testen müssen und habe dies nicht gewünscht.
2.
Es fehlen Unterlagen: Prüfbögen und Vertragsleistungserklärung.
3.
Die Beurteilung kann nicht erfolgen, eine Kostenübernahme ist nicht möglich.

Es werden also nicht einmal die Festbeträge übernommen. Da ich rechts fast taub bin, werde ich noch zusätzlich bestraft. Hier beträgt der Festpreis für den CROS-Sender nur 150 Euro, weil das ja nur ein Sender und kein vollwertiges Hörgerät ist. Das eigentliche Hörgerät wäre dann normal mit über 700 Euro bezuschusst worden.

Ich habe mich über das Vorgehen der Krankenkasse dermaßen geärgert, dass ich die Behandlung sofort abgebrochen habe. Ich habe es mit 62 nicht nötig, als Bettler und Bittsteller bei der Krankenkasse aufzutreten. Ich bin seit Geburt so zurecht gekommen und werde das wohl auch noch ein paar Jahre so lassen müssen.

Wenn es jemand näher interessiert, dann gerne per PM oder Mail.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 08.03.2014, 12:34 von Wolfi-IN. ↑  ↓

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