#1 01.02.2014, 17:34
Zappenduster Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 25.05.2013
Beiträge: 126


Betreff: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Hallo,
wahrscheinlich ging meine Frage in meinem langen Hörgeräte-Fred unter, deshalb stelle ich sie mal gesondert:

Ich hab eine Audiometrie und einen Sprachverständnistest (über Kopfhörer Einsilber und Zahlen sowie über Lautsprecher Einsilber bei Hintergrundrauschen) machen lassen und bekam eine Verordnung für Hörgeräte beidseitig. Der HNO hat aber gemeint, dass ich möglicherweise mit diesem Hörverlust mit Hörgeräten nicht besser höre als ohne und dann zahlt die Krankenkasse auch keine Versorgung. Oder dass ich nur links ein Hörgerät bekomme.

Das Diagramm hab ich mal angehängt, weil ich es trotz googlen nicht so ganz identifizieren kann:

Weber "links" kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn ich hatte den Ton der Stimmgabel in der Mitte wahrgenommen.

Rinne "positiv" bedeutet wohl, dass ich keine Schall-Leitungsstörung habe.

Die beiden Kurven in den oberen Diagrammen sind die Hörschwellen bei unterschiedlichen Frequenzen. Aber was bedeutet die grüne Linie in den oberen beiden Diagrammen? Und was bedeuten die kurzen Zickzacklinien?

Was die beiden unteren Diagramme bedeuten, weiß ich überhaupt nicht.

Kann mir das jemand erklären?

Miniaturansichten angehängter Bilder:
Audio_komp.jpeg
Dateityp: Dateityp-Informationen zu: jpeg jpeg
Downloads: 1363
Dateigröße: 91,84 KB
Bildgröße: 911 x 768 Pixel
Audio_komp.jpeg


Gruß Nicole
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 01.02.2014, 17:39 von Zappenduster. ↑  ↓

#2 01.02.2014, 18:50
tschilly Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.03.2013
Beiträge: 260


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Hallo Nicole :-)

ich erkläre Dir mal kurz Deine Sprachaudiogramme.

Ich fang mit dem rechten Bild an (das ist das Audiogramm für Dein rechtes Ohr). Das ganz linke Rechteck lass ich mal außen vor.

Der 1.rote Punkt zeigt an, dass die Worte bzw. Zahlen mit 65 Dezibel (das siehst Du auf der rechten nach oben verlaufenden Skala....das sind die Dezibelzahlen...also die Angaben, wie laut die Ausgangswerte sind) aus dem Lautsprecher kamen und Du dort 90% (das siehst Du auf der oberen von links anch rechts verlaufenden Skala) der Zahlen bzw. Worte verstanden hast.
Das ist schon sehr gut, denn die normale Lautsprache befindet sich zwischen 60 und 65 Dezibel.
Der zweite rote Punkt, der am Ende der Linie ist, der befindet sich auf 80 Dezibel und da hast Du 100% verstanden.
Da ist ja unterhalb des 2.roten Punktes nochmal ein Punkt.
Der sagt eigentlich nur aus, dass Du auch bei 100 Dezibel 100% verstanden hast.

Links ist es genau das gleiche.
Da hast Du bei 65 Dezibel 70% verstanden und bei 80 Dezibel 90%.
Bei 100 Dezibel hast Du 100% verstanden.

Was bei Deinem Tonaudiogramm (die obere Abbildung) das grün eingezeichntete meint, das weiß ich nicht.
Das mit den Pfeilen zeigt (meines Wissens nach) die Knochenleitung an.
Da hattest Du einen rechteckigen kleinen Kasten hinter Dein Ohr gesetzt bekommen und darüber wurden Töne gesendet.

Verstehst Du Deine "normale" Hörkurve oder kann ich Dir da auch was erklären?

Lieben Gruß
Kim
Trage bilateral Naida Q70 CI von Advanced Bionics - CCIC Tübingen -
Deutsche Gebärdensprache und Lautsprache vorhanden
↑  ↓

#3 01.02.2014, 19:18
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.624


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Hallo Zappenduster,

die Zickzack-Linie würde im Normalfall die Vertäubung des Gegenohres anzeigen, wobei die eingetragenen Werte für mich so keinen Sinn ergeben; es scheint also etwas anderes markiert worden zu sein - wenn überhaupt.

Die grüne Kurve könnte die Unbehaglichkeitsschwellen darstellen. Diese sind ziemlich niedrig. Hast Du Probleme mit der Akzeptanz von etwas lauteren bzw. z.T. schon moderaten (ja teilweise sogar eher leisen) Geräuschen?

Der Verlauf des Reintonaudiogramms ist nicht ganz alltäglich. Hat denn die Hörfähigkeit plötzlich nachgelassen?

Das Sprachverstehen dünkt mich insbesondere rechts relativ gut, links ebenfalls nicht schlecht.

Dies vorerst. Mehr schreibe ich dann, wenn Du geantwortet hast.


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
↑  ↓

#4 01.02.2014, 19:37
Zappenduster Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 25.05.2013
Beiträge: 126


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Hallo Kim,
vielen dank für Deine Auswertung.

Was das Tonaudiogramm betrifft: laut Wikipedia ist die horizontale Achse die Frequenz in kHz, die vertikale Achse ist in dB. Richtig? 0 dB bedeutet normalhörend? Was bedeutet es, wenn der Messwert für 0,125 kHz bei 30dB liegt? Dass ich 30dB mehr benötige, als Normalhörende, um einen Ton mit 0,125 kHz wahrzunehmen?



Hallo fast-foot,
die Unbehaglichkeitsschwelle wurde auch getestet und die Töne haben mich schon sehr schnell in akuten Stress versetzt, das könnte also tatsächlich die grüne Kurve sein. Selbst leise Alltagsgeräusche nerven mich sehr. Im Gegenzug verstehe ich Gesprochenes bei Hintergrundgeräuschen schlecht, verstehe meist nur Vokale, Konsonanten muss ich meist raten.

Laut Sprachverständnistest verstehe ich Sprache aber gar nicht mal so schlecht und im mittleren Frequenzbereich, in der Sprache meist vorkommt, ist meine Hörschwelle recht gut, oder? Steht das nicht im Widerspruch zu einer Hörgeräte-Verordnung?

Meinen Hörschaden führt man auf eine Meningitis purulenta im Kleinkindalter zurück. Ich höre also schon immer so, aber nicht schlecht genug, dass mir bisher Hörgeräte helfen konnten, hier die nähere Erklärung: http://www.schwerhoerigenforum.de/...ppenduster
Gruß Nicole
↑  ↓

#5 01.02.2014, 19:53
tschilly Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.03.2013
Beiträge: 260


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Hallo Nicole,

Normalhörende hören zwischen 10 und 20...manchmal auch 25 Dezibel.
Das ist je nach Person etwas unterschiedlich und auch je nach Auswertung.
Unter Auswertung meine ich, dass viele Akustiker anders auswerten wie Ohrenärzte oder wie HNO-Kliniken...auch die Ämter sind sich da meist nicht einig.

Bei Deinem Audiogramm sind die horizontalen Angaben die Prozente....also die Verständlichkeit der Worte in Prozente ausgedrückt.
Hast Du 10 Worte gesagt bekommen und alle 10 verstanden, dann hast Du 100% und bei 7 verstandenen dann eben 70% usw.
Das ist jetzt nur ein Beispeil, denn nicht jeder hat genau die gleiche Anzahl an Wörtern oder Zahlen usw.

Die vertikale Anzeige ist bei Dir die Dezibelzahl....also die Lautstärke,in der die Worte ausgesprochen wurden bzw. abgespielt wurden.

Bei Deinem Tonaudiogramm ist sehr auffällig, dass Du rechts die ersten 9 Frequenzen überwiegend ganz normal hörst und dann einen sehr steilen Abfall der letzten beiden Frequenzen hast.
Links ist es fast genau das gleiche. Die Ersten Frequenzen sind sehr gut....aber am Ende geht es dann steil abwärts.

Lieben Gruß
Kim
Trage bilateral Naida Q70 CI von Advanced Bionics - CCIC Tübingen -
Deutsche Gebärdensprache und Lautsprache vorhanden
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 01.02.2014, 19:54 von tschilly. ↑  ↓

#6 01.02.2014, 20:03
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.624


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Zitat von Zappenduster:
Laut Sprachverständnistest verstehe ich Sprache aber gar nicht mal so schlecht und im mittleren Frequenzbereich, in der Sprache meist vorkommt, ist meine Hörschwelle recht gut, oder? Steht das nicht im Widerspruch zu einer Hörgeräte-Verordnung?

Ja. In einem gewissen Sinne schon. Rechts ist vermutlich ein Hörgerät indiziert. Die Frage ist allerdings, was die Verstärkung der Frequenzen 4 kHz und 6 kHz bringen würde.

Ausserdem lässt sich ein Hörgerät wohl kaum auf die ucls einstellen, welche bei Dir vorliegen.

Allenfalls könnstest Du Dir überlegen, ob Du Dich vielleicht systematisch an etwas höhere Pegel gewöhnen möchstest.

Du verwendest nromalerweise keinen Gehörschutz, oder wie sieht das aus?


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
↑  ↓

#7 01.02.2014, 20:39
Zappenduster Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 25.05.2013
Beiträge: 126


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Hallo fast-foot,

ich trage nie Gehörschutz.

Ich glaube auch, dass eine Verstärkung bei hohen Frequenzen nichts bringen würde. Das liegt aber daran, dass ich vermutlich diese Frequenzen überhaupt nicht wahrnehmen kann: ich habe beim Tonaudiogramm die hohen Töne nicht gehört, sondern nur ein wachsendes Unbehagen gespürt, beinahe Schmerzen. Irgendwann habe ich dann den Knopf gedrückt, damit die Qual endet.

In diesem Zusammenhang fällt mir noch etwas aus meiner Kindheit ein: ich hatte ein Keyboard und die letzten 5-6 Tasten mit hohen Tönen habe ich nicht hören können, egal wie laut ich es stellte. Aber meine Mitmenschen wurden fuchsteufelswild, als ich auf diesen "stummen" Tasten herumdrückte - das musste also schon sehr laut gewesen sein.
Gruß Nicole
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, das letzte Mal am 01.02.2014, 20:45 von Zappenduster. ↑  ↓

#8 01.02.2014, 20:53
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.624


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Zitat von Zappenduster:
Ich glaube auch, dass eine Verstärkung bei hohen Frequenzen nichts bringen würde. Das liegt aber daran, dass ich vermutlich diese Frequenzen überhaupt nicht wahrnehmen kann: ich habe beim Tonaudiogramm die hohen Töne nicht gehört, sondern nur ein wachsendes Unbehagen gespürt, beinahe Schmerzen. Irgendwann habe ich dann den Knopf gedrückt, damit die Qual endet.

Es ist kaum realistisch, anzunehmen, dass bei diesen Frequenzen eine Verstärkung etwas bringt.

Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 01.02.2014, 20:54 von fast-foot. ↑  ↓

#9 10.02.2014, 20:17
Zappenduster Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 25.05.2013
Beiträge: 126


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Ich hatte jetzt ein Beratungsgspräch beim Akustiker und da hieß es, dass für mich Exhörergeräte am besten sind. HdO-Geräte mit Schläuchen sind weniger geeignet, weil ich tiefe und mittlere Töne gut höre und nur die hohen schlecht, aber ausgerechnet die hohen Töne schlecht durch die Schläuche weitergeleitet werden.

Soundrecover könnte für mich Sinn machen, weil ich hohe Töne schlecht bis gar nicht höre. Die werden damit in tiefere Töne umgewandelt und für mich hörbar gemacht.

Zuzahlungsfreie Geräte wurden eher negativ dargestellt, zumal sie ja weder über Exhörer noch über bestimmte Zusatzfunktionen verfügen. Um wieder im lauten Restaurant meinen Gesprächspartnern folgen zu können, wären zum Beispiel Zusatzfunktionen nötig, die nur Komfort-Geräte haben, welche ca. 2500€ abzüglich Krankenkassenzuzahlung kosten würden.

Desweiteren gibt es für rechts für mich gar keine Indikation für HG laut Definition der Krankenkasse, denn im sprachrelevanten Bereich höre ich zu gut. Ich frag mich, warum mir dann vom HNO zwei HG verordnet worden sind.

Seltsam auch, dass die Testwerte beim Hörtest und Sprachverständnistest so gut sind, ich aber im Alltag trotzdem nur gefühlt 50% des Gesprochenen verstehe und mir den Rest zusammenreimen muss.

Was meint ihr zu alledem?
Gruß Nicole
↑  ↓

#10 10.02.2014, 20:40
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.624


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Hallo Zappenduster,

hier meine Einschätzung:


Zitat von Zappenduster:
HdO-Geräte mit Schläuchen sind weniger geeignet, weil ich tiefe und mittlere Töne gut höre und nur die hohen schlecht, aber ausgerechnet die hohen Töne schlecht durch die Schläuche weitergeleitet werden.

Die hohen Töne, welche Du nicht gut hörst, können auch nicht verstärkt werden. Von daher ergibt dies für mich keinen Sinn.


Zitat von Zappenduster:
Soundrecover könnte für mich Sinn machen, weil ich hohe Töne schlecht bis gar nicht höre. Die werden damit in tiefere Töne umgewandelt und für mich hörbar gemacht.

Weshalb nicht ausprobieren, könnte man da sagen. Ich weiss allerdings nicht, ob es überhaupt Geräte gibt, welche für Deinen Hörverlust (im entscheidenden Bereich bestenfalls leicht) nicht überdimensioniert sind.


Zitat von Zappenduster:
Zuzahlungsfreie Geräte wurden eher negativ dargestellt, zumal sie ja weder über Exhörer noch über bestimmte Zusatzfunktionen verfügen. Um wieder im lauten Restaurant meinen Gesprächspartnern folgen zu können, wären zum Beispiel Zusatzfunktionen nötig, die nur Komfort-Geräte haben, welche ca. 2500€ abzüglich Krankenkassenzuzahlung kosten würden.

Die Exhörer sind kein Kriterium (siehe oben).

Sind mit Zusatzfunktionen die Soundrecoverfunktion, eine speziell gute Störschallunterdrückung und Richtmikrophone gemeint?


Zitat von Zappendurster:
Desweiteren gibt es für rechts für mich gar keine Indikation für HG laut Definition der Krankenkasse, denn im sprachrelevanten Bereich höre ich zu gut. Ich frag mich, warum mir dann vom HNO zwei HG verordnet worden sind.

Ja, das scheint zu stimmen (ich hatte dies aus Versehen für das linke Ohr angegeben).


Zitat von Zappenduster:
Seltsam auch, dass die Testwerte beim Hörtest und Sprachverständnistest so gut sind, ich aber im Alltag trotzdem nur gefühlt 50% des Gesprochenen verstehe und mir den Rest zusammenreimen muss.

Wurde denn je das Sprachverstehen im Störschall getestet?


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 10.02.2014, 20:41 von fast-foot. ↑  ↓

#11 10.02.2014, 21:09
Zappenduster Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 25.05.2013
Beiträge: 126


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Hallo fast-foot,

Zitat von fast-foot:

Sind mit Zusatzfunktionen die Soundrecoverfunktion, eine speziell gute Störschallunterdrückung und Richtmikrophone gemeint?

Damit sind wohl Algorithmen gemeint, die Hörsituationen automatisch erkennen und dementsprechende Hörprogramme automatisch wählen, Störgeräusche unterdrücken, Mikrofone automatisch auf Gesprächspartner ausrichten usw. Und auch mehrere Kanäle zur Feineinstellung der Frequenzen und mehr Mikrofone. Zuzahlungsfreie Geräte haben wohl nur 4 Kanäle und 2 Richtmikrofone, deren Richtung vom Akustiker voreingestellt werden und die sich nicht automatisch ausrichten können.

Zitat von fast-foot:

Wurde denn je das Sprachverstehen im Störschall getestet?

Man hat nach den Einsilbern und Zahlen ohne Störgeräusch dann nochmal ein paar Einsilber mit einem Rauschen unterlegt. Soweit ich mich erinnere, ist das Messergebnis mit Rauschen in Form des Vierecks im Sprachverständnis-Audiogramm dargestellt, die Kreise zeigen die Messergebnisse ohne Rauschen.
Gruß Nicole
↑  ↓

#12 10.02.2014, 21:45
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.624


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Na ja, ein Kassengerät verfügt ebenfalls über eine Störgeräuschunterdrückung, nur ist diese vermutlich weniger gut. Ich würde trotzdem mindestens eines ausprobieren.

Verstehst Du denn im Störschall sehr viel schlechter? Man sieht im Test, dass Du 15 % weniger verstehst (wobei ich nicht weiss, welchen Pegel das Störgeräusch aufwies).

Allerdings dind die Tests so realistisch auch wieder nicht.

Dies aus meiner Sicht.

Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
↑  ↓

#13 10.02.2014, 23:35
Zappenduster Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 25.05.2013
Beiträge: 126


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Zitat von fast-foot:
Verstehst Du denn im Störschall sehr viel schlechter?

Wenn es ruhig ist, mein Gegenüber mir zugewandt ist und normal laut spricht, verstehe ich alles. Wenn jemand sehr leise spricht und sobald es Störgeräusche gibt, hab ich Probleme im Verstehen. Störgeräusche im Büro sind z.B. wenn sich Leute unterhalten, wenn jemand telefoniert, wenn das Radio dudelt, wenn mehrere antike PC-Lüfter laufen...
Es geht mir eigentlich nur um ein besseres Verstehen im Arbeitsalltag. Ich bin nicht bereit, für ein besseres Verstehen meines Gegenübers im vollbesetzten Restaurant mit Hintergrundbeschallung Unsummen auszugeben. Dann meide ich solche Situationen lieber. Verhandlungen im Restaurant gehören ja nicht zu meinem Job.
Gruß Nicole
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 10.02.2014, 23:35 von Zappenduster. ↑  ↓

#14 10.02.2014, 23:41
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.624


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Dann würde ich mich beim Testen auf günstige Modelle mit möglichst guter Störschallunterdrückung und Richtmikrofonen konzentrieren.

Der Nutzen scheint ja vor allem durch diese beiden Features zu entstehen (vielleicht noch mehr Kanäle, so dass man allenfalls versuchen könnte, mir einer besonderen Einstellung noch etwas mehr Sprachverstehen heraus zu holen).
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
↑  ↓

#15 11.02.2014, 00:28
santiago Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 26.02.2011
Beiträge: 734


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Hallo!

Zitat von Zappenduster:
Soundrecover könnte für mich Sinn machen, weil ich hohe Töne schlecht bis gar nicht höre. Die werden damit in tiefere Töne umgewandelt und für mich hörbar gemacht.

Ob SoundRecover bei Dir was bringt müsste man testen und ich kann Dir da nur von meinen Erfahrungen berichten.

Mein Gehör verläuft auf einer sehr viel tieferen Kurve als bei Dir und endet bei ca. 4000 Hz. Mit einem stark eingestellten SoundRecover höre ich wieder höhere Töne wie z.B. das Piepsen von elektrischen Geräten oder im Auto. Das Ganze hat aber den entscheidenden Nachteil dass die Verschiebung höherer Frequenzen in mein kleines 4000Hz Band mir sofort die Frauenstimmen ruiniert. Es kommt dann zu unerwünschten Frequenzüberlagerungen welche Frauenstimmen sehr klirrend und unnatürlich klingend machen.

Da mir das Sprachverständnis bei Frauenstimmen wichtiger als das Piepsen von Elektrogeräten ist habe ich SoundRecover wieder eliminiert. In Deinem Fall könnte es aber schon was bringen da Du einen größeren Frequenzbereich hörst und die höheren Frequenzen dann für den Sprachbereich weniger störend "reingequetscht" werden können.

Gruß
santiago
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 11.02.2014, 00:30 von santiago. ↑  ↓

#16 14.02.2014, 21:54
Zappenduster Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 25.05.2013
Beiträge: 126


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Vielleicht brauche ich gar kein Soundrecover, denn laut neuestem Test höre ich die hohen Töne angeblich doch.

Ich war heute bei einem anderen Akustiker, der im Gegensatz zum ersten Akustiker bei der Erstberatung gleich intensive Hörtests gemacht hat. Die waren viel umfangreicher als die beim HNO-Arzt, die Töne wurden mehrfach getestet und bei unterschiedlichen Testergebnissen wurde rückwärts getestet (ab wann ich den Ton nicht mehr höre).

Das Tonaudiogramm sieht etwas anders aus als das vom HNO - ich höre bis 2kH normal, dann fällt die Kurve ab.
Der Sprachverständnistest hat gezeigt, dass ich bei 80dB 100% verstehe, bei 65dB 75% verstehe und bei 65dB und gleichzeitig einem Hintergrundrauschen von 60dB nur 35% verstehe.

Im Gegensatz zum ersten Akustiker hat er gemeint, dass damit die Krankenkasse mir 2 Hörgeräte bezahlen müsste (der HNO gab mir ja auch eine Verordnung für 2 Geräte).

Bei 6 bis 8 kH höre ich keine Töne mehr, sondern Rauschen, und zwar ab 85dB. Der Akustiker meinte aber, dass eine Verstärkung dieser ganz hohen Töne trotzdem zum Sprachverständnis beitragen könnte. Nur wenn ich nichts mehr wahrnehmen könnte, würde da eine Verstärkung nichts bringen.

Ansonsten sagt er das gleiche wie der erste Akustiker, dicke Schläuche können hohe Töne besser weiterleiten als dünne, Exhörer wären optimal. Wie unkomfortabel dicke Schläuche sind, weiß ich ja noch vom ersten Probetragen, die möchte ich eher vermeiden. Dünne Schläuche könnten laut Akustiker aber auch eine gewisse Verstärkung bringen, wenn auch nicht 85dB, aber es könnte sein, dass ich dadurch besser verstehe. Ich versuch´s jetzt erst mal damit in der zuzahlungsfreien Variante.
Gruß Nicole
↑  ↓

#17 14.02.2014, 23:06
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.624


1  Bewertung/en: 0 Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Ein paar Anmerkungen aus meiner Sicht:


Zitat von Zappenduster:
Vielleicht brauche ich gar kein Soundrecover, denn laut neuestem Test höre ich die hohen Töne angeblich doch.

War es Dir diesmal nicht unangenehm? Wurde die Unbehaglichkeitsschwellen getestet, und wenn ja, wo liegen diese?


Zitat von Zappenduster:
Der Sprachverständnistest hat gezeigt, dass ich bei 80dB 100% verstehe, bei 65dB 75% verstehe und bei 65dB und gleichzeitig einem Hintergrundrauschen von 60dB nur 35% verstehe.

Ich habe das Gefühl, dass dies ein übermässiger Verlust des Sprachverstehens im Störschall ist.


Zitat von Zappenduster:
Bei 6 bis 8 kH höre ich keine Töne mehr, sondern Rauschen, und zwar ab 85dB. Der Akustiker meinte aber, dass eine Verstärkung dieser ganz hohen Töne trotzdem zum Sprachverständnis beitragen könnte. Nur wenn ich nichts mehr wahrnehmen könnte, würde da eine Verstärkung nichts bringen.

Vielleicht hättest Du auch Töne gehört, wenn man noch mehr verstärkt hätte (aber je nachdem ist bei 100 dB Schluss); eine Schwellenspaltung (d.h., dass man zunächst ein Rauschen und erst bei höheren Pegeln einen Ton hört) ist nichts Aussergewöhnliches.


Zitat von Zappenduster:
Ansonsten sagt er das gleiche wie der erste Akustiker, dicke Schläuche können hohe Töne besser weiterleiten als dünne, Exhörer wären optimal. Wie unkomfortabel dicke Schläuche sind, weiß ich ja noch vom ersten Probetragen, die möchte ich eher vermeiden. Dünne Schläuche könnten laut Akustiker aber auch eine gewisse Verstärkung bringen, wenn auch nicht 85dB, aber es könnte sein, dass ich dadurch besser verstehe.

Wenn es nur um die Töne, welche Du gut hörst, geht, brauchst Du vermutlich nicht unbedingt dicke Schläuche und vermutlich auch keine Exhörer. Wobei bessere Qualität sich natürlich auch in jenem Bereich positiv auswirken könnte.


Kurzes Fazit aus meiner Sicht:

Ich sehe grundsätzlich drei Möglichkeiten:

1. Man berücksichtigt die ganz hohen Töne nicht (welche Du bedeutend schlechter hörst als alle anderen). Dann übt das Hörgerät vor allem die Funktion aus, auf Sprache zu fokussieren (mittels Richtmikrofonen) und Störschall zu unterdrücken (mittels geeigneter Elektronik). Allerdings müsste die Versorgung meiner Ansicht nach in diesem Falle geschlossen sein, da (zumindest rechts) keine Verstärkung benötigt wird.

2. Man verstärkt auch die ganz hohen Töne. Dabei ist die Versorgung offen. Hier stellt sich dann die Frage, ob dies wirklich eine Verbesserung bezüglich Sprachverstehen bringt und ob Du die hohe Verstärkung tolerierst.

3. Eine Kombination beider Varianten.


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 14.02.2014, 23:20 von fast-foot. ↑  ↓

#18 15.02.2014, 14:25
Zappenduster Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 25.05.2013
Beiträge: 126


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Zitat von fast-foot:

War es Dir diesmal nicht unangenehm? Wurde die Unbehaglichkeitsschwellen getestet, und wenn ja, wo liegen diese?

Habe mal das Audiogramm vom Akustiker angehängt. Die Unbehaglichkeitsschwelle liegt in ganz anderen Regionen als beim HNO-Test und ich hatte auch keinen Druck in den Ohren.
Das ist halt der Nachteil subjektiver Tests: die Ergebnisse werden von der Tagesform beeinflusst. Beim Akustiker war ich anscheinend viel besser drauf und weniger gestresst, er hat mehr erklärt und sich mehr Zeit genommen, die Kopfhörer taten nicht weh (beim HNO-Arzt fühlten sich die Kopfhörer an wie Kneifzangen).

Zitat von fast-foot:

Ich habe das Gefühl, dass dies ein übermässiger Verlust des Sprachverstehens im Störschall ist.

Ja, laut Akustiker habe ich Defizite bei der Filterung. Leute, bei denen die für die Filterung zuständigen Hirnregionen besser funzen, könnten bei gleichem Hörverlust ein viel besseres Sprachverstehen erreichen.

Miniaturansichten angehängter Bilder:
Akustiker_komp.jpeg
Dateityp: Dateityp-Informationen zu: jpeg jpeg
Downloads: 607
Dateigröße: 81,55 KB
Bildgröße: 783 x 768 Pixel
Akustiker_komp.jpeg


Gruß Nicole
↑  ↓

#19 15.02.2014, 14:48
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.624


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Laut diesem Test ist auf beiden Seiten ein Hörgerät indiziert.

Auf Grund der Unbehaglichkeitsschwellen besteht ein gewisser Spielraum in Bezug auf die Verstärkung und Begrenzung.


Zitat von fast-foot:
Dann würde ich mich beim Testen auf günstige Modelle mit möglichst guter Störschallunterdrückung und Richtmikrofonen konzentrieren.

Bei dieser Aussage habe ich nicht berücksichtigt, dass Du ja für die Arbeit ein gutes Sprachverstehen im Störschall erreichen möchtest. Vielleicht bringt hier ein teureres Gerät mehr (ich denke, dass nur schon für die Verstärkung der ganz hohen Frequenzen etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden muss).


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 15.02.2014, 16:25 von fast-foot. ↑  ↓

#20 15.02.2014, 15:28
muggel Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.06.2013
Beiträge: 697


Betreff: Re: Wer erklärt mir meine Testergebnisse?
Zitat von fast-foot:
Laut diesem Test ist auf beiden Seiten ein Hörgerät indiziert.

Wie kommst du darauf?

Nach der Hilfmittel-Richtlinie vom 1.7.2001 (also die momentan aktuelle) ist bei einem beidseitigem Hörverlust ein Hörgerät indiziert, wenn der tonaudiometrische Hörverlust auf dem besseren Ohr 30 dB oder mehr in mindestens einer der Prüffrequenzen zwischen 500 und 3000 Hz, und die Verstehensquote für einsilbige Wörter ist auf dem besseren Ohr bei 65 dB nicht größer als 80 % beträgt.

Ersteres wird definitiv nicht erfüllt, da beim rechten Ohr alle Frequenzen oberhalb von 30 dB liegen, zumindest alle zwischen 500 Hz und 3000 Hz.

Ebenso steht dort:
Bei einseitiger Schwerhörigkeit muss der tonaudiometrische Hörverlust bei mindestens 2 Prüffrequenzen zwischen 500 und 3000 Hz mindestens 30 dB betragen.

Dies ist hier für die linke Seite auch nicht gegeben, hier liegen -- bis auf 3000 Hz auch alle Frequenzen oberhalb von 30 dB.

Demnach liegt keine Indikation für ein Hörgerät vor, noch nicht mal für das linke Ohr vor.

Grüße,
Miriam
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, das letzte Mal am 15.02.2014, 15:41 von muggel. ↑  ↓

Seiten (2): 1, 2

Interessantes für Gäste und User ohne Beitrag in den letzten 100 Tagen ...



Alle Zeitangaben in GMT +02:00. Aktuelle Uhrzeit: 01:17.