#1 27.05.2014, 17:35
JennyErfurt87 Abwesend
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Betreff: Bera Auswertung
Hallo ihr lieben Smiling Bei meinem 3 Jährigen Sohn wurde heute unter Vollnarkose der Beratest
durchgeführt. Hierbei gab es leider keine schönen Ergebnisse. Disappointed

Diagnose: Auditorische Neuropathie& rechts Schallempfindungsschwerhörigkeit

Zudem wurde im Anschluss eine Elektrocochleographie durchgeführt,
hierbei ließen sich bds. keine Summenaktionspotentiale nachweisen. Disappointed

Jetzt wollen die Ärzte nächste Woche ein Mrt & ein Ct vom Felsenbein machen. Ich versteh das alles nicht. Bin am Boden. Lg Jenny
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#2 27.05.2014, 18:24
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Bera Auswertung
Hallo JennyErfurt87,

herzlich willkommen!

Ich kann zum einen oder anderen etwas schreiben, möchte aber auch ein paar Fragen stellen (welche Du vielleicht beantworten kannst):

Spricht denn Dein Sohn bereits bzw. hört er grundsätzlich (wenn vielleicht auch schlecht)? Oder hört er nur auf einem Ohr?

Liessen sich bei der Elektrococheografie Mikrofonpotentiale nachweisen? Und wie sieht es mit dem Summationspotential aus?


Zur Diagnose:

Eine Auditorische Neuropathie ist eine Schallempfindungsschwerhörigkeit. Auf Grund der Ergebnisse der Elektrocochleografie kann man eine AN nicht sicher ausschliessen, wobei die Welle I bei der BERA (insbesondere bei Kindern) nicht immer nachgewiesen werden kann trotz Vorhandenseins der Welle V.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Welle V bei der BERA links auf eine unauffällige oder nur leicht erhöhte Hörschwelle hin deutet. Weisst Du noch, ob das BERA-Ergebnis nur (bzw. vor allem) auf einer Seite nicht gut ausgefallen ist?

MRT und CT vom Felsenbein wird vermutlich gemacht, um das Innenohr genauer untersuchen zu können.


Wenn Du möchtest, kannst Du sämtliche Befunde (insbesondere auch die Potentialkurven der BERA ("Zickzack-Linien") anonymisiert hier hoch laden, dann kann ich mir ein besseres Bild machen.


Vielleicht kannst Du die eine oder andere Frage beantworten, so dass ich mir eine bessere "Vorstellung vom Gehör" Deines Kindes machen kann.


Und wenn Du etwas nicht verstanden hast, kannst Du natürlich nachfragen.


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#3 27.05.2014, 18:54
JennyErfurt87 Abwesend
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Betreff: Re: Bera Auswertung
Hallo fast- foot
Vielen Dank für deine schnelle Antwort. Die Kurven habe ich nie zu Gesicht
bekommen. Kann ich mir diese denn aushändigen lassen?

Das einzige was er spricht ist Oma und Mama. Beim hören hab ich den Eindruck, dass er, wenn der
Raum leise ist schneller reagiert.

Klinisch zeigten sich bds.Trommelfelle grau, spiegelnd und intakt. Das Tympanogramm zeigte
sich schwach gipflig im Normbereich. Intraoperativ wurden bds. Die Gehörgänge gereinigt.

Deutlich abgeschwächte und verzögerte Welle V rechts bei 80-90 db.
V.a. auditorische Neuropathie mit Beteiligung der äußeren Haarzellen links.

Bei Elektrocochleographie steht nur das sich bds. keine Summenaktionspotentiale nachweisen.

Mehr steht leider nicht im Arztbrief :-(
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#4 27.05.2014, 19:14
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Bera Auswertung
Vielen Dank. Wenn Du möchtest, kannst Du den Arztbrief auch einscannen und hier (anonymisiert) hochladen (wobei dies nicht notwendig ist, wenn da wirklich nicht mehr drin steht).

Zitat von JennyErfurt87:
Die Kurven habe ich nie zu Gesicht
bekommen. Kann ich mir diese denn aushändigen lassen?

Ja, Du hast ein Anrecht auf Kopien sämtlicher Unterlagen, welche Du anfordern kannst (zu einem kleinen Unkostenbeitrag).


Zitat von JennyErfurt87:
Deutlich abgeschwächte und verzögerte Welle V rechts bei 80-90 db.

Das bedeutet laut BERA eine hochgradige Schwerhörigkeit rechts.

Ueber das BERA-Ergebnis des linken Ohres steht nichts im Arztbericht?

Theoretisch könnten diese links unauffällig aussehen. Das ist mir nicht klar.


Zitat:
V.a. auditorische Neuropathie mit Beteiligung der äußeren Haarzellen links.

Da werde ich auch nicht ganz schlau. Besteht der Verdacht auf Auditorische Neuropathie in Bezug auf beide Seiten und zusätlich eine Störung der Funktion der äusseren Haarzellen links (das frage ich mich selbst; ich nehme nicht an, dass Du diese Frage beantworten kannst)?


Ich gehe davon aus, dass TEOAE- und/oder DPOAE-Messungen durchgeführt wurden und links keine Reaktionn nachweisbar (oder diese zumindest auffällig) waren.

Vielleicht weisst Du etwas hierüber.


Das wichtigste wäre jetzt aus meiner Sicht zu wissen, ob die soeben genannten Messungen durchgeführt wurden und wie die Resultate aussehen. Und "wie gut das linke Ohr hört".

Je nachdem kann man Hörgeräte anpassen (oder dies ist bspw. links nicht notwendig); allenfalls kämen auch andere Therapien in Frage. Mehr schreibe ich dazu nicht im Moment.


Gruss fast-foot
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#5 27.05.2014, 19:25
JennyErfurt87 Abwesend
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Betreff: Re: Bera Auswertung
Ja, links wurden Messungen durchführt die nicht gingen.
Das Mrt und Ct wollen die Ärzte machen um nach dem Hörnerv zu sehen.
Mir stellt sich die Frage, ob man überhaupt helfen kann.
Und wenn er so schlecht hört, wieso sagt er z.b. Mama?
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#6 27.05.2014, 20:01
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Bera Auswertung
Zitat von JennyErfurt87:
Ja, links wurden Messungen durchführt die nicht gingen.

Andere Messungen als die BERA?


Zitat von JennyErfurt87:
Das Mrt und Ct wollen die Ärzte machen um nach dem Hörnerv zu sehen.

Na ja, zumindest rechts scheint er angelegt zu sein. Vielleicht wollen sie eine andere Störung ausschliessen.

Und bezüglich der linken Seite kann ich nicht viel sagen, da ich hierüber zu wenig weiss.


Zitat von JennyErfurt87:
Mir stellt sich die Frage, ob man überhaupt helfen kann.

Möglichkeiten, welche im Moment in Frage kommen, gibt es einige, welche von Hörgeräte anpassen über CI bis zur Erlernung der Gebärdensprache reichen.

Weiss die Frühförderung Bescheid?


Zitat von JennyErfurt87:
Und wenn er so schlecht hört, wieso sagt er z.b. Mama?

Meines Wissens braucht es nicht ein sehr gutes Gehör, um diese Wörter zu lernen.


Gruss fast-foot
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#7 27.05.2014, 20:07
JennyErfurt87 Abwesend
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Betreff: Re: Bera Auswertung
Wie gesagt, wie ich geschrieben hatte steht im Arztbrief.
Ja, die Frühforderung weiß Bescheid. Es wird erstmal Gebärenbegleitenden Sprache gefördert.
Die Ärztin sagte heute, entweder Hörgeräte oder Ci. Das könnte sie noch nicht genau sagen. Deswegen will sie nach Hörnerven schauen und was von Hörschnecke hat sie erzählt.

Oh man, dass war heute alles ganz schön viel. Möchte nur, dass meinen kleinen Schatz geholfen wird.
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#8 27.05.2014, 20:15
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Bera Auswertung
Zitat von JennyErfurt87:
Die Ärztin sagte heute, entweder Hörgeräte oder Ci.
Das könnte sie noch nicht genau sagen. Deswegen will sie nach Hörnerven schauen und was von Hörschnecke hat sie erzählt.

Rechts ist der Hörnerv angelegt (laut BERA). Ob die Cochlea (Hörschnecke) normal ausgebildet ist, wird sie vermutlich auch noch interessieren. In Bezug auf die linke Seite kann ich, wie gesagt, nicht viel sagen.


Aber ich frage nochmals nach wegen der linken Seite. Du hast gesagt, dass eine Messung "nicht gegangen sei". Weisst Du noch, ob dies bei der BERA war, oder ob es eine andere Messung war (z.B. ohne Elektroden am Kopf und mit Einsteckhörern)?


Gruss fast-foot
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#9 27.05.2014, 20:36
JennyErfurt87 Abwesend
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Betreff: Re: Bera Auswertung
Das war nicht bei der Bera. Davor die Untersuchungen mit so Steckern im Ohr und Druckmessung
wurde gemacht, mit der Aussage die Trommelfelle würden schön schallen.
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#10 27.05.2014, 21:02
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Bera Auswertung
Dann nehme ich an, dass TEOAE/DPOAE-Messungen durchgeführt wurden und die Ergebnisse links auffällig bzw. keine Reaktionen ableitbar und die Resulate rechts eher unauffällig waren.

Etwas seltsam ist, dass dies nicht im Untersuchungsbericht steht.
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#11 27.05.2014, 21:27
JennyErfurt87 Abwesend
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Betreff: Re: Bera Auswertung
Genau links war nicht ableitbar und rechts unauffällig.

Ja, mit dem Bericht ist wirklich komisch. Aber die haben auch Berichte im Netz mit Zugang für die Ärzte. Vielleicht steht es ja dort. Lg
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