#1 03.07.2014, 10:17
mona3111 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 03.03.2009
Beiträge: 25


Betreff: im Krankenhaus und Reha als hochgradig schwerhöriger Patient
Hallo,

im Herbst muß ich mich (50 Jahre) einer Hüft-TEP Operation unterziehen mit anschließender Anschlußheilbehandlung. Ich bin an taubheit grenzend schwerhörig und mit den Naida IX SP versorgt. Verstehe nur noch wenn ich direkt und deutlich angesprochen werde. Nun habe ich natürlich unheimlichen bammel wegen dem Kommunikationstreß der in der Klinik und anschließender Reha, der auf mich zukommt. Ganz besonders vor dem Moment wenn es zur Op geht und ich meine Hörgeräte abnehmen muß und im OP-Bereich tragen die Ärzte und Schwestern ja Mundschutz und ich kann nix hören oder absehen.
Auch bei Wasseranwendungen im Rehabereich oder Nachts muß ich die Hörgeräte ja ablegen.

Habt ihr Tipps für mich wie ich mir den Hörstreß etwas nehmen kann. Leider kann mich niemand von meiner Familie begleiten da die Klinik 150 km entfernt ist.

Lieben Dank im Voraus!

LG
mona3111
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#2 03.07.2014, 13:19
Sandra
Gast


Betreff: Re: im Krankenhaus und Reha als hochgradig schwerhöriger Patient
Hallo Mona,

ich gehe davon aus, dass Du in eine Rehaklinik gehst indem eine Orthopädische Abteilung ist!
Wie wäre es wenn Du versucht in Hörgeschädigte gerechte Rehaklinik wechselt z.b. http://www.helios-kliniken.de/...dizin.html
Dort hat das Rehateam mit Hörgeschädigte erfahrung und können entsprechend auf Kommunikationbedingungen einstellen.
Falls Du Gebärden kannst, kannst Du auch versuchen, dass in jetzige Dir zugewiesen Rehaklinik einen Gebärdensprachdolmetscher zur verfügung gestellt werden sollte.

Wünsche Dir alles Gute
Gruß
Sandra
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#3 03.07.2014, 13:55
Mihaui Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 24.03.2014
Beiträge: 62


Betreff: Re: im Krankenhaus und Reha als hochgradig schwerhöriger Patient
Huhu Mona3111 Happy

Hey ich kenne diese aufgeschmissenheit nur zu gut Sad
Ich muss mal fragen...wie wirst du denn morgens wach? Per Handy oder einem spezieller Wecker?

Sicher wirst du die eine oder andere Situation haben wo du dein Gegenüber nicht verstehen wirst, mach dir zur Hilfe offen darüber zu sprechen! Personen die noch nie oder selten kontakt mit Hörgeschädigten haben wissen meistens gar nicht damit umzugehen.
Es ist sicher eine Hilfe wenn du erzählst da du hochgradig Schwerhörig bist und damit um klares und deutliches sprechen bittest^^

Mein einer Kunde hat immer Zettel und Stift dabei falls es mal wirklich sehr unkommunikativ wird.(vielleicht sprichst du das denn mit dem Arzt ab oder so?).

Ich drücke die Daumen das du des alles relativ streß frei über die Bühne bekommst!

Herzlichste Grüße Mihaui jump
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#4 03.07.2014, 16:44
mona3111 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 03.03.2009
Beiträge: 25


Betreff: Re: im Krankenhaus und Reha als hochgradig schwerhöriger Patient
Hallo Mihaui,
Geweckt werde ich von der Lisa. Den Blitzwecker muss ich dann unbedingt in die ASH mitnehmen.
Klar werde ich ständig auf die schwerhörigkeit hinweisen und das deutlich und mir zugewandt gesprochen werden soll, aber ich weiss jetzt schon das es sehr mühselig werden wird. Ärzte vergessen es gerne, ein zwei Sätze und dann wird wieder in Normalsprache gesprochen und ich muss dann ständig nachfragen. Es kostet einfach unheinmlich Energie. Aber irgendwie muss ich das schaffen.


Lg
Mona
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#5 03.07.2014, 17:50
maryanne Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 22.10.2008
Beiträge: 1.215


Betreff: Re: im Krankenhaus und Reha als hochgradig schwerhöriger Patient
Hallo Mona,
ich habe dir im Pinboard des Schwerhörigennetzes geantwortet.
Maryanne
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#6 03.07.2014, 18:01
Rosemarie Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 31.01.2008
Beiträge: 284


Betreff: Re: im Krankenhaus und Reha als hochgradig schwerhöriger Patient
Mona,
Du könntes ein rotes Blatt vorbereiten, wo alles draufsteht, was wichtig bei der Ansprache von Dir ist. Dies Blatt soll vorne in Deine Akte, damit die Ärzte immer gleich drauf hingewiesen werden.Also langsam und deutlich sprechen, ohne großen Abstand, nicht von hinten oder der Seite ansprechen, keinen Mundschutz, damit Du noch absehen kannst, usw. Davon gleich noch ne Kopie machen, für den Reiter des Pflegepersonals.
Dem Narkosearzt auch Bescheid sagen, vor allem nicht mit Mundschutz ansprechen. Außerdem sollen sie im Aufwachzimmer Dir schon wieder die Hörgeräte anziehen oder ein großen Zettel schreiben, falls sie was von Dir möchten.
Ich habe auch in letzter Zeit OP´s gehabt, habe alles vorbereitet, auch welches CI an welches Ohr gehört, marjkiert , da ich ohne CI´s vollkommen taub bin. IM Aufwachzimmer hatte ich wohl etwas Atemprobleme und man hielt mir dort immer einen großen Zettel hin, das ich tief atmen sollte. Klappte alles wunderbar.
Pflegepersonal und Ärzte wußten Bescheid, Haben vernüftig mit mir kommuniziert und im Notfall sogar zu Stift und Papier gegriffen, was ich immer bei mir liegen hatte. Ich wurde da auch nicht in der HNO operiert, sondern in der MKG (Mund-Kiefer-Gaumen Klinik).
Ich hatte einen kleinen TV am Bett, der leider keinen Untertitel hatte. So habe ich mir einen kleinen TV besorgt, der auch mit UT ist und dort an mein Bett gestellt. Nachdem ich erklärt habe, wieso und warum ich das brauche, war das auch vollkommen ok für das Personal.
Mona wenn Du klare Ansagen machst, was für Dich wichtig ist, so klappt das auch alles. Normalhörende wie ich es vor der Ertaubung war, können sich nicht vorstellen, wie es ist, wenn man hörgeschädigt ist. Ja und rote große Zettel, DIN 5oder 4 wirken auch Wunder. Das habe ich in Rendsburg gelernt, wo man alles solche Tricks erfährt, wenn man dort eine Kommunikationsreha macht.
Wünsch Dir alles Gute, es wird schon klappen, Du mußt einfach immer wieder mal drauf hinweisen.
Liebe Grüße und alles Gute für die OP, Rosemarie.
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