#1 17.05.2015, 19:42
Sandra86 Abwesend
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Dabei seit: 17.05.2015
Beiträge: 1


Betreff: Gibt es Hoffnung für mich?
Hallo

Ich bin neu hier, heiße Sandra, bin 28, fast 29 Jahre alt.

Vorweg: Es wurde doch etwas länger als gedacht, danke an all die schonmal, die es bis zum ende lesen

In den letzten Jahren höre ich zunehmend immer schlechter. Wann das anfing kann ich gar nicht so genau sagen. mit 18/19 hörte ich jedenfalls noch gut, das weiß ich wohl. Ich denke mal so um die 20/22 fing es langsam an, das ich doch ab und an nachfragen musste. mit den Jahren wurde es denn immer häufiger. Aber nun erstmal der Reihe nach.

- 2010:
bin ich dann endlich mal zum Arzt. Dieser welcher sagte mir, das er den Verdacht auf otosklerose hätte. Er hat mich auch umfassend darüber aufgeklärt, wie das ablaufen würde. Ob ich wirklich otosklerose hab, könnten die erst während der Op sehen. Zudem sei es MÖGLICH, das ich danach ganz taub bin.

Um mir diese doch sehr schwere Diagnose bestätigen zu lassen bin ich zu einem weiteren HNO - dieser sagte mir, das er das nicht so sieht und meinte, es liegt an meinem Tinitus. Wäre dieser weg. würde ich sehr viel besser hören. Nunja - letztendlich wurde ich n Haufen geld für Ginko und Akkupunktur los - nur nicht meine verminderte Hörleistung.
Daraufhin hatte ich einigen Stress und bin auch dem gar nicht mehr nachgegangen.

2011:
Immer wieder stieß ich auf Probleme, weil ich schlecht höre. Also bin ich wieder zum HNO hin - wieder ein anderer, bei dem auch mein Sohn derweil in Behandlung war und ich vollkommen zufrieden war, mit dem, wie er meinen Sohn behandelte.
Dieser jener stellte die Diagnose Paukenerguß! Zum testen pustete er mir irgendwie mit so nem 'wasauchimmer' durch die Nase. daraufhin krachte es im Ohr gewaltig und ich hörte kurzfristig besser. Also legte ich mich Anfang 2011 unters Messer und ließ mir Paukenröhrchen einlegen. Nach der Op war meine Hörleistung gefühlt so gut wie nie ! Ich bin wie ne irre durch die Wohnung, bis ich heraus fand, das ich den regen höre. eine ganz neue erfahrung für mich. Sogar das brutzeln des fettes in der Pfanne hörte ich , obwohl ich im nebenraum fern gesehen hab.

2 Tage später fiel mir aber links bereits das Röhrchen heraus und ich hörte links wieder weniger. 3 Monate später fiel mir rechts das röhrchen heraus und seitdem höre ich wieder so schlecht wie vor der ganzen Geschichte.

Da ja diese OP geholfen hat, bin ich also erneut zum Arzt und fragte nach, was man denn nun machen kann. Die Röhrchen haben mir ja geholfen, ob man da nicht andere reinmachen kann. Durchs Internet wusste ich, das es auch sogenannte T-Stücke gibt , die nicht so schnell heraus fallen. Es gibt wohl sogar welche, die irgendwie dauerhaft befestigt werden können.

Doch der Arzt war so ganz und gar nicht meiner Meinung. Nach einem Hörtest drückte er mir einfach nur 2 Hörgeräteverordnungen in die Hand .

Hmm ja, hörgeräte ? mit 23/24 ? nie im leben . Also lebte ich erstmal weiter mit dem schlechten hören.

2012:
Also ohne hören ist es wirklich mies. Also bin ich wieder zum HNO Nummer 1 , da ich ja bereits alle HNO´s in meiner gegend durch hatte. Dieser stellte mir ja Einige Jahre zuvor den Verdacht auf Otosklerose. - Fand er dann nun doch nicht mehr. Ich erzählte ihm alles, wie das mit der OP gelaufen ist usw. Doch nach einem weiteren Hörtest drückte dieser mir ebenfalls 2 Verordnungen für Hörgeräte in die Hand.

Also habe ich im Internet recherchiert und bin auf einen professor für HNO in Oldenburg gestoßen. Dort bin ich auch hin, hab dem meine Hörgeschichte erzählt. Dieser meinte, Ggf. sei es spätfolgen meiner hirnhautentzündung die ich damals mit 8 Monaten hatte. Das kann keiner so genau sagen.

Gut. Also entweder Hörgeräte oder schlecht hören. Bin ich also doch mal zum Hörgeräteladen und hab mir 2 Hörgeräte machen lassen. Insgesamt konnte ich 3 Geräte durchtesten, angefangen mit der Kassenleistung, mittelpreisig und hochpreisig. Unzählige male war ich dort, immer wieder neu einstellen usw.

So. Nun habe ich die Kassendinger auch bei mir herum liegen, trage sie nur nie. irgendwann ist mit der nerv dafür verloren gegangen. Mit den geräten höre ich wohl den floh an der wand husten, aber wenn jemand mit mir spricht, verstehe ich das immernoch genauso schlecht.

Weiterhin finde ich pers. das komisch, das ich morgens, nach dem aufwachen besser höre, als im laufe des Tages.

Auffallend ist auch, das ich sehr sehr leise rede, das fiel sogar dem 3. HNO auf. Normal ist eigentlich, das , je schlechter man hört, desdo lauter redet man auch. Bei mir ist es umgekehrt. Als ich nach der Röhrchen-Op mit meiner freundin telefonierte, sagte sie zu mir, das ich sie nicht so anschreien soll. dabei redete ich ganz normal.

Weiterhin höre ich bei dem Stimmgabeltest den ton, wenn er mir die stimmgabel hinters rechte ohr hält definitiv links den ton. Eine erklärung hat er dafür nicht. er findet das irritierend, denn normal wäre es nicht.

Gestern wurde mir wieder mal gesagt wie so oft in den letzten Wochen, das ich definitiv immer schlechter höre. Und die haben mir Mut gemacht, es nochmal anzugehen. Vielleicht bei einem besseren Arzt. Habe dann nochmal mit meinem Freund darüber geredet und wäre nun mittlerweile bereit, zur not auch einmal durch ganz deutschland zu fahren. Während meiner recherchen vor einigen jahren fand ich ja einen arzt in münchen, den ich nun nicht mehr finde. vielleicht ist er ja in rente oder hat den ort/das land gewechselt.

Wie würdet ihr denn weiter verfahren ? Habt ihr empfehlungen für HNO Arzt oder Kliniken ? Welche Wege kann ich gehen ?

Lg Sandra

edit : links habe ich ne hörleistung von ca. 85 % (das ergebnis ist aber schon einige jahre her) und rechts von 17 % (ebenfalls schon einige jahre her)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 17.05.2015, 19:44 von Sandra86. ↑  ↓

#2 17.05.2015, 19:59
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.624


1  Bewertung/en: 0 Betreff: Re: Gibt es Hoffnung für mich?
Hallo Sandra86,

herzlich willkommen!

Möglicherweise ist eine Belüftungsstörung des Mittelohres (mit) im Spiel, so dass permanente Paukenergüsse die Hörfähigkeit herab gesetzt haben. In der Tat gibt es Pauken-Röhrchen, welche dauerhaft gesetzt werden können.


Zitat von Sandra86:
Weiterhin höre ich bei dem Stimmgabeltest den ton, wenn er mir die stimmgabel hinters rechte ohr hält definitiv links den ton. Eine erklärung hat er dafür nicht. er findet das irritierend, denn normal wäre es nicht.

Dies bedeutet, rechts eine Schallempfindungsschwerhörigkeit besteht bzw. dass diese rechts einigermassen deutlich ausgeprägter ist als links. Das heisst, dass rechts nicht "nur" das Mittelohr (möglicherweise bedingt durch Paukenergüsse), also die Schallleitung, Probleme bereitet, sondern auch das Innenohr und/oder die retrocochleären Hörbahnen.

Allgemein könnte man zur genaueren Abklärung mindestens des Ortes der Entstehung der Störung(en) diverse Untersuchungen durchführen. Folgende Messungen kommen zunächst in Betracht:

Nebst Reintonaudiometrie zur Ermittlung der Luft- und Knochenleitungshörschwellen auch eine Tympanometrie, TEOAEs/DPOAEs, je nachdem auch eine BERA oder weitere Untersuchungen. Ausserdem ein Sprachaudiogramm zur Ermittlung des Sprachversehens mit und ohne Störschall.
Sebstverständlich auch eine Inspektion von (Aussenohr,) Gehörgang und Trommelfell.


Dies vorerst.


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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