#1 06.07.2015, 12:09
Alex2992 Abwesend
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Betreff: Hörsturz bitte um Rat!
Hallo, ich hab mich hier angemeldet, da ich hoffe ihr könnt mir etwas weiterhelfen! Also: ich hatte am 18.6. morgens plötzlich ein Gefühl als wäre mein linkes Ohr verschlagen! Anm nächsten Tag ging ich zum Hausarzt der mich zum hno schickte! (Weil der den letzten Tag vor urlaubsantritt da war)! Er machte einen Hörtest und sprach von hochtonabfall auf 50db. Er schickte mich mit folgender Therapie nach Hause: 1 Woche cortison spray(da ich Allergikerin bin. Aber ich habe derzeit keine Beschwerden wie schnupfen oder so) wenn es nicht hilft danach aprednisolon 5mg für 1woche danach 1.5 Tabletten und nochmalige Vorstellung bei ihm. (Wären gesamt 2 Wochen gewesen, im denen ich nicht dort gewesen wäre. Aber als nach dem Spray auch die Tabletten keinerlei Wirkung zeigten bin ich am 4tag der tabletteneinnahme nochmal zum Hausarzt! Er schickte mich zu einem anderen hno! Dort wurde ein tieftonhörsturz auf 35 dB diagnostiziert! Neue Therapie: 80 mg urbason ausschleichend und vasonit 1mal tägl. Zur Durchblutung! Er hat mir aber geraten wenn es nicht innerhalb 3-4 Tage besser wird, soll ich ins Kh gehen! Überweisung bekam ich gleich mit! Leider ist dieser Fall eingetroffen und ich liege seit Donnerstag im Kh!der erste Hörtest hier ergab einen tieftonabfall auf 65db. Heute habe ich noch Kontrolle! Ich höre ständig alles doppelt und es schallt wie ein Echo ganz grell zurück! Nun zu meinen Fragen: kann sich das noch bessern oder sieht es danach aus, dass es so schlecht bleibt? Wie lange kann es dauern bis das gehör wiedernormal funktioniert, bzw. Wird es das überhaupt wieder? Geht das echhohören weg? Kommt der Tinnitus wieder?(ich hatte einen für ein paar Tage, zum Glück IST er fast immer schon weg!) naja und erzählt mal von was sowas kommen kann! Ich bin eigentlich gesund und dann sowas! Danke fürs lesen! Freu mich über Ratschläge und Antworten!!! Glg Alex
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#2 06.07.2015, 12:50
fast-foot Abwesend
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1  Bewertung/en: 0 Betreff: Re: Hörsturz bitte um Rat!
Hallo Alex2992,

herzlich willkommen!

Zuerst möchte ich gleich folgende Frage beantworten:

Zitat von Alex2992:
Nun zu meinen Fragen: kann sich das noch bessern oder sieht es danach aus, dass es so schlecht bleibt?

Das kann sich noch bessern. In vielen Fällen erholt sich das Gehör nach einem Hörsturz wieder. Die Prognose für eine Besserung sieht also gut aus.

Ab wann Besserung eintreten wird, kann man leider nicht sagen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit hierfür desto höher, je weniger Zeit seit dem Eintreten des Hörsturzes verstrichen ist.


Zitat von Alex2992:
Geht das echhohören weg?

Das ist möglich. Allerdings kann man dies nicht wissen.


Zum Doppelthören:

Dies kann auf eine Diplakusis hin deuten. Eine Ursache könnte in (vermutlich) starken Druckunterschieden in der Perilymphe der beiden Innenohren liegen, was die Tonhöhe des selben Tons (vorerst) von beiden Ohren unterschiedlich wahr nehmen lassen könnte.
Dieser Umstand und auch der Tieftonabfall könnte auf Morbus Menière hin deuten (hast Du beim Tinnitus tiefe Töne wahr genommen?). Schwindel ist nie eingetreten?

Für das "Echo-Hören" sind verschiedene Erklärungsansätze möglich. Der eine beruht auf der bereits erwähnten (möglicherweise) vorhandenen Diplakusis, wobei hier die Verzögerungen eher gering ausfallen würden. Ein anderer könnte auf eine verlangsamte Verarbeitung in einem bestimmten Teil der Hörbahnen hin deuten, so dass gewisse (eigentlich "zusammen gehörende Informationen bezüglich eines Geräusches A" von den Hörbahnen (vermutlich insbesondere in höher gelegenen Hirnarealen) nicht mehr synthetisiert werden können und deshalb gewisse Teile dieser Informationen nicht mehr diesem Geräusch A zugeordnet werden können, sondern als Informationen für ein "anderes Geräusch B" wahr genommen werden. So könnte ein Geräusch den Eindruck von zweien hervor rufen, was als Echo wahr genommen werden könnte.
Die Durchführung einer BERA, welche unterschiedliche Interpeak-Latenzen erkennen lässt, könnte dies bestätigen.
Des weiteren könnten TEOAEs/DPOAEs Aufschluss über die Funktion der äusseren Haarzellen geben. Allenfalls eine Elektrocochleografie, um den Verdacht auf Morbus Menière zu entkräften (wird eher selten durchgeführt).

Wie sieht es denn mittlerweile mit dem Hochtonbereich aus? Ist dort die Hörfähigkeit wieder normal bzw. besser? Dies würde auf Schwankungen des Hörvermögens hin deuten.

Ich denke, dass es gut wäre, zunächst TEOAEs/DPOAEs und eine BERA durchführen zu lassen und dann je nachdem eine MRT.

Woher das kommen kann:

Hier kommen als Möglichkeit die verschiedensten Ursachen in Frage, welche mittels weiter führender Untersuchungen ausgeschlossen werden können, welche oftmals jedoch nicht gefunden werden können (dann wird die Bezeichung "Hörsturz" verwendet, sofern der Hörverlust plötzlich eingetreten ist).

Ich wünsche gute Erholung und gute Besserung!


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#3 06.07.2015, 17:16
Alex2992 Abwesend
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Betreff: Re: Hörsturz bitte um Rat!
Hallo ! Danke für deine sehr ausführliche und informative Antwort!!! Das Ergebnis des heutigen Hörtests kenn ich leider noch nicht, da die Visite erst kommt! Leider kann ich sie auch nicht sagen wie die Hochtöne jetzt sind, da die oben geschriebenen werte alles sind, die die Ärzte mir erklärt und gezeigt haben! Denn leider hab ich ja keine Ahnung worauf ich achten oder wonach ich fragen könnte. Immerhin ist dieses gebiet völliges Neuland für mich! Das mit diesem bera werden die hoffentlich hier noch machen, wenn nicht werd ich sie mal fragen! Und das mit morbus meniere macht schon ein bisschen Angst breit! Immerhin ist mir gestern und auch heute immer mal wieder unterschwellig schwindelig und übel gewesen! Schiebe das aber auf die Hitze hier drin! Ach ja noch was! Ich musste heute zum Neurologen. Dort wollte man einen Schlaganfall ausschließen. Da musste iChat ausgestrecktem armen und geschlossenen Augen am Stand marschieren! Es wurde mir sehr schwindlig und ich dachte ich kippe um. Der Doc hat dazu nichts gesagt außer dass die anderen Test die er mit mir gemacht hat, einen Schlaganfall ausschließen. Werd wieder posten sobald ich was weis! Danke dir für deine Hilfe!!! Das schätze ich sehr! Lg Alex
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#4 07.07.2015, 04:22
Alex2992 Abwesend
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Betreff: Re: Hörsturz bitte um Rat!
Aktualisierung! Der hörtest war besser als der letzte, lediglich ein schallleitungsproblem liegt noch vor. Der Doc ist aber guter Dinge, dass das alles wieder wird! Und ich hoffe ich kann Donnerstag nach Hause! Der Tinnitus ist weg!! Echhohören wird auch etwas besser! Nasenspray hab ich auch bekommen, da ich keinen Druckausgleich schaffe. Schnupfen habe ich keinen . Danke für eure Hilfe, ich hab sehr großen Respekt vor euch!!! Glg Alex
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#5 07.07.2015, 09:39
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Hörsturz bitte um Rat!
Das klingt doch gut!

Dann kannst Du ja bald wieder zum Alltag übergehen!

Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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