#1 17.07.2015, 21:31
Chaplin Abwesend
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Beiträge: 23


Betreff: Der "Einstieg" in die Welt der "normal Hörenden"
Hallo,

ich habe besonders auf dem rechten Ohr eine recht starke Schwerhörigkeit, aber mein linkes Ohr funktioniert auch nicht wirklich gut.
Nun habe ich ein Hörgerät bekommen, welches das linke Ohr sehr verbessert, aber das rechte nicht wirklich habe ich zumindest den Eindruck z.B. Telefonieren geht auch mit Hörgerät nur links.
Da ich jetzt wieder besser höre, habe ich so viele Eindrücke, die ich zwar kenne, aber lange Zeit nicht gehört habe wie das Stampfen mit den Füßen, Vogelstimmen etc. Diese ganzen Nebengeräusche sind wieder vermehrt da und mich stört das unheimlich. Ich muss das Hörgerät auch immerwieder ausziehen, weil ich alles so laut finde und aus den Nebengeräuschen die Sprache zu "filtern" ist anstrengend.

Wie geht es euch damit so? Wie war es für euch als ihr (wenn) dann wieder besser gehört habt? Ich habe mittlerweile fast etwas Angst vor dieser "Welt der Normalhörenden", weil alles so anders ist. Helpless

Der Arzt in der Uniklinik Hannover meinte ich bräuchte rechts vielleicht irgendwann ein Hörimplantat. Habe mich mit dem Gedanken noch nicht so recht abgefunden. Disappointed

Viele liebe Grüße und danke für Eure Antworten

Chaplin
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#2 17.07.2015, 22:05
Tuchel48.1.1 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 14.05.2015
Beiträge: 271


Betreff: Re: Der "Einstieg" in die Welt der "normal Hörenden"
Hallo, Chaplin, wenn dich manche Geräusche sehr stören, weil sie zu laut sind, laß dir das Gerät beim Akustiker ändern, also die zu lauten Geräusche mäßigen und die notwendigen Frequenzen verstärken, dann wird das Ganze erträglicher. Du mußt dich nicht mit einer zu lauten Umgebung abfinden.
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#3 18.07.2015, 06:55
otoplastik Abwesend
Moderator
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Beiträge: 497


Betreff: Re: Der "Einstieg" in die Welt der "normal Hörenden"
Hallo Chaplin,
beim SWR gibt es einen Film über eine Anpassung von Hörgeräten nach längerer Phase ohne Geräte.

http://www.swr.de/...index.html

Der Film lief am 17.06., noch kann man ihn unter dem Link anschauen.
Dort geht es auch darum, dass man Hörgeräte auch erst langsam steigern kann, das scheint für viele Erwachsene wichtig zu sein. Bei meinem Sohn der damals erst 16 Monate alt war und nur 8 Wochen nicht gehört hatte, wurde das auch so gemacht.

Bist Du nach in der Testphase?
Dann kannst Du auch einen anderen Akustiker versuchen, wenn Deiner sich nicht darauf einlassen mag.

Mein Sohn (16 1/2 Jahre) hat nach langen Jahren in seinem tauben Ohr ein Cochlea Implantat bekommen.
Das findet er immer noch anstrengend und er legt es nach der Schule gerne weg, aber es hilft ihm auch deutlich, besser zu verstehen.
Viele Erwachsene sind aber auch sehr dankbar, damit wieder hören zu können.
Aber Du hast ja Zeit und muss Dich nicht drängen lassen.
Es gibt auch andere Möglichkeiten, ein (fast?) taubes Ohr zu versorgen.
(BiCros und Knochenleitungshörgerät). Aber zuerst steht die Verbesserung der Situation für Dein linkes Ohr an.
Viel Glück, otoplastik
Seine andere Seite ist hochgradig da hört er seit 15 Jahren mit Hörgerät.
otoplastik
Sohn, 17 Jahre, mit 14 Monaten Meningitis, seitdem re. hochgradig und links taub,
rechts HG (Naida S IX UP), links CI seit 01/14 (Naida Q70), vorher links viele Jahre PhonakCros Smiling
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 18.07.2015, 06:56 von otoplastik. ↑  ↓

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