#21 25.11.2016, 17:27
jojo111 Abwesend
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Beiträge: 3


Betreff: Re: Wechsel weiterführende Schule
Hallo,
Wir waren letztes Jahr in der gleichen Situation. Bei unserer Tochter wurde erst im November des 4. Schuljahres eine leicht- bis mittelgradige SH festgestellt. Außerdem war sie sehr schwach im Bereich der auditiven Wahrnehmung.
Auch bei uns kam dann erstmal jemand von der Schule für Schwerhörige und hat die Lehrerin beraten. Unsere Tochter hat dann auch einen NTA bekommen, allerdings erst ab Februar, solange zog sich das hin. Auch HG bekam sie erst im März.
Die Noten waren zu dem Zeitpunkt schon ziemlich im Keller. Dank NTA schaffte sie es dann noch gerade so, eine Empfehlung für die Realschule zu bekommen.

Die Schulwahl haben wir uns nicht leicht gemacht.
Entschieden haben wir uns dann für eine Realschule mit dem Förderschwerpunkt Hören. Wir alle waren uns einig, dass sie kleine Klassen und ein sehr gutes Hörumfeld braucht. Nachteil ist der Fahrtweg, sie ist mehr als 1 Std einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Sie selbst wollte aber nach dem Infotag unbedingt dort zur Schule gehen.

Inzwischen besucht unsere Tochter seit knapp 3 Monaten ihre neue Schule.
Es geht ihr hervorragend! Grinning
Sie gehört zu den besten ihrer Klasse, schreibt nur noch 1er und 2er. In ihrer Klasse sind nur 11 Schüler, alle hörbeeinträchtigt. Es gibt eine fest installierte Höranlage und extra schallgedämpfte Räume.
Unsere Tochter hat gut Anschluss gefunden und der Fahrtweg macht Ihr nichts aus.
Alles in allem blüht sie total auf. Sie hat endlich schulische Erfolge und Klassenkameraden, die alle "im selben Boot sitzen" und ihre Situation verstehen.

Falls es also bei Euch eine entsprechende Förderschule gibt, schaut Euch auch diese an. Wir hätten keine bessere Entscheidung treffen können.
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#22 25.11.2016, 18:31
annib Abwesend
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Betreff: Re: Wechsel weiterführende Schule
Je nach Stärke der Schwerhörigkeit würde ich auch empfehlen, eine Förderschule mit Schwerpunkt Hören (wo man ja auch die Schulabschlüsse der Regelschule erwirbt) zumindest mal in Betracht zu nehmen.
Wenn ich - mit nur einem Hörgerät - mir bewusst mache, welcher Lärmpegel und welche Unruhe gerade in den jüngeren Jahrgängen herrscht und wie wenig "hörförderlich" viele Räume sind, da kann ich es mir als Qual vorstellen, das den ganzen Tag zu haben. Es gibt Klassen, in denen eine solche Grundunruhe herrscht, dass ich mich "weigern" würde, dort zu unterrichten. Jemand mit Hörproblemen hätte dort starke Schwierigkeiten.
nach Hörsturz/Hörstürzen auf einem Ohr leicht- bis mittelgradig schwerhörig. Nach längerer Suche das Opn 1 ausgewählt.
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#23 25.11.2016, 20:36
AMo Abwesend
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Betreff: Re: Wechsel weiterführende Schule
Wir haben eine Schule mit Förderschwerpunkt Hören, sie hat aber was die Qualität der Abschlüsse angeht einen sehr schlechten Ruf.
Einen Kritikpunkt den ich von Eltern gehört habe die sich die Schule schon angesehen haben ist mehrfach gewesen, dass mehr als die Hälte der Kinder in der Klasse Mehrfachbehindert oder Entwicklungsverzögert sind, ich sollte betonen, dass meine Kids in einen integrativen Kindergarten gehen, also ich habe wirklich nix gegen behinderte Menschen, aber bei der Schule scheint es leider ein bisschen, das die Heterogenität der Klassen fehlen.

Nein also der Wunsch unserer Tochter geht ganz klar Richtung Regelschule.
Da sie es bis in die 4. Klasse auch ohne Probleme geschafft hatte, denke ich auch das sie das schulisch weiterhin schafft. Tatsächlich werden die Klassen von aktuell 28 Kinder auf 23-25 sogar eher kleiner. Ich weiß, dass ist immer noch jenseits von ideal.

Aber ich hoffe die Gespräche mit den neuen Direktoren bringen Aufschluss.
Bekam vorhin schon wieder Nachricht von unserer Klassenlehrerin dass unsere Tochter, dass heutige Diktat ja auch versiebt hätte, obwohl es nonverbal war (orginaltext lag im Nebenraum und man musste rüber gehen, sich Text merken und dann im Nebenraum am Platz wieder aufschrieben), dass könne nicht mit der sh zusammenhängen.....
Ich verzweifle, muss ein Kind nur weil es eine Diagnose hat plötzlich alles richtig machen, was sie noch nicht richtig gelernt hat, kann doch noch nicht richtig sein.....
Ich hoffe auf die Beratungslehrerin am Montag
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#24 25.11.2016, 21:59
RemyRiver Abwesend
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Betreff: Re: Wechsel weiterführende Schule
Aber ich glaube da muesst ihr einfach euren Anspruch auch etwas runterschrauben. Ist denn ihre Versetzung auf Grund der schlechten Deutsch Leistung gefaehrdet?

Ja, natuerlich kann deine Tochter das nicht automatisch, obwohl ihr die Diagnose habt das sie keine LRS. Das muss sie aber auch nicht. Klar wuenscht man sich fuer die eigenen Kinder einen einfachen Schullaufbahn, aber das ist einfach unrealistisch.

Nicht jeder kann alles super, es gibt immer Faecher in denen man schlechter oder besser ist.
Hz 125 250 500 750 1000 1500 2000 3000 4000 6000 8000
dbR 20_25_35_60__60__60__60__50_25___5__15
dbL 10_10_10_10___5___5___5___5___5___5__15
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#25 25.11.2016, 22:18
annib Abwesend
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Beiträge: 102


Betreff: Re: Wechsel weiterführende Schule
Kann es nicht schlicht und einfach sein, dass es in Deutsch eben nicht so gut läuft? Ich habe auch Schüler, bei denen es trotz bester Ohren in Fach A nicht läuft, aber so richtig nicht läuft, und in anderen Fächern richtig gut. Nicht für alles gibt es medizinische Diagnosen ;-)
nach Hörsturz/Hörstürzen auf einem Ohr leicht- bis mittelgradig schwerhörig. Nach längerer Suche das Opn 1 ausgewählt.
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#26 25.11.2016, 22:51
AMo Abwesend
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Beiträge: 18


Betreff: Re: Wechsel weiterführende Schule
Hi,

Also Anspruch 😀

Mein Anspruch wäre ein ungefrustes Kind und eine Lehrerin die mir nicht ständig mit einer neuen Diagnose zu meinem Kind ankommt.
Die Lehrerin übernahm die Klasse zur 2. Klasse, am Ende des 2. Schuljahres drängte sie uns zu einem LRS Test, da wir ja immer den Verdacht mit dem Hören hatten und Diktate wirklich nicht gut waren haben wir uns drauf eingelassen- Ergebnis negativ .
In der dritten Klasse ging es dann von Note 2-3 auf 4-5 in den Diktaten wobei man dazu sagen muss, das unsere Lehrerin wöchentlich Diktate schreibt um den Kindern den Stress zu nehmen, naja bei denen wo es nicht klappt,.......
Naja seit Ende 2015 kam sie immer wieder auf uns zu, wegen des Bedarfs einer Logopädie, das sah unser Kinderarzt und auch wir aber eher nicht so.
Jetzt in der 4. Klasse sind wir in den wöchtlichen Diktaten bei 12-20 Fehlern, die Note könnt ihr euch denken, seltnes mal eine 3 sonst 5-6, dazu kam jetzt eine 5 im Grammatiktest weil sie die Artikel einfach verkackt. Die Regel wen/ wem usw kann sie ganz genau, das heraushören im Satz, klappt nicht..... also wie die Zeugnisnote ausfallen wird weiß ich nicht, versetzungsgefähret wüsste ich bisher nicht.... kann ich mir aber nicht vorstellen, da die Lehrerin ja wollte das wir sie auf AVWS testen, weil sie intelligent genug ist (für einen normalen Schulabschluss).

Aber sagt man Ihr Kind ist schwerhörig sagt sie Kind hat Dysgrammatismus, sagt man Ihr Kind bekommt Hörgerät schreibt sie Diktat ohne Lautes Sprechen und sagt hängt nicht mit SH zusammen.... das macht mich fertig. Ich will mich in Ruhe um die Hörgeräte kümmern, danach bin ich auch offen für weitere Maßnahmen, aber nicht für die wo die Klassenlehrerin vorschlägt sondern ich bat ja um Kntaktaufnahme mit der Beratungslehrerin für SH, weil Kind ja immernoch ganz hinten in der Klasse sitzt, obwohl wir schon dreimal gebeten haben sie vor zu setzen usw.....

Ich will mir nicht von einer Hyperaktiver Klassenlehrerin, die es ja sicher nicht bös meint, aber schon laut eigener Aussage einen Hirntumor und ähnliches bei unserer Tochter vermutete vorschreiben lassen auf was wir jetzt noch alles testen lassen sollen.

Ich habe das Gefühl, bzw. irgendwie hört man ja plötzlich in der Familie ganz anders hin 😅.
Manchmal hab ich das Gefühl ich hab früher nicht richtig hingehört, jetzt höre ich das meine Tochter statt am "tiefsten" "tiefesten" sagt und auch nach dreimaligen langsamen Vorsprechen nicht richtig nachsagen kann, das sie tatsächlich mehr Kleinigkeiten falsch ausspricht als mir bisher bewusst waren.

Ich muss dazu sagen, wir haben 3 Kinder im Abstand von 2 Jahren, nach Ihr kamen noch 2 kleine Zwillingsbuben, also bei uns geht es immer turbulent zu, aber jetzt fordern wir natürlich auch mehr Gesprächsdisziplin ein, klar hat man das vorher auch gemacht, aber nicht mit der Vehemenz wie jetzt 🤔

Ach es ist schon verrückt, sie ist ja nur leicht sh, aber heut im Fussballtraining war es auch wieder zu merken, großer Platz, zwar kleine Gruppe, aber viel Nebengeräusche sie hat mich quasi nicht gehört 😏 Früher hab ich immer gemeckert weil ich dachte sie ignoriert mich....
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#27 26.11.2016, 11:04
RemyRiver Abwesend
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Betreff: Re: Wechsel weiterführende Schule
Wie geht ihr denn mit Situationen um in denen ihr merkt sie versteht nicht richtig?

Ich glaube die Lehrerin ist genauso frustriert wie deine Tochter, wenn ich das hier so lese. Hilflose frustration ist einfach scheisse. :/

Sie scheint ja wirklich deiner Tochter helfen zu wollen, gerade auch wenn sie sich schon "Alternativen" zum gesprochenen Diktat ueberlegt. Auch das mit dem Hirntumor wuerde ich ihr nicht negativ vorhalten, sie ist halt engagiert dabei und versucht bemueht heraus zu finden woran es liegen/wie sie euch unterstuetzen kann. Ich persoenlich bin auch jemand der bei Huffgetrapel Zebras nicht ausschliesst. Sowas ist immer besser als ein Lehrer der sich sagt "Naja ist ja nicht mein Problem das ihre Tochter so schlecht ist". Da gib's auch ganz andere Kanidaten.

Habt ihr eigentlich schon mal an eine FM Anlage oder sowas gedacht bzw gibs die bei euch in der alten/neuen Schule? Ich weiss nicht ob ihre Hoerbeeintraechtigung dafuer "ausreicht", aber einen Gedankengang waere es ja wert?
Hz 125 250 500 750 1000 1500 2000 3000 4000 6000 8000
dbR 20_25_35_60__60__60__60__50_25___5__15
dbL 10_10_10_10___5___5___5___5___5___5__15
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