#1 20.12.2016, 18:00
AkustikerMeister Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.12.2016
Beiträge: 115


Betreff: Anwesendheit erwünscht?
Liebe Forummitglieder

Mein Benutzername ist nicht frei erfunden. Ich bin tatsächlich Hörgeräteakustiker - Meister aus der Schweiz. Ich bin 26 Jahre alt und arbeite seit 7 Jahren auf meinem Beruf.
Ich möchte von Euch wissen, ob mein Mitmischen hier überhaupt erwünscht ist...schliesslich heisst es ja "für Betroffene und Eltern".

Ich möchte hier keine Kunden gewinnen oder dergleichen. Ich bin einfach an den Reaktionen von Hörgeräteträgern auf neue Hörgeräte interessiert (logischerweise).

Ich arbeite in unserem Familienbetrieb in der Schweiz und wir führen alle gängigen Marken (Phonak, Oticon, GN ReSound, Bernafon, Widex, Siemens etc. etc.)
und kann über vieles hier gelesenes und gefragtes Auskunft geben...wie gesagt: Falls ihr das wünscht.

Ich werde euch auch gar nicht sagen wo genau ich arbeite, aber ich lebe wie gesagt in der Schweiz und es gibt hier keine potentiellen Kunden für mich zu gewinnen...ich bin wirklich nur aus Interesse hier.

Lasst mich wissen ob Interesse besteht und verlinkt wenn gewünscht Threads und ich werde mir Mühe geben einen Beitrag aus fachlicher Sicht zu hinterlassen.

Liebe Grüsse
Joshua
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 21.12.2016, 11:44 von AkustikerMeister. ↑  ↓

#2 20.12.2016, 18:01
annib Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.08.2016
Beiträge: 118


Betreff: Re: Anwesendheit erwünscht
Ja klar bist du - aus meiner Sicht - hier erwünscht :-)
nach Hörsturz/Hörstürzen auf einem Ohr an Taubheit grenzend
↑  ↓

#3 20.12.2016, 19:11
EinOhrHase Abwesend
Moderator
Dabei seit: 28.06.2011
Beiträge: 619


Betreff: Re: Anwesendheit erwünscht
Salut AkustikerMeister,

auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum,
"Fachpersonal" ist nie verkehrt, wenn Laien mit Mühe ihre Erfahrungen sammeln müssen.....

Hut ab auch im Namen deiner Berufskollegen, die hier ebenso vertreten sind wie auch z.T. Mediziner. Es ist in heutiger Zeit nicht so selbstverständlich, wenn sich Dienstleister / Mediziner "ehrenamtlich" in ihrem eigenen Beruf und in ihrer eigenen (oft bescheidenen) Freizeit für Hilfesuchende zur Verfügung stellen !!

Das muss hier einfach mal geschrieben werden !


Schöne Grüsse
aus dem "Nachbarland" ;-)
Wer nicht hören will, sollte genauer hinsehen Wink
Manchmal ist das Hören von nichtgesprochenen Worten wichtiger als Gefasel.

BAHA-Träger seit 1998
↑  ↓

#4 20.12.2016, 19:36
RemyRiver Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 09.11.2016
Beiträge: 526


Betreff: Re: Anwesendheit erwünscht
Herzlich Willkommen Smiling

Ich haette auch gleich eine Frage. Und zwar wollte ich wissen nach welchen Kriterien der Akustiker die Form des Passtueckes auswaehlt?

Ist das von der Hoerkurve abhaengig, wenn ja ab wann bekommt man welche Passstuecke? Gibt es "Spielraum" um auf die Wuensche des Kunden einzu gehen?

Ich bin "erst" 26 und habe die befuerchtung das eher ein dezenteres Passtueck gewaehlt wird da viele ein "unsichtbares" Geraet wollen. (Bei meinem alten Akustiker hab ich auch einen duennen Schlauch bekommen obwohl ich einen dickeren gebraucht haette.)
Hz 125 250 500 750 1000 1500 2000 3000 4000 6000 8000
dbR 20_25_35_60__60__60__60__50_25___5__15
dbL 10_10_10_10___5___5___5___5___5___5__15
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 20.12.2016, 19:37 von RemyRiver. ↑  ↓

#5 20.12.2016, 20:36
AkustikerMeister Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.12.2016
Beiträge: 115


Betreff: Re: Anwesendheit erwünscht
Hallo RemyRiver

Die akustischen Parameter leitet der Akustiker aus dem Tonaudiogramm (Hörkurve) ab.
Aus akustischer Sicht ist weniger die Form sondern mehr die Zapfenlänge (länge des Teils der in den Gehörgang eingesetzt wird) und das Vent (Zusatzbohrung unterhalb vom Schallschlauch) zu berücksichtigen.

Ich fasse mich möglichst kurz...ich könnte Seiten über dieses Thema verfassen aber das würdest Du kaum Alles lesen wollen:
Ganz vereinfacht kann man sagen: Beim Vent geht es um den Tieftonbereich. Ist man hier normalhörend versucht man das Ohr möglichst offen zu lassen -> Grosse Bohrung.
Braucht man Tieftonverstärkung ist man gezwungen das Ohr ein wenig zu verschliessen...hat man zBsp. eine Hörschwelle von grösser 50 dB im Tieftonbereich, so wählt man eine Bohrung von ca 0.8 mm.
Grund: Die Tieftonverstärkung würde sonst abfliessen und wäre somit Wirkungslos...ausserdem wäre das Rückkopplungsrisiko relativ gross (die Hörgeräte pfeifen).

Bei der Zapfelänge geht es um den Hochtonbereich:
Je mehr Hochtonverstärkung gebraucht wird, desto kürzer sollte der Zapfen sein da sonst die Hohenfrequenzen negativ beeinflusst werden (Falls gewünscht kann ich hierauf näher eingehen).

Bei den Teilen in der Ohrmuschel geht es dann nur noch um den Halt. Also schlicht darum das Ohrpassstück zu verankern damit es nicht rutscht. Hier geht es um die Anatomie und die ist bekanntlich sehr unterschiedlich.

Generell verfährt ein guter Akustiker wie folgt: Er versorgt so geschlossen wie möglich und so offen wie nötig. Denn Störschallunterdrückungen etc. greifen viel besser wenn das Ohr geschlossener ist.
Leider akzeptieren viele Kunden diesen "Verschluss" nicht und wollen sich nicht daran gewöhnen und somit kommt es dann zu frustrierenden Ergebnissen.

Also jeder Akustiker müsste Dich eigentlich lieben...ich würde es auf jeden Fall Smiling
Denn normalerweise will der Akustiker das Ohr stärker verschliessen und der Kunde weigert sich...auf Grund der Grösse...auf Grund des "Verschlusses"...Hierzu sei gesagt das ein guter Akustiker in der Regel eine Otoplastik anfertigen kann die genügend verschliesst ohne das ein Verschlusseffekt auftritt.

Ich an Deiner Stelle würde dem Akustiker Deine Einstellung mitteilen und er wird sich bestimmt nicht weigern Dir eine relativ geschlossene Otoplastik mit normaldickem Schallschlauch anzupassen.

Ich erwähne nochmal das ich hier sehr vereinfacht geschrieben habe und man Seiten über dieses Thema schreiben könnte bzw. das es ganze Bücher darüber gibt...aber ich hoffe ich konnte Dir einigermassen helfen.

Wenn du möchtest und kannst, kannst du hier auch dein Tonaudiogramm reinstellen und ich erkläre Dir ganz genau wie man bei deinem Hörverlust vorgehen sollte.

Liebe Grüsse
↑  ↓

#6 20.12.2016, 21:27
RemyRiver Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 09.11.2016
Beiträge: 526


Betreff: Re: Anwesendheit erwünscht
Vielen Dank fuer die tolle Erklaerung. Smiling

Mein Audiogram sieht wie folgt aus:

Die hellere Linie ist vom HNO, die andere kurve vom alten Akustiker. Da die Schwerhoerigkeit aber durch eine Meningitis verursacht wurde kann eine solche "verbesserung" aber nicht sein. Und frei/sauber war das Ohr auch. Als Info ist vllt noch wichtig, dass das Ohr unter einem rauschenden Tinnitus leidet? https://postimg.org/image/si7a9gkg7/

Ich hatte vorher einen Dome (Tulpe), jetzt krieg ich mein erstes Passstueck. Wenn ich das so here wundert es mich ein bisschen, dass erst ein Abdruck genommen hat und jetzt erst am 22 alles eingestellt wird.
Hz 125 250 500 750 1000 1500 2000 3000 4000 6000 8000
dbR 20_25_35_60__60__60__60__50_25___5__15
dbL 10_10_10_10___5___5___5___5___5___5__15
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 20.12.2016, 21:27 von RemyRiver. ↑  ↓

#7 20.12.2016, 21:48
AkustikerMeister Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.12.2016
Beiträge: 115


Betreff: Re: Anwesendheit erwünscht
Ja bei Dir handelt es sich leider um eine Knacknuss mein Freund.

Einerseits sollte man Dein Ohr so offen wie möglich lassen, da Du bis 500 Hz noch normalhörend bist...andererseits wird man so kaum die Verstärkung hinbekommen, welche Du von 750 Hz bis 4000 Hz benötigst...vor allem mit der Verstärkung um 1000 Hz wirds somit eng...

Ich wäre bei Dir wie folgt verfahren. Ich hätte eine relativ dichte Otoplastik bestellt...sagen wir mit einem Vent von 1.0 mm...dann hätte ich Dir das Gerät angepasst und Dich zu deinem Höreindruck befragt...falls Okklussionseffekte auftretten (Du zBsp. Deine eigene Stimme überlaut hörst weil dein Körperschall nicht mehr abfliessen kann, hätte ich die Otoplastik in 2mm Schritten aufgebohrt und das Gerät entsprechend anders eingestellt (Vent vergrössern ist einfach...verkleinern eher Mühsam).
Somit wären wir dann idealerweise an besagtem Punkt: So geschlossen wie möglich und so offen wie nötig.

Bei Deinem Audiogramm fällt mir auf, dass keine Vertäubungszeichen eingetragen sind.
Wurde das Audiogramm den verstäubt gemessen? Hast du während dem Test des rechten Ohres auf dem linken Ohr ein Rauschen gehört (dies verhindert, dass Messfehler auf dem rechten Ohr auftreten wenn Jemand asymetrisch hört)...wenn nicht, sollte das evt. nachgeholt werden.

Liebe Grüsse
↑  ↓

#8 20.12.2016, 22:37
akopti Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 17.08.2016
Beiträge: 694


Betreff: Re: Anwesendheit erwünscht
Hallo,

da die Anpassung von Hörgeräten zu einem großen Teil auf Erfahrung bassiert, ist jeder der diese hier teilt, erwünscht.

Deshalb ein herzliches Wilkommen eines Kollegen.

Dirk
↑  ↓

#9 25.12.2016, 18:30
RemyRiver Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 09.11.2016
Beiträge: 526


Betreff: Re: Anwesendheit erwünscht?
Zitat von AkustikerMeister:
Ja bei Dir handelt es sich leider um eine Knacknuss mein Freund.

Einerseits sollte man Dein Ohr so offen wie möglich lassen, da Du bis 500 Hz noch normalhörend bist...andererseits wird man so kaum die Verstärkung hinbekommen, welche Du von 750 Hz bis 4000 Hz benötigst...vor allem mit der Verstärkung um 1000 Hz wirds somit eng...

Ich wäre bei Dir wie folgt verfahren. Ich hätte eine relativ dichte Otoplastik bestellt...sagen wir mit einem Vent von 1.0 mm...dann hätte ich Dir das Gerät angepasst und Dich zu deinem Höreindruck befragt...falls Okklussionseffekte auftretten (Du zBsp. Deine eigene Stimme überlaut hörst weil dein Körperschall nicht mehr abfliessen kann, hätte ich die Otoplastik in 2mm Schritten aufgebohrt und das Gerät entsprechend anders eingestellt (Vent vergrössern ist einfach...verkleinern eher Mühsam).
Somit wären wir dann idealerweise an besagtem Punkt: So geschlossen wie möglich und so offen wie nötig.

Bei Deinem Audiogramm fällt mir auf, dass keine Vertäubungszeichen eingetragen sind.
Wurde das Audiogramm den verstäubt gemessen? Hast du während dem Test des rechten Ohres auf dem linken Ohr ein Rauschen gehört (dies verhindert, dass Messfehler auf dem rechten Ohr auftreten wenn Jemand asymetrisch hört)...wenn nicht, sollte das evt. nachgeholt werden.

Liebe Grüsse
Ich war jetzt am 22 beim Akustiker, die Dame hat nochmal einen Hoertest gemacht, der wurde auch wieder ohne Vertaeubung gemacht (wollte jetzt auch nicht unbedingt drauf bestehen. Ich bin da etwas "schuechtern".).

Anschliessend hat sie das HG eingelesen. Anscheinend hat die alte Akustikerin sogar die hohen Toene auch noch verstaerken lassen. Das hat sie nun der neuen Hoerkurve angepasst und es funktioniert auch viel besser. Anfangs war das ganze noch sehr laut, da hab ich sie gebeten es nochmal etwas leiser zu stellen. Aber der Ton war nicht nur laut, sondern das ganze klang auch so, als ob man eine Anlage zu laut aufdreht. Das ganze hat wirklich viel gebracht, aber vom Sprachverstaendnis her hab ich immer noch Probleme. Ich hab immer noch das Gefuehl das ich einen "Lueckentext" hoere. Ich vermute mal das einige sehr tiefe Toene immer noch nicht ausreichend verstaerkt werden?

Wenn ich das Belueftungsloch zu halte hab ich das Gefuehl das alles klarer klingt und mehr eindeutig ist. Das wuerde ja quasi heissen, das man dieses nochmal kleiner machen muesste/sollte? Ich komme mir etwas "doof vor" nochmal hinzu gehen und die Otoplastik nochmal neu bearbeiten zu lassen. Geht das ueberhaupt?

Im Schlauch selbst sind Abends auch immer ein paar tropfen, also von daher braucht die Otoplastik wahrscheinlich auch eine solch grosse Belueftung? Wenn man es ueber die Lautstaerke neu regulieren laesst, wuerde es doch sicherlich bedeuten das es wieder "schlechter" klingt. (Wobei das Klangerlebnis jetzt auch so schon nicht ideal ist, ...)

Was mir etwas komisch vor kommt, ist das die Akustikerin meinte, dass ein gewuenschtes Ergebnis ja auch nicht waere wenn das eine Ohr besser hoert als das andere. Raeumliches Hoeren kann ich sowieso nicht, das habe ich schon laengst verlernt. Ob nun das linke ohr besser hoert als das rechte, oder das rechte besser als das linke ist doch egal?

/Edit: Beim kauen merke ich wie das Passstueck sich bewegt (?), was ja auch logisch ist weil das Ohr sich auch bewegt. Leider ist meine bevorzugte Kauseite die, wo das HG ist. Gibt es da noch tricks? Zur Zeit hab ich ein Krallenohrpassstueck.

Miniaturansichten angehängter Bilder:
15726047_1262618297094173_1851008027_o.jpg
Dateityp: Dateityp-Informationen zu: jpg jpg
Downloads: 221
Dateigröße: 110,24 KB
Bildgröße: 749 x 1334 Pixel
15726047_1262618297094173_1851008027_o.jpg


Hz 125 250 500 750 1000 1500 2000 3000 4000 6000 8000
dbR 20_25_35_60__60__60__60__50_25___5__15
dbL 10_10_10_10___5___5___5___5___5___5__15
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 25.12.2016, 18:51 von RemyRiver. ↑  ↓

#10 27.12.2016, 09:32
AkustikerMeister Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.12.2016
Beiträge: 115


Betreff: Re: Anwesendheit erwünscht?
Hallo RemyRiver

Vorweg: Es ist natürlich sehr einfach für mich vom Internet aus Tipps zu geben.
Ich selbst habe auch genügend Kunden, bei denen man theoretisch einiges anders machen solllte/könnte , aber es einfach nicht funktionieren will.
Dies nur zur Info.

Nun zu Deinen Fragen:
-Wenn das Zuhalten der Zusatzbohrung tatsächlich eine Verbesserung der Sprachverständlichkeit herbeiführt, wäre es vermutlich tatsächlich sinnvoll das Ohr noch weiter zu verschliessen.
Wenn dein Ohrpassstück aus Lichtpolymerisat besteht, kann der Akustiker dein Vent relativ schnell und unkompliziert verkleinern (zugiessen und dann Stück für Stück aufbohren).

-Betreffend deinem Kauproblem wäre evt. einen Versuch mit einem Ohrpassstück aus einem thermoplastischen Material sinnvoll (zBsp. Thermotec). Dieses zunächst harte Material wird bei Kontakt mit Wärme (in Deinem Fall Körperwärme) weich und federt somit die Kaubewegungen in der Regel etwas ab.

-Das mit der Feuchtigkeit ist der Tat nicht ganz alltäglich. Reinigst Du die Hörgeräte evt. selber? Könnte die Feuchtigkeit hier ihren Ursprung haben? Oder wird dein Gehörgang tatsächlich feucht? Es gibt unzählige Kunden bei denen ist die Zusatzbohrung ziemlich klein ist bzw. nicht existent und trotzdem kommt es zu keinem ähnlichen Effekt.

-Hast du denn ein komplettes Reintonaudiogramm von der linken Seite?
Falls Du auf der linken Seite normal hörst, wird das linke Ohr immer das bessere Ohr bleiben.
Die Hörgeräte können einen Hörschaden nicht zu 100% korrigieren und Du wirst somit auf dem normalhörenden Ohr immer viel besser hören bzw. verstehen.
Das Richtungshören wird allerdings verbessert durch die Korrektur auf der rechten Seite und somit sollte auch die Sprachverständlichkeit in lauten Situationen verbessert werden (verbessert werden und nicht perfekt sein).

Entschuldigt bitte eventuelle Schreibfehler...ich arbeite nebenbei.

Liebe Grüsse
↑  ↓

#11 27.12.2016, 10:27
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.624


Betreff: Re: Anwesendheit erwünscht?
Off-Topic:


Zitat:
Bei Deinem Audiogramm fällt mir auf, dass keine Vertäubungszeichen eingetragen sind.
Wurde das Audiogramm den verstäubt gemessen? Hast du während dem Test des rechten Ohres auf dem linken Ohr ein Rauschen gehört (dies verhindert, dass Messfehler auf dem rechten Ohr auftreten wenn Jemand asymetrisch hört)...wenn nicht, sollte das evt. nachgeholt werden.

Vorerst nur kurz zum Audiogramm generell:

Ich werde nicht ganz schlau, was die Eintragungen für das linke Ohr sollen. Wenn dies die Resultate der an Deinem linken Ohr durchgeführten Reintonaudiometrie sind, dann muss für die Knochenleitungsmessung rechts das linke Ohr vertäubt worden sein. Gleichzeitig besteht links eine hohe Schallleitungskomponente. Hörst Du denn links wirklich normal, oder liegen nur die Knochenleitungshörschwellen "im Normbereich"?


Gruss fast-foot

Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
↑  ↓

#12 29.12.2016, 15:50
Pit Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 27.03.2016
Beiträge: 9


Betreff: Re: Anwesendheit erwünscht?
Grüäzi Happy
ich komme auch aus der Schweiz und ein herzliches willkommen!
Ich hätte auch grad eine frage: bin 48 und seit Geburt Hörbehindert,habe eine Hochtonschwerhörigkeit und trage seit 6 Jahren die CIC Widex 330 Minde..bin jetzt an den GN Resound LS9ITC-DW-NP seit ein paar Wochen am testen und bin noch nicht so zufrieden weil das Spracheverstehen im Störlärm einfach schlecht ist, mit 2-4 Personen ist kein Problem alles zu verstehen..wenn Störlärm sei es im Restaurant, Einkaufsgeschäfte, usw. habe ich einfach mühe! Ich vermisse das natürliche Hören..die neuen Geräte tönen alle so digitalisiert,hell,metallisch usw.
Frage: was für Hörgeräte kannst du mir noch empfehlen? Getestet habe ich bis jetzt Widex Unique,Phonak Virto V90..alles IO Geräte..möchte keine HdO Geräte.
↑  ↓

#13 29.12.2016, 17:03
AkustikerMeister Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.12.2016
Beiträge: 115


Betreff: Re: Anwesendheit erwünscht?
Hallo Pit

Hät ich deinen Text nicht vollständig gelesen, hätte ich Dir das ReSound Linx2 9 empfohlen (weil Du Widex gewohnt bist)...damit ist Dir jetzt allerdings weniger geholfen.

Die Geräte von Signia (Siemens) bieten für den Akustiker sehr viele Einstellmöglichkeiten, allerdings sind diese vom Klang her vermutlich eher nicht dein Geschmack.

Wenn ich Deinen Hörverlust kennen würde, könnte ich Dir bestimmt mehr dazu sagen.

Wie dringend ist der Wechsel denn? Ich würde ansonsten die Oticon OPN IdO`s abwarten.
Leider haben wir aber noch kein Einführungsdatum von Oticon erhalten.

Oder wenn Alles passt (Hörverlust, Gehörgang, Brieftasche) wärst du vielleicht mit Lyric von Phonak sehr glücklich.

Persönlich halte ich nicht so viel von den Lyric Geräten (meiner Meinung nach zu teuer, funktionieren noch zu unzuverlässig, passen in zu wenig Gehörgänge, zu wenig Einstellmöglichkeiten) allerdings handelt es sich hierbei noch um analoge Technik und die Lyricträger sind in der Regel vom Klang begeistert.
Auf Grund des extrem tiefen Platzierung im Gehörgang ist ein digitales Hörgerät und die entsprechenden digitalen Prozesse auch kaum notwendig.

Ich hoffe das war hilfreich. Bei Fragen nicht zögern.

Liebe Grüsse
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 29.12.2016, 17:04 von AkustikerMeister. ↑  ↓

Seiten (1): 1

Interessantes für Gäste und User ohne Beitrag in den letzten 100 Tagen ...



Alle Zeitangaben in GMT +02:00. Aktuelle Uhrzeit: 09:06.