#1 21.01.2017, 13:22
Monacofranze Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.01.2017
Beiträge: 6


Betreff: Hörgeräte über 8 Jahre alt
Hallo,

ich habe im September 2008 zwei HdO-Hörgeräte bekommen, es sind die Unitron Hearing Next Moda II mit Fernbedienung. Getragen habe ich sie bis heute ca. 10% des Zeitraumes. Ich weiß, das ist gar nicht gut, aber es ist dann alles so furchtbar laut, usw. usw.

Nun wollte ich wieder mal einen Anlauf nehmen und die Geräte regelmäßig tragen. Zum Akustiker, der mir die HG verpasst hat, gehe ich nicht mehr, da ich den Eindruck habe, da kümmert sich keiner so richtig um mich. Ich habe z. B. von Anfang darauf hingewiesen, dass mir nach dem Einschalten alles zu grell erscheint. Man hatte die "tiefen Töne komplett herausgenommen", da ich ja nur die hohen Töne nicht oder sehr schlecht wahrnehmen kann.
Also, ich bin nun mal zu einem anderen Akustiker. Der hat mir vorgestern an den beiden Geräten die Schallschläuche und Ohrpassstücke erneuert, ein Schlauch war noch von 2008. Jetzt ist der momentane Stand, dass die HG zwar einschalten, die Kontrolltöne auch normal kommen, die Lautstärke sich jedoch nicht regeln lässt. Ich war gestern wieder dort, die Filialleiterin meinte, die HG waren nicht am PC angeschlossen, da ist nichts verändert, sie kann die Lautstärke regeln, aber dem ist nicht so, außerdem kam die Frage, ob das vorher gegangen ist.

Also, lange Rede, kurzer Sinn:

Was kann ich nun tun?? Nach 8 Jahren sind die Geräte für die Akustiker ja wahrscheinlich verschlissen. Für mich nicht, denn sie gingen immer, wenn ich sie angelegt habe, und außerdem habe ich noch die 2.400 € Eigenanteil im Hinterkopf, die ich angelegt habe. Was meint Ihr zum Alter der HG's??

Außerdem sollte ich wahrscheinlich mit meiner KK mal sprechen, wie die sich da verhält bei ev. Reparaturen. Da hat mich der Akustiker damals auch nicht aufgeklärt, wie das alles läuft mit Wartung, Reparaturen und so, und ich habe viel zu wenig gefragt, da bin ich auch mit schuld.

Als letztes will ich noch erwähnen, dass die erste Rechnung, die ich für die HG bekam, um über 1.200 € niedriger war als der vereinbarte Preis. Auf meinen Hinweis bekam ich dann eine Nachberechnung, wobei der Nachgeschmack für mich blieb, dass man bei der Rechnungslegung doch merken muss, ob so ein niedriger Preis "außerirdisch" oder im Bereich des Möglichen ist. Vielleicht habe ich zuviel bezahlt, aber das ist heute nicht mehr mein Hauptproblem. Wichtig für mich ist jetzt, wie soll ich weiter agieren??

Ich bitte Euch um Hilfe!

Vielen Dank und schönes Wochenende
Monacofranze
↑  ↓

#2 21.01.2017, 14:55
EinOhrHase Abwesend
Moderator
Dabei seit: 28.06.2011
Beiträge: 632


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
Hallo Monacofranze,

herzlich willkommen im Forum !

Selbst wenn die Geräte in den 8 Jahren kaum getragen wurden, verschleissen sie irgendwann (um es einfach auszudrücken).

Würde vorschlagen, ein neues Rezept für HdO-Geräte ausstellen zu lassen (inkl. Audiogramm) und evtl reichen auch Kassengeräte nach dem heutigen Stand der Technik.

Im anderen Fall wäre - sofern nötig - eine Generalüberholung der beiden alten Geräte möglich, wodurch für dich wieder Kosten entstehen können.
Da ich mich mit HdO-Geräten nicht so gut auskenne, vermute ich dennoch, dass da was faul ist, wenn Du selbst die Lautstärke nicht regeln kannst, der Akustiker dies angeblich doch regeln kann.
Evtl Batterien der Fernsteuerung leer, ist die Kopplung auch wirklich hergestellt?
Da sich das Gehör im Laufe der Jahre verändert, wäre eine Neuanpassung dieser Geräte sinnvoll, damit auch die Verstärkung etc wieder stimmt.

Gruss
Wer nicht hören will, sollte genauer hinsehen Wink
Manchmal ist das Hören von nichtgesprochenen Worten wichtiger als Gefasel.

BAHA-Träger seit 1998
↑  ↓

#3 24.01.2017, 19:18
Monacofranze Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.01.2017
Beiträge: 6


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
Danke für die Rückmeldung,

nun funktionieren meine HG wieder so leidlich, aber nicht mehr wie vor dem Wechseln der Schallschläuche. Das verdanke ich meinem Akustiker der ersten Stunde!

Nun habe ich mich natürlich auch wegen neuer Geräte erkundigt. Da beginnen nun meine Zweifel schon wieder. Bei meinen HG sind Schallschläuche mit Ohrpassstück vorhanden, dies ist sehr unauffällig. Der Akustiker, welcher meine HG vermurkst hat, sagt nun, diese Ohrpassstücke sind Notbehelfe, die man nur noch an Leihgeräte macht und so, heute geht nichts mehr ohne Otoplastik.

Das will ich nicht glauben, erstens ist diese Ausführung nach meiner Meinung auffälliger, das ginge vielleicht noch, und mein Ohr möchte ich auch nicht zustopfen, das ist Gefühlsache.

Stimmt das nun mit der Otoplastik?

Schönen Abend
Monacofranze
↑  ↓

#4 24.01.2017, 21:03
Quotenkrüppel Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 06.06.2014
Beiträge: 71


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
Hallo !

Nun ja, wie sehen deine Ohrstücke denn aus ? Wie kleine Oliven ? Dann ist das in der Tat eher ein Notbehelf. Oder sind die Schläuche ganz dünn und vorne dran sind das so kleine Schirmchen ?

Generell ist das mit Otoplastiken nicht nur eine kosmetische Frage. Ich habe die sogenannte offene Versorgung (diese kleinen Schirmchen) einmal ausprobiert und der Akustiker hatte wirklich recht: Ab einer bestimmten Verstärkung geht das nicht mehr, denn dann wird der Ton so laut in den Gehörgang abgegeben, dass er auch nach außen hörbar wird. Abgesehen davon dass die Person neben dir dann wirklich immer alles aus deinem Ohr minimal versetzt nochmal hört, wird für dich das Verstehen wesentlich schlechter.

SO UND JETZT MAL ZU DEINEN AKUSTIKERN

Das war von Anfang an Käse ! Wenn dir das zu laut und zu schrill war, dann hat der Akustiker Mist gebaut. So einfach ist das und nicht anders. Mit Geräten muss man sich wohl fühlen sonst kann er einfach seine Arbeit nicht. Der erste Akustiker hat viel zu viel Wucht darauf gegeben. Stelle dir das mal so vor: Du hast wahrscheinlich vorher schon über 15 Jahre lang quasi eine Sonnenbrille getragen, Tag und Nacht. Und dann solltest du auf einmal an einem strahlenden Sommertag ohne Brille raus ? Das geht ja auch nicht. "Gewöhnungsanpassung" nennt man das, langsam immer mehr. Dass du die Lautstärke nicht verstellen kannst: Früher nannte man das "Idiotendeckel": Als die Geräte noch ein kleines Drehrad für die Lautstärke hatten wurden älteren Leuten immer Abdeckungen darüber gebaut damit die nicht selbst leise drehen und dann kommen und sich beschweren. Dein Akustiker hat das gleiche gemacht, nur eben programmiert. Der soll das gefälligst rausnehmen.

Ansonsten sind 8 Jahre kein Hindernis, meine laufen durchaus einmal 11 Jahre und länger durch (ich trage sie 16 Stunden am Tag, auch beim Sport etc). Ich würde dazu raten die Geräte komplett neu einstellen zu lassen. Otoplastiken wirst du neue brauchen nach 8 Jahren, das Ohr verändert sich. Aber das macht nix da gibt es sehr kleine und gute.

Viele Grüße !
Li-Re-kHz
45-30-0,125
40-35-0,25
45-45-0,5
55-65-0,75
55-65-1
50-70-2
60-65-3
55-65-4
45-65-6
60-50-8
↑  ↓

#5 24.01.2017, 21:23
akopti Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 17.08.2016
Beiträge: 704


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
Hallo,
Zitat von Monacofranze:


Außerdem sollte ich wahrscheinlich mit meiner KK mal sprechen, wie die sich da verhält bei ev. Reparaturen. Da hat mich der Akustiker damals auch nicht aufgeklärt, wie das alles läuft mit Wartung, Reparaturen und so, und ich habe viel zu wenig gefragt, da bin ich auch mit schuld.


beim Abschluß der Anpassung hat der Akustiker eine Reparaturpauschale bekommen. Ca. 150 Euro pro Gerät, begrenzt auf 6 Jahre.
Im ersten Jahr gilt die Garantie, d.h. der Betrag teilt sich auf 5 Jahre auf, also 30 Euro pro Jahr und Gerät für anfallende Reparaturen und Serviceleistungen. Es ist allerdings so, dass sich die Pauschale automatisch verbraucht. So ist es in den Kassenverträgen festgelegt, also auch wenn in der Zeit gar nichts gemacht wurde. Klingt komisch, ist aber so.
Zur Erklärung: Der Betrag reicht bei dem einen Kunden aus und beim anderen nicht. Deshalb verteilt sich die Summe aller Reparaturpauschalen aller Kunden auf alle Kunden. So kann es sein, dass der eine Kunde im Zeitraum von 6 Jahren Reparaturen im Wert von 500 Euro für ein Gerät hat, während ein anderer Kunde gar keinen tatsächlichen Verbrauch hat. Das ist das Solidaritätsprinzip der Krankenkassen. Das gilt auch für mitglieferte Ohrstücke.

Ist das Hörsystem älter als 6 Jahre, muss der Akustiker einen Kostenvoranschlag an die Krankenkasse geben. Diese entscheidet dann über die Reparatur. Aus meiner Erfahrung heraus werden Reparaturen über 80-100 Euro von den Krankenkassen abgelehnt, da eine Neuanpassung auf die Zeit hin günstiger ist. Dabei interessiert es die Krankenkasse nicht, wie häufig das Hörsystem genutzt wurde.

Gruß

Dirk
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 24.01.2017, 21:26 von akopti. ↑  ↓

#6 25.01.2017, 13:25
Gerhard_R Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 27.09.2016
Beiträge: 400


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
grundsätzlich kann man schon mal zu einem Akustiker antanzen und fragen, ob er mal "kurz" über die alten drüber schaut und was einstellt. Das volle Programm wirst du für Lau sicher nicht bekommen, aber grundsätzlich nehmen sich die Leute eine Sitzung Zeit, die könnten dich ja später als Neukunden gewinnen.....
Oticon OPN1, 105dB.PM, closed.
Innenohr SHG. Wannekurve. 40-80-40.(Tief- Mitte-Hoch).
↑  ↓

#7 27.01.2017, 12:22
Ohrenklempner Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 2.261


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
Ich kann aus der Praxis berichten, dass Reparaturen nach 6 Jahren von so gut wie jeder Krankenkasse bezahlt werden. Ob mit oder ohne Kostenvoranschlag und in welcher Höhe, ist abhängig von der Krankenkasse.

Zu den Ohrstücken: Hast du solche Gummignubbel an nem normalen Schallschlauch? Die sind heutzutage tatsächlich eine Rarität, allerdings kann der schlaue Akustiker so etwas ohne riesigen Aufwand basteln. Man nehme einen Doppeldome, eine Lochzange, einen gebogenen Schallschlauch und etwas Sekundenkleber. Leider habe ich zu wenig Informationen zu deinem Hörverlust und deinen alten Ohrstücken, um genaueres zu sagen. Wink

Eine Folgeversorgung ist auch ohne Verordnung nach 6 Jahren möglich. Das ist zwischenzeitlich bei jeder gesetzlichen Krankenversicherung so. Also einfach mal zum Akustiker deines Vertrauens stiefeln und fragen. Da grundsätzlich jeder Akustiker gerne Hörgeräte verkauft, sollte das kein Problem für den Kollegen sein. Wink
Allons-y!
↑  ↓

#8 27.01.2017, 18:38
Monacofranze Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.01.2017
Beiträge: 6


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
Herzlichen Dank für Eure Rückmeldungen.

Am Ende meiner Schallschläuche sind Schirmchen angebracht, ein besserer Ausdruck fällt mir nicht ein.

Wegen meiner Hörschwäche wollte ich das Audiogramm anhängen, jedoch wird mir jedesmal gemeldet, dass dieser Anhang in diesem Thema schon hochgeladen wäre. Vielleicht schaffe ich das noch.

Schönes Wochenende und Danke
Monacofranze

Wow, ist doch dabei, welche Überraschung!!

Miniaturansichten angehängter Bilder:
Hoergeraet_Verordnung.jpg
Dateityp: Dateityp-Informationen zu: jpg jpg
Downloads: 333
Dateigröße: 174,25 KB
Bildgröße: 595 x 557 Pixel
Hoergeraet_Verordnung.jpg

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 27.01.2017, 18:39 von Monacofranze. ↑  ↓

#9 30.01.2017, 15:28
Ohrenklempner Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 2.261


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
Wenn ich mir so die Audiogramme anschaue, würde ich das vom Akustiker noch einmal nachmessen lassen. Sieht ein wenig inkonsistent aus... die Knochenleitungskurve liegt viel zu gleichmäßig auf der Luftleitungskurve. Im Sprachaudiogramm wurden bei 65 dB keine Einsilber gemessen (eigentlich eine Voraussetzung für ne Verordnung -- aber egal, da Folgeversorgung Wink ). Ich glaube auch nicht ganz, dass du auf dem rechten Ohr bei 40 dB keine Zahlen verstanden hast, links bei 30 dB hingegen 40%.
Außerdem ist der Diskriminationsverlust unten nicht richtig, du hast einen Diskriminationsverlust von 0% (bedeutet: alle Wörter richtig gehört bei optimalem Pegel).

Dünnschlauch offen (also mit Schirmchen) kann man auf jeden Fall machen. Ist zwar keine hohe Schule, aber wenn du es so haben möchtest, hätte ich auch keine Bauchschmerzen, dir nen Dünnschlauch zu verpassen. Wink
Allons-y!
↑  ↓

#10 31.01.2017, 10:38
Monacofranze Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.01.2017
Beiträge: 6


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
Hallo Ohrenklempner,

danke, dass Du Dir die Zeit für mein Audiogramm genommen hast.

Wie ich schon bemerkte, habe ich mich viel zu wenig um mein Gehör gekümmert und wenn ich jetzt von Knochenleitungs- und Luftleitungskurve usw. lese, das kenne ich gar nicht. Außerdem gewinne ich den Eindruck, dass nach Deiner Ansicht die Hörgeräte mehr Hobby als Notwendigkeit für mich sind.

Das Audiogramm stammt von 2008 und meinem HNO. Seine Aussagen damals waren, Grenze zu einem Hörgerät wären da, HG nicht zwingend notwendig.

Gruß
Monacofranze
↑  ↓

#11 31.01.2017, 10:52
Musiker_72 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 09.11.2014
Beiträge: 657


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
@Monacofranze: Da hast Du Ohrenklempner falsch verstanden.

Der Diskriminationsverlust besagt, wie viel Du auch dann nicht verstehst, wenn die Wörter / Zahlen in für Dich optimaler Lautstärke wiedergegeben werden.

Da Du bei hoher Lautstärke alles verstehst, hast Du auch keinen Diskriminationsverlust. Die Hörgeräte sorgen dann dafür, dass Du auch bei niedriger Lautstärke was verstehst, schließlich soll man ja nicht immer brüllen müssen.

Die Striche für Wörter und Zahlen müssten normalerweise zwischen den beiden roten Linien liegen (also bei gesundem Ohr). Von daher denke ich schon, dass Du von einem HG profitieren kannst!
↑  ↓

#12 31.01.2017, 16:45
Ohrenklempner Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 2.261


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
Ja genau... Musiker_72 hat da völlig Recht. Sorry, ich wollte nichts unabsichtlich beschönigen. Wink

Nur zu Aufklärungszwecken: Die durchgezogene Linie ist die Luftleitungshörschwelle, also wie der Name schon sagt, deine Hörschwelle vom Kopfhörer über die Luft zum Trommelfell. Die gepunktete Linie darüber ist die Knochenleitungs-Hörschwelle. Ein Knochenleitungs-Hörer wird an den Schädelknochen hinter dem Ohr gedrückt und regt über die Schallleitung des Schädelknochens das Innenohr zum Schwingen an. Dabei wird das Mittelohr (Trommelfell und Gehörknöchelchen) "übergangen" und man kann eine Aussage darüber treffen, wie sehr das Mittelohr an der Hörminderung beteiligt ist.
Allons-y!
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 31.01.2017, 17:07 von Ohrenklempner. ↑  ↓

#13 10.02.2017, 11:32
svenyeng Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 1.454


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
Hallo!

Also wenn irgendwas unangenehm laut, schrill oder sonst was ist geht man direkt zum Akkustiker (da ist kein Termin nötig), damit der die Programmierung anpasst.
Laustärke ist heutzutage bei Hörgeräten Nebensache.
Früher hat man einfach laut gemacht. groß anderes ging ja technisch nicht.
heute werden die Geräte nach der Hörkurve eingestellt um so genau das auszugleichen was bei den Ohren kaputt ist bzw. die Frequenzen die fehlen.

Nach 8 Jahren zahlt keine Krankenkasse mehr irgendwelche Reparaturen, da es alle 6 Jahre Zuschüsse für neue Geräte gibt.
Bei so alten Geräten weiß man nie was als nächstes kaputt geht.

Was noch dazu kommt, in 8 Jahren ist bei der Hörgerätetechnik sehr viel passiert. Will sagen, vieles hat sich verbessert. Es ist viel mehr möglich.
Daher macht es einfach Sinn, neue Geräte zu nehmen.

Ich weiß, es ist eine Kostenfrage, aber ggf. kommt man mit zuzahlungsfreien Geräten klar. Wenn nicht gibt's es notfalls noch eine 0% Finanzierung über 3 Jahre.

Gruß
sven
↑  ↓

#14 13.02.2017, 18:00
Monacofranze Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.01.2017
Beiträge: 6


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
Zitat von svenyeng:

Nach 8 Jahren zahlt keine Krankenkasse mehr irgendwelche Reparaturen, da es alle 6 Jahre Zuschüsse für neue Geräte gibt.
Bei so alten Geräten weiß man nie was als nächstes kaputt geht.

Ich weiß, es ist eine Kostenfrage, aber ggf. kommt man mit zuzahlungsfreien Geräten klar. Wenn nicht gibt's es notfalls noch eine 0% Finanzierung über 3 Jahre.

Gruß
sven

Hallo Sven,

danke für Deine interessanten Ausführungen.

Die Auskunft meiner Krankenkasse war vor kurzem, dass sie jederzeit Reparaturkosten für die HG übernehmen, auch nach 8 Jahren, nur muss das Sinn ergeben, d. h., die Kosten müssen im Verhältnis zum Alter der HG gesehen werden. Aber das ist mir schon klar und sicher auch verständlich.

Wegen der Kostenfrage brauche ich sicherlich keine Finanzierung, aber ich bin halt noch aus einer Generation, bei der der Kostenfaktor ebenfalls eine Rolle spielt. Ich denke, dass ich mir im Jahr 2008 ja auch schon einen gewissen Standard zugelegt habe und grundsätzlich habe ich auch nichts dagegen, wenn ich für gutes Geld auch etwas Gutes bekomme.

Viele Grüße und danke
Monacofranze
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 13.02.2017, 18:01 von Monacofranze. ↑  ↓

#15 16.02.2017, 17:31
Ohrenklempner Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 2.261


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
Zitat von Monacofranze:

Die Auskunft meiner Krankenkasse war vor kurzem, dass sie jederzeit Reparaturkosten für die HG übernehmen, auch nach 8 Jahren, nur muss das Sinn ergeben, d. h., die Kosten müssen im Verhältnis zum Alter der HG gesehen werden. Aber das ist mir schon klar und sicher auch verständlich.

Genau so sieht's aus. Ich hab noch nie von ner Krankenkasse gehört, dass ich gefälligst neue Hörgeräte anpassen soll, weil die "alten" schon zu alt sind. Es spielt auch keine Rolle, ob die Geräte 6, 10 oder 15 Jahre alt sind. Bisher wurde noch keine Reparaturrechnung bzw. Kostenvoranschlag abgelehnt.
Allons-y!
↑  ↓

#16 16.02.2017, 21:04
akopti Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 17.08.2016
Beiträge: 704


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
Zitat von Ohrenklempner:
Genau so sieht's aus. Ich hab noch nie von ner Krankenkasse gehört, dass ich gefälligst neue Hörgeräte anpassen soll, weil die "alten" schon zu alt sind. Es spielt auch keine Rolle, ob die Geräte 6, 10 oder 15 Jahre alt sind. Bisher wurde noch keine Reparaturrechnung bzw. Kostenvoranschlag abgelehnt.

Ich habe es schon ein paar mal erlebt. Die Begründung des Sachbearbeiters war, dass es oft so ist, dass nach einer Übernahme der Reparatur innerhalb eines halben Jahres bis Jahr dann doch neu angepasst wurde. Somit ist es für die Kasse günstiger, im Schnitt, die Reparatur ab zu lehnen und eine Neuanpassung zu empfehlen. Kann aber sein, dass die KK regional unterschiedlich entscheidet.

Gruß

Dirk
↑  ↓

#17 17.02.2017, 10:25
Ohrenklempner Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 2.261


Betreff: Re: Hörgeräte über 8 Jahre alt
Zitat von akopti:
Kann aber sein, dass die KK regional unterschiedlich entscheidet

Oder die Genehmigungsgrenze wurde zu oft überschritten. Wink
Bei den AOKs beispielsweise muss man ab 100,- Euro nen KV einreichen. Wenn man das zu oft macht, stellt sich die Kasse sicherlich irgendwann quer.
Allons-y!
↑  ↓

Seiten (1): 1

Interessantes für Gäste und User ohne Beitrag in den letzten 100 Tagen ...



Alle Zeitangaben in GMT +01:00. Aktuelle Uhrzeit: 21:32.