#1 31.01.2017, 21:07
Patrick Bambach Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 31.01.2017
Beiträge: 1


Betreff: Erfahrungen mit Hörgerätanbieter Kind, Geers...
Hallo,
erstmal vielen Dank für die Aufnahme im Forum.
Ich habe von meinem HNO ein Rezept für zwei Hörgeräte bekommen.
Da ich überhaupt keine Erfahrung mit Hörgeräten bwz. mit den Anbietern haben, hier meine Frage:
wer kann mir denn einen guten Hörakustiker empfehlen, ohne Abzoge bei dem der Patient noch im Vordergrund steht...
Ich wohne in der Nähe von 66740 Saarlouis (Saarland).
Vielen Dank im Voraus für Eue Hilfe.

MfG Patrick Bambach
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 31.01.2017, 21:10 von Patrick Bambach. ↑  ↓

#2 04.02.2017, 21:53
Alter Sack Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 15.12.2012
Beiträge: 23


Betreff: Re: Erfahrungen mit Hörgerätanbieter Kind, Geers...
Hallo Patrick,

deine Frage ist nicht einfach zu beantworten.
Gehe zum nächstbesten Akustiker in deiner Nähe und lasse dich erst mal beraten.
Ich habe zweimal den HA gewechselt und bin jetzt bei Kind.
Hier besteht das Problem, dass die zwar recht kompetent und vor allem auch geduldig sind, andererseits aber auch extrem gewinnorientiert arbeiten.
Da werden dir erst mal Zettels auf'n Tisch gelegt, mit ner Auflistung, was die ganzen Zusatzoptionen kosten und dass, obwohl du zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht weißt, ob die angebotenen HG dir überhaupt weiterhelfen.
Ich kann nur für mich sprechen, aber generell begegne ich allen HA erst mal sehr zurückhaltend.

Deshalb prüfe einfach mal den nächstbesten und wenn die dir zu aufdringlich sind oder du ein schlechtes Bauchgefühl hast, dann breche dort ab und gehe zum Nächsten.

Gruß
Ulli
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#3 05.02.2017, 00:12
pascal2 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.04.2011
Beiträge: 413


Betreff: Re: Erfahrungen mit Hörgerätanbieter Kind, Geers...
Noch ein alter Sack. Grinning
Ich war vor meiner Ertaubung ebenso zuletzt bei Geers.
Hatte in über 30 Jahren so manche Akustiker hinter mich gebracht.
Die Ehrlichkeit bei Geers empfand ich erfrischend, gleich auf den Tisch gelegt zu bekommen, was da finanziell so auf mich zukommt.
Besser als bei den Anderen, wo ich zuvor war und die immer nur langsam die Katze aus dem Sack gelassen haben.
Zum Glück hat der weise Trittin die Entwicklung des Deutschen Rentensystems früh erkannt und das Flaschenpfand eingeführt !
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#4 20.02.2017, 21:55
Orchidee Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 05.11.2016
Beiträge: 19


Betreff: Re: Erfahrungen mit Hörgerätanbieter Kind, Geers...
Also ich lese immer wieder über die Abzocke bei Kind. Bis jetzt habe ich diese Erfahrung überhaupt nicht gemacht. Ich teste derzeit die zuzahlungsfreien von Amplifon. Heute habe ich sie nochmal nachstellen lassen, die Nebengeräusche etwas zurückgenommen und insgesamt die hohen Töne zurück genommen. Die Otoplastik ist dort im Preis enthalten mit 35 Euro. Die sitzt sehr gut und das Pfeiffen meiner alten Simensgeräte tritt auch nicht auf. Am Donnerstag soll ich dann Oktikon Geräte bekommen.dann stehen noch Starkey auf dem Programm, der Name sagt mir aber nichts. Kennt diese Marke jemand?
Ausserdem fühl ich mich dort gut beraten. Wenn es nichts wird, gehe ich zum Nächsten, Rezept habe ich noch keins abgegeben.

Gruss Claudia
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#5 21.02.2017, 09:13
Lchtschwrhrg Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 28.01.2017
Beiträge: 456


Betreff: Re: Erfahrungen mit Hörgerätanbieter Kind, Geers...
Hallo Patrick,
inzwischen wirst Du sicher Deine eigenen Erfahrungen gemacht haben.

Es ist und bleibt aus meiner Sicht und sehr kurzer Erfahrung bei "HG" ein "Geschäft".

Als Hörgeschädigter möchte man das Hör- bzw. Verstehen-defizit möglichst beseitigen.
Die Anbieter agieren in einem weitgehend durch KK regulierten Markt und es gibt eine Reihe von Herstellern (interessanter Weise darunter sehr viele Dänen).

Die Geräte haben durch die Entwicklungen der µProzessoren einen guten Leistungsstandard.

Die Hörgeräte-Verkäufer sind als Akustiker Fachleute - werden dabei äußerst umfassend von Software-Programmen zur Messung und Anpassung der Hörgeräte unterstützt. Da kommt es schon mal darauf an, wie gut das der jeweilige Akustiker kann und nutzt.

Noch mehr aber kommt es darauf an, dass wir als Kunden auch das "Vertrauen" in das Gegenüber haben können. Ich will da z.B. keinen großen Zampano mir gegenübersitzen haben, der da husch husch irgendwas aus dem Zylinder zaubert und auf Applaus hofft - ich will einen ehrlichen Berater, der sein Handwerk (und das Programm) beherrscht. Das ist für mich die Basis.

Und - so wie ich als Kunde ein Ziel habe - "das Beste für mein Ohr" -und die Rahmenbedingungen, die ich dafür setze - was will ich wie zu welchem Preis -
so hat auch der Akustiker ein Ziel - und oder eine Zielvorgabe.

Daraus folgt für mich logisch, wenn ein Akustiker mir ein HG verkauft, verfolgt er auch seine Interessen - und seine Rahmenbedingungen.

Der Verkauf des Grundgeräts, Zubehör beinhaltet Wartungs/Reparatur-Pauschale für 6 Jahre bei den Kassengeräten. Klar- der eine Kunde kommt in den 6 Jahren nie mehr - ein anderer dafür x-mal - also streut sich das Risiko. Von den 800€ die so ein Gerät als VK hat - also netto 670€ , kann man sich ausrechnen, dass selbst wenn da 100% Aufschlag auf den Einkaufspreis wären, (die es vermutlich nicht sind) der Akustiker also 335 € am HG hätte - dann hat er direkt 3 - 6 Stunden Beratung mit Personal, Ladenmiete und sonstige direkte/indirekte Kosten der Erstversorgung zu decken, für kommenden sechs Jahre bekommt er ca 170 -190 Euro - d.h. pro Jahr gut 30 Euro von der Kasse. Dass der selbstständige Akustiker da fast gezwungen ist, mehr als nur das zu erzielen, klingt logisch.

Also werden da klar alle "nice to have" Argumente für ein höherwertiges Gerät lanciert werden - was davon für mich als Kunde notwendig oder sinnvoll ist, liegt in meiner Kundenentscheidung.

Dem angestellten Akustiker ist das prinzipiell weniger wichtiger - es sei denn, es wird ihm wichtig gemacht, in dem ein Umsatz-/Margenziel gesetzt, das sein Einkommen bestimmt.


Nun sind die Akustiker seit vielen Jahren nicht mehr die kleinen "Einzelgeschäfte", sondern es gibt die Ketten, die einerseits von Einkaufsvorteilen profitieren, andererseits aber mit der Ausbreitung auch andere Kostenfaktoren u. -risiken eingehen (und zu vermeiden versuchen).

Da kann man als "Laie" nur fragen, fragen, fragen - nicht nur bei Einem, sondern bei verschiedenen Anbietern. Die wollen was verkaufen, was wir brauchen. Die Fragen, die man sich selbst stellt sind: kann ich dem fachlichen, dem wirtschaftlichen und dem menschlichen Gegenüber vertrauen?

Und nur das zählt am Ende, zusammen mit dem ausgewählten Produkt "Hörgerät", wie zufrieden ich als Kunde mit der Lösung bin bzw. sein werde.
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#6 27.02.2017, 21:25
Ohrenklempner Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 2.862


Betreff: Re: Erfahrungen mit Hörgerätanbieter Kind, Geers...
Es gibt in der Tat noch einige kleine selbständige Akustiker (hier zum Beispiel *wink*). Der Vorteil bei nem "Kleinen" ist, dass es da wenig Druck "von oben" gibt. Da zählt nicht der Zwang, was teures verkaufen zu müssen, damit es mit der Monatsprovision klappt und man vom Filialleiter keinen Anschiss bekommt. Wink
Preislich gibt es da sicherlich kaum Unterschiede, denn auch die kleinen Akustiker sind oft in Leistungsgemeinschaften organisiert, z.B. Hörex, Dialog, Isma ...., die bei den Lieferanten auch gute Konditionen haben.
Allons-y!
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