#1 13.06.2017, 16:38
Dirk R. Abwesend
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Betreff: Gebrauchte Hörgeräte
Hallo allerseits. Ich bin neu hier, glücklicherweise nicht schwerhörig und würde gerne wissen, wo man gebrauchte Hörgeräte verkaufen kann. Ich besitze ein Paar Siemens/Signia Motion 5 primax. Sie wurden im September 2016 neu ohne gesetzliche Zuzahlung gekauft und seit dem liegen sie nur herum. Verschenken möchte ich sie nicht.
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#2 13.06.2017, 17:05
JosB Abwesend
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Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Hallo Dirk,

ich denke dein Vorhaben wird schwierig, da keiner gebrauchte Hörgeräte ohne die Einstellung eines Fachmanns braucht. Beim Preis für neue Hörgeräte ist auch immer die Dienstleistung fürs Einstellen in den nächsten Jahren mit dabei. Viel Glück bei der Käufersuche!
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#3 13.06.2017, 20:44
KatjaR Abwesend
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Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Jeder in Deutschland gesetzlich Versicherte mit einer diagnostizierten Hörstörung kann ein zuzahlungsfreies Hörgerät von seiner KK bezahlt bekommen, warum sollte man ein solches gebraucht kaufen, wo man noch selbst für die Einstellung sorgen muss?
Gruß Katja
Langjährige CI-Trägerin (AB) "Nehmt nur mein Leben hin in Bausch und Bogen, wie ich´s führe; Andre verschlafen ihren Rausch, Meiner steht auf dem Papiere." Laughing
Johann Wolfgang von Goethe
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#4 13.06.2017, 23:59
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Zitat von KatjaR:
Jeder in Deutschland gesetzlich Versicherte mit einer diagnostizierten Hörstörung kann ein zuzahlungsfreies Hörgerät von seiner KK bezahlt bekommen, warum sollte man ein solches gebraucht kaufen...

Gerade deshalb...

Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#5 14.06.2017, 08:26
Dirk R. Abwesend
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Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Ich habe gestern mit dem Hörgeräteakustiker in Bielefeld telefoniert, der sie verkauft hat. Er würde sie sogar kostenfrei anpassen/einstellen, wenn ich jemanden finden würde, der sie verwenden könnte. Das hatte ich so nicht erwartet. Die neu anzufertigenden Otoplastiken würden je 80 Euro kosten. Die Geräte selbst sind in der SX-Ausführung, diese seien für beginnende bis mittelstarke Schwerhörigkeit geeignet.
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#6 14.06.2017, 22:11
KatjaR Abwesend
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Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Dann muss derjenige trotzdem noch die 80 Euro bezahlen, Otoplastiken sind in der Versorgung normalerweise enthalten, plus den Preis an dich, für ein Produkt, welches er von seiner KK ohne Zuzahlung bekäme.
Langjährige CI-Trägerin (AB) "Nehmt nur mein Leben hin in Bausch und Bogen, wie ich´s führe; Andre verschlafen ihren Rausch, Meiner steht auf dem Papiere." Laughing
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#7 14.06.2017, 22:35
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Neue Zweitgeräte, bei welchen welchen ja weder zusätliche Otoplastiken noch eine erneute Einstellung erfordelich sind, bekommt man leider nur zu einem viel zu hohen Preis, da man nämlich als Endverbraucher insbesondere aus Gründen von Intransparenz (und da der so genannte "freie Markt" eh eine Illusion ist) nicht ausschliesslich die Hardware ohne jegiliche Dienstleistung käuflich erwerben kann.

Da ist der Kauf von gut erhaltenen Gebrauchtgeräten immerhin eine Option.

Gruss fast-foot
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#8 15.06.2017, 00:07
akopti Abwesend
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Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Die Frage ist, ob man wirklich ein Zweitgerät benötigt, oder man sich diese Ausgabe wirklich sparen kann.

Da zur Zeit immer mehr Hersteller mit sogenannten Trial-Geräten arbeiten, kann man in Falle der Reperatur den Kunden zur Überbrückung ein solches Gerät mit seiner Einstellung mitgeben. Das ist Kostenfrei und in den Verträgen geregelt. Auch das Signia Motion primax gibt es als Trial-Gerät. Dafür ist also kein Zweitgerät notwendig.

Bei Verlust des HG ist meistens auch die Otoplastik nicht mehr vorhanden. Je nachdem wie groß der zeitliche Abstand zwischen der Anpassung und dem Verlust ist, so ist eventuell eine Neuanpassung sinnvoll. Ob dabei der gleiche Hörgerätetyp zur Anwendung kommt hängt von vielen Faktoren ab.

Zur Transparenz:
Wenn bei meinem Auto die Kupplung gewechselt wird, dann weiß der Mechaniker, was das Ersatztzeil kostet und wieviel Zeit er benötigt wird.
Wenn der Fernsehtechniker meine TV repariert, dann weiß er, wieviel Zeit er braucht und was das Modul kostet, was er austauscht.
Wenn der Waschmaschinentechniker meine defekte Maschine repariert, dann weiß er welche Zeit er benötigt und was das Ersatzteil kostet.

Was ist der Unterschied zu eine Hörgeräteakustiker: ER ARBEITET MIT MENSCHEN. Hier ist nie voraussehbar wie lange es dauert, bis das richtige Hörsystem gefunden und optimal eingestellt ist. Dabei gibt es Fälle, wo die Anpassung eines Kassengerätes länger dauert als bei einem Zuzahlungssystem, weil jeder Kunde ein Individuum ist.
Soll der Akustiker jedes mal, wenn der Kunde kommt eine Uhr starten, wie bei einem Schachspiel. Ich glaube, dass die Qualität einer Anpassung leidet, wenn es um die Zeit geht.

Ich habe mal versucht, im Bereich der Kontaktlinsenanpassung eine Trennung von Materialpreis und Anpassleistung zu trennen. Als mein Kunde seine Rechnung dann bei der KK eingereicht hat, wollte diese nur das Material übernehmen. Wir mussten dann den die Rechnung so ändern, dass nur noch ein Preis da stand, dann wurde dir Rechnung von der KK übernommen.
Ich kenne persönlich den früheren Vorsitzenden des Zentralverbands für Augenoptik. Er hat schon vor ca 25 Jahren versucht für Brillen und Kontaktlinsen, sowie für vergrößernde Sehhilfen den Materialpreis und den Anpasspreis zu trennen. Es wurde von den Kunden, also vom Markt nicht angenommen.

Ein Beispiel: Ein Kunde kommt zum Akustiker und möchte den Preis eine Hörgerätes wissen. Er bekommt gesagt, es kostet 750 Euro fürs Material. Die Anpasskosten kann ich ihnen nicht sagen, weil ich nicht weiß, wie lange sie benötigen die richtige Wahl zu treffen. Zudem kostet jeder Service in den nächsten 6 Jahren jedes mal. Wieviel kann ich nicht sagen, weil ich nicht weiss, ob ich nur das Gerät reinigen oder eventuell nachstellen muss. Und ständig tickt die Uhr.
oder
Das Hörsystem kostet 1800 Euro inklusive Anpassung und Service von 6 Jahren, egal wie oft sie kommen.

Bei der zweiten Version hat der Kunde die Sicherheit, das er vorher weiß, was auf ihm zukommt und er sich keine Gedanken darüber machen muss, wieviel Zeit für die optimale Versorgung benötigt wird.

So, jetzt wird es psychologisch. Wie tickt der Mensch: Maslow-Pyramide Nach den physiologischen Grundbedürfnissen, kommt gleich das Bedürfnis nach Sicherheit.

Nochmals. Der Akustiker arbeitet mit Menschen und nicht mit Dingen.

Gruß

Dirk

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#9 16.06.2017, 11:23
Ohrenklempner Anwesend
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Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Ach Dirk, die Menschenorientierung in allen Ehren, aber auch Fahrzeughändler und Waschmaschinenverkäufer arbeiten mit Menschen, so wie Hörakustiker auch mit Dingen arbeiten.

Mit dem gebrauchten Hörgerät ist es wie mit nem gebrauchten Auto. Niemand kauft ein Auto, was er nicht kennt und nie gefahren ist, einfach so. Genau so ist es mit nem Hörgerät. Es gibt Leute, die finden ihren Benz super und würden sich nie in etwas anderes setzen. Der nächste ist in seinen Skoda verliebt und findet Mercedes zu klobig und zu muffig.

Was ist nur sagen wollte, ich finde Wegwerfmentalität nicht schön. Wenn jemand erfahren mit Siemensgeräten ist, vielleicht Binax oder Primax mal probiert hat und für wenig Geld ein Paar gute Hörgeräte haben möchte, warum dann nicht was Gebrauchtes kaufen?
Allons-y!
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#10 22.06.2017, 20:56
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Hier noch kurz meine Sichtweise

Zitat von akopti:
Die Frage ist, ob man wirklich ein Zweitgerät benötigt, oder man sich diese Ausgabe wirklich sparen kann.

Diese Frage hat ein potentieller Käufer eines Zweitgeräts bereits für sich beantwortet, sonst würde er nicht danach suchen (zumindest, wenn er vernunftbegabt ist).

Ausserdem müsste ein Hörgerätehersteller ein Interesse daran haben, möglichst viele Geräte zu verkaufen. Anscheinend gibt es aber noch andere Interessen, welche höher gewichtet werden. Vielleicht ist es eben die (nicht gewollte) Transparenz bezüglich getrennter Auflistung der Kosten für die Hardware und die Dienstleistung. Hierbei bin ich nicht der Meinung, dass nicht mit Pauschalen gearbeitet werden dürfe (wenn es bspw. um den Aufwand für die Einstellung geht etc. - eine Pauschale für die Hardware (zumindest das Gerät (inklusive frei geschaltete Software) ohne Otoplastiken) fände ich natürlich nicht sinnvoll).


Zitat von akopti:
Zur Transparenz:
Wenn bei meinem Auto die Kupplung gewechselt wird, dann weiß der Mechaniker, was das Ersatztzeil kostet und wieviel Zeit er benötigt wird.
Wenn der Fernsehtechniker meine TV repariert, dann weiß er, wieviel Zeit er braucht und was das Modul kostet, was er austauscht.
Wenn der Waschmaschinentechniker meine defekte Maschine repariert, dann weiß er welche Zeit er benötigt und was das Ersatzteil kostet.

Eben. Wenn ich nur die Hardware ersetzen möchte, geht das nicht, obwohl der Akustiker ja wissen dürfte, wie viel diese kostet bzw. er dafür bezahlt. Einen Grund muss es ja geben, dass er nicht das Gerät ohne Dienstleistung verkaufen will (oder darf). Diese(r) (welche(r) auch immer dies sein mag/mögen) haben wohl kaum etwas mit der Wahrnehmung von Kundeninteressen zu tun.


Zitat von akopti:
Was ist der Unterschied zu eine Hörgeräteakustiker: ER ARBEITET MIT MENSCHEN. Hier ist nie voraussehbar wie lange es dauert, bis das richtige Hörsystem gefunden und optimal eingestellt ist. Dabei gibt es Fälle, wo die Anpassung eines Kassengerätes länger dauert als bei einem Zuzahlungssystem, weil jeder Kunde ein Individuum ist.
Soll der Akustiker jedes mal, wenn der Kunde kommt eine Uhr starten, wie bei einem Schachspiel. Ich glaube, dass die Qualität einer Anpassung leidet, wenn es um die Zeit geht.

Eben gerade beim Kauf ausschliesslich des Geräts ohne Dienstleistung (bis auf die Uebertragung der Einstellungen) ist die Rechnung denkbar einfach, die Argumentation für mich also absolut nicht nachvollziehbar.

Ich konzentriere mich in meiner Antwort bewusst auf die Transparenz in Bezug auf den hier vorliegenden Zusammenhang. Auf die Auflistung weiterer zahlreicher Punkte möchte ich daher an dieser Stelle verzichten.


Gruss fast-foot
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#11 22.06.2017, 22:36
akopti Abwesend
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Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Hallo fast-foot,

Zitat von fast-foot:

Eben gerade beim Kauf ausschliesslich des Geräts ohne Dienstleistung (bis auf die Uebertragung der Einstellungen) ist die Rechnung denkbar einfach, die Argumentation für mich also absolut nicht nachvollziehbar.

ich kann dir nur empfehlen, mal ein halbes Jahr bei einem Akustiker zu hospitieren. Danach wirst du die Sache aus der Sicht der Realität sehen und nicht aus der eines Theoretikers.

Mit einfach nur die Einstellung einspielen ist nicht. Wenn z.B. nur ein Seite durch ein gebrauchtes Gerät ersetzt wird, dann sind durch die natürliche Alterung der Wandler unterschiede zwischen den beiden Seiten möglich, die durch eine Anpasssitzung und einer Kontrollsitzung korregiert werden müssen.
Meistens passiert so ein Fall nicht kurz nach der Erstanpassung sondern nach ein paar Jahren. Was machst du, wenn dann der Kunde dich bittet, die Einstellung zu aktualisieren. Also Hörtest, Einstellung und wieder eine oder zwei Kontrollsitzungen. Wie ist das dann abzurechnen?

Nochmals wie oben geschrieben und von dir beflissentlich überlesen oder ignoriert wurde. Der Markt, also die Kunden, haben sich gegen die Transparenz entschieden.

Aus der Augenoptik: Ich habe mal begonnen die Augenglasbestimmung nach Aufwand ( Standardmessung, Ergänzende Messung von Winkelfehlsichtigkeiten, Einstellfähigkeit auf die Nähe, Sehgleichgewicht) zu berechnen und diese Dienstleistung aus dem Hardwarepreis herausgenommen. Ich habs nach einem halben Jahr wieder aufgegeben, weil mir die Kunden davon gelaufen sind.
Ähnliches habe ich bei der Kontaktlinsenanpassung erfahren.
Der Markt = die Kunden wollen es nicht
Soviel zur Theorie und Praxis.

Gruß

Dirk
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#12 23.06.2017, 09:02
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Zitat:
Nochmals wie oben geschrieben und von dir beflissentlich überlesen oder ignoriert wurde. Der Markt, also die Kunden, haben sich gegen die Transparenz entschieden.

[Passage vorerst durch User entfernt]

"4. Für Risikofreudige und Selbstanpasser – Hörgeräte direkt online bestellen

Die Schwierigkeiten eines weiten Anfahrtsweges entfallen natürlich bei einem direkten Online-Kauf von Hörgeräten im Ausland. Hier entfällt aber auch jeder persönliche Kontakt und die Qualität der Beratung lässt sich nur schwer beurteilen. Die meisten Hörgeräte-Online-Angebote sind im EU-Ausland. Durch den Import fallen weitere Kosten für die Einfuhr, wie Einfuhrumsatzsteuer und gegebenenfalls Zoll-Gebühren, an. Hier stehen viele Barrieren einem zum Teil deutlich niedrigeren Gerätepreis entgegen. Wer online bestellen möchte, sollte genau wissen, was er für Geräte braucht. Ein Umtausch wird von einigen Händlern zwar freiwillig angeboten, aber hohe Kosten für den Versand und unklare Verbraucherrechte schränken dieses Angebot wieder ein. Viele Online-Händler bieten mit der Auslieferung der Hörgeräte einen First-Fit (Erstanpassung) an. Hierzu schickt man sein aktuelles Audiogramm, z. B. vom Ohrenarzt an den Händler. Der stellt die Geräte dann entsprechend ein. Damit das Hörgerät auch sicher im Gehörgang sitzt, werden für eine offene Versorgung verschieden große Ohrpassstücke mitgeliefert. Ob alles wirklich passt und ob die Einstellungen gut sind, insbesondere da kein Rückkopplungstest am Ohr durchgeführt wurde, ist daher fast schon Glückssache. Wer dann mit den Geräten zum nächsten Akustiker geht, wird eine kostenlose Hilfe in jedem Fall nicht erwarten dürfen. Für technisch Versierte, die ihre Hörgeräte sowieso selbst einstellen möchten, führt praktisch kein Weg am Online-Kauf vorbei. Insbesondere die Programmierschnittstellen bekommt man nur im Ausland. Dafür hat man dann aber auch alle Freiheiten und kann sich die Geräte jederzeit selbst anpassen, vorausgesetzt man hat sich ausreichend mit dem Thema Hörgeräteakustik auseinandergesetzt. Für Otoplastiken führt aber nach wie vor kein Weg am Akustiker vorbei. Für leichte Schwerhörigkeiten reichen jedoch meist offene Versorgungen über Standarddomes aus.

Vorteile des Online-Kaufes

- Niedrigste Gerätepreise

- Programmierschnittstellen können mitgekauft werden


Nachteile des Online-Kaufes

- Komplizierte Abwicklung (Versand, Zoll, Service)

- Keine persönliche Beratung

- Keine Nachbehandlung und Feinanpassungen"


Zitat abrufbar unter folgendem Link:

https://hoergeraete-hacks.s-p-s.de/...ne-kaufen/


Wenn es wirklich so wäre, wie behauptet wird, würden die unten verlinkten Plattformen nicht existieren:

http://xn--fairhren-r4a.net/...eht_180_s1

https://hoergeraete-hacks.s-p-s.de/...aus-china/

Es empfiehlt sich meiner Ansicht nach auch, den einen oder anderen Kommentar zu lesen.


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#13 23.06.2017, 10:23
Musiker_72 Abwesend
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Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
M. E. lohnt sich in Deutschland, wo jeder eine Krankenversicherung hat, dieser Weg fast nie.

Es gibt mittlerweile RITE-Geräte im Basisbereich ohne oder mit wenig Zuzahlung. Die Aussagen in dem China-Hörgerät-Artikel sind somit nicht mehr aktuell, Du bekommst - wenn Du eine Verordnung hast - ein besseres Gerät mit Service vom Akustiker für weniger Geld.

Selbsteinstellen macht m.E. zum Beispiel für Musiker Sinn. Kein Akustiker den ich kenne hat z.B: ein Orchester oder einen Flügel in seinem Laden stehen. Eventuell kann ein guter Akustiker das nach Erfahrung trotzdem so einstellen, dass das Hörgerät auch in den genannten Situationen funktioniert. Wenn nicht, müsste er sich aber die mÜhe machen, den Musiker zu diesen Orten zu begleiten (was mir niemand angeboten hat).

Menschen mit gesunden Ohren machen sich keine Vorstellung davon, wie unglaublich groß die dynamische Bandbreite von Schall, insbesondere Musik, ist. Wenn man in der Akustikerkabine sitzt und sich unterhält (ca. 50 dB), dann erscheint das präsentierte Musikbeispiel mit 75 bis 80 dB schon "laut". Objektiv gesehen ist es das aber nicht, wenn ich in meinem recht kleinen Raum auf meinem recht großen Flügel spiele dann bin ich im Bereich von 50 bis 110 dB, und die Dynamik ist viel größer als auf komprimierten CD-Aufnahmen.

Das gesunde Ohr gleicht diese riesigen Unterschiede aus, das kranke nicht.

Ich habe mir ein Zweitgerät online gekauft. Für das Paar habe ich 500 $ bezahlt, zzgl. nochmal 450 € für die Programmierschnittstelle. Das Gerät ist noch halbwegs aktuell, im Internet werden Preise von 2200 € (pro Gerät) genannt. Da ich für ein Zweitgerät keine Kassenleistung bekommen hätte, habe ich also über 3000 € gespart.

Aber wie viele schwerhörige Menschen sind in der Lage, so ein Gerät selbst einzustellen? Einer von 1000 ? Einer von 10 000? Eine echte Nische. Ich fände es schön, wenn Akustiker technisch Versierten SChwerhörigen das von sich aus anbieten würden, das würde vieles erleichtern. Zum Standard wird das Selbsteinstellen von HG aber m.E. nicht werden können.
↑  ↓

#14 23.06.2017, 13:00
Ohrenklempner Anwesend
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Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 1.607


Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Man muss tatsächlich auf die dargebotenen Klangbeispiele vertrauen. In der Regel werden auch vernünftige Aufnahmen genommen, die dynamisch unkomprimiert vorliegen. Meine Aufnahmen haben alle 16 Bit (CD-Standard) und somit eine Dynamik von 96 dB. Das reicht aus. Wink
Das Phänomen, dass in einem kleinen Raum alles gefühlt lauter klingt als in der realen Welt, kenne ich auch. Da hilft es, die Augen zu schließen und die Phantasie spielen zu lassen.
Allons-y!
↑  ↓

#15 23.06.2017, 18:02
Norbert44 Abwesend
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Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Hallo,
ich habe mir aus einem Nachlass 2 gebrauchte Hörgeräte gekauft und zwar exakt die gleichen wie meine jetzigen. Mit "einem Mausklick" hat mein Akustiker meine Einstellungen auf die Geräte gespielt.

Der Grund, als hochgradig Schwerhöriger bin ich ohne HG taub. Muss ein Gerät zur Reparatur brauche ich nicht zu warten bis mein Akustiker ein Ersatzgerät zur Verfügung stellen kann. Auch im Urlaub und im Ausland ist das nun sehr entspannt für mich, da ich immer Ersatz zur Verfügung habe.

Ein Problem war nur, den Verkäufer davon zu überzeugen, dass gebrauchte Hörgeräte nur äußerst schwer zu verkaufen sind, weshalb ich auch sehr wenig dafür bezahlt habe. Es war ja auch nur die Hardware.

Gruß
Norbert
↑  ↓

#16 23.06.2017, 21:14
akopti Abwesend
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Dabei seit: 17.08.2016
Beiträge: 686


Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Zitat von fast-foot:
Zitat:
Nochmals wie oben geschrieben und von dir beflissentlich überlesen oder ignoriert wurde. Der Markt, also die Kunden, haben sich gegen die Transparenz entschieden.

Nochmals für alle, welche schwer von Begriff sind, und dies nicht nur theoretisch Laughing


Wieder ein typischer Fast-Foot.

Ich klinke mich nun aus diesem Forum aus und werde meine ganze Energie denjenigen zu Teil werden lassen, die

- einfach 100 km fahren, um ihre Hörsysteme und den Service von mir zu erhalten, obwohl sie in nächster Umgebung auch ein Hörgerätefachgeschäft haben.
- auf Grund ihres quälenden Tinnitus mit Selbstmordgedanken zu mir kommen und für die ich Kontakte zu Spezialisten in der Nähe knüpfe und denen ich Hoffnung und Hilfe für eine lebenswerte Zukunft biete.
- gerne 2-3 Wochen warten um nur bei mir eine Hörsystemanpassung zu beginnen.
- von mir in Reparaturfall in wenigen Minuten eine Lösung erhalten,
- für empfohlene Kunden, die merken, dass ich mir für eine Basisversorgung genauso Zeit nehme, wie für eine hochwertige Versogung,
- wegen ihrer Hörminderung im Beruf gemobbt werden, und denen ich Verständnis entgegenbringe und ihnen Mut mache.
- mir eine gute Flasche Wein oder ein lecker Bier mitbringen, weil ich sie optimal und nach ihren Wünschen versorgt habe.

Dieses Zitat aus einer deiner Antworten sagt ganz klar, du bist ein Theoretiker.
Zitat von fast-foot:

Nur als kleinen Hinweis (oder besser: Denkanstoss): In meinen Postings findet oftmals eine präzise situationsbezogen angewandte Verknüpfung (dies ist ein anspruchsvoller, aktiver Prozess) von Inhalten aus Fachbereichen statt, die ich mir aufwändig autodidaktisch ERARBEITET habe (wurden also nicht aus einer bestimmten Sicht (mit bestimmten Interessen) für mich aufbereitet (etwas plakativ ausgedrückt) und sind schon gar nicht einfach angelesen) und die ich blitzschnell abrufen und möglichst präzise auf die jeweilige Situation abgestimmt anwenden muss, die also sehr präsent und daher wirklich "gegessen" sein müssen. Dies mit "angelesenem Wissen" abwerten zu wollen, finde ich absolut nicht gerechtfertigt. Aber was kann ich machen? Ich kann ja nicht verlangen, dass nur schon ansatzweise verstanden wird, was in meinen Postings vielfach wirklich abgeht. Das muss aber nicht heissen, dass zwangsläufig die Essenz daraus nicht ersichtlich ist (zur Kommunikation äussere ich mich später vielleicht noch ausführlicher).

Denn du hast noch nie dein Wissen an einem Schwerhörigen angewendet, hast noch nie eine Messung durchgeführt, du interpretierst nur Messergebnisse ohne die Besonderheit der Durchführung der Messnung oder des angewendeten Messgerätes zu kennen.

Und was das Menschliche betrifft. Das geht dir völlig ab. Du hast keinerlei Diskussionskultur. .

Falls jemand mit mir persönlich, auf einem menschlichen Niveau, in Kontakt treten will, kann er das gerne per PN tun. Das ist in einem Forum zwar eher kontraproduktiv, ich habe aber keiner Energie mehr dass viele meiner Antworten von einem allwissenden Nichts zerpflückt werden.

Bonsoir, Good bye und tschau

Dirk
↑  ↓

#17 23.06.2017, 22:05
rhae Abwesend
Administrator
Dabei seit: 08.07.2002
Beiträge: 1.147


Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Ich finde "allwissendes Nichts" ist ein schöner Ausdruck für den autodidaktischen fast-foot Laughing

Vielleicht richte ich dazu einen neuen Usertyp ein Angel

Vg Ralph (zur Zeit in SPO)
↑  ↓

#18 24.06.2017, 07:34
fast-foot Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.624


Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Laughing
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 24.06.2017, 07:55 von fast-foot. ↑  ↓

#19 24.06.2017, 20:46
TomBerlin Abwesend
Mitglied
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Beiträge: 27


Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Hallo Freunde, ich denke das wesentliche ist gesagt, wenn jemand aus der Nähe von Berlin kommt und seine Geräte Phonak Geräte anpassen mochte, ich habe die vorhandene Software und den iCube 1 und 2 bisher nur für die Übertragung meiner Daten auf meine Zweitgeräte genutzt, möge sich melden. Beste Grüße Tom
Tom
bds ototoxische Innenohrschwerhörigkeit, WHO4,
Phonak NAIDA V90 SP m. ROGER + ROGER Pen’s,+ ComPilot II + TV-Link II +PilotOne II
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 24.06.2017, 21:45 von TomBerlin. ↑  ↓

#20 24.06.2017, 21:48
klemme Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 11.08.2016
Beiträge: 25


Betreff: Re: Gebrauchte Hörgeräte
Hallo Tom,

ich hab dir 'ne PN geschrieben.

Andreas
↑  ↓

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