#21 20.09.2017, 11:08
svenyeng Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 1.228


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Hallo!

@starsky:
So wie Du das beschreibst, ist das sicherlich nicht verkehrt.
Der Kunde sollte dann eine abgespeckte Anpass-Software bekommen wo er eben nur eingeschränkt "schrauben" kann.

@all:
Ich glaube aber, das eines vergessen wurde:
Jeder Hersteller hat eine eigenen Software und teils auch Programmiergeräte.
Ich meine damit die Verbindung zum PC.
Da müsste der Kunde dann auch erstmal für viel Geld das sogenannte Interface kaufen. Wenn das über nen Standard Bluetooth Interface geht, prima!
Das wäre wohl auch die sauberste Lösung. Nur das wird günstigeren Geräten eben nicht implementiert.

Jetzt kommt noch ein weiterer Aspekt ins Spiel:
Wer supportet dem Kunden zu Hause die Technik?
Also der Kunde sitzt zu Hause am PC, installiert die Software, dabei treten Fehler auf, oder die Software läuft, aber die Hörgeräte verbinden nicht, ...
Ich als Fachinformatiker komme das vermutlich klar, aber ein normaler Anwender, der mit seinem PC gut umgehen kann, aber eben dann auch an seine Grenzen stößt, hat dann ein großes Problem, denn an diesem Punkt legt man dann das vorher eingesparte wieder drauf.
Ggf. muss der Computerservice her. Der darf dann ggf. auch noch mit dem Hörgerätehersteller kommunizieren usw. usf.

Gruß
sven
↑  ↓

#22 20.09.2017, 13:01
Faber
Gast


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
nun,
Bedenkenträger gab es immer und die wird es auch - im Gegensatz zu aussterbenden Branchen - immer geben, und sie werden stets schwer an ihren Bedenken zu tragen haben Smiling
aber:
Hörgeräte-Erwerb im Internet ist nicht Pflicht, das ginge dann beispielsweise genauso gut im Elektronikfachmarkt der Zukunft Smiling
und:
ich wiederhole mich:
ich wünsche mir diese Entwicklung nicht - ich sehe sie gnadenlos kommen.
und:
ich frage mich:
ist künftig für Hörgeräteanpassungs-Hotline nicht tatsächlich ein IT u./o. Elektronikfachmännchen sinnvoller als ein herkömmlicher Handwerksmeister? Smiling
LG
Gewichtl
↑  ↓

#23 20.09.2017, 13:27
svenyeng Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 1.228


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Hallo!

@gewichtl:
Zu Deiner Frage:
Nein, denn ein IT- oder Elektronikfachmann hat keine Ahnung von Akustik.

@starsky:
Zu dem was Du zum Thema Brille geschrieben hast:
Ich bin ja selber Brillenträger, käme aber nie auf die Idee im Internet eine Brille zu bestellen.
Ich habe aktuell eine Gleitsichtbrille mit guten Zeissgläsern.
Ich wüsste nicht, wie man sowas im Internet bestellen soll.
Das wir alles genau vermessen und ist sehr individuell.
Der Optiker ist da eben nicht ersetzbar.

Eine einfache Lesebrille ist was anderes. Die kann man sich sicherlich mal eben im Internet bestellen.

Gruß
sven
↑  ↓

#24 20.09.2017, 13:59
Ohrenklempner Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 1.703


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
In unserem kombinierten Optik-Akustik-Geschäft ist das alltäglich, dass die Leute ihre Brille online bestellen und damit irgendwie nicht ganz klar kommen.
In der Akustik gibt es ja schon Vertriebswege wie Audibene. Da erfolgt eine zentrale Beratung per Internet oder Telefonhotline, die Anpassung geschieht dann aber beim Akustiker.
Brillen.de macht das ja auch so. Die verkaufen online Fassungen und Gläser und die Messung und Anpassung macht der Optiker.
Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass der unbedarfte Kunde sich online das Hörgerät aussucht, was ihm am besten gefällt und sich das dann mit Erfolg anpassen lässt. Das wird nicht gut funktionieren -- kenne ich ja aus dem Alltag. Da kommt Herr XY, testet Widex und findet es super. Dann kommt Herr YZ (gleiches Alter, gleiches Audiogramm, gleicher Typ Mensch) und kommt mit Widex absolut nicht klar. Es ist und bleibt individuell.
Allons-y!
↑  ↓

#25 20.09.2017, 17:16
Starsky Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 16.08.2017
Beiträge: 124


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Zitat von svenyeng:

@starsky:
Zu dem was Du zum Thema Brille geschrieben hast:
Ich bin ja selber Brillenträger, käme aber nie auf die Idee im Internet eine Brille zu bestellen.
Ich habe aktuell eine Gleitsichtbrille mit guten Zeissgläsern.
Ich wüsste nicht, wie man sowas im Internet bestellen soll.
Das wir alles genau vermessen und ist sehr individuell.
Der Optiker ist da eben nicht ersetzbar.

Eine einfache Lesebrille ist was anderes. Die kann man sich sicherlich mal eben im Internet bestellen.

Gruß
sven

Sorry aber das stimmt so nicht, ich habe eine Fernbrille gekauft und die Optik und auch die Fassung ist tadellos, das Problem war eher, dass die Bügel etwas kurz waren und das biegen hab ich nicht kapiert (wollte sie nicht kaputt machen). Der Optiker hat 2 Minuten gebraucht fürs Biegen.
Und glaub mir, bei den Werten, die sind Standard, das wird nicht extra geschliffen, sondern das ist vorhandene Ware, nur die Bohrungen (z.B. bei rahmenlosen) wird ggfs. eben noch genau gemacht, je nach Bügel. Aber so ne Wahnsinnsleistung bei ner Fernbrille sicher nicht. Bei Gleitsichtgläsern ists aufwendiger. Wenn der Augenarzt gut ist oder (!) er einen Optiker in der Praxis hat (hatte ich mal). mißt der supergenau.

Grüße
Roman
↑  ↓

#26 21.09.2017, 08:05
svenyeng Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 1.228


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Hallo!

@starsky:
Wenn das für Dich gut funktioniert und Du so zufrieden bist, ok.
Bei mir kommt halt noch dazu das ich eine Hornhautverkrümmung habe.
Ich habe über 1000 Euro nur für die Gleitsichtgläser bezahlt.
Zeiss ist halt teuer, hat dafür aber die härtesten Gläser am Markt.
Ich hatte vorher Gläser (da waren es noch keine Gleitsicht) von einem anderen Hersteller, war halt sehr viel günstiger, aber die waren unheimlich schnell verkratzt. Das Problem habe ich mit den Zeissgläsern nicht.
Und ganz ehrlich, wenn ich so teure Gläser kaufe, dann hab ich beim Optiker meines Vertrauens auch guten Service, wenn mal was ist.
Hatte damals bei den verkratzten Gläsern sogar mal auf Kulanz sofort neue bekommen.

Gruß
sven
↑  ↓

#27 21.09.2017, 09:04
Crackliner Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 11.07.2016
Beiträge: 119


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?

Wenn ich das hier alles lese. Nein, brauchen wir nicht! Wir haben ja das Forum, und können es besser.

Mir fehlt noch eine Bauanleitung und die Bezugsquellen für die Einzelteile. Dann bin ich autark.
↑  ↓

#28 21.09.2017, 11:11
RemyRiver Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 09.11.2016
Beiträge: 526


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Zitat von Gewichtl:
drei Anmerkungen:
1.
ich "will" nicht die künftige Entwicklung - ich beschreibe sie.
2.
dieser Thread soll dazu provozieren, dass - wie von dir gerade begonnen - herausgearbeitet wird, was der wirkliche Mehrwert eines HGA-Fachgeschäftes ist, und warum es sich lohnt, der Zunft weiterhin Vertrauen zu schenken und auch gern Zuzahlungen für seine eigene Hör- u. Versteherleichterung zu bezahlen.
3.
mit zunehmend unredlich-schäbigen Manipulationsmätzchen manipuliert sich die Branche jedenfalls selbst ins AUS.
Meine Meinung.
Moin,
und
LG
Gewichtl
1. Das ist Quatsch. In welcher Welt entspricht das der jetzigen entwicklung? Keiner.

2. Selber eine Zuzahlung zu zahken halte ich dennoch nicht fuer sinnvoll, von der Krankenkasse/RV zu verlangen ordentliche Vertraege abzuschliessen schon. Zuzahlung hat nichts mit der Leistung des Akustikers zu tun. Hoeren ist kein Luxusgut und als solches wird es aber gehandelt.


3. Welche Manipulationsmaetzchen? Freier Geraetewahl? Freier Dienstleisterwahl?

Das Problem liegt nicht beim Akustiker, sondern die Finanzierung der HG. Akustiker brauchen wir als "Neutralenfachmann", vergibt der Staat/KK die HGs kannst du von ausgehen das wir nie eine Erhoehung fuer die Finanzierung erhalten haetten.

Es gibt einige Laender mit unterschiedlichen Modellen, wovon ich keinem zusprechen moechte das es die ideale heran gehensweise ist, das Britische System hat durchaus seine Vorteile mit Leihgeraeten (was will ich mit einer Sammlung von Jahrzehnte alter Technik?), wo in komplizierten Faellen auf teurere Geraete zurueck gegriffen wird. In Amerika gibt es diverse Moeglichkeiten zusaetzlich zur staatlichen Versicherung noch Zuschuesse vom Lion Club zu bekommen.

In Deutschland begibt man sich bei sowas in einen Wald der Zustaendigkeitsbuerokratie, wo einer die Zustaendigkeit auf den anderen abwaelzt um ja nicht zahlen zu muessen.

Zum Thema Hotline...
Liesst sich der grossteil von euch eigtl durch was ihr da schreibt? HGs einstellen ueber eine Hotline? Jetzt mal ganz abgesehen davon ob man technisch versiert genug ist (sprich jung, das scheint ja gleich bedeutend zu sein) bringt das gar nichts. Wenn ich HGs ueber eine Telefon Hotline einstellen lassen kann, dann brauch ich kein verdammtes Hoergeraet. Was sollen denn die an Taubheitgrenzenden machen? Guessing game? Denkt doch mal weiter als von der Tapete bis zur Wand. Da waeren Amplifier oder Over the Counter HGs wie in den USAum einiges wahrscheinlicher als der hotline Mist.

Der naechste Aspekt ist Sicherheit, ich moechte nicht das meine Hoergeraete Ferngewartet werden, genauso wenig wie ich einen Herzschrittmacher haben moechte der Ferngesteuert wird. Elektrische Geraete kann man hacken, und ich habe keine Lust das sich jemand (ohne das ich es merke) an meinen (teuer bezahlten) Geraeten zu schaffen macht.

Ich selber. In durch aus technisch versiert, hab auch einen Freund der selber Programmiert bzw IT studiert hat, dennoch bedeutet das nicht das einer von uns sich zu trauen wuerde so ein medizinisches Geraet einzustellen. Jeder der hier schreibt und sagt klar kann ich das ohne das gelernt zu haben (Musiker ausgenommen) ist einfach unglaublich arrogant und ueberheblich. Natuerlich kann man sich da rein fuchsen, natuerlich das lernen. Das dauert aber Jahre wenn nicht sogar Jahrzehnte und mit sich staendig entwickelnder Technik ist das kein abgeschlossener Prozess.

Kommt mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurueck, ihr kaemt doch auch nicht auf die Idee eure Kinder selber den Lehrstoff von 12 Jahren Schule bei bringen zu wollen, warum faengt man dannan an seiner eigenen Gesundheit rum zu pfuschen?
Hz 125 250 500 750 1000 1500 2000 3000 4000 6000 8000
dbR 20_25_35_60__60__60__60__50_25___5__15
dbL 10_10_10_10___5___5___5___5___5___5__15
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 21.09.2017, 11:15 von RemyRiver. ↑  ↓

#29 21.09.2017, 14:30
Faber
Gast


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
moin,

Klarstellung zum Thema "Hörgeräteversorgung der Zukunft":
1.
je besser die Algorithmen der AnpassSoftware - umso "schlichter" darf der Anwender sein.
weil:
er muss nicht wissen, wie´s warum funzt - das weiß die Software deutlich besser.
er muss nur beurteilen, ob ihm das hören und verstehen besser - oder schlechter - gelingt, je nachdem welchen Regler er wie bewegt. Was soll daran für ihn ein unlösbares Problem sein?
2.
IT-Fachmann, anstelle Handwerksmeister:
a)
die "Hotline" soll nicht die Hörsysteme anpassen, sondern lediglich helfen, falls es im Einzelfall Probleme bei der Softwareinstallation oder -Anwendung gibt.
b)
"Hotline" funzt heutzutage auch schon per Internetchat, also nicht nur per Telefonhörer, so sollte das also auch ein Schwersthöriger können Smiling
3.
eigentlich wäre es am Besten, die Krankenversicherungen zahlten gar nix für Hörsysteme,
weil:
"plötzlich ginge alles ganz easy - und weit billiger - über Elektronikfachmarkt u. internet".
Zusammenfassung:
nicht alles, dessen Sinnhaftigkeit sich einem selbst nicht gleich erschließt ist deswegen Unsinn, oder wie ein User hier das nannte "Quatsch".
LG
Gewichtl
↑  ↓

#30 21.09.2017, 14:58
AkustikerMeister Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.12.2016
Beiträge: 115


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Zitat von Gewichtl:
moin,

eigentlich wäre es am Besten, die Krankenversicherungen zahlten gar nix für Hörsysteme,
weil:
"plötzlich ginge alles ganz easy - und weit billiger - über Elektronikfachmarkt u. internet".
Zusammenfassung:
nicht alles, dessen Sinnhaftigkeit sich einem selbst nicht gleich erschließt ist deswegen Unsinn, oder wie ein User hier das nannte "Quatsch".
LG
Gewichtl

Wie erwähnt. Bei uns läuft das fast schon so. Die Beiträge sind sehr klein aber wenn man die möchte, muss das Gerät zugelassen sein. Die in der Apotheke und die vom Akustiker sind es.

Allerdings wenn man privat bezahlt kann man kaufen was man möchte.
Deshalb hat bei uns Migros (Migros ist so eine Art REWE, hat aber auch Elektronikgeschäfte à la Saturn einfach deutlich kleiner) und die Post angefangen "Hörhilfen" zu verkaufen.
Beide haben damit wieder aufgehört aus dem selben Grund:
Die Kunden waren 1. unzufrieden und sind 2. verständlicherweise ständig aufgetaucht mit Fragen zu Bedienung oder um ihren Unmut zu äussern (selbstverständlich kann man solche Geräte nicht ausprobieren).

Bin gespannt wie sich das deutsche System entwickelt.
Meiner Meinung nach, habt ihr bisher eines der besten in Europa. Neben des skandinavischen Ländern natürlich.

Liebe Grüsse
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 21.09.2017, 15:00 von AkustikerMeister. ↑  ↓

#31 21.09.2017, 15:27
Faber
Gast


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
moin AkustikerMeister,
das Problem des "deutschen Systems" - nicht nur im Hörgerätebereich Smiling - ist der "stao-Faktor" (stao = so_tun_als_ob).
AUCH im Hörgerätebereich funktioniert das System doch nur noch deshalb, weil die Mehrheit der Betroffenen nicht merkt, WAS da eigentlich zwischen den Parteien vereinbart worden ist.
DAS ist der eigentliche Grund - auch - meiner Propaganda und des geballten Widerstandes dagegen Smiling
LG
Gewichtl
↑  ↓

#32 21.09.2017, 15:51
Ohrenklempner Abwesend
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Beiträge: 1.703


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Zitat von Gewichtl:

AUCH im Hörgerätebereich funktioniert das System doch nur noch deshalb, weil die Mehrheit der Betroffenen nicht merkt, WAS da eigentlich zwischen den Parteien vereinbart worden ist.

Steht doch alles in der "Versicherteninformation". (siehe Anhang)

Miniaturansichten angehängter Bilder:
Versicherteninformation.jpg
Dateityp: Dateityp-Informationen zu: jpg jpg
Downloads: 161
Dateigröße: 208,64 KB
Bildgröße: 877 x 1019 Pixel
Versicherteninformation.jpg


Allons-y!
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 21.09.2017, 15:55 von Ohrenklempner. ↑  ↓

#33 21.09.2017, 16:35
Syrinx Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 31.10.2013
Beiträge: 253


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Prima Gedanke. Weg mit allem, was Fachpersonal heißt, beraten und helfen könnte, vernünftig bezahlt werden will. Sparen wir durch Kauf bei Elektrogroßmärkten oder der deutschen Post (die boten hier sogar abgelaufene Batterien zum vollen Preis an, ein Gratisabenteuer obenauf ;)) und basteln wir uns doch gleich alles Zuhause zusammen, optimal in Bausätzen .......für die, die viel Bock auf Technik und gaaanz viel Zeit haben und unendlich Geld, um verschiedenen Geräte zu kaufen, zwecks Test sicher auch heute schon eine schillernde Perspektive mit der Aussicht sich durch unendlich langwierige und spannende Anpasssoftware der einzelnen Hersteller zu pflügen inklusiver diverser neuer Kabel für die jeweiligen Hersteller.
Das beschäftigt und nötigt uns weder das Verlassen der eigenen 4 Wände noch unnötige Sozialkontakte ab, gibt es sicher online ganz bequem. ....Uuuups Embarrassing
beidseitig mit Phonak Audeo V versorgt und
zum Hörjunkie mutiert Grinning
↑  ↓

#34 21.09.2017, 17:25
Faber
Gast


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Hallo ohrenklempner,
in deinem Beitrag #32 bestätigst du doch geradezu mit deinen Worten "steht doch alles in der Versicherteninformation" den stao-Charakter (stao = so tun als ob),
weil:
der Kunde soll seine Fragen an den HGA richten, der ihm dann was von den (Nicht-)Möglichkeiten der Basisgeräte zum Kassentarif mit 3 Programmen und 4 Kanälen erzählt.
Mir erzählte noch kein Akustiker was von meinem Rechtsanspruch auf zuzahlungsfreie Hörgeräte im Umfang des § 19 der HilfsM-RL. Und wie soll ich nach etwas fragen, von dem ich nicht wissen soll, dass es das gibt? "stao" eben Smiling Und genau dieses "immer knapp an der Redlichkeit vorbei" sind die "Selbstwegmanipuliermätzchen" der Branche, von denen ich vorhin schrieb Smiling
LG
Gewichtl
es bleibt dabei:
mit dem Recht ist es so wie mit Muskel und Hirn:
"use it - or lose it" Smiling
↑  ↓

#35 21.09.2017, 17:31
Ohrenklempner Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 1.703


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Das stimmt nicht. Dann hast du hast dem Akustiker nicht zugehört.
Allons-y!
↑  ↓

#36 21.09.2017, 18:22
Tuchel48.1.1 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 14.05.2015
Beiträge: 263


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Hallo, Leute, gerade der Hörgeräte-Akustiker kann die "Richtigen" Hörgeräte herausfinden mit den Audiogrammen und zusätzlich die Geräte mit dem angenehmen Klang und der Unbehaglichkeits-Lautstärke. Nicht umsonst braucht man ca.1 bis 1 1/2 Stunden für die ganzen Messungen und den nochmaligen Messungen mit dem ausgesuchten Hörgerät. Und nicht umsonst kannder Kunde mehrfach Hörgeräte ausprobieren, bis er das Richtige gefunden hat.
Beim HNO-Arzt sitzt selten eine ausgebildete Akustikerin und per Internet läßt sich die Feinheit erst recht nicht ermitteln.
Ich gehe zu keinem Online-Akustiker, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Auch wenn er die Geräte zum halben Preis anbietet. Man schadet sich damit nur!
↑  ↓

#37 21.09.2017, 19:45
RemyRiver Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 09.11.2016
Beiträge: 526


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Zitat von Gewichtl:
moin,

Klarstellung zum Thema "Hörgeräteversorgung der Zukunft":
1.
je besser die Algorithmen der AnpassSoftware - umso "schlichter" darf der Anwender sein.
weil:
er muss nicht wissen, wie´s warum funzt - das weiß die Software deutlich besser.
er muss nur beurteilen, ob ihm das hören und verstehen besser - oder schlechter - gelingt, je nachdem welchen Regler er wie bewegt. Was soll daran für ihn ein unlösbares Problem sein?
2.
IT-Fachmann, anstelle Handwerksmeister:
a)
die "Hotline" soll nicht die Hörsysteme anpassen, sondern lediglich helfen, falls es im Einzelfall Probleme bei der Softwareinstallation oder -Anwendung gibt.
b)
"Hotline" funzt heutzutage auch schon per Internetchat, also nicht nur per Telefonhörer, so sollte das also auch ein Schwersthöriger können Smiling
3.
eigentlich wäre es am Besten, die Krankenversicherungen zahlten gar nix für Hörsysteme,
weil:
"plötzlich ginge alles ganz easy - und weit billiger - über Elektronikfachmarkt u. internet".
Zusammenfassung:
nicht alles, dessen Sinnhaftigkeit sich einem selbst nicht gleich erschließt ist deswegen Unsinn, oder wie ein User hier das nannte "Quatsch".
LG
Gewichtl
1. Nur weil der Anwender schlecht sein darf, bedeutet das nicht das die Hoergeraete fuer Duemmst Anzunehmende Kunden konzipiert sind. Es macht einen gigantischen unterschied ob da ein Fachmann sitzt oder Oma Erna die absolut gar keine Ahnung hat.

Fuer Programmierer von Technik ist es schon schwierig genug im Fachbereich die Geraete DAU zu gestalten, kommt jetzt noch der Endkunde dazu, und zwar nicht nur bei der App bedienung die in 90% der Faelle sehr rudimentaer ist, sondern beim Normalen fitting auch.

2. Wer stellt mir dann die HGs ein? Der HNO kann es zeitlich einfach nicht, und die Vorstellung das jeder HNO einen Akustiker in der Praxis haben soll mit weniger Terminen, weniger Zeit etc. ist alles andere als "im kommen". Im Gegenteil. Die HNOs gehen davon ab, eben weil es Platz und Zeit technisch sich nicht rentiert und auch finanziell ein Problem darstellt.

Du Technikgenie, eine Hotline ist und bleibt ein Telefonat. Eine Chatoption kann man natuerlich anbieten, ist dann aber keine Hotline. Ein Chat muss auch von Fachpersonal belegt werden, und zwar verlaesslich.

Dann kommt noch der Aspekt dazu, das ein solcher Support nur dann erfolgreich sein kann, wenn der Endkunde Ahnung davon hat. Guck dir die Support "chats/hotlines" von Internet anbietern an, und davon haben die meisten mehr Ahnung als von Hoergeraetetechnik. Es laesst sich nicht alles am Telefon regeln, es gibt probleme (einfache Probleme) die ein Akustiker in 3 minuten fixen kann, ueber fernwartung musst du erstmal 10 minuten lang oma erna als ausloeser ausschliessen, weil sie es nicht richtig angeschlossen hat.

3. Kannste doch machen? Die Option hast du doch? Niemand haelt dich doch davon ab die KK gar nichts zahlen zu lassen und alles (ganz im us stil) aus eigener tasche zu zahlen? Wenn du die Kohle hast, bitte.

Ich habe nicht gesagt das es gut waere das komplette Britische System zu uebernehmen, (KK kauft Geraete ein und Verteilt sie den Beduerfnissen entsprechend an die Kunden) sondern das es durch aus sinnig sein kann, das die (High End)-Geraete, die die Betroffenen ohne Zuzahlung bekommen, die sie wirklich auf Grund des Hoerverlustes brauchen, im Besitz der KK bleiben und nach 3-4 Jahren an die KK/Akustiker zurueck gehen. Die Geraete koennen dann fuer einen neuen Kunden zum "Kassenpreis"/evtl. geringen Aufpreis angepasst werden, der Kunde A bekommt neue Geraete, Kunde B bekommt hochwertige Geraete fuer die er 3.000+ Euro beim Privatkauf haette bezahlen muessen.

Auf diese Art und Weise haette man "B Ware" die an Kunden gegeben werden kann, die nicht fuer die High End Geraete qualifizieren, diese aber brauchen. Kann zwei Kunden guenstig und zufriedenstellend versorgen. Die alten Geraete werden endlich nutzenbringend recyclt. Etwas nachdem Prinzip des "Pending Coffee".

Damit haette die KK endlich mal eine vernuenftige Motivation um auch High End Geraete (mit) zu finanzieren und nicht prinzipiell als Luxusgut zu deklarieren, weil auch sie einen nutzen von haetten.
Hz 125 250 500 750 1000 1500 2000 3000 4000 6000 8000
dbR 20_25_35_60__60__60__60__50_25___5__15
dbL 10_10_10_10___5___5___5___5___5___5__15
↑  ↓

#38 21.09.2017, 22:17
Tuchel48.1.1 Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 14.05.2015
Beiträge: 263


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Sag mal, spinnst du eigentlich? Wie kannst du so einen Vorschlag machen, daß Krankenkassen die Übernahme für Hörgeräte einstellen sollen? Die machen das doch glatt! Die warten doch nur darauf, Geld zu sparen, damit die Direktoren mehr Geld in die eigene Tasche schaffen können!

So einen Menschen wie dich darf man doch nicht ernst nehmen! Man sollte ihm das Chatten hier verbieten!
↑  ↓

#39 21.09.2017, 23:19
Faber
Gast


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
moin,
ich bedauere sehr, dass es offenbar doch Einigen schwer fällt zu verstehen - und das NICHT aus auditiven Gründen Smiling
darum doch erneut den Ansatz eines Versuches von Klarstellungen:
1.
die gesellschaftliche Entwicklung zur "Selbstbefriedigung" in zunehmendem Umfang in immer mehr Bereichen ist nicht von mir erfunden, nicht von mir erstrebt, sondern nur von mir beschrieben. (Kassenautomaten, wo es früher Schalterbeamte gab, Onlinebanking anstelle Bankfilialen, Photoshop anstelle Fotografenkunst, Autokonfiguration im Internet, Selbstscannerkassen im Supermarkt, Baumärkte anstelle Handwerker, Watsonsoftware anstelle Wirtschaftsfachanwälte, selbstfahrende Auto's, 3-D-Drucker, etc u. pp.) Da wirken "HörgeräteakustikHandwerksmeister" so langsam irgendwie aus der Zeit gefallen.
2.
würden Hörgeräte keine Krankenkassenleistung sein, dann würden sie so gehandelt werden, wie jetzt Smartphones, weil: es muss lediglich der Schalldruck begrenzt sein, alles Weitere darf jederman nach Gutdünken selbst probieren. Wo ist das Problem? Wer's nicht selbst kann, kann es sich doch gegen Bezahlung machen lassen.
3.
off topic:
würde Spinnern verboten werden, sich in Foren zu äußern, dann - prognostiziere ich - gäbe es bald keine Foren mehr.
LG
Gewichtl Smiling
↑  ↓

#40 21.09.2017, 23:36
akopti Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 17.08.2016
Beiträge: 692


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Ne, es wären genau 2weniger! Grinning
↑  ↓

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