#121 27.09.2017, 18:21
Faber
Gast


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Zitat von hengst041:
Irgendwie ist das etwas Utopisch Gewichtl

Ich brauche nur mich herzunehmen.
Ich teste seit April Hörgeräte. Alle möglichen Teile.
Keines passt so richtig für mich. (Und für mich sind noch Null Kosten angefallen, obwohl ich schon einige Stunden Service in Anspruch genommen habe,..)

Wie wäre dann meine Vorgehensweise, wenn es so wäre wie du sagst?

Hallo Hengst041,
zu deinen Fragen:
1.
dieser Thread handelt von "künftig" - das hat stets etwas "utopisches", weil:
ich bin kein Hellseher Smiling
2.
zu deiner konkreten Frage, wie das künftig gehen könnte:
a) der Arzt stellt deinen Hörverlust fest und dokumentiert ihn
b) auf Basis dieses Dokumentes bestellst/besorgst du dir ein zu dieser "Verordnung" passendes Hörsystem deiner Wahl, welches ausnahmslos mit der passenden Anpassoftware und Wirelesskopplung ausgeliefert wird.
c) Du kannst nun selbst - oder ein Mensch aus deiner Familie oder Bekanntenkreis - so lange mit der Einstellungssoftware experimentieren, bis dir die Einstellungen zusagen. Falls dir das NICHT gelingt, gehst du zu den ortsansässigen "Hilfsmittelanpassern", die das für dich gegen Bezahlung erledigen.
d) der Arzt bescheinigt die UNSCHÄDLICHKEIT der Anpassung und deine Krankenkasse zahlt AN DICH den Festbetrag Smiling
das wurde hier aber alles schon im Thread beschrieben Smiling
LG
Gewichtl
↑  ↓

#122 27.09.2017, 18:38
Lchtschwrhrg Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 28.01.2017
Beiträge: 456


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Nach meiner persönlichen Erfahrung steht aber das reale Problem leider bereits unter Punkt a).
Dort werden Großteile der notwendigen Feststellungen stets auf den Aku verschoben ( weil die Tests der eh braucht und machen muss, zuviel Zeit kostet, kein Personal da ist usw. -
Aber wir haben da ein noch paar IGEL für Sie.... ). Die "richtige Info" bekam ich erst beim Aku.
↑  ↓

#123 27.09.2017, 19:01
hengst041
Gast


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Zitat von Gewichtl:

b) auf Basis dieses Dokumentes bestellst/besorgst du dir ein zu dieser "Verordnung" passendes Hörsystem deiner Wahl, welches ausnahmslos mit der passenden Anpassoftware und Wirelesskopplung ausgeliefert wird.

Da fängt das Problem schon an.
Es gibt zig verschiedene Systeme und jeder Mensch kommt mit einem anderen zurecht.

Aber du kannst ja weiter deinen Traum träumen.
Könntest dir heute schon ein Hörgerät über ebay kaufen und es selbst anpassen.
Ist ja alles kein Problem wenn man will.
Ich habe selbst auch alles notwendige zu Hause.
↑  ↓

#124 27.09.2017, 19:11
Faber
Gast


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Zitat von Lchtschwrhrg:
Nach meiner persönlichen Erfahrung steht aber das reale Problem leider bereits unter Punkt a).
Dort werden Großteile der notwendigen Feststellungen stets auf den Aku verschoben ( weil die Tests der eh braucht und machen muss, zuviel Zeit kostet, kein Personal da ist usw. -
Aber wir haben da ein noch paar IGEL für Sie.... ). Die "richtige Info" bekam ich erst beim Aku.

es wäre niemandem verboten, sich VOR dem Geräteerwerb durch die "Hilfsmittelanpassfachleute" - gegen Bezahlung - bzgl. geeigneter Features von Hörsystemen beraten zu lassen Smiling
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 27.09.2017, 19:12 von Gewichtl. ↑  ↓

#125 27.09.2017, 19:16
Faber
Gast


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Zitat von hengst041:
Zitat von Gewichtl:

b) auf Basis dieses Dokumentes bestellst/besorgst du dir ein zu dieser "Verordnung" passendes Hörsystem deiner Wahl, welches ausnahmslos mit der passenden Anpassoftware und Wirelesskopplung ausgeliefert wird.

Da fängt das Problem schon an.
Es gibt zig verschiedene Systeme und jeder Mensch kommt mit einem anderen zurecht.

Aber du kannst ja weiter deinen Traum träumen.
Könntest dir heute schon ein Hörgerät über ebay kaufen und es selbst anpassen.
Ist ja alles kein Problem wenn man will.
Ich habe selbst auch alles notwendige zu Hause.

welcher Hörgeräteakustiker kennt - oder hat gar - alle Systeme des Marktes?
welcher Hörgeräteakustiker kennt DEIN "Verstehen" besser als du?
und du hast jetzt schon das ganze Konfigurationsequipment zuhause und quälst trotzdem monatelang Hörgeräteakustiker? Smiling
↑  ↓

#126 27.09.2017, 22:23
fast-foot Abwesend
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Beiträge: 5.624


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Off-Topic:

Zitat von hengst041:
Ich stelle mir da lieber vor, dass die Medizin es schafft die Gehörhärchen nachwachsen zu lassen.

Zitat von RemyRiver:
Bringt bei Nervenschaeden nur nichts.

Und aus diesem Grunde würde ich mir nicht all zu viel versprechen, wenn der Hörverlust bereits eingetreten ist und über eine bestimmte Zeitspanne gewachsen ist. Gemäss aktuellen medizinischen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass auch die retrocochleären Hörbahnen geschädigt wurden, ja sogar das Sprachzentrum. Inwiefern die abgestorbenen Zellen wieder ersetzt werden können (bzw. dies auch notwendig ist), ist nicht klar (mir jedenfalls nicht).

Als Prävention (im Sinne eines "medikamentösen Ohrstöpsels") könnte es allerdings viel bringen (Kohle meine ich, da um ein Vielfachses teurer Laughing )

Ausserdem steht die Forschung kurz vor dem Durchbruch (es besteht also Hoffnung) - und dies bereits seit Jahrzehnten Laughing

Eine sinnvolle Anwendung könnte allerdings die Verabreichung des Medikaments nach einem akuten Lärmtrauma sein. Aber daran, die OHCs (und diese sind "zuerst und entscheidend" betroffen) wieder nachwachsen zu lassen, wird im Moment meines Wissens eh nicht geforscht (man wäre also selbst dann, wenn es klappen würde, nach einer Behandlung immer noch mindestens mittelgradig schwerhörig - es gibt allerdings eine Ausnahme: unter bestimmten Voraussetzungen ist man - im Idealfalle - nach der Behandlung überhaupt nicht oder nur leicht schwerhörig - wenn man es vorher bereits war Laughing aber eben nur im Idealfalle...).

So habe ich das in Erinnerung. Ob sich in der letzten Zeit etwas entscheidend verändert hat, weiss ich nicht; ich glaube es allerding kaum.

Gruss fast-foot


Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 27.09.2017, 22:43 von fast-foot. ↑  ↓

#127 27.09.2017, 22:23
Ohrenklempner Abwesend
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Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Wenn schon kaum ein Hörgeräteakustiker alle Systeme auf dem Markt kennt, wie soll sich denn der Fachfremde für das Richtige entscheiden?
Allons-y!
↑  ↓

#128 27.09.2017, 22:32
Ohrenklempner Abwesend
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Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Oh, und noch was anderes: Wie soll sich der Arzt denn von der Unschädlichkeit der Hörgeräte überzeugen? Ein paar Mal in die Hände klatschen, und wenn es aus dem Ohr nicht blutet, ist alles okay?
Da würde ich doch lieber zu mir äääh zum Akustiker gehen und habe alles gleich aus einer Hand. Und wenn der Typ mir suspekt ist (du weißt ja, eine Hälfte Akustiker sind Idioten, der Rest Verbrecher), dann gehe ich zu einem anderen.
Allons-y!
↑  ↓

#129 27.09.2017, 22:34
Faber
Gast


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Zitat von Ohrenklempner:
Wenn schon kaum ein Hörgeräteakustiker alle Systeme auf dem Markt kennt, wie soll sich denn der Fachfremde für das Richtige entscheiden?

weil "der Fachfremde" der unschlagbare Experte für sein eigenes Verstehempfinden ist und nach der Kern-Methode jeden Fortschritts - "try and error" - fremdinteressenfrei DAS so oft probieren und umtauschen kann, wie und bis es IHM passt Smiling
↑  ↓

#130 28.09.2017, 06:35
hengst041
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Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Zitat von Gewichtl:

und du hast jetzt schon das ganze Konfigurationsequipment zuhause und quälst trotzdem monatelang Hörgeräteakustiker? Smiling

Stimmt, ich könnte mir ja unzählige verschiedene Hörgeräte kaufen und selbst alles durchtesten.

Die Features sagen nicht viel aus, es kommt auf dem Klang an, für den Otto Normal Verbraucher.

Ich halte die Preise auch nicht für sonderlich moderat, die man beim Akkustiker bezahlt. Für die Linx2 will mein Akustiker 2500 pro Seite.
Im Inet gibt es diese Dinger um 850Euro nagelneu.

Wenn ich aber nun denke, dass ich seit fast einem halben Jahr laufend irgendetwas teste und einige Geräte schon hatte, das muss dann ja irgendwann einer bezahlen.

Man kann sich auch selber die Haare schneiden und sich die Hosen selber schneidern. Kostet dann auch nicht so viel,...
↑  ↓

#131 28.09.2017, 06:56
Treehugger Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.08.2017
Beiträge: 284


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
@Gewichtl

Die ganze Art wie du schreibst, mit welcher Beharrlichkeit du schreibst zeugt von einer Grossen Ignoranz anderen Gegenüber.
Wenn mal nicht persönlich dann Inhaltlich oder Fachlich.

Ich verschiebe mal deine Vorschläge bildlich auf andere Berufe:
1. Wer ein Einfamilienhaus bauen will, schaut sich halt ein paar Bilder an und zeichnet dann seins selber, Sollte er sich nicht sich sein, kann er ja zu örtlichen Architekten gehen und der biegt das dann schon hin.


2. Wer eine Homepage will, läd sich einen Baukasten runter und stellt sich eine Zusammen. Das ist so einfach auch für Firmen, mit Komplexen Seiten, da brauchen wir dann gar keinen anderen mehr.

3. We einen Rechtsstreit hat, gibt entsprechenden Wörter in die Suchmaschine ein und die richtigen Paragraphen kommen im Volltext raus und man kann sich dann selber vertreten.

Siehst du das System?
Wir werden in Zukunft gar keine Ausgebildeten Fachkräfte mehr brauchen - Das machen wir alles Selber mit Hilfe von Computern. Ausbildung, Fachwissen, Spezialwissen, Erfahrung - kommt alles aus dem Internet.
Das tolle ist arbeiten müssen wir dann auch alle nicht mehr - keiner, naja OK die 100 Programmierer die das Internet warten, OK aber da kann man sich ja abwechseln.


So viel zu deiner Ignoranz zu anderen Berufen, Ausbildungen und Fachwissen.

Treehugger
↑  ↓

#132 28.09.2017, 07:32
Faber
Gast


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Hallo Treehugger,
deinen Vorhalt habe ich sehr wohl verstanden, er trifft nur mMn aus mehreren Gründen NICHT zu,
weil:
1.
ich äußere hier jetzt hier zum dritten Mal:
nicht ich WÜNSCHE mir diese Entwicklung - ich sehe sie kommen und beschreibe sie.
2.
ich tue das in diesem Forum - auch das äußere ich jetzt erneut - weil ich zwei Dinge bemerke, was das Gegenteil von Ignoranz ist:
a) "false flag":
dieses Forum gibt vor, den Hörbehinderten helfen zu wollen, wirkt aber tatsächlich überwiegend wie ein Selbstdarstellungsmedium der Hörgeräteakustikerzunft.
b) diese Methode des "vorgeblich Hilfe, aber tatsächlich Mittel zum Zweck zur Förderung des eigenen Wohls" wäre solange nicht zu kritisieren, wie es klar wäre. Aber hier wird sehr gerne in die große Trickkiste des professionellen "hinter-die-Fichte-führens" gegriffen, was ich - mit Freude offenzulegen bemüht bin Smiling
3.
ja, du hast Recht, diese "stao-Methoden" (stao = so tun als ob) sind weit verbreitet und kein Alleinstellungsmerkmal der Hörgerätezunft. Das stimmt, aber andere Branchen darf gern jemand Anderes "auf´s Korn nehmen" - das könnte ggf. helfen, die Dinge wieder zurechtzurücken, weil: ich sehe genau wie du das System!!!
Zusammenfassung:
Die Hörgerätevertriebszunft leistet mit ihrer verbreiteten und konzertierten Unredlichkeit selbst den wirksamsten Beitrag zu ihrer Selbstabschaffung. Bestes Beispiel: die Verteidigung des "Freiburger Einsilbers", der hier den gleichen Sinn hat, wie die Abgastestmethoden in der Autoindustrie. Dabei gibt es eine wirkliche Berechtigung für die Zunft, nämlich die reine DIENSTLEISTUNG - sowohl VOR dem Kauf beratend, als auch anschließend anpassend der neuen Hörsysteme. DAS wäre zukunftsfähig, wenn auch ggf. - heute noch - weniger lukrativ als der Vertriebsweg der Hörgeräteindustrie zu sein.
Aber, und da wiederhole ich mich auch,
es gibt hier zwei passende Sprichworte:
ein amerikanisches:
"wer bemerkt, dass sein Geschäft zunehmend unredlicher Methoden bedarf, um profitabel zu bleiben, der stelle sich die Frage, ob sein Geschäftsmodell noch taugt".
ein deutsches:
"wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit".
in diesem Sinne
moin
wünscht
Gewichtl
↑  ↓

#133 28.09.2017, 07:51
fast-foot Abwesend
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Dabei seit: 12.10.2008
Beiträge: 5.624


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Off-Topic:


Hier meine Sichtweise:

Zitat von AkustikerMeister:
hast du dich angesprochen gefühlt?

Potentiell ja, ansonsten:

Zitat von fast.foot:
...wenn nicht: wer dann - bitte um Angabe des Nicknames...


Zitat von AkustikerMeister:
Nun ja ich werde bestimmt nicht meinen freien Tag damit verbringen einen Eintrag zu suchen, der nun längst vom Verfasser gelöscht sein könnte...

Ich lösche grundsätzlich nichts nachträglich (auch wenn es Falschaussagen von mir sind). Eine Ausnahme kann in seltenen Fällen vorliegen, wenn ich etwas (höchstens wenige Tage) nach dem Schreiben noch editiere.


Zitat von AkustikerMeister:
Naja... Ich finde es nicht besonders "clever" über die Herstellungskosten zu sprechen ohne die Entwicklungskosten zu erwähnen...

Ich schrieb nur, woran ich mich erinnern kann. Und darüber hinaus ist nicht in erster Linie die Erwähnung einer Information clever oder nicht, sonden deren Interpretation.

Abgesehen davon: Kannst Du die Höhe der Entwicklungskosten nennen? Ich leider nicht. Laut Wikipedia weisen forschungsintensiven Unternehmen eine F&E-Intensität von mehr als 7 % auf. Ich zähle allerdings die Hörgerätehersteller nicht dazu (das folgt aus vielen meiner Aussagen).
Für entscheidender halte ich eher noch die Kosten für Beschaffung, Finanzierung und Vertrieb; diese habe ich ebenfalls nicht erwähnt (da ich über keine Hinweise über deren Höhe verfüge - weisst Du hier mehr?).

Also kann man sich zusammen reimen:

Die Herstellungskosten betragen um die eur 30.- je Stück. Fehlen noch die Kosten für Beschaffung, Finanzierung und Vertrieb (die Kosten für Forschung und Entwicklung halte ich für vernachlässigbar, wenn es um die Grössenordnungen geht, da sie sich im einstelligen Prozentbereich bewegen; doch dazu später mehr). Wenn das Unternehmen keinen Verlust einfahren will, dann entfallen auf die anderen Grundfunktionen noch maximal inetwa eur 200.-. Der Vertrieb wird ja bei Grosskunden nicht wahnsinnige Kosten verursachen (ausser vielleicht durch penetrante Werbung). Und wenn die Finanzierung so viel kostet, dann würde ich mich in absehbarer Zeit nach den Angeboten der Konkurrenz umsehen. Und dass die Kosten für die Beschaffung gleich ein Mehrfaches der Produktionkosten ausmachen, kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen.
Selbst, wenn nicht eine hohe Gewinnmarge resultieren sollte (kann man als Indikator für das Funktionieren eines Marktes auffassen), so wird durch die Herstellungskosten eine gewisse Vorstellung darüber vermittelt, wie viel die "reine Herstellung des Produkts selbst" inetwa kostet (die Kosten für Forschung und Entwicklung würden, selbst wenn sie bei (nach meiner Einschätzung eher zu hohen) 7 % lägen, nochmals die Hälfte, also etwa eur 15.-, ausmachen), was auch nicht besonders hoch ist, wenn man die Kosten für Forschung und Entwicklung hinzu zählt).
Insbesondere könnte ich den Vergleich ziehen zwischen den Preisen für die Grossabnehmer und jenen für die Marktteilnehmer, welche Einzelbestellungen o.ä. vornehmen. Was verteuert sich für letztere um wie viel?
Die Herstellungskosten ändern sich eher nach oben, wenn weniger Produkte verkauft wurden - einzelne Abnehmer von Kleinstmengen dürfte hier nicht viel bewirken (zumal ja das Retail-Geschäft zugenommen hat). Klar bedeutet es generell Mehraufwand, für viele Einzelbestellungen zu produzieren (bspw. die Produktionsstrasse öfter umstellen, die Beschaffung ist aufwändiger etc). Allerdings reduzieren sich auch die Herstellungskosten mit zunehmendem Output (Effizienzsteigerung in Folge zunehmender Erfahrung etc.). Darüber hinaus wird wohl auch die Finanzierung kaum entscheidend mehr kosten. Und der Vertrieb kann so viel auch nicht mehr kosten, wenn man an die üblichen Kleinstbestellmengenzuschläge in der Höhe von wenigen Euros denkt (übrigens: bei meinen Ueberlegungen ging ich generell von den Kosten für ein einzelnes Produkt aus).

Ich erinnere mich, dass Stromsted erwähnte, dass bei Phonak hohe Vertriebskosten anfallen würden, die Strukturen ineffizient seien. Vermutlich ist dies auch auf hohe Ausgaben für Werbung zurück zu führen. Letztlich zahlt dies auch der Kunde und wird dabei erst noch falsch informiert...

Darüber hinaus wäre ich natürlich froh, wenn weitere Informationen verfügbar wären. Wenn jemand solche liefern könnte (am besten so, dass sie nachprüfbar sind), erleichtert dies die Sache natürlich (im Grossen und Ganzen kann man sich jedoch etwa ausrechnen, wie es aussieht (bzw. "ein plausibles Modell der Wirklichkeit konstruieren")).


Zitat von AkustikerMeister:
Aber da du meine Posts oft falsch interpretierst:
Meine Postings sind immer wahr. Und wenn nicht, wird es zur Wahrheit durch meinen Post.
Ich habe mir das Wissen des Universums autodidaktisch angeeignet und kann dieses blitzschnell und messerscharf auf den Punkt bringen. Deshalb brauche ich solche Sachen wie "Qualifikationen", "Erfahrung" oder "Belege" gar nicht.

Meine Quelle, auf welche ich mich bei meinen Antworten berufe, ist nicht das Universum, sondern es sind vorwiegend

wissenschaftliche Publikationen in Form von Monographien, Lehrbüchern, Fachbüchern, Artikeln in Fachzeitschriften, Dissertationen etc. etc.

Selbstverständlich wende ich auch das folgerichtige Schliessen auf Grund der medizinischen etc. Gesetzmässigkeiten an und berufe mich auf meine Erfahrung.

Aber Deine Aussage soll wohl das Gegenteil suggerieren. Für mich liegt auch hier wieder "ein Fall von stao" vor.

Und eigentlich hätte ich diesbezüglich nichts mehr geschrieben. Aber, da ich nun schon dabei bin, möchte ich die "stao-Liste" noch ergänzen:

Es wird von der Hörakustik-Branche so getan

- als könnten Hörgeräte dem Gehör* nicht schaden, wenn sie "nur richtig eingestellt seien"

- als bringe nur die Verwendung von Hörverstärkern - im Gegensatz zu Hörgeräten - ein Risiko für zusätzliche Hörschädigungen mit sich

- als verschlechtere sich das Sprachverstehen, wenn man mit einer indizierten Hörgeräteversorgung zuwartet (durch das Zuwarten)

- als würde sich das Sprachverstehen durch die Verwendung von Hörgeräten ausschliesslich bessern

- als würde es viel bringen (bzw. könnten allfällige durch die Vendung von Hörgeräten verursachte Schäden vermieden werden), wenn ein HNO vor einer Hörgeräteversorgung das Gehör untersucht

- als würde das Medizinproduktegesetz dafür garantieren, dass das Tragen von Hörgeräten nur minimale Risiken in sich birgt

- als würde, selbst nach nachweislich falscher Einstellung von Hörgeräten, bei Auftreten von Hörverlust, irgendjemand (bspw. der für diesen Fehler verantwortliche Akustiker) die Verantwortung hierfür übernehmen

- als könnten Hörgeräte Demenz vorbeugen (I) (kann im Moment nicht ausgeschlossen werden, wissen kann man es jedoch nicht, wobei ich das Auftregen des gegenteiligen Effekt als wahrscheinlich ansehe, möglicherweise gleichzeitig mit (I))

- als wüssten Hörgeräteakustiker auf Grund ihrer Ausbildung über alles Bescheid, wozu sie sich äussern**

- etc. etc. etc.


*) von nicht auszuschliessenden Hirnschädigungen ist gar nicht erst die Rede

**) ist aus meiner Sicht nicht der Fall, insbesondere bezüglich vieler Themengebiete, welche meine Aussagen tangieren; da diese in der Ausbidung offensichtlich gar nicht oder nur sehr oberflächlich behandelt werden, müss(t)en sie sich also entweder selbst schlau machen bzw. gemacht haben. also auf autodidaktische Art und Weise, was sie jedoch in meinem Falle "verurteilen", oder aber in Form von Schulungen - dann aber müssten sie entsprechende Zertifikate vorweisen, was sie jedoch nicht tun)


Gruss fast-foot


Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
↑  ↓

#134 28.09.2017, 07:54
Treehugger Abwesend
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Beiträge: 284


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Ja du wünscht Dir das System welches sich Sozialismus nennt. Und zwar die Form, die sich weltweit bisher nicht durchsetzen konnte.

Brichst das runter auf eine Berfusgattung und haust da richtig drauf.

Du möchtest Geräte unabhängige Anpasser, die nur anpassen und am Verkauf / Auswahl der Geräte selber nicht beteiligt sind.
Am besten bekommen die noch ein Kommunikationsverbot mit den Herstellern, damit sie vollkommen unabhängig bleiben.

Das sie aber bei technischen Fragen zu Einstellungen von Geräten und deren genaue Funktion eventuell die Hersteller fragen müssen oder mit denen kommunizieren müssen ignorierst du.
Vielleicht weil es ja nur noch eine Standart Geräte Klasse gibt?

In einem Forum kann hat nur "allgemein" geholfen werden und jedem einzelnen Anregungen gegeben werden. Manchmal kann sogar "individuell" geholfen werden.
Man darf es nur als Anregung sehen - mehr geht nicht. Es sei denn jeder legt seine komplette Lebensgeschichte dar mit allen Facetten die es so hat. Aber das wäre wohl zu persönlich.

Ich finde es nur unangebracht, in welchem Ton / Umfang du hier ganz pauschal eine gesamte Berufsgatung denunzierst.
Und Ihnen die gesamte Kompetenz ihrer Tätigkeit absprichst.

Treehugger

Nachtrag, da fast zeitgleiche Beiträge, meine Antwort war an Gewichtl gerichtet
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 28.09.2017, 09:06 von Treehugger. ↑  ↓

#135 28.09.2017, 10:18
Ohrenklempner Abwesend
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Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 1.916


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Seh ich auch so. Klar, in jedem Berufszweig gibt's Deppen, für die sich meinereiner auch mal fremdschämen muss. Ich fühl mich aber wirklich angepisst, wenn ich als Lügner oder Demagoge dargestellt werde, weil ich EIN MAL VERSEHENTLICH ein unpassendes Zitat gepostet habe, wofür ich aber wiederholt um Entschuldigung gebeten habe und welches ich auch unverzüglich korrigierte.

Aber egal, ich bleibe nett, fair, sachlich und korrekt. Smiling
Allons-y!
↑  ↓

#136 28.09.2017, 13:19
Ohrenklempner Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 1.916


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Off-Topic:
Zitat von fast-foot:

**) ist aus meiner Sicht nicht der Fall, insbesondere bezüglich vieler Themengebiete, welche meine Aussagen tangieren; da diese in der Ausbidung offensichtlich gar nicht oder nur sehr oberflächlich behandelt werden, müss(t)en sie sich also entweder selbst schlau machen bzw. gemacht haben. also auf autodidaktische Art und Weise, was sie jedoch in meinem Falle "verurteilen", oder aber in Form von Schulungen - dann aber müssten sie entsprechende Zertifikate vorweisen, was sie jedoch nicht tun)

Ich müsste irgendwo noch diverse Teilnahme- und Leistungsscheine aus Vorlesungen, Praktika, Übungen und Seminaren zu den Themen Neuroanatomie, Physiologie, medizinische Psycholgie und Soziologie, Neurophysiologie und Psycholinguistik herumliegen haben. Und ne kleine neurophysiologische Forschungsarbeit. Grinning

Allons-y!
↑  ↓

#137 28.09.2017, 13:22
AkustikerMeister Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.12.2016
Beiträge: 115


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
O.t
Lieber fast - food

Ich möchte ehrlich mit Dir sein. Ich habe Deinen Beitrag nicht fertig gelesen.
Nicht aus Respektlosigkeit, sondern weil ich denke wir beide kommen in diesem Leben einfach nicht mehr zusammen. Wir stehlen uns nur gegenseitig unsere Zeit.

Deshalb kannst Du, wenn Du möchtest, künftig weiter gerne auf meine Beiträge eingehen. Aber sehe es mir bitte nach, wenn ich mir nicht die Mühe mache darauf zu antworten.

Dies noch:
Nein ich kenne die Entwicklungskosten und Alles weitere ebenfalls nicht. Ich habe aber auch nicht versucht, auf Grund der Erwähnung der reinen Herstellungskosten, die Hörgeräteindustrie als Unmenschen darstellen zu lassen.
Und wenn Du ehrlich bist, war genau das Dein Ziel mit diesen Aussagen.

Ein fleissiger Mitschreiber würde sagen: "Das war ein gezielter Versuch den Verbraucher hinter die Fichte zu führen, um die Hörgerätehersteller schlecht dastehen zu lassen" (Nicht böse gemeint Gewichtel, ich finde das wirklich eine nette Umschreibung)

Ich behaupte auch nicht, dass die Hörgerätehersteller nicht die Unmenschen sind, für die du sie hälst. Aber da ich weder das eine noch das andere beweisen kann, schreibe ich dahingehend auch nichts.

Auf diesen Punkte wollte ich noch eingehen.

Ansonsten habe ich vieles von dir gelesen, mit dem ich einverstanden bin.
Leider habe ich auch vieles gelesen, was mir die Nackenhaare zu Berge steigen lies.
Mag sein, dass es Dir bei mir ähnlich geht. Wie gesagt: Wir kommen nicht mehr zusammen.

Deshalb werde ich zukünftig auf deine Postings nicht mehr eingehen. Ich denke von den bisherigen Diskussionen hat keiner von uns beiden und auch keiner im Forum profitiert.

Ich entschuldige mich sogar, für die Art und Weise zu der ich mich manchmal hinreissen lies. Sicherlich nicht Alles war umangsförmlich korrekt. Wenn Dir etwas davon ein besonders grosser Dorn im Auge sein sollte, schreibe ich es gerne in anderen Worten. Die Grundaussage werde ich allerdings beibehalten.

In diesem Sinne fast - food. Alles Gute für Dich und euch Allen einen hoffentlich bald freundlicheren Umgangston hier im Forum.

Liebe Grüsse
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, das letzte Mal am 28.09.2017, 14:51 von AkustikerMeister. ↑  ↓

#138 28.09.2017, 14:35
Faber
Gast


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
moin,
ich möchte in einigen Punkten dem Akustikermeister doch widersprechen Smiling

DOCH, auf jeden Fall können Forenleser von "den bisherigen Diskussionen" SEHR profitieren,
weil:
es ist - für jeden, der zwischen Zeilen lesen kann - sehr deutlich herauszulesen, welche Absicht jeweils hinter den Äußerungen der einzelnen Forenschreiber steckt Smiling
MEHR kann kein Aufklärungsforum leisten.
BESSER geht nicht Smiling

LG
Gewichtl
↑  ↓

#139 28.09.2017, 15:38
Ohrenklempner Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 1.916


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Das nennt man Bestätigungsfehler. Man liest eben nur das, was man lesen will; bzw. liest genau das heraus, was man herauslesen will.

Hab aufgepasst in Psychologie. Grinning
Allons-y!
↑  ↓

#140 28.09.2017, 15:44
Faber
Gast


Betreff: Re: braucht es künftig noch Hörgeräteakustiker?
Zitat von Ohrenklempner:
Das nennt man Bestätigungsfehler. Man liest eben nur das, was man lesen will; bzw. liest genau das heraus, was man herauslesen will.

Hab aufgepasst in Psychologie. Grinning

DAS glaube ich dir unbesehen,
deshalb informierst du ja auch so gern
klitzebischenknapp an der Redlichkeit vorbei - nech? Smiling

wie sagte das der verstorbene Altkanzler Kohl mal so treffend.
"sie lügen ja nicht - sie sagen nur nicht die Wahrheit" Smiling
↑  ↓

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