#81 23.03.2018, 09:43
svenyeng Abwesend
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Hallo!

Also ich war selber mal recht lange arbeitsuchend und ich sage ganz klar das dieses gejammere bezüglich Fachkräftemangel totaler Unsinn ist.

Auf der einen Seiten jammern die Firmen, das sie keine Mitarbeiter bekommen, auf der anderen Seite ist man aber nicht willig jemanden in Ruhe einzuarbeiten.
Niemand kann neu in ein Unternehmen kommen und sofort selbstständig seine Arbeit tun. Eine Einarbeitungsphase kann schnell 1 Jahr und länger dauern.
Dazu kommt oft das Hungerlöhne gezahlt werden. Niemand verlangt astronomische Gehälter, aber man muss doch wohl so viel verdienen das man damit über die Runden kommt und am Monatsende vielleicht noch nen Kleinigkeit über bleibt.

Was aber noch dazu kommt sind die Arbeitsämter bzw. Jobcenter.
Wenn man mal fragt, ob es möglich ist bestimmte Lehrgänge zu besuchen, man hat ja Zeit als arbeitsuchender und möchte ich gerne fortbilden, dann wird das abgelehnt. Wenn das Amt die Kosten für Lehrgänge nicht übernimmt, bleiben die Leute halt zu Hause sitzen und kommen beruflich nicht weiter.
Jemand der Harz IV ist kann sich keine Lehrgänge leisten.
Bei Bewerbungen heißt es dann, das man keine Berufserfahrung hat. Bitte wie soll man diese bekommen, wenn man zu Hause sitzt?
Dem Amt ist es letztendlich lieber, wenn die Leute zu Hause sitzen, anstatt sich weiterzubilden.
Das Amt hat aber Geld für irgendwelche unsinnigen Maßnahmen.
Ich kenne mehrere Fälle. z.B. ein Dipl. Ing., der einmal pro Woche zu einer Maßnahmen gehen musste. Dort gings um Bewerbungen schreiben etc.
Dort fragte man ihn warum er denn herkommen musste, die Unterlagen sind top, wir können hier nix für Sie tun. Aber er musste hingehen.
Dort saß er 8h rum mit Leuten die nur am zocken etc. waren.
Solche Maßnahmen kosten richtig Geld!
Als der Dipl. Ing. dann beim Amt nach einem CAD Lehrgang fragte, denn würde ihm für die Bewerbungen und den Beruf was bringen, wurde das sofort abgelehnt.

Ein weitere Fall war so das jemand der sehr viel IT-Erfahrung hatte länger arbeitsuchend war und dann das Amt um eine Umschulung bat, da ihm immer wieder bei Vorstellungsgesprächen (wenn denn eines stattfand) gesagt wurde das man ihn gerne einstellen würde, aber eben die Ausbildung fehlen würde.
Das Amt lehnte sofort ab, mit der Begründung man müsse auch wirtschaftlich denken. Als es dann auf Grund von Versetzung nach 4 weiteren Monaten einen Wechsel beim Arbeitsvermittler gab war diese Person zum Routinegespräch beim neuen Vermittler. So ganz nebenbei fragte er nochmal nach einer Umschulung, da er was machen wollte und nicht zu Hause rumsitzen wollte.
Antwort vom neuen Vermittler: "Kein Problem, ich leite sofort alles für sie in die Wege!" Nach der Umschulung war diese Person erst mal wieder arbeitsuchend und rutschte dann ne Weil ins Harz IV.
Das Jobcenter bot an die Person dann an in die Kartei des Unternehmensservices vom Jobcenter aufgenommen zu werden. Die wäre direkt mit Unternehmen in Kontakt. Dazu gehören dann 8h pro Woche bei einer Maßnahme. Nun gut warum nicht, also wurde zu gesagt.
Bei der Maßnahme hieß es, "Ihre Unterlagen sind perfekt, wir können hier eigentlich nichts für Sie tun. Nur ich darf sie nicht nach Hause schicken."
Nun gut, also saß die Person die 8h pro Woche ab. Mal wurde ein Ausflug gemacht, gemeinsam gefrühstückt, einfach nur gequatscht oder ein Film geschaut. Für sowas ist Geld da.
Der Unternehmensservice selber funktionierte auch nicht. Die Vermittler dort bestellten die arbeitsuchenden zu einem Gespräch, wobei dafür ja die Maßnahme da war. Die Mitarbeiter dort kümmerten sich, sprachen auch mit Firmen wenn es um Einstellung oder so ging.
Die Zeit die die Mitarbeiter des Unternehmensservices für Gespräche verdaddelt haben hätten sie besser in Vermittlung gesteckt.
Lustig war dann, das ein ausgebildeter Kaufmann (der nie was anderes gemacht hat) einen Vermittlungsvorschlag als Maschinenführer bekam.
Er musste sich dort aber vorstellen. Die Fa. hat sich schlapp gelacht. Was sollten die auch mit nem Kaufmann an einer Maschine.
Es gab noch mehr solcher Dinge. Letztendlich schädigt sowas den Ruf des Unternehmensservices. Erfolg hatte das alles nicht. Letztendlich hatte die Person dann selber irgendwann mit einer Bewerbung Erfolg.

Es ist sehr traurig, das die Vermittler beim Amt nach entscheiden können wie sie wollen. Passt denen die Nase vom arbeitsuchenden nicht, wird alles abgelehnt.

Aber worauf ich hinaus wollte:
Die Firmen müssen einfach mal mehr Einsatz zeigen und interessierten Menschen die arbeitsuchend sind eine Chance geben.
Die Ämter müssen mehr in Weiterbildung, Umschulungen etc. investieren, grade wenn es Leute gibt die auch wollen.
Der Witz ist ja das auch Menschen in Umschulungen oder Maßnahmen gesteckt werden, die das gar nicht wollen bzw. wo es nicht nötig ist. Ich kenne einen Fall wo eine Person mit 62 arbeitslos wurde. Dies Person musste dann an einem langen und sehr teuren Englischkurs teilnehmen.
Warum bitte wir in Menschen in dem Alter noch viel Geld investiert und junge Menschen die weiterkommen wollen sitzen zu Hause und werden nicht unterstützt. Unser System hinkt nach wie vor.

Gruß
sven
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#82 23.03.2018, 10:52
Dani! Abwesend
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
tl;dr? Erwartest du vom Arbeitgeber, dass er einem noch nicht eingestellten Mitarbeiter direkt anbietet, ihm den Aufpreis für bessere HGs zu übernehmen? Ich denke, darum geht es doch im Thread, und weniger um das Missmanagement des Arbeitsamts.
Und Fachkräftemangel gibt es bei großen Firmen tatsächlich. Es gibt nunmal kaum jemanden, der alle 16 von dem Konzern genutzten und in der Ausschreibung genannten Tools perfekt beherrscht, 10 Jahre Berufserfahrung frisch von der Uni mitbringt und flexibel in Deutschland eingesetzt werden kann, zum Gehalt eines Praktikantens. Meine Erfahrung ist, dass Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern gewillter sind, Kompromisse bei der Bewerbung einzugehen. Nur, es geht kein Bewerber freiwillig in unbekannte Klitschen mit beschränkten Aufstiegsmöglichkeiten.
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#83 23.03.2018, 10:58
svenyeng Abwesend
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Hallo!

Das ist ja das Problem, Fachkräftemangel ist jammern auf hohem Niveau.
Wenn eine Firma wirklich Leute sucht, sollte sie auch bereit sein Leute einzuarbeiten. Es gibt genug Leute.
Berufserfahrung bekommt man nur wenn man arbeitet und nicht vom arbeitslos zu hause sitzen.

Gruß
sven
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#84 23.03.2018, 12:30
uninteressant Abwesend
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Fachkräftemangel kann mehrere Gründe haben:
- es gibt einfach zu wenig Leute mit einem Basiswissen, auf dem man aufbauen kann (Mindestbildung)
- der Job lässt keine lange Einarbeitungszeit zu (Nachfolge sofort)
- Die übliche Fluktuationsrate lässt keine Einarbeitungszeit zu

Im Allgemeinen können sich die Arbeitnehmer beim Fachkräftemangel sich den Job aussuchen, es gibt wenig kompetente Mitbewerber bei Vakanzen und die Gehaltsforderungen sind entsprechend hoch (und können zum Teil auch realisiert werden).

In der Kranken- und Altenpflege mag es zwar Arbeitskraftmangel geben, dennoch ist dies nicht unbedingt als Fachkraftmangel zu verstehen, da das Fehlen der Bewerber tendenziell durch die Arbeitsbedingungen und den geringen Lohn zu erklären ist.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 23.03.2018, 12:32 von uninteressant. ↑  ↓

#85 23.03.2018, 14:20
svenyeng Abwesend
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Hallo!

Zitat:
- es gibt einfach zu wenig Leute mit einem Basiswissen, auf dem man aufbauen kann (Mindestbildung)

Nun, da müssen die Firmen die Menschen eben auf Lehrgänge schicken.
Oder das Amt muss diese Lehrgänge zahlen. Selber kann sich das niemand leisten.

Zitat:
- der Job lässt keine lange Einarbeitungszeit zu (Nachfolge sofort
)

Wer bitte kann einen Aufgabenbereich ohne Einarbeitung übernehmen?
Das geht vielleicht als Hilfsarbeiter in der Fertigung, aber doch nicht bei einem Bürojob. Jedes Unternehmen hat andere Abläufe etc.

Zitat:
- Die übliche Fluktuationsrate lässt keine Einarbeitungszeit zu

Wenn ein Unternehmen eine hohe Fluktuationsrate hat, sollte das Unternehmen sich mal Gedanken machen warum das so ist. Meistens ist es nämlich so das das Arbeitsklima sehr schlecht ist und die Leute ausgebeutet werden.
Auf Dauer bekommen solche Unternehmen keine Mitarbeiter mehr.

Ein Unternehmen sollte lieber alles dafür tun das die Mitarbeiter zufrieden sind und motiviert sind. So kommen die gerne zur Arbeit und die Fluktuationsrate geht gegen 0. Man muss mal überlegen, bei einer hohen Fluktuationsrate muss man ja ständig neue Mitarbeiter einarbeiten. Das kostet Zeit und Geld.

Gruß
sven
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#86 23.03.2018, 23:39
uninteressant Abwesend
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Das ganze wird sehr theoretisch und lässt sich nur noch unzureichend schriftlich diskuttieren.

zum 1. Punkt: Menschen haben ihre Grenze. Nicht jeder lässt sich auf ein hohes Level weiterbildungstechnisch hochrüsten (sei es aus fehlender Motivation oder fehlenden kognitiven Fähigkeiten).

Im Bürojob kannst Du bei ausreichend guter Dokumentation einen Job ohne Einarbeitungszeit machen. Hier liegt das Problem. Wenn ich mir manchmal anschaue wie meine Vorgänger gearbeitet und dokumentiert haben, kann ich manchmal nur den Kopf schütteln. Für mich gilt die Devise: Ich mache meinen Job nur dann gut, wenn ich mich so gut dokumentiert habe, dass ich ersetzbar bin. Weil nur dann klappts auch schnell mit einer Beförderung nach oben ohne den Nachfolger erst mal langwierig einarbeiten zu müssen.

Zum letzten Punkt - eine Firma mit 0 Fluktuationsrate ist für mich nicht erstrebenswert.
1. Es fehlt der frische Wind und es besteht die Gefahr von Betriebsblindheit
2. Ich habe oft erlebt dass Menschen, die ihre Leistung nicht mehr bringen können oder wollen, mitgeschliffen werden, weil sich keiner traut ihnen die Wahrheit über die Leistung zu sagen. Das Problem verschärft sich je länger sie dabei sind weil die Chance auf einen anderen Job sinkt.
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#87 26.03.2018, 08:15
svenyeng Abwesend
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Hallo!

Zitat:
zum 1. Punkt: Menschen haben ihre Grenze. Nicht jeder lässt sich auf ein hohes Level weiterbildungstechnisch hochrüsten (sei es aus fehlender Motivation oder fehlenden kognitiven Fähigkeiten).

Das ist klar. Aber es gibt viele die gerne wollen und auch die Motivation und die Fähigkeiten haben, die man aber nicht lässt.
Wenn man das gejammere mancher Unternehmen hört, aber nicht willig sich Leute für sich zu weiterzubilden, einzuarbeiten, etc.

Zitat:
Im Bürojob kannst Du bei ausreichend guter Dokumentation einen Job ohne Einarbeitungszeit machen.

Ich sage mal es kommt drauf an. Dokumentation ist wichtig, keine Frage.
Nur dazu muss auch die Zeit da sein, sonst unterbleibt das sehr schnell.
Die Zeit ist eben sehr oft ein großes Problem.
Und ganz ohne Einarbeitung geht es trotzdem nicht, weil ein neuer Mitarbeiter erstmal die Abläufe kennenlernen muss. Und man muss die Arbeit neuer Mitarbeiter erst mal überprüfen. Anfangs passieren immer Fehler, was ganz normal ist.

Einfach sagen "Da ist Dein Schreibtisch, gib Gas!" geht nun mal nicht.
Vor allem grade bei Menschen die keine bis wenig Berufserfahrung haben.
Und genau das ist der Punkt, die werden nicht eingestellt und es wird gejammert das man keine Mitarbeiter bekommt.
Nur wie bitte sollen Menschen Berufserfahrung bekommen, wenn man sie nicht arbeiten lässt?

Jeder Mensch ist anders und ein anderer Lerntyp.
Das ist schon bei Kindern/Jugendlichen in der Schule so.
Es gibt Leute die sind von Lehrern einfach nur genervt und lesen sich Wissen lieber selber in Büchern kann.
Andere wiederum können das gar nicht und brauchen Frontalunterricht.
Wobei ich ein Verfechter von Frontalunterricht bin. Man lernt schneller und versteht die Themen.
Selber irgendwelches Wissen aneignen ist sehr schwer und dauert lange.
Wenn das Thema aber durch einen Lehrer/Dozenten ... gut erklärt wird, wird es sehr schnell verstanden.
Natürlich kommt es beim selbstständig lernen auch auf das Script an.
Aber stundenlang Scripte lesen ist sehr ermüdent und sehr langweilig, vor allem wenn es sehr trockene Themen sind.
Hier punktet dann wieder ein Lehrer/Dozent ...
Denn ein guter Lehrer/Dozent macht langweilig, trockene Themen interessant.

Gruß
sven
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#88 26.03.2018, 09:11
uninteressant Abwesend
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Zitat von svenyeng:
Hallo!

Zitat:
zum 1. Punkt: Menschen haben ihre Grenze. Nicht jeder lässt sich auf ein hohes Level weiterbildungstechnisch hochrüsten (sei es aus fehlender Motivation oder fehlenden kognitiven Fähigkeiten).

Das mag sein dass sie es aus ihrer Sicht sehen, aber ob der Arbeitgeber dergleichen Meinung ist? Es spielen so viele Faktoren eine Rolle, die ich nicht für jeden einzelnen Fall überblicken kann.

Zum Punkt 2 - es kommt immer drauf an was gesucht wird. Z.B. ein Einzelbuchhalter kann nicht eingelernt werden, weil niemand zu Einlernen da ist. Er muss einfach ab sofort funktionieren. Es gibt hier in meiner Firma viele Jobs, die keinen echten Stellvertreter haben. Der Nachfolger muss mit seinem Wissen und der Dokumentation des Vorgängers einfach liefern. Punkt. Der Monatsabschluss muss sitzen. Und diese Leute sind teuer und selten.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 26.03.2018, 09:14 von uninteressant. ↑  ↓

#89 26.03.2018, 10:05
Dani! Abwesend
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Zitat:
Der Nachfolger muss mit seinem Wissen und der Dokumentation des Vorgängers einfach liefern. Punkt. Der Monatsabschluss muss sitzen. Und diese Leute sind teuer und selten.
Und deshalb hat dieser MA sich gefälligst selbst um sein eigenes Wehwehchen zu kümmern und als AG lässt man ihn lieber ziehen als einen Zuschuss zu liefern, um den MA zu halten....
Also ich zahle da lieber den Aufpreis für meine Leute, das ist sogar auch auf dem Papier billiger als ein höheres Gehalt.
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#90 26.03.2018, 10:15
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Da gehts nicht um kurzfristige Zuschüsse, da gehts um Chefwechsel, Karriereaussichten, Gehaltsentwicklungschancen, überlange Firmenzugehörigkeit, Lust auf was neues.

In der Gehaltsklasse sind Zuschüsse für Hörgeräte..... Peanuts. Portokasse. Ich würde meinen Chef auslachen wenn er mich damit ködern würde. Ich würds höchstens verpflichtungsfrei entgegennehmen.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 26.03.2018, 10:16 von uninteressant. ↑  ↓

#91 26.03.2018, 10:30
svenyeng Abwesend
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Hallo!

@uninteressant:
Das niemand zum anlernen da ist, kann passieren.
Normal gibt es immer Vorgänger und man sollte, wenn es machbar ist, den Nachfolger früh genug einstellen, damit der Vorgänger den noch einarbeiten kann.

Und wie gesagt, wenn die Unternehmen nicht willig sind Personal einzuarbeiten, dann dürfen sie auf der anderen Seit nicht bezüglich Fachkräftemangel rumjammern. Denn den gibt es absolut nicht.

Was soll denn jemand machen der grade die Ausbildung hinter sich hat?
Zu hause sitzen bleiben?
Ausbildung ist nämlich auch eine Möglichkeit Leute zu bekommen.
Azubis wachsen in den Betrieb rein und sind erst mal nicht so teuer wie eine Fachkraft. Das Unternehmen kann sich einen Azubi für verschiedene Stellen von Grund auf einarbeiten.

Gruß
sven
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#92 26.03.2018, 10:41
uninteressant Abwesend
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Wenn ich mir die Azubis anschaue die ich kennengelernt habe - die besten gehen anschliessend studieren, ca. 50% sind einfach zu schlecht um mitzuarbeiten - und der Rest dauert Jahre bis sie auf einem Niveau eines Facharbeiters sind. Generell sage ich auch jeden Azubi im Kaufmännischen Bereich den ich gut kenne - um einen grossen Gehaltsschritt zu machen muss man die Ausbildungsfirma verlassen, sonst bleibst du immer der ehemalige Azubi. Meiner Erfahrung nach passiert das auch so bei.

Den technischen Bereich kenne ich nicht.
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#93 26.03.2018, 11:13
svenyeng Abwesend
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Hallo!

Sicherlich ist es ein Problem, wenn viele studieren gehen.

Aber bitte wo willst Du denn Mitarbeiter herbekommen?
Ohne Ausbildung, ohne Berufserfahrung, ... geht das nun mal nicht.
Und Berufserfahrung gibt's nur in dem man arbeitet.

Es kann doch kein Azubi nach 3 Jahren Ausbildung das Wissen, die Erfahrung etc. eine Facharbeiters haben, der schon mehrere Jahre Berufserfahrung hat.
Letztendlich fängt das lernen nach der Ausbildung erst an.

Und auch da müssen die Unternehmen dann auch ehemalige Azubis fördern.
Das kann z.B. durch Lehrgänge etc. geschehen.

Gruß
sven
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#94 26.03.2018, 11:35
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Eben, und das dauert manchmal einfach zu lange. Ein Mitarbeiter muss heute ersetzt werden, nciht in 10 Jahren. Wir haben grad den Fall dass wir wissen dass wir fähige Azubis haben - aber leider sind die erst in einem Jahr fertig. Brauchen tun wir die Leute aber heute. Was machen wir? Extern holen. Dann ist für die Azubis aber der Platz besetzt.
↑  ↓

#95 26.03.2018, 11:59
svenyeng Abwesend
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Hallo!

Zitat:
Wir haben grad den Fall dass wir wissen dass wir fähige Azubis haben - aber leider sind die erst in einem Jahr fertig.

Na ja, 1 Jahr ist schnell rum. D.h. auch das die im 2. Ausbildungsjahr sind.
Wenn die also wirklich fähig sind, kann man sie für den zukünftigen Arbeitsplatz schon einsetzen. Viele Aufgaben werden sie erledigen können.

Gruß
sven
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#96 26.03.2018, 12:03
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Betreff: Re: Berufsbedingter Mehrbedarf
Leider nicht bei uns in der Abteilung. Die Stelle ist dann besetzt (ausser es geht einer). Und wir stellen niemand zusätzlich ein.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 26.03.2018, 12:03 von uninteressant. ↑  ↓

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