#21 21.10.2017, 14:16
Faber
Gast


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Hallo Akustikermeister,
ich danke dir für deine ausführliche Antwort, die ich wie folgt paraphrasiere:
"der tatsächliche Mehrwert des höheren Technikeinsatzes von Hörsystemen liegt im geringeren kognitiven Krafteinsatz des Hörenden für´s verstehen, mit der Folge: wer Kräfte spart - hält länger durch".
Kann man das so sagen?
Falls "ja", wäre das doch durchaus ein Kriterium für "Aufpreis" - sogar für "Querulanten" wie mich. Smiling
Problem ist allerdings weiterhin:
Falls ich im sprachsimulierenden Störschall noch immer die Mehrzahl der Worte NICHT verstehe, kann von "kräftesparen beim Rest zusammenreimen" nicht wirklich die Rede sein. Das bedeutet: schafft die High-End-Technik nicht mindestens 6 von 10 Worten wirklich zu VERSTEHEN (nicht zu "raten"), dann hilft sie mir gar nicht wirklich.
LG
Gewichtl
↑  ↓

#22 21.10.2017, 14:39
Lchtschwrhrg Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 28.01.2017
Beiträge: 456


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Ich würde die nette Antwort von Akustikermeister leicht anders interpretieren:

Das HG, dem Du die wenigsten Widerwillen/ Resentiments entgegenbringst, dessen Leistung wirst Du eher akzeptieren und Dich wohlfühlen. Damit bist Du dann nicht mehr im Stress.

Sofern Du bei den Messungen selbst für Dich sagst, ich werde mich nicht anstrengen zu hören & zu verstehen - sondern ziemlich zackig das so Gehörte antworten, dann hast Du den Faktor einer späteren Anstrengung bereits minimiert.

Denn es wurde auch ausgeführt, dass mit den "einfacheren" Geräten es fast leichter sein dürfte gute Verständlichkeit zu erzielen. Für mich verdeutlicht sich immer mehr die "Hürde" der Eingewöhnung an den HG-Klang. Die Hürde wird geringer bei den Komfortablen - aber am Ende dürfte ähnliches Ergebnis sein, quantitativ ber wird sich nichts im Störschall unterscheiden -gerade, wenn man sich nicht anstrengt unbedingt richtig zu hören.
↑  ↓

#23 21.10.2017, 14:55
Faber
Gast


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Hallo Lchtschwrhrg,
ich bin - mit Dir - der festen Überzeugung der Wirksamkeit von PLACEBOS Smiling
weil:
"Glaube versetzt Berge"
und insoweit bin ich total bei dir, wenn du sagst:
"stimmt die Chemie zwischen Kunde und Hörakustiker, ist die halbe Miete im Sack".
Bleibt aber der Fakt:
Wenn ich OHNE Hörsystem im sprachsimulierenden Störschall nur 2 von 10 Worten verstehe, dann müssen es MIT Hörsystem mindestes 6 von 10 Worten sein,
weil:
bei mehr als der Hälfte "verstanden", reicht zur Vervollständigung ggf. noch meine kognitive Kraft - bei weniger als der Hälfte, sind ständige MISSverständigungen vorprogrammiert; DIE habe ich allerdings auch OHNE Hörsystem, DAFÜR brauche ich KEINES.
LG
Gewichtl
↑  ↓

#24 21.10.2017, 15:16
Lchtschwrhrg Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 28.01.2017
Beiträge: 456


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Da gebe ich Dir durchaus recht - allerdings reichen mir 60% auch nicht zum entspannten Hören.
↑  ↓

#25 23.10.2017, 09:42
AkustikerMeister Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.12.2016
Beiträge: 115


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Lieber Gewichtl

Ja davon würde ich ausgehen:
Wenn Du mit einfachen Geräte nur 60% verstehst, wirst Du mit den besseren Gerät kaum eine Verbesserung erzielen (in sprachaudiometrischen Tests).

Diese Erfahrung mache ich jedenfalls grösstenteils mit meinen Kunden.

Deshalb wäre es ein Versuch mit einem besseren Gerät in deinem Fall gerade so interessant.
Dann wüsstest Du nämlich wo Du stehst.

Liebe Grüsse.
↑  ↓

#26 23.10.2017, 09:59
svenyeng Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 1.248


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Hallo!

@gewichtl:
Diese Tests sind nicht wichtig.
Du musst viele Geräte von vielen Herstellern testen.
Grade im normalen Altag und Tagesablauf sieht es ganz anders aus als bei einem Test in der Schallgeschützen Kabine beim HNO oder im Anpassraum beim Akustiker.
Diese Tests sind meiner Meinung nach nicht aussagekräftig.
Die Stimme die die Wörter spricht ist nicht sehr deutlich und im Studio aufgenommen. Das kann man gar nicht mit dem realen Umfeld und Tagesablauf vergleichen.

Ich teste selber wenn ich Hörgeräte brauche und zwar in meinem privaten als auch beruflichem Umfeld und im Tagesablauf.
Denn genau das ist Aussagekräftig.

Lass Dir mal ein gutes Geräte (auch wenn es teuer ist) von Deinem Akustiker zum testen geben. Dann kannst Du im Alltag schauen ob Du damit mehr und besser verstehst oder nicht.

Gruß
sven
↑  ↓

#27 23.10.2017, 11:41
Faber
Gast


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Moin sven,
ich danke dir für deinen Ratschlag.
Leider nützt er mir nicht, weil:
es gibt 3 Grundprobleme, die ich noch nicht - geradeheraus - zu überwinden weiß, ohne genau DIE Methoden anwenden zu müssen, die ich meinem "Gegenüber" zutraue.
Das erste Problem ist die unglaubliche Vertragsvereinbarung zwischen der Vertretung meiner Krankenkasse und der Vertretung der Hörgeräteakustiker, dass Aufzahlungsgeräte mir bzgl "Verstehen im Störschall" nicht MEHR ermöglichen dürfen als Basisgeräte.
Der zweite Punkt ist der, dass ich tatsächlich im sprachsimulierenden Störschall mit 3 von 10 verstandenen Worten "abgespeist" werden darf.
Der schlimmste Punkt ist aber die "Technikersünde" schlechthin. Ein Technikergrundsatz besagt: "wer justiert, der beurteilt nicht die Ergebnisse - wer Ergebnisse beurteilt, der justiert nicht selbst". Dieser Grundsatz wird in der Hörgeräteanpassung sträflich missachtet, mit der Folge, dass die vom HA erzeugtenTestergebnisse den vom HA gewünschten Ergebnissen angepasst werden können. DAS GEHT GAR NICHT. Und das Angebot der Überprüfung seitens des Praxispersonals eines HNO ist da auch nur vernebelndes "stao" (stao = so tun als ob)
LG
Gewichtl
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 23.10.2017, 11:42 von Gewichtl. ↑  ↓

#28 23.10.2017, 12:31
svenyeng Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 1.248


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Hallo!

@gewichtl:
Ich frage mich langsam, ob Du gut hören willst oder nicht.
Will sagen, das gute hören steht an erster Stelle, das finanzielle kommt dann.
Also ich muss ganz ehrlich sagen, ich möchte gut hören und dann muss ich, so hart das ist, halt auch einige Euros auf den Tisch legen für gute Geräte.
Es hilft da nicht auf irgendwelchen Paragraphen zu reiten.

Lass das Gerät beim Akustiker anpassen und gehe dann zum HNO für den Test.
Dann hast Du einen Test der unabhängig vom Akustiker ist.
Damit ist der Grundsatz erfüllt, also "wer justiert, der beurteilt nicht die Ergebnisse - wer Ergebnisse beurteilt, der justiert nicht selbst".

Gruß
sven
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 23.10.2017, 12:32 von svenyeng. ↑  ↓

#29 23.10.2017, 12:59
akopti Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 17.08.2016
Beiträge: 693


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Ist ja interesant, dieser Technikergrundsatz. In welchen deutschen Gesetzbuch steht der denn? Und wenn deiner Meinung nach der HNO oder ihm unterstellte Personal, das nicht leistet , wonach soll denn dann die Krankenkasse entscheiden? Nach der Aussage des Versicherten. Das wäre der Tod der Solidaritätgemeinschaft.
↑  ↓

#30 23.10.2017, 13:05
Faber
Gast


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Hallo sven,
so langsam beschleicht mich das Gefühl, dass es bei Dir "Verstehenshemmungen" gibt, weil:
aus meinen ganzen diesbezüglichen Threads ist doch wohl deutlich herauszulesen, dass:
1.
Ich möchte nicht per Aufzahlung etwas bezahlen, was die Versichertengemeinschaft meiner Krankenkasse mit ihren ständig steigenden Beiträgen bereits bezahlt hat. Das ist NICHT "Paragrafenreiterei", sondern schlichte Logik Smiling
2.
Ich bin der festen Überzeugung, dass ein - von meiner Krankenkasse geleisteter - Finanzeinsatz im Gegenwert eines iPhones PRO OHR genügen muss, um mir ein bestmögliches Hören und ein Verstehen - auch im Störschall - von mehr als 5 Worten, von 10 Worten zu ermöglichen.
3.
Das Hals-Nasen-Ohren-Facharzt-Personal wird doch auch nur DAS messen, was die Messtechnik von 1953 ihnen ermöglicht. WO bleibt denn da die Objektivität auf "aktuellem medizinischen und technischen Stand"?
LG
Gewichtl
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 23.10.2017, 13:06 von Gewichtl. ↑  ↓

#31 23.10.2017, 13:28
Faber
Gast


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Zitat von akopti:
Ist ja interesant, dieser Technikergrundsatz. In welchen deutschen Gesetzbuch steht der denn? Und wenn deiner Meinung nach der HNO oder ihm unterstellte Personal, das nicht leistet , wonach soll denn dann die Krankenkasse entscheiden? Nach der Aussage des Versicherten. Das wäre der Tod der Solidaritätgemeinschaft.

Moin akopti,
ich werfe dir hier und jetzt bewusste Demagogie und Propaganda vor.
Ich begründe wie folgt:
1.
Es bedarf keines Gesetzes, um einen alten Redlichkeitsgrundsatz zu begreifen Smiling
2.
Die Hörakustikerzunft verstößt nachhaltig und bewusst gegen ihre - auch - mit meiner Krankenversicherung bestehende Vertragsvereinbarung bzgl. "Hörsystemanpassung auf aktuellem medizinischen und technischen Stand".
Und zwar mit dem billigen "hinter-die-Fichte-führ-Vorwand-Trick: "da wir ja unsere Kunden zur Überprüfung ihrer Hörsystemanpassung an den Hals-Nasen-Ohren-Facharzt verweisen, und DIESER NICHT vertraglich verpflichtet ist, mit einem Überprüfungstest, welcher jünger ist als der Freiburger von 1953 zu arbeiten, müssen wir - der Vergleichbarkeit wegen - leiderleiderleider Smiling Smiling Smiling - auf den 50 Jahre jüngeren und weit besser geeigneten OLSA oder GÖSA verzichten, den wir ja alternativ mit Ihrer Krankenkasse vereinbart hatten" Smiling Trick Ende.
Ich schreibe hier - anders als offenbar du - um den Beitragszahlern der gesetzlichen KV zu helfen, besser zu verstehen beim "recht und billig" besser hören.
LG
Gewichtl
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 23.10.2017, 15:27 von Gewichtl. ↑  ↓

#32 23.10.2017, 13:42
akopti Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 17.08.2016
Beiträge: 693


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Ne, da hast du ganz Recht, ich schreibe nicht nur, nein, ich verhelfe tag täglich Menschen mit Hörminderung zu einem guten Hören. Und das mit Geräten frei von privaten Eigenanteil und auf Wunsch auch mit Geräten mit privater Zuzahlung.
Und du wirst mir kaum glauben, meine Kunden haben ein solchens Vertrauen in mich, dass 90% meiner Neukunden auf Empfehlung kommen und gerne 4-6 Wochen auf einen Termin warten, weil mein Terminkalender platzt.

Und vielen Kunden schenke ich ein Hören - wenn möglich *) - das in der Messung besser ist als im Vertrag als Mindesvoraussetzung vorgegeben ist und das auch mit Geräten, die der vertraglichen Mindestanforderung genügen. Genau diese Kunden berichten mir auch aus ihrem akustischen Umfeld, ob privat oder beruflich, dass sie wesentlich besser zurecht kommen.

Und das gerade du mir Demagogie und Propaganda vorwirfst finde ich echt amüsant, wenn nicht zum gerade laut herauslachen.

Gruß

Dirk

*) falls es die maximale Diskrimination zulässt, denn die ist eine Leistung des Gehirns.
↑  ↓

#33 23.10.2017, 14:46
Faber
Gast


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
moin,
das Problem ist ja NICHT, dass der Hörgeräteakustiker nicht "bestmöglich" können könnte Smiling
das Problem ist, dass es keine "robusten" - unparteiischen - Überprüfungsmöglichkeiten seiner "Kunst" geben DARF Smiling
konkret:
das Problem ist, dass die Abschaffung des "Freiburger von 1953" von interessierter Lobbyistenseite seit Jahren erfolgreich hintertrieben wird.
oder wird sie etwa NICHT hintertrieben??? Smiling
da nützt "Kundenzufriedenheit" auf Basis eingeredetem "mehr geht nicht" gar nix Smiling
wenn Psychologie die Technologie ersetzt (oder Mundwerk anstelle Handwerk), dann ist und bleibt das eben suboptimal.
damit meine ich beispielsweise:
"wer viel dazubezahlt, der rechtfertigt sich schon ganzselbst den Erfolg seines Geldeinsatzes"
und:
"wenn der Weißkittel abnickt, dann muss es ja richtig (und) gut sein"
lieber akopti:
laß gut sein Smiling
↑  ↓

#34 23.10.2017, 16:52
Ohrenklempner Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 1.767


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Lass doch mal den Freiburger von 1953 in Ruhe.
Hast du dich mal beim Röntgen beschwert, dass dieses Verfahren schon seit etwa 1900 diagnostisch Verwendung findet? Grinning Ich mach das nächstes Mal und bestehe dann auf eine MRT, die ist immerhin aus den 50er Jahren. Grinning
Was ich damit sagen will: Ja, der Freiburger ist alt und er hat seine Schwächen. Aber er ist sinnvoll, effektiv und durch seine Kompaktheit auch bei senilen Persönchen gut durchführbar. Es spricht einiges gegen den Freiburger, das gebe ich zu, aber es spricht mindestens genau so vieles dafür -- allein schon mangels Alternative (dazu im unteren Abschnitt mehr).

Tatsache ist doch, dass eine Sprachaudiometrie und die Ermittlung des Diskriminationsverlusts nach aktuellem audiologischen Stand ausschließlich mit dem Freiburger funktioniert. Die Verstehensquote bei dBopt ist für den Akustiker die Benchmark bei der Hörsystemanpassung. Wenn mein Kunde mit Hörgeräten so gut (oder sogar besser) versteht wie ohne HG bei dBopt, dann weiß ich, dass die Hörgeräte bestens funktionieren und optimal eingestellt sind.

Allein mit GÖSA oder OLSA könnte ich nie feststellen, ob meine Hörgeräteeinstellung optimal ist oder nicht. Ja, ganz super, da hab ich dann einen SNR als Messergebnis, wenn ich im Störschall messe. Ja, das ist eine greifbare Zahl. Aber was ist ohne Störgeräusch? Da kann ich nur feststellen, ob das Verstehen gut ist, oder ob es okay ist, oder ob es miserabel ist. Ich habe aber keine vergleichbaren Zahlen und kann nur Pi mal Daumen abschätzen, ob das Verstehen so in Ordnung ist oder nicht.

Theoretisch müsste man auch ein Sprachaudiogramm unter Kopfhörern mit GÖSA/OLSA machen, aber hey, mindestens 20 Sätze in mindestens drei Pegeln jeweils links und rechts, und dann vielleicht noch mit Störgeräusch dazu? Das hält kein Mensch durch.

Abschließend will ich kurz und knackig sagen, dass ich SEHR GERNE auf den Freiburger komplett verzichten könnte, wenn es ein alternatives Messverfahren gäbe, was folgendes leistet:
1. Ermittlung allgemeiner sprachaudiometrischer Kenndaten, analog zum HV (Hörverlust für Zahlen),
2. Ermittlung eines Messwerts, der das unversorgte Sprachverstehen bei normaler Sprachlautstärke wiedergibt, und zwar pro Ohr (analog zu Einsilbern, Kopfhörer, 65dB) und insgesamt (analog zu Einsilbern, Freifeld, 65dB), ohne und mit Störgeräusch,
3. Ermittlung des maximal möglichen Sprachverstehens unter bestimmten Voraussetzungen, und zwar pro Ohr (analog zu Einsilbern, Kopfhörer, dBopt) und insgesamt, ohne und mit Störgeräusch,
4. Ermittlung eines CSL (angenehme "Sprachlautstärke") und die damit erreichbare Hörverbesserung, ohne und mit Störgeräusch.
5. Ermittlung einer Hörverbesserung mit Hörgeräten, die direkt vergleichbar ist mit dem Sprachverstehen, was durch 3. und 4. ermittelt wurde,
6. geringe Anstrengung seitens des Probanden,
7. kein höherer Zeitaufwand als mit dem Freiburger,
8. unkomplizierte Durchführbarkeit,
9. Validität und Reproduzierbarkeit,
10. bezahlbare Anschaffungskosten.

Ja, wir hätten dann ein "Audiogramm 2.0", weil das Sprachaudiogramm komplett anders aussehen würde. Aber DAS wäre doch mal eine schöne Neuerung. Leider gibt es derzeit kein Messverfahren, was das bietet. Solange muss eben der Freiburger herhalten, und das tut er ausreichend gut.
Allons-y!
↑  ↓

#35 23.10.2017, 17:13
Faber
Gast


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Hallo Ohrenklempner,
vielleicht können wir uns ja folgendermaßen einigen:
1.
Test für "besser hören und verstehen in ruhiger Umgebung": ok, Freiburger Smiling
DAZU allerdings (weil seit 2013 auch "verstehen im Störgeräusch" durch die Versichertengemeinschaft der Kassen bezahlt wird):
2.
Test für "besser und leichter verstehen im "Partynoisestörschall": OLSA / GÖSA (besser noch Baseler wg. Beschallungsrichtungsidentität)
weil:
ich habe in diesem Forum lernen dürfen, dass die Technik stets einen winzig längeren Moment benötigt, als es ein zusammenhangloser "Einsilber" bietet, um sich korrekt selbst zu justieren. Mit Oldenburger - oder Göttinger - oder Basler - Satztests wäre diese "Einschwingunszeit" dann gegeben, damit die bessere Technik ihre Vorteile auch beweisen kann.
Was spricht dagegen außer der Angst aufzahlungsfrei im Einzelfall - vertragskonform!!! - bessere Geräte abgeben zu müssen?
LG
Gewichtl
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 23.10.2017, 17:14 von Gewichtl. ↑  ↓

#36 23.10.2017, 17:26
akopti Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 17.08.2016
Beiträge: 693


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Schön und gut, dann mess ich mit Oldenburger oder Göttinger mit dem Basisgerät im 2 Programm, mit aktivem Richtmikrofon und Störschallunterdrückung (Das entspricht ja dem eingeschwungenen Zustand der Geräte aktueller Technik nach deinem Verständnis). Damit vermeide ich, dass sich Äpfel mit Birnen vergleiche.
Was passiert wird dir schon klar sein.

Das nicht umschalten müssen ist eben ein Komfortmerkmal. Fertig.

Gruß

Dirk
↑  ↓

#37 23.10.2017, 17:45
dianaca Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 30.09.2017
Beiträge: 890


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Was meint ihr mit Freiburger?
Klingt nach der Audiometrie, wann man die Beiträge liest?

Ist das so unsicher?

.
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, das letzte Mal am 23.10.2017, 17:51 von dianaca. ↑  ↓

#38 23.10.2017, 17:52
Faber
Gast


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Zitat von akopti:
Schön und gut, dann mess ich mit Oldenburger oder Göttinger mit dem Basisgerät im 2 Programm, mit aktivem Richtmikrofon und Störschallunterdrückung (Das entspricht ja dem eingeschwungenen Zustand der Geräte aktueller Technik nach deinem Verständnis). Damit vermeide ich, dass sich Äpfel mit Birnen vergleiche.
Was passiert wird dir schon klar sein.

Das nicht umschalten müssen ist eben ein Komfortmerkmal. Fertig.

Gruß

Dirk

na, DAS ist doch mal ´ne klare Ansage:
das ganze Marketingkauderwelsch der Hörgeräteindustrie, wie WÖRTLICH aus deren Flyern (Auszug):
"adaptive noise guard, adaptive machine guard, windshield, binaurale redundanz, sound smoothing, speech focus, sound point, PinnaEffekt, true ear, auto experiance manager, voice IQ und speech ID, sowie acouty directionality, sound conductor, natural sound balance, dynamic noise reduction und dynamic noise directionality und natürlich nicht zu vergessen: dynamic speech processing, speech cue priority und softlevel noise reduction in Verbindung mit dem feature smart speach, smart tone"...
DAS ALLES ist nix als tausende Euro teure heiße Aufzahlungs-Luft, die sich nicht auch mit einfacher Programmumschaltung am Ohr realisieren ließe?
Danke dafür!!!!
NIX ANDERES VERSUCHE ICH HIER ZU VERDEUTLICHEN Smiling
↑  ↓

#39 23.10.2017, 17:55
akopti Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 17.08.2016
Beiträge: 693


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Hallo dianaca

Freiburger, Oldenburger, Göttinger sind verschiedenen Sprachtest, wobei der Freiburger Sprachtest am meisten verbreitet ist.

Mit diesem Sprachtest kann man ohne HG den Hörverlust für Sprache in dB und die maximale Diskrimination (=Verstehensquote) in %ermitteln
dB opt ist der Pegel, bei dem dieses Maximum erreicht wird.
CSL=comfortable speech level= Angenehme Sprachlautstärke.

Mit HG dient dieser Test zur Evaluierung der Anpassung, d.h. ich kann ermitteln ob ich das Mindest-anpass-ziel erreicht habe und auch um wieviel ich es überschritten habe.
Der Vorteil dieser Tests liegt in der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.

Gruß

Dirk
↑  ↓

#40 23.10.2017, 18:00
akopti Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 17.08.2016
Beiträge: 693


Betreff: Re: neulich beim Hörakustiker...
Zitat von Gewichtl:
Zitat von akopti:
Schön und gut, dann mess ich mit Oldenburger oder Göttinger mit dem Basisgerät im 2 Programm, mit aktivem Richtmikrofon und Störschallunterdrückung (Das entspricht ja dem eingeschwungenen Zustand der Geräte aktueller Technik nach deinem Verständnis). Damit vermeide ich, dass sich Äpfel mit Birnen vergleiche.
Was passiert wird dir schon klar sein.

Das nicht umschalten müssen ist eben ein Komfortmerkmal. Fertig.

Gruß


Dirk

na, DAS ist doch mal ´ne klare Ansage:
das ganze Marketingkauderwelsch der Hörgeräteindustrie, wie WÖRTLICH aus deren Flyern (Auszug):
"adaptive noise guard, adaptive machine guard, windshield, binaurale redundanz, sound smoothing, speech focus, sound point, PinnaEffekt, true ear, auto experiance manager, voice IQ und speech ID, sowie acouty directionality, sound conductor, natural sound balance, dynamic noise reduction und dynamic noise directionality und natürlich nicht zu vergessen: dynamic speech processing, speech cue priority und softlevel noise reduction in Verbindung mit dem feature smart speach, smart tone"...
DAS ALLES ist nix als tausende Euro teure heiße Aufzahlungs-Luft, die sich nicht auch mit einfacher Programmumschaltung am Ohr realisieren ließe?
Danke dafür!!!!
NIX ANDERES VERSUCHE ICH HIER ZU VERDEUTLICHEN Smiling

So schnell wie du einem die Worte im Mund umdrehst, da wird mir schlecht. Gmpff

Hier ein Bild zur Verdeutlichung
Nehme eine Smart for Two und einen Mercedes S-Klasse. Fahre mit beiden mit 120 über die Autobahn 300 Km weit. Du kommt mit beiden an, aber mit welchenkomfortabler.
DAS IST DER UNTERSCHIED
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 23.10.2017, 18:05 von akopti. ↑  ↓

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