#1 12.11.2017, 22:55
Grandi Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 30.10.2017
Beiträge: 6


Betreff: Hörgerät bei leichter Schwerhörigkeit
Hallo,

ich bin neu im Forum. Bin 53 Jahre und weiblich. Ich bin damit aufgewachsen, dass mehrere Familienmitglieder zwar Hörgeräte hatten, die aber häufig nicht drin und ich deshalb genervt war, dass sie nichts verstehen. Weil ich das meinem Umfeld nicht antun will, war ich selbst in den letzten Jahren regelmäßig bei Hörtests. Diese haben immer ergeben, dass ich in Ruhe normal höre, im Störlärm aber deutliche Defizite habe. Indikation für ein Hörgerät sei aber noch nicht erreicht.

Nachdem in letzter Zeit auch das Verstehen in Ruhesituationen immer schlechter wurde, war ich jetzt nochmals beim HNO. Nach der Verordnung des HNO habe ich ab Frequenzen von 1 kHz einen einigermaßen gleichmäßig steigenden Hörverlust zwischen 30 und 50 dB. Der Hörtest beim Akustiker ergab nur einen Verlust zwischen 20 und 40 dB. Ich kann da nicht ganz ausschließen, dass beim HNO wegen meines Wunsches als Privatpatientin nach einer Verordnung ein bißchen nachgeholfen wurde.

Von der Akustikerin habe sich jetzt schon einige Geräte zum Probieren bekommen. Irritiert bin ich aber, dass das alles teurere Geräte sind (das "billigste" 3500,- € für zwei Hörgeräte, die anderen deutlich drüber). Ich hatte eigentlich angenommen, dass bei meiner nur leichten Schwerhörigkeit ein einfaches Gerät ausreichend ist. Insbesondere habe ich auch wenig Interesse an Verbindung mit einem Smartphone o.ä.

Andererseits merke ich aber, dass in den Ruhesituationen die Nachteile des künstlichen Hörens eher überwiegen, die Geräte mir bei Hintergrundlärm oder Gruppengesprächen dagegen sehr deutlich nutzen. Wenn ich die verschiedenen Technikstufen der Hörgeräte studiere, dann merke ich selbst, dass optimale Korrektur der Situationen Verstehen im Störgeräusch und Gespräche in größerer Gruppe erst bei den hochwertigeren Geräten enthalten sind.

Ist es also eher so, dass ich gerade deshalb, weil ich natürlich noch ganz gut höre, nur von einem hochwertigen Gerät einen echten Nutzen habe? Oder anders gefragt: Kann ich mir das Ausprobieren billigerer Geräte gleich sparen?

Finanziell wäre eine Zuzahlung nicht wirklich ein Problem. Ich war nur nicht darauf gefasst, dass ich nicht einmal als Privatversicherte ein brauchbares Gerät ohne Zuzahlung bekomme.
↑  ↓

#2 12.11.2017, 23:45
Lchtschwrhrg Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 28.01.2017
Beiträge: 456


Betreff: Re: Hörgerät bei leichter Schwerhörigkeit
Hallo Grandi,
wie hast Du Dir denn Deinen Aku ausgesucht?? Oder bist Du direkt irgendwo zu einem Aku gegangen?
Mit Leichtschwerhörigkeit ist es schwieriger - stell Dir vor, Du wärst fast taub, dann wäre es doch schon ein Riesengewinn, wenn Du überhaupt hörst und etwas verstehen würdest - Bei Dir als Leichtschwerhörig kennst Du den "Normalklang" zumeist, wirst eben auch viele Fequenzen zwar gut hören - ber wie Du schreibst, ist Verstehen schwierig. Genau diese Trennung von Sprache, Sprachinformation und anderen Geräuschen macht es dern HGs schwer.
Mit dem Preis hat das schon mal nichts zu tun, wobei natürlich die "Premium-Klasse" mehr Komfort bieten als einfache Geräte. Das hat aber nichts mit der Thematik "Verstehen" zu tun, die gerade zu Beginn oft "schärfer klingenden" einfachen bringen da auch am Anfang mehr "Verstehen", das bei den "premiums" erst mit späterren Einstellungen kommt. In jedem Fall würde ich mir auch Geräte anschauen /Testen, die über der KK-Formel liegen - trotzdem günstig gute Leistungen bieten.
↑  ↓

#3 13.11.2017, 00:07
Grandi Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 30.10.2017
Beiträge: 6


Betreff: Re: Hörgerät bei leichter Schwerhörigkeit
Hallo,

beim Akustiker habe ich versucht, die Mitte zu finden. Hätte hier mehrere Ketten, bei denen ich aber die Befürchtung ständigen Personalwechsels hatte. Habe daher einen genommen, der mehrere Filialen, aber nur in der Region hat. Eine davon liegt sehr günstig in der Nähe meines Arbeitsplatzes.

Ich hatte am Anfang keinerlei Kenntnisse über Hörgeräte. Habe mich erst in den letzten Wochen, v.a. auch hier im Forum eingelesen. Kann mich schon erinnern, dass ich beim ersten Besuch gesagt habe, ich wolle mich nicht um die Wahl der Programme kümmern. Dass eine Programmautomatik Premiumgerät bedeutet, war mir da aber nicht bewusst. Wenn ich das richtig überblicke, scheint das ja eher eine Neuerung der letzten Jahre zu sein. Die erfahrenen Hörgeräteträger schreiben meistens was von Programmen, die sie gewählt haben. Ich konnte bisher bei den Geräten, die ich zur Probe hatte, immer nur die Lautstärke ändern.
↑  ↓

Seiten (1): 1

Interessantes für Gäste und User ohne Beitrag in den letzten 100 Tagen ...



Alle Zeitangaben in GMT +02:00. Aktuelle Uhrzeit: 01:13.