#1 05.12.2017, 14:59
Faber
Gast


Betreff: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
moin,
wie haltet Ihr mitbetroffenen HörverbesserungsHilfebedürftigen das mit folgender Sachlage:
Meine Krankenkasse verlangt von meinem Hörakustiker - damit sie ihn bezahlt - dass ICH - auf einem entsprechenden Formular - schriftlich bescheinige, dass ich mit dem aufzahlungsfreien Hörsystem bestmöglich verstanden habe (wie ich inzwischen weiß, gilt das wohl für jede gesetzliche Krankenkasse bei "vergleichender Hörsystemtestung").
hier zum nachlesen, der entsprechende Referenzvertrag (dort der Anhang 4.3):

https://www.vdek.com/...g%2011.pdf

Das Formular wird aber wohl derartig vom Hörakustiker "untergeschoben", dass man es gar nicht so recht bemerken SOLL?):
wörtlich heißt es nämlich dort:
Ich bin über das qualitativ hochwertige Angebot einer aufzahlungsfreien Versorgung (ohne Aufzahlung, ausgenommen der gesetzlichen Zuzahlung) informiert worden. Mit dem(n) getesteten aufzahlungsfreien Hörsystem(en) habe ich - soweit möglich – sowohl bei störenden Umgebungsgeräuschen als auch in größeren Räumen und größeren Personen gruppen ein bestmögliches Sprachverstehen erreicht
Zitat Ende:
Mein Problem ist:
WIE soll ICH beurteilen, was "ABSOLUT" bei mir "bestmöglich" wäre?
Mein subjektives er-LEBEN in den genannten Situationen lässt mein Hörakustiker nicht gelten.
Auch den - von meiner Krankenkasse als Alternative genannten Vergleichstest mit ganzen Sätzen - anstelle Einsilberworten - führt er nicht durch.
Anstelle dessen sucht ER aus, welche Einsilber angeboten werden,
und beurteilt ER, wieviel - für Ihn - als "verstanden" gelten,
und erwartet ER, dass ich DAS dann als "bestmöglich" anerkenne und das so gegenüber meiner Kasse behaupte.
DAS kann ich aber doch gar nicht?!?!
WIE macht IHR das?
Bescheinigt IHR etwas, was IHR gar nicht beurteilen können durftet?
Danke für Info von Mitbetroffenen.
LG
Gewichtl
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#2 05.12.2017, 15:20
Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
Ja nu, wie mach ich das: Testgeräte in die Ohren und raus. Erproben im Alltag und in jeden Situationen. In der Bahn und Öffis generell, in der Kneipe / Restaurant, im Familiengespräch, bei Ärzten, in der Natur, beim Autofahren, in der Firma, auf Ämtern, Bei Freunden, im Verein , bei öffentlichen Veranstaltungen - kurz überall da wo ich mich bewege und unter normalen Bedingungen.

Und die Hörgeräte mit denen ich am Besten klarkomme, das größte Sprachverständnis und das angenehmste Hörempfinden habe sind ´s dann.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 05.12.2017, 15:22 von rabenschwinge. ↑  ↓

#3 05.12.2017, 16:21
akopti Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 17.08.2016
Beiträge: 684


Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
Es ist wie immer im Leben. Egal was man sich zulegt. Wenn man sich immer die Frage stellt, gibt es immer noch ein besseres Preis/Leistungs-Verhältnis, dann wird man sich nie etwas zulegen.

Nehmen wir mal an es gäbe 20 verschieden HG Modelle auf dem Markt welches theoretisch zu einem Hörverlust passt. . Jedes könnte man mit jeweils 2 möglichen Anbindung ans Ohr verwenden. Das wären 20 zum Quadrat also 400 Varianten. Jedes wird mindestens 2 Wochen getestet, Das wären 800 Wochen= gut 7,5 Jahre. Huch, in dieser Zeit gibt es ja unter Umständen einen größeren Entwicklungsschritt.
Wann, ja wirklich wann, soll man dann diese Bescheinigung unterschrieben. Mal ehrlich?

Gruß

Dirk
↑  ↓

#4 05.12.2017, 16:21
svenyeng Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 1.161


Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
Hallo!

Ich bescheinige nichts.
Mein Akustiker rechnet mit der KK ab und ich bekomme eine Rechnung für die Zuzahlung, wenn ich Geräte mit Zuzahlung bekomme.
In über 20 Jahren mit Hörgeräten musste ich noch nie etwas der KK gegenüber bescheinigen. Mit der KK hatte ich nie direkt was zu tun.

Auch macht der Akustiker bei mir nie einen Test.
Wenn ich mich für neue Hörgeräte entschieden haben gehe ich zum HNO und der macht dann noch nen Hörtest. Das wars dann.
Das mache ich aber freiwillig. Früher war das eine MUSS, heute nicht mehr.

Gruß
sven
↑  ↓

#5 05.12.2017, 16:28
Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
schmunzel, doch ich schon.... nämlich das ich die Hörgeräte empfangen habe und mehr nicht.
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#6 05.12.2017, 16:47
Faber
Gast


Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
moin,
danke für die ersten drei mich verwundernden Stellungnahmen Smiling
"verwundern" deshalb, weil:
@akopti schreibt sinngemäß: "wer nicht was bescheinigt, was er gar nicht beurteilen kann, der gerät in die "Hase-und-Igel-Spirale",
@svenyeng schreibt sinngemäß, dass seine gesetzliche Krankenversicherung so etwas gar nicht verlangt (wo bist du versichert?),
@rabenschwinge schreibt, dass auch sie nur den Empfang quittieren muss und keine "Bestmöglichkeitsbescheinigung" erteilen (wo bis du versichert?)
gibt´s noch mehr (Un-)Möglichkeiten?
LG
Gewichtl
↑  ↓

#7 05.12.2017, 17:37
svenyeng Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 1.161


Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
Hallo!

@gewichtl:
Ich bin bei der IKK Classic. Früher war ich bei der DAK.
Keine der beiden KK verlangen so einen Unsinn.

Übrigens hat auch die IKK Vereinbarungen mit Akustikern.
Die IKK sagt: "Sie können das empfohlene Hörgerät ausreichend lange testen. Das aufzahlungsfreie Hörgerät muss objektiv den gleichen Hörgewinn erzielen wie ein aufzahlungspflichtiges Modell."

Von einem bestmöglichen Verstehen wird da gar nicht gesprochen.

Auch die DAK, die auch Vereinbarungen mit den Akustikern hat) schreibt nichts von bestmöglichen Verstehen, bei denen heißte es: mindestens ein individuell geeignetes aufzahlungsfreies Versorgungsangebot mit volldigitalen Hörsystemen entsprechend dem festgestellten Hörverlust einschließlich der erforderlichen Otoplastik ohne wirtschaftliche Aufzahlung, ausgenommen der gesetzlichen Zuzahlung. Digitaltechnik, Mehrkanaligkeit (mindestens vier Kanäle), Rückkopplungs- und Störschallunterdrückung, mindestens drei Hörprogramme, Mehrmikrofontechnik

Das sagt sehr deutlich und klar aus, was man zuzahlungsfrei bekommt.
Und das ist auch der richtige Weg, denn nur das kann man ganz klar festlegen.

Der Akustiker muss dem Kunden also ein einziges Hörgerät zuzahlungsfrei anbieten mit den von der DAK vorgegebenen technischen Daten.
Ob man damit hören kann interessiert hier nicht.

So langsam solltest Du merken das das mit dem bestmöglichen verstehen totaler Unsinn ist. Ich glaube auch kaum das Deine KK das großartig anders macht. Bei welcher KK bist Du?

Gruß
sven
↑  ↓

#8 05.12.2017, 17:52
Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
Grins, ich bin ebenfalls bei einer gesetzlichen KK versichert und meine schreibt und äußert mir gegenüber dasselbe wie die KK von Sven und auch mich interessiert, bei welcher KK Du versichert bist.
↑  ↓

#9 05.12.2017, 17:56
Faber
Gast


Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
hallo @svenyeng,
danke für deine Stellungnahme.
da bin ich aber froh, dass ich doch wohl besser krankenversichert bin als Andere Smiling
ich bin bei der Techniker Krankenkasse, die sich (wie die Barmer, die DAK (sic), die KKH, die HEK, und die handelskrankenkasse auch) von der vdek bei ihren Verträgen mit der biha vertreten lässt.
den Referenzvertrag der für mich (und die DAK-Versicherten!!!) mit den Hörakustikern abgeschlossen wurde, hatte ich aber nun schon wiederholt in diesem Forum eingestellt.
Für DICH aber gern noch einmal ganz speziell:
liest du hier:
besonders den Anhang 4.1 + 4.2 + 4.3 Smiling

https://www.vdek.com/...g%2011.pdf

und dann habe endlich einfach die Größe, dich für deinen Irrtum zu entschuldigen, anstelle mir ständig fälschlich "Unsinn" vorzuwerfen.
Vielen Dank.
LG
Gewichtl
↑  ↓

#10 05.12.2017, 18:22
Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
Ja, mein Schnuckel, meinst du denn jetzt die Produktanforderung, die technische Mindestausstattung oder die Empfangsbestätigung?
↑  ↓

#11 05.12.2017, 18:39
Ohrenklempner Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 1.495


Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
Darf ich das kurz aufklären?

In der Empfangsbestätigung bei Verzicht auf vergleichende Anpassung (Anhang 4.2) steht dieser Satz mit dem "bestmöglichen Sprachverstehen" nicht.
Allons-y!
↑  ↓

#12 05.12.2017, 18:50
Faber
Gast


Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
Zitat von Ohrenklempner:
Darf ich das kurz aufklären?

In der Empfangsbestätigung bei Verzicht auf vergleichende Anpassung (Anhang 4.2) steht dieser Satz mit dem "bestmöglichen Sprachverstehen" nicht.

das ist doch obercool - oder?
derjenige Hörbehinderte, der schon vorher irrtümlich zu wissen meint, dass er für bestmögliches Verstehen aufzahlen muss, der kriegt gar nicht erst mit, dass er irrt Smiling
↑  ↓

#13 05.12.2017, 19:18
Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
mach mir doch mal bitte einen Screenshot davon. Chili kochen und in Deinen Anlagen suchen verträgt sich wirklich nicht ;-)
↑  ↓

#14 05.12.2017, 19:22
Faber
Gast


Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
Zitat von rabenschwinge:
mach mir doch mal bitte einen Screenshot davon. Chili kochen und in Deinen Anlagen suchen verträgt sich wirklich nicht ;-)

kann ich nich - bin ich zu doof zu Smiling
aber in der verlinkten pdf etwa ab Seite 40 Smiling
↑  ↓

#15 05.12.2017, 19:45
Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
sorry, keine Zeit..
↑  ↓

#16 05.12.2017, 20:08
Faber
Gast


Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
Zitat von rabenschwinge:
sorry, keine Zeit..

wieso "sorry"?
du schadest doch nicht mir Smiling
wer für Selbst-Information keine Zeit hat, der muss für Des-Information eben das Geld haben Smiling
eigentlich ganz einfach Smiling
↑  ↓

#17 05.12.2017, 22:46
Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
Du meinst das?

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#18 05.12.2017, 22:50
Faber
Gast


Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
nicht ganz Smiling
du bildest 4.1 ab,
ohrenklempner hob auf 4.2 ab,
ich schrieb 4.3 ab Smiling
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#19 05.12.2017, 22:58
Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
jo, und welches meintest Du nu? Weil es ist bei allem dasselbe

Für mich übrigens im Zusammenhang zu sehen mit Anhang 5, dem Anpassungsbericht und Sicherstellung, das Du das HG bekommst was Du Dir subjektiv und für Dein Hörempfinden herausgesucht hast.
↑  ↓

#20 05.12.2017, 23:05
Faber
Gast


Betreff: Re: "Bestmöglichkeitsbescheinigung"
entschuldige,
was ICH meine, das steht in meinem Startpost und in Post #18.
die Anhänge sind NICHT gleich.
Anhang 5 entwertet die Bescheinigung aus 4 nicht Smiling
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Seiten (5): 1, 2, 3, 4, 5

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