#41 20.02.2018, 18:14
monif
Gast


Betreff: Re: 24, Meine Geschichte
Liebe Kingpersia

Du bist ähnlich drauf wie ich, eine Kämpfernatur.:-)
@all
Ich versteh euch wirklich nicht, ihr noch ein Ci Etikette aufkleben wollen!!!
So ist keine Diskussion möglich und hilft ihr auch nicht weiter, denn es zieht nur runter. Warum macht ihr das???
Wenn sie über Ci was wissen will , hätte sie bestimmt gefragt und wäre sicher in ein Ci Forum gelandet. Boah, manche haben keine Ahnung von Psychologie.
Schade!!
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#42 07.07.2018, 20:04
Kingpersia Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.09.2016
Beiträge: 19


Betreff: Re: 24, Meine Geschichte
Zitat:
leider führt schlechteres Hören öfter mal in die Isolation und dementsprechend auch in eine Depression. Ich rate dir, lass es bitte nicht so weit kommen, dass du dich sehr an die Isolation gewöhnst. Denn das bringt dir überhaupt nichts und glücklicher damit wirst du auch nicht.
Haben Hörgeschädigte die Chance aus dem Depression zu entkommen? Wie kann man das schaffen? Wie ist es möglich, trotz befriedigtes Deutschkenntnisse und Hörschädigung 70 Grad die Kommunikation knüpfen und Freundin finden?

Zum Psychologen besuchen finde ich sinnlos, weil das Zeitverschwendung ist. Heutzutage ist Psychologie in Niveau wie Medizin in Steinzeit.
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#43 07.07.2018, 20:29
rabenschwinge Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 22.11.2017
Beiträge: 833


Betreff: Re: 24, Meine Geschichte
Haben sie durchaus. Neben dem Psychologen und Gesprächstherapeuten gibt es Selbsthilfegruppen aber auch Interessengruppen des Schwerhörigen- aber auch des Gehörlosenverbandes, die man besuchen kann um Sozialkontakte zu knüpfen.
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
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#44 08.07.2018, 08:43
Han_na Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 04.06.2018
Beiträge: 43


Betreff: Re: 24, Meine Geschichte
Zitat von Kingpersia:
[quote]lZum Psychologen besuchen finde ich sinnlos, weil das Zeitverschwendung ist. Heutzutage ist Psychologie in Niveau wie Medizin in Steinzeit.

Darf ich fragen, ob du jemals bei einem deutschen Psychologen warst? Oder wieviel trägst du selbst zur Kommunikation deiner Hörbehinderung bei? (Kommunikation = Austausch von Informationen). Sagst du 'stopp', wenn du nicht mitkommst, oder versteckst du dich lieber, und tust so, als hättest du alles verstanden? Dann denken die Menschen um dich doch, hey der hört echt gut mit den HGs. Warum der nur so desinteressiert ist...?

Mir scheint, du nimmst es sehr schwer hin, dass du Hörbehindert bist, und ziehst es vor darüber zu schweigen - ja sogar es zu verstecken. Hörgerat an, und 'gut ist'. Oder vielmehr 'gut soll sein', ist es aber nicht. Weißt du, eine Hörbehinderung ist im sozial-menschlichen Sinne eine Kommunikationsbehinderung, und da wir soziale Lebewesen sind, brauchen wir die Kommunikation wie die Luft zum Atmen. Eine Hinderung der Kommunikation bringt uns vielleicht nicht gleich um, aber sie kann uns in eine tiefe innere Dunkelheit ziehen, da wir uns im Alltag mit Niemandem verbinden können, egal wie wir uns anstrengen.

Damit will ich sagen, du wirst nie verstanden werden, wenn du nicht sagst, wo deine Grenzen sind. Wenn du darüber schweigst, dass du einem Gespräch nicht folgen kannst, strafst du dich nur selbst. Du schließt Möglichkeiten aus, und hoffst auf Optionen, von denen du nicht weißt, ob es sie überhaupt gibt. Daher wendest du dich hier ans Forum, was ich persönlich schon mal den besten Schritt finde, den du für deine Psyche unternommen hast. Auch dass du deine HGs trägst und dich bisher so gut damit durch dein Leben geschlagen hast, finde ich klasse. Du suchst Gleichgesinnte, um nach Lösungen aus der kommunikativen Misere zu finden. Wer nach Lösungen sucht, muss aber offen bleiben um sie zu finden. Wenn du bestimmte Kriterien ungeprüft ausschließt, behinderst du dich nur selbst auf dem Weg zu einer Lösung. Denn eine Lösung findet man u.a. durch Ausprobieren. Testen. Versuchen. Vor allem, wenn es um das Kombinieren der eigenen Hörbehinderung mit dem Sozialleben um dich herum zu tun hat.

Eine Problemlösung zu finden, ohne das gesamte Problem von allen Seiten zu betrachten, ist fast unmöglich. Durch die behinderte/erschwerte Kommunikation fehlen dir Informationen, die für deinen Gemütszustand wichtig sind. Dadurch bewegst du dich in einem immer dichteren Dschungel aus Fragezeichen. Diese verdrängst du den ganzen Tag und widmest dich vermeintlich 'sinnvolleren' Dingen. Am Ende merkst du, wie alleine du mit allem bist. Mit deinen Gefühlen, deinen Meinungen, deinen Problemen - und mit dir selbst.
Das kommt daher, weil dir die geistige Verbindung zu Menschen fehlt, die jeder Mensch so dringend braucht. Ihre Worte, ihre Handlungen, ihr Lachen oder Schimpfen, bleiben für immer mysteriös für dich, da du dich nicht 'eintauchen' kannst, in die Kommunikationen - dem Austausch von allen möglichen Informationen. Wer nur zuhört, oder nur redet, kann aber nicht richtig austauschen, ist klar, oder? Geben und Nehmen, nur so funktioniert Kommunikation langfristig.

Einsamkeit, äußerliche wie innerliche, kann zum Tod führen, haben Wissenschaftler inzwischen herausgefunden (Manfred Spitzer z.B.). Der Mensch braucht Kommunikation um sich selbst reflektieren zu können, um sich mit den andern Menschen zu verbinden.

Was ich denke, das dir helfen kann, wenn du nicht zu einem Psychologen willst, ist gründliche Selbstreflektion. Dass du dich einmal von außen betrachtest, und schaust, was andere dir geben können, damit du glücklich und zufrieden sein kannst. Die Intelligenz hast du ja im Übermaß, warum nicht mal für dich selbst nach Lösungen suchen, wenn die Optionen die du bereits hast, für dich nicht in Frage kommen, hm?
(Intelligenz heißt für mich, die Fähigkeit lösungsorientiert zu denken)

Ich will dir noch etwas sagen, von außen betrachtet wirken Schwerhörige, die keinem Gespräch folgen können, desinteressiert, übellaunig, oder gleichgültig. Daraufhin werden sie ignoriert, weil man ja nicht weiß, dass sie 'nur' nichts verstehen. Und wer geht schon zu einem gleichgültig wirkenden Menschen, und fragt ihn, ob alles in Ordnung ist?
Schau mal mit den Augen deines Umfelds auf dich, und frage dich, was du ihnen überhaupt 'zu verstehen' gibst.
Schwerhörig sein bedeutet, dass du das was du nicht mitbekommst, nicht mitbekommst, aber die Anderen um dich herum.
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#45 08.07.2018, 12:07
Jani Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 30.01.2011
Beiträge: 125


Betreff: Re: 24, Meine Geschichte
Hallo Kingpersia,

jetzt möchte ich mich auch mal zu Wort melden:
Ich lese in deinen Zeilen, dass du dich bisher noch nicht intensiv mit deiner Hörschädigung auseinandergesetzt hast. Dies ist aber sehr wichtig, um mit seinem Defizit besser leben zu können. Es ist gar nicht schlimm, hörgeschädigt zu sein.
Wir Schwerhörigen sind die Experten! Daher müssen wir die hörenden Mitmenschen aufklären über unsere Schwerhörigkeit, nur so lassen sich Missverständnisse aus dem Weg räumen.

Was für dich ganz gut sein könnte, wäre eine Schwerhörigenintensivreha in Bad Grönenbach. Ich habe selber solch eine Reha gemacht mit diesem Schwerpunkt, es hilft einem sehr und man erfährt auch viel über sich selbst und lernt einfach besser mit seiner Hörschädigung umzugehen.

Ich wünsche dir alles Gute weiterhin!


Liebe Grüße Jani
an Taubheit grenzend schwerhörig - bilaterale CI-Trägerin von AB Grinning
- rechts: Naîda Q70
- links: Naîda Q90, implantiert am 14. Mai 2018 - Erstanpassung am 11.06.-15.06.2018
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