#41 08.03.2018, 10:25
fast-foot Abwesend
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Beiträge: 5.394


Betreff: Re: Otoplastik
Aussage 1 schliesst Aussage 2 nicht aus.

Wen es interessiert, kann selbst aktiv werden.

Ausserdem:

Selbst dann, wenn die Kasse Aussage 2 explizit ausschliessen würde, sähe dies ein Gericht möglicherweise anders.
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 08.03.2018, 10:28 von fast-foot. ↑  ↓

#42 08.03.2018, 10:45
waswie Abwesend
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Beiträge: 330


Betreff: Re: Otoplastik
Ich habe oft von dir gelesen, dass deine Aussagen mit Fakten belegbar sind.

Zitat:
Wen es interessiert, kann selbst aktiv werden.

Diese deine Aussage werte ich als kneifen - werde deinen eigenen Anforderungen gerecht Wink
LG, Dieter
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#43 08.03.2018, 12:15
Ohrenklempner Abwesend
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Betreff: Re: Otoplastik
Zitat von fast-foot:
Deshalb fände ich es gut, wenn Du eine Begründung liefern könntest, welche Hand und Fuss hat, wobei ich ja bereits darauf hin gewiesen hatte, dass das Gehör (im "Normalfalle") bei tiefen Frequenzen weniger schädigunsanfällig ist und ausserdem der Okklusionseffekt bei sehr vielen Gehörschützern um die 10 dB beträgt.

Ausserdem schreibst Du ja, dass kein Kunde akzeptiere, wenn das Ohr ganz verschlossen werde. Je nachdem kann dann jedoch nicht die erforderliche Verstärkung im Tieftonbereich erzeugt werden. Also ist/sind die entsprechenden Kanäle nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar. Siehe auch die Argumentation von Gewichtl.

Gruss fast-foot

Wer Tieftonverstärkung nicht benötigt, bekommt eine offene Otoplastik.

Wer Tieftonverstärkung benötigt, akzeptiert auch eine geschlossene Otoplastik.

Nur mal auf den Punkt gebracht.
Allons-y!
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#44 11.03.2018, 12:16
fast-foot Abwesend
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Betreff: Re: Otoplastik
Zitat von Ohrenklempner:
Unter allen Umständen das Ohr ganz verschließen? Klar, liebend gerne. Das akzeptiert mir aber kein Kunde.

Zitat von Ohrenklempner:
Wer Tieftonverstärkung benötigt, akzeptiert auch eine geschlossene Otoplastik.

Also sind Tieftonschwerhörige keine Kunden...

Möglicherweise liegt es nur an der unpräzisen Formulierung. Und das Beispiel von Gewichtl ist immer noch nicht behandelt worden. Und das von Hoffi ebenfalls nicht.


Zitat von Ohrenklempner:
Ich verstehe deine Intention auch gerade nicht ganz. Unter allen Umständen das Ohr ganz verschließen? Klar, liebend gerne. Das akzeptiert mir aber kein Kunde.

Ich möchte noch aus einer Seite zitieren:

"Der Fortschritt in der Hörgerätetechnologie liefert stetig neue Lösungen. Doch in vielen Fällen können die Features moderner Hörgeräte nicht voll ausgeschöpft werden, weil Umgebungslärm über die Belüftungsbohrung der Otoplastik ans Trommelfell gelangt.

Unsere Lösung: Wir statten unsere HCP-Otoplastik mit einem akustischen Dämmfilter aus. Der Filter aus Kohlefaser verringert die Tieftonmaskierung, erhöht den SNR-Wert, fördert das Sprachverstehen und unterstützt die technischen Features aller Hörgeräte. Die Bauform als Folien- oder Nuggetotoplastik sorgt für eine herausragende Akzeptanz durch den Hörsystemträger."

http://hoerluchs.com/hcp/


Ausserdem hast Du noch keine Antwort zur Frage der Gefährdung des Gehörs durch Otoplastiken gegeben (brauchst Du natürlich nicht).


Zitat von waswie:
Ich habe oft von dir gelesen, dass deine Aussagen mit Fakten belegbar sind.

Fakt ist, dass der Versicherte Anspruch auf ein Hörgerät mit vier konfigurierbaren Kanälen hat, ohne eine wesentliche Zuzahlung zu leisten (oder wird das in Zweifel gezogen?).

Ich habe irgendwo eine Aussage gemacht, deren Inhalt nun diskutiert wird. Diese beginnt mit "Ich würde sagen..."

Damit habe ich klar deklariert, dass es sich bei der umstrittenen Aussage in Beitrag #19 um meine Ansicht handelt. Wo liegt nun das Problem?


Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#45 12.03.2018, 16:37
Ohrenklempner Abwesend
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Betreff: Re: Otoplastik
Zitat von fast-foot:
Zitat von Ohrenklempner:
Unter allen Umständen das Ohr ganz verschließen? Klar, liebend gerne. Das akzeptiert mir aber kein Kunde.

Zitat von Ohrenklempner:
Wer Tieftonverstärkung benötigt, akzeptiert auch eine geschlossene Otoplastik.

Also sind Tieftonschwerhörige keine Kunden...

Möglicherweise liegt es nur an der unpräzisen Formulierung.

Gut erkannt. Das von mir hervorgebrachte Akzeptanzproblem mit geschlossenen Otoplastiken bezog sich auf Versorgungen ohne nennenswerten Hörverlust im Tieftonbereich.

Zitat:
Und das Beispiel von Gewichtl ist immer noch nicht behandelt worden. Und das von Hoffi ebenfalls nicht.

Vielleicht melden sich die Betroffenen noch einmal selbst zu Wort. Ich finde die konkreten Fragestellungen gerade nicht.


Zitat von Hörluchs über HCP-Otoplastiken:
"Der Fortschritt in der Hörgerätetechnologie liefert stetig neue Lösungen. Doch in vielen Fällen können die Features moderner Hörgeräte nicht voll ausgeschöpft werden, weil Umgebungslärm über die Belüftungsbohrung der Otoplastik ans Trommelfell gelangt.

Unsere Lösung: Wir statten unsere HCP-Otoplastik mit einem akustischen Dämmfilter aus. Der Filter aus Kohlefaser verringert die Tieftonmaskierung, erhöht den SNR-Wert, fördert das Sprachverstehen und unterstützt die technischen Features aller Hörgeräte. Die Bauform als Folien- oder Nuggetotoplastik sorgt für eine herausragende Akzeptanz durch den Hörsystemträger."

Mal vom Marketinggeschwurbel abgesehen, steckt da wirklich viel Wahrheit drin. Nach mehrmaligem Überschlafen und darüber nachdenken finde ich die HCP-Otoplastiken wirklich ganz nett und in manchen Fällen sicherlich auch sinnvoll. Ob meine Kundschaft der Meinung ist, diesen zusätzlichen Komfort zu benötigen, ist eine andere Frage. Der Begriff der "Belüftung" wird zudem auch ad adsurdum geführt, wenn der Belüftungskanal nur noch einen Durchmesser von einem halben Millimeter hat. Aber am "lebenden Zielobjekt" ausprobieren würde ich es schon ganz gerne.


Zitat:
Ausserdem hast Du noch keine Antwort zur Frage der Gefährdung des Gehörs durch Otoplastiken gegeben (brauchst Du natürlich nicht).

Hm, da hab ich die Frage wahrscheinlich übersehen. Ich denke aber, dass eine Otoplastik das Gehör nicht gefährdet.
Allons-y!
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#46 12.03.2018, 16:41
fast-foot Abwesend
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Beiträge: 5.394


Betreff: Re: Otoplastik
Zur letzten Frage nochmals kurz: ganz abwegig finde ich den Gedanken nicht, kann es jedoch (auch) nicht abschliessend beurteilen.

Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
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#47 12.03.2018, 16:46
Ohrenklempner Abwesend
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Betreff: Re: Otoplastik
Ich könnte mir vorstellen, dass es bei einer unsachgemäßen Hörgeräteanpassung mit einer Hohlkanal-Otoplastik ("HoKa") ziemlich krachen könnte im Ohr. Aber deshalb führt so eine Anpassung ja ein Hörgeräteakustiker durch und kein Metzger. Wink
Allons-y!
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#48 12.03.2018, 23:03
Hoffi Abwesend
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Betreff: Re: Otoplastik
Ich komme zu meinen ursprünglichen Fragen zurück.

Die Wirkung der Belüftungsbohrung wurde von Ohrenklempner allgemeinverständlich beschrieben.

Die Frage wie der Resonanzraum ausgeführt und wie groß die Schallaustrittsöffnung bei Otoplastiken ohne Belüftungsbohrung sein sollte ist noch nicht beantwortet.

Ich habe vor paar Jahren Otoplastiken ohne Belüftungsbohrungen gekommen. Die haben eine Schallaustrittsöffnung von ca. 6 mm und einen großen Resonanzraum. Da kommt wesentlich weniger Verstärkung raus, d. h. es muss um ca. 5 dB angehoben werden. Ist das die richtige Lösung?

Gruß
Hoffi
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#49 13.03.2018, 12:10
Ohrenklempner Abwesend
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Beiträge: 1.383


Betreff: Re: Otoplastik
Mir war so, als hätte ich auf die Resonanzraum- und Schallaustrittsöffnungs-Frage schon geantwortet, aber vermutlich hatte ich den Browser vorm Absenden schon geschlossen...

Pi mal Daumen kann man sagen, dass jeder Millimeter Zapfenlänge ca. 1 dB Verstärkungsleistung einspart.
Durch die Größe und Form der Schallaustrittsöffnung kann zusätzlich der Klang beeinflusst werden. Wenn die Austrittsöffnung erweitert wird, erhält man einen Horn-Effekt, der im Bereich von 4-8 kHz gut und gerne 10 dB mehr Ausgangspegel bieten kann.
Das Restvolumen kann bei speziellen Hohlkanal-Otoplastiken als nutzbarer Resonanzraum dienen. Die geben nochmal einen Boost bei Frequenzen um ca. 6 kHz. Bei üblichen Zapfenlängen (ein Drittel bis zwei Drittel Gehörgangslänge) ist die Resonanzfrequenz jedoch jenseits des Frequenzbereichs eines Hörgeräts.
Die Form des Schallaustritts hat im Grunde mit der Zusatzbohrung nichts zu tun. Alles verändert in gewissen Umfängen die akustischen Gegebenheiten und hat auch einen gewissen gegenseitigen Einfluss, letzteres ist aber auch aufgrund der enormen Flexibilität bei der Anpassung digitaler Hörgeräte kaum noch relevant.
Allons-y!
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#50 18.03.2018, 13:16
Hoffi Abwesend
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Betreff: Re: Otoplastik
Hallo Ohrenklempner,

danke für deine Beiträge.

Was sind Hohlkanal-Otoplastiken?

Meine beschriebenen Otoplastiken bestehen komplett aus einem Hohlraum, in dem der Schallschlauch anbindet. Der Schallaustritt in den Gehörgang ist mir mit 6 mm suspekt. Dies ist, so ist es mir aus der Strömungslehre bekannt, eine diffuse Strömung. Die kann doch kaum eine gute Funktion des Gesamtakustik bewirken.

Ich wollte ein Bild meiner Otoplastik mal anhängen, komme aber mit dem Handling nicht klar.

Gruß und noch schönen Sonntag
Hoffi

Miniaturansichten angehängter Bilder:
IMG_3982c.jpg
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#51 18.03.2018, 13:17
Hoffi Abwesend
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Betreff: Re: Otoplastik
Anhang doch geglückt, es geht doch.

Hoffi
↑  ↓

#52 18.03.2018, 15:59
Ohrenklempner Abwesend
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Beiträge: 1.383


Betreff: Re: Otoplastik
Der Sinn des hornförmigen Schallaustrittes ist es, den Impedanzsprung vom schmalen Schallschlauch zum großen Gehörgangsvolumen zu reduzieren. Zusätzlich erzeugt das Horn gewisse Resonanzen im höheren Frequenzbereich, die sehr nützlich sein können. Mit einer Strömung kann man das sicherlich nicht vergleichen. In der Akustik lässt sich eher die Wellentheorie und nicht die Strömungsmechanik anwenden. Wink
Allons-y!
↑  ↓

#53 18.03.2018, 21:37
uninteressant Abwesend
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Beiträge: 755


Betreff: Re: Otoplastik
Blöde Frage, sind Schallschläuche in Zeiten von RIC überhaupt noch zeitgemäss?

Gruss
↑  ↓

#54 18.03.2018, 23:28
akopti Abwesend
Mitglied
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Beiträge: 572


Betreff: Re: Otoplastik
Ja,

wenn auf Grund einer Vernarbung nach Unfall ein Hörer nicht in den Gehörgang rein geht, dann kann man unter Umständen mit einem Schlauchhalter-Otoplastik einen Standardschlauch in den Gehörgang bringen. wenn der Hörverlust Power benötigt und somit ein Slim-Schlauch akustisch nicht ausreicht.

Gruß

Dirk
↑  ↓

#55 18.03.2018, 23:50
Hoffi Abwesend
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Beiträge: 212


Betreff: Re: Otoplastik
Frage an Ohrenklempner,

wo soll an der Otoplastik ein Horn sein?
Die Ausführung ist wie jede normale Otoplastik. Die Unterschiede sind, dass der Schlauch nicht in die Otoplastik hineingeführt bzw. durchgeführt wird sondern am Eintritt endet und der Austritt aus dem Hohlraum 6 mm Durchmesser hat. Der Austritt ist nicht hornförmig, sondern wie bei einer Otoplastik mit Belüftungsbohrung.
Ein Horn (z. B. Libby-Horn) sieht anders aus.


Gruß
Hoffi
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#56 19.03.2018, 23:12
Ohrenklempner Abwesend
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Betreff: Re: Otoplastik
Auch wenn es nicht ganz hornförmig ist, zählt diese Art von Schallkanal trotzdem als "Horn" und bietet in gewisser Weise die genannten Vorteile. Man müsste mal nachmessen und mit einem normalen, gut 2mm großen Schallaustritt vergleichen.

Zu der Schallschlauch-Exhörer-Frage: Es gibt Leute, die legen mehr Wert auf Robustheit und Zuverlässigkeit, und denen ist ein Exhörer zu fummelig und zu schwierig zu reinigen. Da ist der klassische Schallschlauch unübertroffen.
Allons-y!
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