#1 16.04.2018, 10:42
waswie Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.01.2018
Beiträge: 330


Betreff: Wie steht es mit der Übung?
Hallo,

ich teste momentan HG's mit denen ich sehr gut verstehe und die mir ein abgerundetes Klangbild geben.

Enthält ein Film jedoch eingehende Telefongespräche, so verstehe ich die Sprache manchmal nur lückenhaft.

Ist dies eine Frage der Übung?.

Das Thema Übung kommt hier im Forum schon lange nicht mehr zur Sprache. Wenn ein HG nach einer Woche nicht das volle Sprachverständnis bietet, wird es ausgetauscht; wenn es mehrere nicht tun, der Akustiker.
LG, Dieter
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#2 16.04.2018, 12:21
nixverstahn Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 15.04.2018
Beiträge: 342


Betreff: Re: Wie steht es mit der Übung?
Hej,
zum Thema "Übung" fällt MIR auf:
nach jeweils 3-4 Wochen probetragen:
die Erkenntnis:
"wirklich besser wird´s nicht"
konkret in den typischen "auditiven Herausforderungsbereichen":
"bei Umgebungsgeräuschen, in größeren Räumen und größeren Personengruppen".
es verbleibt mit hG
nixverstahn
"Wahrheit" ist für mich DAS, was in den beschränkten Platz zwischen meine Ohren passt - und wie ist das bei DIR? Smiling
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#3 16.04.2018, 13:47
Hörer2018
Gast


Betreff: Re: Wie steht es mit der Übung?
#1 letzter Halbsatz: Dieses Weltbild haben viele, immer sind die Anderen Schuld.!
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#4 16.04.2018, 17:54
rabenschwinge Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 22.11.2017
Beiträge: 843


Betreff: Re: Wie steht es mit der Übung?
Puh,gute Frage. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Normal hörende Family da auch manchmal ein Verstehproblem hat.

Im Zweifelsfall frag ich da wirklich nach. Hat mein Partner oder ein anderes Familienmitglied es ebenfalls nicht verstanden: Blöde Tonqualität.

Ansonsten ist es tatsächlich Übung oder aber auch eine Einstellungsfrage bei den Hörgeräten.
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. Wink
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#5 16.04.2018, 18:49
EinOhrHase Abwesend
Moderator
Dabei seit: 28.06.2011
Beiträge: 588


Betreff: Re: Wie steht es mit der Übung?
Egal wie optimal ein Hörgerät eingestellt wird, die neueren Einstellungen nimmt man oft / meist in den ersten 2 Wochen wahr, dann wirds "Alltag".
Ein Hörgerät ist ein technisches Hilfsmittel und kann nun mal nicht sämtliche Nuancen und Schwankungen so ausgleichen, dass sie als verständliche Informationen im Gehirn ankommen. Hierzu ist wohl oder übel Übung angesagt, selbst als erfahrener Hörgeräteträger bleibt man nie davon verschont.
Wer nicht hören will, sollte genauer hinsehen Wink
Manchmal ist das Hören von nichtgesprochenen Worten wichtiger als Gefasel.

BAHA-Träger seit 1998
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#6 16.04.2018, 20:16
Renarde Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 01.04.2018
Beiträge: 31


Betreff: Re: Wie steht es mit der Übung?
Schwierig ist in dem Zusammenhang oft auch die Erwartungshaltung des Hörgeräteträgers bzw. des Umfeldes.
Von Hörgeräteträgern wird oft erwartet, dass sie nun alles verstehen. Dass auch normalhörende in herausfordernden Hörsituationen nicht alles verstehen oder die Lautstärke des Fernsehers je nach Programm oder Sendung anpassen, wird oft übersehen.
Auf der Rückbank des Autos versteht man die Unterhaltung auf den Vordersitzen nunmal nicht mit. Auch nicht als normalhörender.

Den Ansatz, einfach mal das Umfeld zu fragen, ob es das jetzt verstanden hat, empfehle ich auch immer.

Und natürlich muss sich das Gehirn auch erst wieder mit den neuen akustischen Informationen auseinandersetzen und lernen, diese zu verarbeiten.

Das aber unabhängig von der Arbeit des Akustikers. ;-)
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#7 17.04.2018, 11:14
waswie Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.01.2018
Beiträge: 330


Betreff: Re: Wie steht es mit der Übung?
Merci für eure Antworten und Hinweise :-)
Zitat:
Von Hörgeräteträgern wird oft erwartet, dass sie nun alles verstehen.
Tja - in dieser Erwartungshaltung ist man selbst auch, da eigentlich alles recht positiv aussieht ;-)
Zitat:
Den Ansatz, einfach mal das Umfeld zu fragen, ob es das jetzt verstanden hat, empfehle ich auch immer.
Ja mache ich - und ist ein Teil meines Problems ;-)
Ich frage dann meist meine Frau und diese behauptet ein besonders gutes Gehör zu haben (und hat das natürlich verstanden) - langsam muss ich ihr wohl doch glauben :-)

Deshalb wollte ich einige Rückmeldungen haben, wie andere (langfristig) mit diesen "Film-Telefonanrufen" zurecht kommen.
LG, Dieter
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#8 17.04.2018, 14:00
Dani! Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 09.03.2012
Beiträge: 238


Betreff: Re: Wie steht es mit der Übung?
Zitat von waswie:
Ich frage dann meist meine Frau und diese behauptet ein besonders gutes Gehör zu haben
Das ist dann natürlich auch Teil des Problems, also dass Mitzuschauer deutlich besser verstehen als der Durchschnittsmensch. Geht mir im Prinzip mit meiner Frau genauso, blos dass ich (wenn mich die Sendung/Film interessiert) auf direktes Streamen in meine HGs umschalte.
Meine Kinder schauen ja schon sehr selten fern. Aber wenn sie es dann doch mal tun, belassen sie die Lautstärke so wie sie vorher von meiner Frau eingestellt war. Und wenn ich dann frage, ob sie alles im Fernsehen verstehen, wird das von ihnen oft verneint => meine Frau hört wirklich gut, meine Kinder gut bis normal. Als Schwerhöriger kann ich da auch mit HGs nicht mithalten. Telefongespräche im Fernsehen kann ich meist überhaupt nicht folgen, weil bei Telefongesprächen ein großer Teil des tieffrequenten Bereichs fehlt, das ich zum Verstehen aber brauche. Noch dazu fällt es mir schwer, wenn der Regisseur oft und schnell zwischen den Gesprächspartnern wechselt, gerne auch Szenenumschaltungen.

Apropos: Kennst du zufällig den Film "Honig im Kopf" von Til Schweiger? Das war für mich Hörtechnisch der absolute Tiefpunkt. Denn der Film besteht aus praktisch gleich vielen Szenenschnitten wie die Filmlänge in Sekunden hat. Artikulierung und Lautstärke der Sprache war weitestgehend zwar gut, die Schnitte haben mich aber jedesmal etwa ne Halbe Sekunde gekostet, mich auf die jeweilige Situation einzustellen, die sich dann nach einer weiteren Halben Sekunde schon wieder geändert hat. Das war extrem. Letztendlich ist der Wechsel zwischen Gesprächspartnern am Telefon im Film vergleichbar schlecht.
R+L: 125Hz/10dB 250Hz/20dB 500Hz/35dB 1k/80dB 2k/90dB >=3k/--
Seit 2018: Phonak Naida B70-SP
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 17.04.2018, 14:02 von Dani!. ↑  ↓

#9 17.04.2018, 15:28
waswie Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 18.01.2018
Beiträge: 330


Betreff: Re: Wie steht es mit der Übung?
@Danit!
Eigentlich verstehe ich TV über meine 5.1 Anlage recht gut - bis auf solche Ausnahmen. Aber ich werde es auch mal mit Streamen probieren, ob ich einen Unterschied feststelle.

An "Honig im Kopf" kann ich mich erinnern, aber da war ich im Kino und die Lautstärke entsprechend hoch. Da meine Frau den Nuschler auch oft nicht versteht, war es für mich erst einmal "normal".
LG, Dieter
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#10 17.04.2018, 15:36
Rondomat Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 09.03.2017
Beiträge: 183


Betreff: Re: Wie steht es mit der Übung?
Ich bin ja kein HG-Träger, sondern bin beidseitig mit CIs versorgt. Da ist das Problem, dass ich eben nicht nur den reinen Nutzschall (schön wär's) bekomme, sondern neben dem Störschall auch noch den Raumhall sehr intensiv mitbekomme (je nach räumlicher Situation natürlich). Das macht alles noch schwieriger.

Auf das Thema bezogen: @waswie bzw. Dieter erwähnt hier das Kino. Und hier ist vielleicht interessant, auch für HGs: Probiert Eure HG-Einstellungen auch einmal in einem Kino aus. Die dort meist vorhandene recht trockene Raumakustik lässt zumindest bei mir eine viel bessere Beurteilung des Sprachverstehens zu. Nochmal ganz anders als in der kleinen Akustik-Kabine des Audiologen beim Hörtest.

Vielleicht könnt Ihr auch was damit anfangen.
Viele Grüsse, Rainer
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Ich habe dauernd Med-el's im Kopf ....
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