#21 27.04.2018, 18:20
skunkstevo Abwesend
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Beiträge: 3


Betreff: Re: Antrag auf Schwerbehinderung stellen... oder nicht?
Ein ganz großes Danke für eure zahlreichen Antworten, das hilft einem echt weiter!
Stand der Dinge ist, dass ich noch einmal mit meinem HNO gesprochen habe und er mir auch angeraten hat, den Antrag auf jeden Fall zu stellen, auch wenn ich mit meinen Werten (haben extra noch einmal Hörverstehen von Zahlen und Einsilbern getestet) sicherlich keine 50% erreichen werde.
Ich denke auch, dass es wichtig ist, erst einmal einen Status quo zu haben, der zumindest schon einmal anzeigt, dass eine Hörschädigung vorliegt, die sich unter gewissen Bedinungen behindernd auswirken kann.
Ich bin erst Mitte 30 und habe somit (vermutlich) noch ein langes Berufsleben vor mir und bin gerade auch einfach an so einem Punkt, an dem ich denke, dass es keinen Sinn macht, die Hörschädigung zu ignorieren. Ich gehe in Alltagssituationen schon sehr offen mit meiner Hörschädigung um, jeder im Kollegium weiß es, ich wiederhole es auch in für mich schwierigen kommunikativen Situationen, habe aber auch schon die Erfahrung gemacht, dass das Umfeld es schlichtweg vergisst und man mantrenartig wieder darauf hinweisen muss. Leider führt selbst das nicht immer zu den Erfolgen, die man sich wünscht. Und das finde ich sehr sehr anstrengend und macht mir bewusst, dass mich dieses Thema immer wieder beschäftigen wird....
Da ich derzeitig von keinerlei "greifbaren" Vergünstigungen im Beruf nach Feststellung der Schwerbehinderung ausgehe (der HNO vermutet, dass ich 20 oder 30 Prozent erhalten werde) , habe ich schon überlegt, entweder meine Stelle zu reduzieren oder die Schulform zu wechseln und zu versuchen, an eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Hören/Kommunikation zu kommen. Weiß zufällig hier irgendjemand, ob eine Versetzung einfacher ist, wenn ein Grad der Behinderung festgestellt wurde? Ich weiß, dass das schon sehr spezifisch ist, aber man weiß ja nie, bei so vielen kompetenten Menschen, die sich so gut auskennen!
Herzlichen Dank schon einmal für eure Kommentare und Hilfen. Es ist echt gut zu wissen, dass es hier ein Forum gibt, in dem man sich austauschen kann und sich darauf verlassen kann, dass die Kommunikationspartner wissen, wovon man spricht Wink
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#22 02.05.2018, 21:00
Pfefferminze Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 24.03.2014
Beiträge: 53


Betreff: Re: Antrag auf Schwerbehinderung stellen... oder nicht?
Also, ich würde auf jeden Fall einen Antrag stellen. Wenn ich dein Audiogramm richtig in den GdB-Rechner hier im Forim eingegeben habe, ergibt sich ein GdB von 50 mit Merkzeichen RF. Damit steht dir 1 Woche Zusatzurlaub zu, ein gewisser Kündigingsschutz GEZ-Ermäßigung und diverse andere Vergünstigungen. Und ja, ich denke schon, dass eine Versetzung mit Schwebi-Ausweis einfacher durchzusetzen ist.
Gruß Pfefferminze
li. Taub mit CI MED-EL Sonnet, EA am 25.07.14
re. an Taubheit grenzend SIEMENS INTUIS PRO DIR Wilma
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#23 02.05.2018, 22:54
Hörer2018
Gast


Betreff: Re: Antrag auf Schwerbehinderung stellen... oder nicht?
durchsetzen ist wohl gemeint im Sinne von gelingen
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