#21 01.05.2018, 15:07       ↓ 
Dani! Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
Zitat von urlaubsreif:
Thema Hochpreisig
Im Ausland gibt es die OPN1 beispielsweise bereits für die Hälfte des Geldes. Das kann aber nun wirklich nicht den Patienten, die zwingend auf eine optimale Versorgung angewiesen sind, angelastet werden.
Du kriegst die OPN auch in Deutschland für die Hälfte. Allerdings nur zum Stückpreis, wenn du mehrere 100 oder 1000 davon orderst und ohne Gewährleistung oder gar Garantie. Und der eine türkische Händler auf Amazon verkauft nicht nach Deutschland, warum wohl?
Ich kann mich ansonsten den Ausführungen von Sven nur anschließen.
R+L: 125Hz/10dB 250Hz/20dB 500Hz/35dB 1k/80dB 2k/90dB >=3k/--
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#22 01.05.2018, 15:53   ↑    ↓ 
nixverstahn Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
moin @urlaubsreif,
deine Ausführungen in Post #19 und Post #20 möchte ich wie folgt kommentieren:
zu Post #19:
ich kenne den Versorgungsvertrag zwischen vdek und bima inzwischen fast auswendig.
insbesondere die Versorgungsziele nach § 2 der Anlage 1, sowie der Empfangsbestätigung nach Anhang 4.3 Smiling

ich selbst habe gerade mit dieser Kenntnis - abseits von langen Gerichtsverfahren - folgendes Hörsystem als "individuell günstigstmöglich geeignet" aufpreisfrei "verhandelt": "Audioservice Mood 6G4".
WAS kann dieses Hörsystem Deiner Meinung nach NICHT, was zum UN-mittelbaren Behinderungsausgleich gehört?
Wir erzielen doch sicherlich Einvernehmen in dem Punkt, dass Konnektivitäten und Automatiken aller Art NICHT zur UN-mittelbaren Not-Wendigkeit gehören - oder?
zu deinem Post #20:
nein, ich halte mich - das sehen manche Andere anders - NICHT für einen "Troll".
Was ich tatsächlich hier tue, das kannst du in meinem Profil (persönliche Seite) nachlesen Smiling
Aber ich bin trotzdem der Überzeugung:
gäbe es - im Regelfall - KEINE Kassenzahlung für Hörsysteme, und
würden Hörsysteme - im Neuzustand MPO-begrenzt auf z.B. 85 dB - frei verkäuflich sein,
dann würden sich mMn 3 Folgen ergeben:
1.
deutliche Verbesserung der Markttransparenz mit deutlich sinkenden Hardwarepreisen,
2.
ungeahnte neue Möglichkeiten der Selbstanpassung (nach erforderlicher Freischaltung individueller MPO seitens Ohrenarzt).
3.
ein DIENSTLEISTUNGS-Markt für Hörakustiker bei individueller Anpassungshilfe gegen entsprechend angemessene Vergütung.
Folge:
die fertig angepassten Hörsysteme würden für den Großteil der Betroffenen keine höheren Kosten als den bisherigen Eigenanteil erfordern.
Imho.

mit hG
nixverstahn
"Wahrheit" ist für mich DAS, was in den beschränkten Platz zwischen meine Ohren passt - und wie ist das bei DIR? Smiling
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 01.05.2018, 16:43 von nixverstahn. ↑  ↓

#23 01.05.2018, 16:23   ↑    ↓ 
urlaubsreif Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
@Dani
Zitat:
Du kriegst die OPN auch in Deutschland für die Hälfte. Allerdings nur ...

zu Großhandelspreisen. Aah ja, wer hätte das gedacht?!
Vollkommen überflüssiger Beitrag.

Im Übrigen gibt es noch andere Quellen als Amazon.

Zitat:
Ich kann mich ansonsten den Ausführungen von Sven nur anschließen.

Guck an.
Auch denen, die inhaltlich völlig falsch sind oder bereits rein logisch angesichts der Versorgungswege völlig abwegig?

Was soll das hier werden?
Ein Desinformationsforum?
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#24 01.05.2018, 16:38   ↑    ↓ 
nixverstahn Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
danke @urlaubsreif!!!
schön, dass das auch mal von anderen bemerkt wird Smiling
mit hG
nixverstahn
"Wahrheit" ist für mich DAS, was in den beschränkten Platz zwischen meine Ohren passt - und wie ist das bei DIR? Smiling
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#25 01.05.2018, 17:15   ↑    ↓ 
urlaubsreif Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
Zitat:
ich selbst habe gerade mit dieser Kenntnis - abseits von langen Gerichtsverfahren - folgendes Hörsystem als "individuell günstigstmöglich geeignet" aufpreisfrei "verhandelt"

Wie schön für dich.

Zitat:
WAS kann dieses Hörsystem Deiner Meinung nach NICHT, was zum UN-mittelbaren Behinderungsausgleich gehört?

Woher soll ich das wissen? Ich kenne das Gerät nicht.

Was kann das aktuelle Phonak Flaggschiff nicht, was das Oticon Opn1 kann e vice versa? Nu?
Genau, das ist nämlich nicht die entscheidende Frage. Das geht schon beim Grundrauschen los.

Der UN-mittelbare Behinderungsausgleich ist gerade beim Hören ein individueller. Es ist völlig irrelevant, was ein System bei dir kann, das heißt nicht, dass es denselben Effekt auch bei Jan, Hein Klaas und Pit hat. Mir kannst du beispielsweise Phonak High End hinterhertragen, würde ich nicht mit zurechtkommen und auch nicht tragen. Ich hasse den Klang und die Automatik dahinter. Andere wiederum kommen damit prima zurecht und mögen Oticon nicht.

Gutes Hören hat auch etwas zu tun mit Qualitätsempfinden. Und das ist nun einmal individuell. Ein Hörsystem, das dich stresst, ist kontraproduktiv, denn Stress vermindert den Hörerfolg.

Ansonsten kannst du die Datenblätter beider Hörsysteme gern miteinander vergleichen. Dann siehst du schon ganz von allein, was dein System alles nicht kann. Rein technisch gesehen.

Zitat:
ungeahnte neue Möglichkeiten der Selbstanpassung

Das erzähle mal meiner neunzigjährigen Oma.

Zitat:
Wir erzielen doch sicherlich Einvernehmen in dem Punkt, dass Konnektivitäten und Automatiken aller Art NICHT zur UN-mittelbaren Not-Wendigkeit gehören - oder?

Noch nicht einmal da.

Da das natürliche Hören quasi unzählige Automatiken hat, für unglaublich viele wechselnde akustische Situationen, ist es keineswegs ein Luxus, wenn ein Gerät vollautomatisch in der Lage ist, dynamische Situationen zu handeln. Ich liebe die Art und Weise, wie das Opn1 das alles bewerkstelligt: nämlich absolut unmerkbar autonom. Völlig smooth, ohne enervierende Brüche im Klangteppich. Ich muss die Tasten derart selten benutzen, um zwischen irgendwelchen Programmen hin- und herzuschalten, dass ich zumeist schon wieder vergessen habe, was nun was bewirkt. Und das bei ziemlich starkem Hörverlust

Die Notwendigkeit diversester Konnektivitäten gehört mittlerweile zum Alltag. Vor ein paar Jahren noch sah man auch die Notwendigkeit digitaler Hörgerätetechnik nicht ein.


Zitat:
Was ich tatsächlich hier tue, das kannst du in meinem Profil nachlesen

Aaah, du versuchst also den Bundesverdienstsparorden der Krankenkassen einzuheimsen.
Und das ausgerechnet bei den ohnehin schon Gelackmeierten dieses Gesundheitssystems?

Hast du keine lohnenderen Lebensziele?

Mach doch mal eine simple volkswirtschaftliche Rechnung auf - Folgeerkrankungen unzureichend versorgter Hörbehinderungen + Arbeitsausfälle + entgangene Sozialabgaben und Steuern - und vergiss dabei auch das Wörtchen "sozial" nicht. Wirst staunen!
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#26 01.05.2018, 17:26   ↑    ↓ 
nixverstahn Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
schade, @urlaubsreif,
DIR hätte ich tatsächlich - wohl irrtümlich - eigeninteresseunabhängige, abstrakte Denkfähigkeit zugetraut...
es ist geradezu verblüffend, wie man sich doch bei gleichen Zielen so derartig kontraproduktiv verzetteln kann Smiling
oder ist auch dieses Ziel nicht einmal gleich:
"bestmögliche Einzelfallversorgung zu günstigstmöglichem Preis"?
mit hG
nixverstahn
"Wahrheit" ist für mich DAS, was in den beschränkten Platz zwischen meine Ohren passt - und wie ist das bei DIR? Smiling
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#27 01.05.2018, 18:00   ↑    ↓ 
urlaubsreif Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
@nixverstahn
Zitat:
bestmögliche Einzelfallversorgung zu günstigstmöglichem Preis

Wunderbar. Ist aber wirtschaftlich für einen Akustiker nicht zu realisieren bei den diktierten Pauschbeträgen.

Also, worüber reden wir hier eigentlich? Planwirtschaft?
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#28 01.05.2018, 18:20   ↑    ↓ 
nixverstahn Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
@urlaubsreif:
wir "reden" über meinen Vorschlag aus Post #22 bzgl. "Hörsysteme eigener Wahl von eigenem Geld bezahlen".
Frage:
WAS ist daran "Planwirtschaft"?
erklär mal Smiling

mit hG
nixversahn
"Wahrheit" ist für mich DAS, was in den beschränkten Platz zwischen meine Ohren passt - und wie ist das bei DIR? Smiling
↑  ↓

#29 01.05.2018, 18:38   ↑    ↓ 
urlaubsreif Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
@nixverstahn

Das sind doch alles ungelegte Eier.

Es gibt in Deutschland ein Gesetz, wonach Behinderte einen ANSPRUCH haben auf das Hilfsmittel, welches ihre Behinderung bestmöglich nach aktuellem Stand von Forschung und Medizin ausgleicht.

Selten gehören Behinderte, speziell dann, wenn sie es von Geburt an sind, zu den Leuten, die auch nur einen einzigen Euro zusätzlich entbehren können. Dies gilt auch für Hörbehinderte, vor allem dann, wenn der Schaden gravierend ist.

Dein Vorschlag ist völlig wirklichkeitsfern.
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#30 01.05.2018, 18:48   ↑     
nixverstahn Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
Hej @urlaubsreif,
Was - deiner Meinung nach - "wirklichkeitsfern" sei, DAS war nicht Thema:
die Frage war:
WO siehst DU an meinem Vorschlag "Planwirtschaft"? Smiling
und zum "IST-Zustand"
der § 2 der Anlage 1 des Versorgungsvertrages zwischen z.B. vdek und bima regelt - gesetz- u. rechtsprechungskonform - die von Kassenbeitragszahlern zu finanzierenden Versorgungsziele bzgl. des UN-mittelbaren Behinderungsausgleiches (natürlich NICHT Komfort, welcher jederzeit individuell zukaufbar ist).
Womit hast du eigentlich dein Problem?
Sollen die Kassenbeitragszahler DEINE individuell überzogenen Komfortautomatikwünsche finanzieren?
DAS sehe ich deutlich anders Smiling

mit hG
nixverstahn
"Wahrheit" ist für mich DAS, was in den beschränkten Platz zwischen meine Ohren passt - und wie ist das bei DIR? Smiling
↑  ↓

#31 01.05.2018, 19:07       ↓ 
urlaubsreif Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
[WO siehst DU an meinem Vorschlag "Planwirtschaft"?]

Solange du voraussetzt, dass ein Akustiker ein Gerät wie das Opn1 für 700 Euro abzugeben hat, dann ist das Planwirtschaft. Denn die viel zu niedrigen Pauschalen wurden von den Krankenkassen diktiert.

[Sollen die Kassenbeitragszahler DEINE individuell überzogenen Komfortautomatikwünsche finanzieren?]

Sag mal geht's noch?
Ich wünsche den bestmöglichen Behinderungsausgleich und zwar ausschließlich auf das Sprachverstehen in schwierigen akustischen Situationen und das dynamische Störschallmanagement bezogen. Komfort nehme ich aber gerne auch noch in Kauf.

Such dir ein anderes Lebensziel. Ein sinnvolleres!
↑  ↓

#32 01.05.2018, 19:21   ↑    ↓ 
nixverstahn Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
@urlaubsreif,
du irrst, weil:
ICH setze NICHT ein "Gerät wie das OPN1" voraus.
ICH setze - vertragskonform - voraus:
"auf (jeweils) medizinisch und technisch aktuellem Stand":
1.
höchstmögliche Frequenzbandbreite (für´s bestmögliche Geräusche-hören)
2.
individuell ausreichende Anzahl individuell konfigurierbarer Frequenz- u. Kompressionseinstellungsmöglichkeiten (für´s verstehen - auch in herausfordernsten Störgeräuschsituationen - soweit irgend möglich),
3
Stör- und Impulsschalleliminierung aller Art,
4.
keinerlei Rückkopplungen,
5.
mindestens 3 manuell zu schaltende Programme (Dialog, Umwelt, Störschall)

jeder darüber hinaus gehende Rest sollte "Privatangelegenheit" sein und bleiben Smiling

mit hG
nixverstahn
"Wahrheit" ist für mich DAS, was in den beschränkten Platz zwischen meine Ohren passt - und wie ist das bei DIR? Smiling
↑  ↓

#33 01.05.2018, 19:25   ↑    ↓ 
urlaubsreif Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
Und dann kannst du mir gern mal erklären, weshalb eine Automatik einen Komfort darstellen sollte, gemessen am natürlichen Hören.

Denn das ist letztlich ja das Versorgungsziel:

"ein Funktionsdefizit des beidohrigen Hörvermögens unter Berücksichtigung des aktuellen Stands des medizinischen und technischen Fortschritts möglichst weitgehend auszugleichen"

Zur natürlichen Funktion gehört eine natürliche Automatik. Niemand hat nen Knopp angeboren, an dem er/sie seine Ohren bzw. sein Gehirn umschaltet. Ein System ist dann alltagstauglich, wenn es mindestens 98% der akustischen Situationen des Alltags ohne Eingriff und Extraprogramme bewältigen kann. Und ich habe einen verdammt abwechslungsreichen Alltag.

Technik schreitet ebenso fort, wie das Verständnis psychoakustischer Zusammenhänge. Und damit die Features der Top-Geräte. Wunderbar. Aber selbst nach 6 Jahren ist davon noch nichts bei den Geräten der unteren Preisklassen angekommen.
↑  ↓

#34 01.05.2018, 19:35   ↑    ↓ 
nixverstahn Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
ok,
ich bin bei dir.
3 Programme sind inzwischen ggf. anachronistisch.
gut.
Bleiben ZWEI, weil:
Woher soll das beste Hörgerät der Welt wissen, ob du gerade verstehen MÖCHTEST, oder doch lieber gerade Umweltgeräusche BEVORZUGST?
"Wahrheit" ist für mich DAS, was in den beschränkten Platz zwischen meine Ohren passt - und wie ist das bei DIR? Smiling
↑  ↓

#35 01.05.2018, 19:44   ↑    ↓ 
urlaubsreif Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
Zitat:
1.
höchstmögliche Frequenzbandbreite (für´s bestmögliche Geräusche-hören)

Opn1 = Frequenzkanäle 64, Übertragungsbandbreite = 10 kHz
deins = Frequenzkanäle 8, Bandbreite = 8.200 Hz

Wenn bei 8.200 Hz Schluss ist, hört sich Musik sehr Sch.... an.

Zitat:
2.
individuell ausreichende Anzahl individuell konfigurierbarer Frequenz- u. Kompressionseinstellungsmöglichkeiten (für´s verstehen - auch in herausfordernsten Störgeräuschsituationen - soweit irgend möglich)

Beim OPN1 gegeben. Ohne jede aufwändige Programmierung.

Zitat:
3
Stör- und Impulsschalleliminierung aller Art

Nee, besser nicht jeder Art.

Ich hatte ein Kassengerät zur Probe, welches von den technischen Spezifikationen sogar noch ÜBER dem Üblichen lag, das hat immer ALLES ausgeblendet, was es als Störschall identifiziert hatte. Zack hatte es umgeschaltet ;-) In größeren Gruppen selbst die Sprecher von weiter hinten, auf die es aber mitunter ankam, anstelle der vorne dummes Zeugs quatschenden. Überaus praktisch und nervtötend, wenn man viel mit großen Gruppen arbeitet.

Das Opn1 macht das weitaus intelligenter und überlässt MIR die Wahl, was ich hören möchte und muss.

Zitat:
5.
mindestens 3 manuell zu schaltende Programme (Dialog, Umwelt, Störschall)

Wozu? Wenn's doch viel einfacher automatisch geht? Oder drückst du gern Knöpfe?

Wenn es Geräte gibt, welche deine Anforderungen bei weitem übersteigen, sowohl im Geräuschhandling als auch in der Technik, dann können deine Anforderungen wohl nicht sonderlich dem aktuellen Stand der Forschung und Technik entsprechen.

Vom Verstehen ganz abgesehen ...
↑  ↓

#36 01.05.2018, 19:58   ↑    ↓ 
nixverstahn Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
jetzt beginne ich langsam den Grund unserer Missverständigung zu verstehen Smiling
ICH beziehe mich bzgl. "medizinisch u. technisch aktueller Stand" auf UNmittelbaren - also buchstäblich NOT-wendigen - Behinderungsausgleich;
DU scheinst unter "medizinisch und technisch aktueller Stand" auf "technisch machbare WünschensWERTE" zu spekulieren Smiling
übrigens:
10 kHz sind auch nur gerade die Hälfte dessen, was Mensch so hören können müsste,
aber:
"Musik" ist definitiv NICHT das, was unter UN-mittelbare Behinderung verstanden wird Smiling
"Wahrheit" ist für mich DAS, was in den beschränkten Platz zwischen meine Ohren passt - und wie ist das bei DIR? Smiling
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 01.05.2018, 19:58 von nixverstahn. ↑  ↓

#37 01.05.2018, 21:07   ↑    ↓ 
urlaubsreif Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
Zitat:
DU scheinst unter "medizinisch und technisch aktueller Stand" auf "technisch machbare WünschensWERTE" zu spekulieren

Nein.
Da es das Gerät bereits gibt, sind seine Features ja nicht wünschenswert. Sondern diese bilden nahezu EXAKT den aktuellen technischen Stand ab, der machbar ist. Und somit in Abhängigkeit von den individuellen Voraussetzungen den bestmöglichen Behinderungsausgleich in punkto Sprachverstehen im Störschall realisiert. (nahezu exakt nur deshalb, weil in den Laboren schon die nächste Generation im Werden ist.)

Zitat:
Musik" ist definitiv NICHT das, was unter UN-mittelbare Behinderung verstanden wird

So?

Langsam aber sicher zweifle ich daran, dass bei dir eine einschneidende Hörbehinderung vorliegt. Sonst würdest du anders reden und denken. An den Ohren hängt der ganze Mensch. Hören hat nicht nur eine quantitative sondern auch eine qualitative Dimension. Es ist ein Unterschied, ob Sprache scheppernd oder weitestgehend natürlich übermittelt wird. Der Klang einer Stimme allein erzeugt positive oder auch negative Emotion. Ob eine Stimme mit all ihren Frequenzen übermittelt werden kann oder nicht ist ein ebensolcher Unterschied. Ist dir schon einmal aufgefallen, dass bei Menschen, die ein seelisches Trauma unterdrücken ganze Frequenzbereiche fehlen? (hängt mit der fehlenden Bauchatmung zusammen) Ich HÖRE das, weil ich zuhöre! Das alles sind wichtige Informationen, jenseits von Sprache, die in so einer Stimme übermittelt werden. Die möchte ich nicht versäumen, nur weil einem Billiggerät die Möglichkeit fehlt, das zu übermitteln. Daran hängt u.a. mein gesamtes seelisches Wohlbefinden.

Ansonsten befassen wir uns doch noch einmal mit der Versorgungsrichtlinie für Hilfsmittel. In §19 heißt es hinsichtlich des Versorgungsziels außerdem:

b) die Auswirkungen einer auditiven Kommunikationsbehinderung im gesamten täglichen Leben und damit bei der Befriedigung von allgemeinen Grundbedürfnissen zu beseitigen oder zu mildern

Zu meinem Alltag und zur Befriedigung meiner allgemeinen Grundbedürfnissen gehört Musik so selbstverständlich wie Wasser.

Wenn es für dich anders ist, und du mit einer arg eingeschränkten akustischen Welt gut klar kommst, ist das doch ok für dich. Aber das muss ja nun nicht für mich und für alle anderen gelten.
↑  ↓

#38 01.05.2018, 21:21   ↑    ↓ 
nixverstahn Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
und weil das alles so ist, darum plädiere ich dafür:
Schluß mit dem individuell maßlosen Anspruchsdenken auf Kosten und zu Lasten der Beitragszahlergemeinschaft, und:
jeder kaufe sich DAS, was er zu brauchen meint Smiling
wer das nicht zahlen kann, der bekommt DAS, was die Fremdzahlergemeinde unter "NOT-wendig" nach Einzelfallprüfung versteht.
eigentlich ganz einfach Smiling
"Wahrheit" ist für mich DAS, was in den beschränkten Platz zwischen meine Ohren passt - und wie ist das bei DIR? Smiling
↑  ↓

#39 01.05.2018, 21:34   ↑    ↓ 
urlaubsreif Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
Zitat:
wer das nicht zahlen kann, der bekommt DAS, was die Fremdzahlergemeinde unter "NOT-wendig" nach Einzelfallprüfung versteht.

Aaah, und den Vorsitz der "Fremdzahlergemeinde" stellst dann du. Vielleicht solltest du auch dafür plädieren, Rollis künftig auf lustige, bunte Skateboards zu verweisen. Die erfüllen auch den UN-mittelbaren Zweck der Fortbewegung, sind weitaus handlicher und kosten ungleich viel weniger.

Eigentlich ganz einfach ...
↑  ↓

#40 01.05.2018, 21:38   ↑     
nixverstahn Abwesend
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Betreff: Re: Krankenkasse schickt keinen rechtsmittelfähigen Bescheid
manchmal hilft auch schon ein kurzer Blick in´s gültige Gesetz Smiling

https://www.gesetze-im-internet.de/.../__12.html
"Wahrheit" ist für mich DAS, was in den beschränkten Platz zwischen meine Ohren passt - und wie ist das bei DIR? Smiling
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