#1 14.05.2018, 17:50
Ke1nohrha2e Abwesend
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Beiträge: 5


Betreff: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Hallo zusammen, hallo KatjaR,

es folgt der Beginn eines neuen "Threats". Da ist man mal für ein paar Tage nicht online und schon gibt's Streit Wink

Zunächst einmal möchte ich mich sehr, sehr herzlich für den Link zu "psychosoziale-gesundheit.net" bedanken. Das klingt jetzt sicherlich sehr klischeehaft, aber es grenzte wirklich an eine Offenbarung zu lesen, dass die eigenen Probleme der letzten Jahre nicht zwangsläufig ausschließlich meine eigenen Probleme sind, sondern dass diese zu einer Schwerhörigkeit dazu gehören (können). Eine echte Offenbarung war dann die Info zur "Psychogenen Schwerhörigkeit", von der ich aufgrund der Umschreibung stark annehme, dass diese mir - on top auf meiner Schwerhörigkeit oben drauf - mein Leben in den letzten 8 Jahren zur Hölle gemacht hat. Trotz der Konsultierung von einem Sack voll Fachleuten konnte mir diese Diagnose aber leider keiner stellen (und auch keine andere) ...

In diesem Zusammenhang steht für mich aber felsenfest, dass es für mich beruflich keinen Weg zurück dahin gibt, wo ich mich die letzten Jahre versucht habe zu behaupten - ob nun mit CI oder ohne!!!

Schade dabei nur um die umfangreiche Hörhilfen-Ausstattung, die ich gerade erst im letzten Jahr zugestanden bekommen hatte (u.a. 2 original-verpackte Tisch-Mics von Phonak im Werte von jeweils über 2.600 EUR). Macht es Sinn diese hier anzubieten? Sollte ich diese bei "Geräte, Diagnosen, Hilfsmittel, Pflege/Zubehör (FM, Wecker, Klingeln, Melder ...)" reinstellen?
Dirk
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#2 14.05.2018, 18:58
KatjaR Anwesend
Moderator
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Beiträge: 596


Betreff: Re: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Hallo Keinohrhase,

es freut mich dass du dich nicht wegen der Zankerei hast vertreiben lassen und dass dir die Infos nützlich sind. Leider erkennen nur wenige Fachärzte oder Therapeuten diese Zuammenhänge zwischen (schlechtem) Hören und psychosomatischen Folgeerscheinungen. Dafür kann eine spezielle Hörreha nützlich sein, in einer Klinik, in der man mit solchen Komorbiditäten von Hörschädigung vertraut ist und auch Wege kennt diese zu behandeln und mit dem Thema insgesamt umzugehen.

Zu deiner Frage wegen Zubehör, unabhängig von der Notwendigkeit der beruflichen Nutzung, würde ich diese Sachen behalten an deiner Stelle. A) weil du diese vielleicht auch im privaten Rahmen oder veränderten beruflichen Settings noch sinnvoll einsetzen kannst und b) vor allem weil ich glaube dass diese garnicht verkauft werden dürfen wenn vom Integrationsamt bezahlt. Das müßte im Bewilligungsbescheid glaube ich drin stehen. Der kontextangemessene Umgang mit Zusatzbehör, ist auch einer der Wege raus aus dem Hörstress, wobei dies bei fortgeschrittener Schwerhörigkeit auf Limitation stösst, mit evt. folgender CI-Versorgung ergeben sich aber auch wieder mehr Möglichkeiten, damit du in Zukunft auch wieder teilhaben kannst an allem Möglichen. Alles Gute weiterhin und ich würde mich freuen weiter von dir zu lesen.
Liebe Grüße
Katja
Langjährige CI-Trägerin (AB) "Nehmt nur mein Leben hin in Bausch und Bogen, wie ich´s führe; Andre verschlafen ihren Rausch, Meiner steht auf dem Papiere." Laughing
Johann Wolfgang von Goethe
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#3 14.05.2018, 19:33
Hörer2018
Gast


Betreff: Re: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Auf keinen Fall zum Verkauf einstellen, bevor nicht geklärt, ob eine Schadensersatzpflicht gegenüber dem Geber eintreten würde.
Unabhängig vom Juristischen ist doch klar, dass durch Bekanntwerden der Weggabe der Hilfen der Hilfegeber künftig noch genauer hinschaut, ob du etwas zugestanden bekommst. Versicherungen sollen dich gegen Geld sicherer machen, doch nicht verunsichern aufgrund eigener Fehler.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 14.05.2018, 19:35 von Hörer2018. ↑  ↓

#4 15.05.2018, 08:41
svenyeng Abwesend
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Betreff: Re: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Hallo!

Hilfsmittel, die das Integrationsamt bezahlt, sind Personen bezogen.
D.h. bei Arbeitgeberwechsel usw. immer alles mitnehmen, denn diese Dinge gehören Dir. Somit sollte es auch kein Problem darstellen, die Sachen zu verkaufen, wenn sie nicht mehr benötigt werden.

Wenn das Integrationsamt den Verkauf untersagen würde, was hätten die davon? Alternative ist das die Dinge dann bei den Leuten zu Hause im ungenutzt im Schrank liegen und in einiges Jahren vermutlich entsorgt werden.
Dann müsste das Integrationsamt hin gehen und diese Hilfsmittel den Leuten leihweise zur Verfügung stellen. Aber auch das wäre viel zu viel Aufwand der auch mit Kosten verbunden ist. Nicht jedes Zubehör ist auch mit jedem HG etc. kompatibel. Auch müsste das Integrationsamt beim verleihen nach einer Rückgabe ja die Geräte detailliert prüfen bzw. prüfen lassen bevor die wieder rausgegeben werden. Wenn das Integrationsamt so etwas bewilligt, dann wird das von denen bezahlt und damit ist die Sache fürs Integrationsamt erledigt.

Ist ja genauso, wenn man z.B. heute Zubehör bewillig bekommt und in 2 Jahren sind neue HGs fällig, dann kann es ja sein das man sich für einen anderen Hersteller entscheidet und das Zubehör ist nicht mehr kompatibel.
In dem Fall also neuen Antrag stellen und das Integrationsamt zahlt für neues Zubehör. Das alte Zubehör muss aber niemand zurück geben.
Also kann man das auch gebraucht verkaufen.
Leute die vom Amt Zubehör nicht bewilligt bekommen sind sicherlich froh, wenn sie günstig an Zubehör kommen.
Dem Amt entsteht ja kein Schaden. Wenn die Zubehör bewilligen ist das immer neues Zubehör. Die gucken ja nicht obs was auf dem gebrauchtmarkt gibt.

Die Technik wird ja auch immer älter und somit ist die Frage ob man damit in ein paar Jahren (wenn es zu Hause liegen bleibt) überhaupt noch was anfangen kann. Technisch geht es ja immer weiter und weiter.
Und das weiß auch das Integrationsamt. Somit wird dann im Fall des Falles eh ein neuer Antrag gestellt werden.

Gruß
sven
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#5 15.05.2018, 09:06
muggel Anwesend
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Betreff: Re: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Hallo Sven,
hier muss ich dir widersprechen. Nicht alle Hilfsmittel, die das Integrationsamt bezahlt, sind personenbezogen oder gehen in das Eigentum des Antragstellers über.
Bevor man (fremd)finanzierte Hilfsmittel verkauft oder verschenkt, sollte man bei der entsprechenden Stelle nachfragen, ob dieses in Ordnung ist.

Grüße,
Miriam

PS: Mein Schreibtisch wurde z.B. durch das Integrationsamt bezuschusst. Dieser geht aber nicht in meinen Besitz über, sondern gehört meinem Arbeitgeber!
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#6 15.05.2018, 09:37
svenyeng Abwesend
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Betreff: Re: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Hallo!

@muggel:
Ich hatte ein Gespräch mit einem Mitarbeiter vom Integrationsamt.
Dieser sagte mir das Hilfsmittel, wenn sie bewilligt werden personenbezogen sind und ich alles mitnehmen soll/darf falls ich mal den Arbeitgeber wechseln.
Der Mitarbeiter sagte das die Sachen mir gehören.
Auch ein spezieller Schreibtisch, wenn er denn bewilligt wurde gehöre nicht dem Arbeitgeber sondern mir. Der Arbeitgeber hat den Schreibtisch ja nicht bezahlt.

Es wird sicherlich ein Unterschied sein ob Zuschuss oder volle Bezahlung durchs Amt, denn bei einem Zuschuss hat der Arbeitgeber ja auch einiges dazu bezahlt. Von daher wird das dann auch dem Arbeitgeber gehören.

Gruß
sven
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#7 15.05.2018, 10:29
KatjaR Anwesend
Moderator
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Betreff: Re: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Hallo Sven,
es ist richtig dass die Hilfsmittel personenbezogen angeschafft werden und somit auch in das Eigentum des Einzelnen übergehen. Dies ist dafür gedacht, dass er diese mitnehmen kann wenn ein Arbeitsplatzwechsel ansteht. Nicht um diese verkaufen zu können, ohne dass überhaupt klar ist ob und wie es weitergeht und ob die Hilfsmittel nicht an einem neuen Platz eingesetzt werden können. Man kann nicht 2 Jahre später dann ankommen und völlig neue Technik verlangen.
Gruß
Katja
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#8 15.05.2018, 11:42
svenyeng Abwesend
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Betreff: Re: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Hallo!

@Katja:
Und wo lagert jemand der nur eine kleine Wohnung hat dann den Schreibtisch z.B. ein?
Soll die Person dann ein Lager mieten?
Ich glaube kaum, das das Integrationsamt die Sachen einlagert.

Gruß
sven
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#9 15.05.2018, 11:50
KatjaR Anwesend
Moderator
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Betreff: Re: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Hier geht es um eine Höranlage lieber Sven, das dürfte nicht so ein großes Problem sein.
Im Zweifel einfach das Integrationsamt fragen.
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#10 15.05.2018, 18:57
muggel Anwesend
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Beiträge: 585


Betreff: Re: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Hallo,

also den Schreibtisch würde ich auch mitnehmen... aber er gehört mir nicht, sondern meinem Arbeitgeber. So steht es auch in der Bewilligung - und der Schreibtisch wurde voll übernommen.
Auch werden zB Umbauten am Arbeitsplatz vom Integrationsamt bezahlt - auch die gehören dann nicht dem Behinderten!
Für Hörhilfen mag es so sein, dass diese in das Eigentum des Behinderten übergehen - aber dies ist nicht generell für alle Hilfsmittel so!

Grüße,
Miriam
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#11 15.05.2018, 19:19
svenyeng Abwesend
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Betreff: Re: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Hallo!

@muggel:
Komisch. Mir sagte der Mann vom Integrationsamt genau das Gegenteil.
Nämlich das auch Schreibtisch, Umbauten etc. Personenbezogen sind und mitgenommen werden können wenn man den AG wechselt oder so.

Gruß
sven
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#12 15.05.2018, 22:15
Hörer2018
Gast


Betreff: Re: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Der Besitzer kann Sachen mitnehmen. Ob er auch Eigentümer der Sachen ist, bleibt offen. Eigentümer kann ein ganz Anderer sein.
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#13 16.05.2018, 09:41
Ke1nohrha2e Abwesend
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Dabei seit: 20.04.2018
Beiträge: 5


Betreff: Re: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Hallo allerseits, vielen Dank wiedermal für den vielen Input. Also zum einen kann ich sagen, dass die Bewilligung der technischen Hilfsmittel direkt auf meine Privatperson bezogen erfolgte. Mein Arbeitgeber tauchte in dem ganzen Prozedere nicht auf. Bei mir war es übrigens schon nicht mehr das Integrationsamt, sondern die Agentur für Arbeit, Abteilung Rehabilitation im Beruf oder so.
Ich verstehe, dass dennoch solche Hilfsmittel nicht leichtfertig verscherbelt werden sollten, da nicht von heute auf morgen wieder etwas bewilligt werden könnte. Wie schon beschrieben sehe ich es für mich jetzt - und auch eine möglichst lange Zeit - als sehr wichtig an, nicht immer, jeder Zeit und in jeder Situation hören zu müssen. Seit Ende letzten Jahres lasse ich mein Hörgerät sehr viel draußen (teilweise sogar über mehrer Wochen). Und auffälliger Weise sind seit mehreren Wochen keine psychogenen Schwerhörigkeitssymptome mehr aufgetreten. Die Tisch-Mics waren gedacht für Meeting- bzw. Workshop-Situationen mit vielen Teilnehmern sowie für die Durchführung meiner Vorlesungen. All das werde ich mir womöglich nie wieder zumuten - vor allem nicht die nächsten Jahre.
Und noch eine Info: Ich hatte bereits 2009 verschiedene Hilfsmittel bewilligt bekommen, die nie wieder in irgendeiner Form vom Integrationsamt angefordert oder bei der zweiten Bewilligung angefragt worden wären.
Sonnige Grüße!
Dirk
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#14 16.05.2018, 09:51
svenyeng Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2013
Beiträge: 939


Betreff: Re: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Hallo!

Genau so ist es normalweise.
Der Arbeitgeber hat mit den Anträgen die an das Integrationsamt gehen nichts zu tun. War bei mir auch so.
Das einzige was der Arbeitgeber tun kann, aber nicht muss, ist bei den Anträgen unterstützen. Es gibt Arbeitgeber die haben einen internen Integrationsdienst.
Die helfen dann beim ausfüllen der Formulare und formulieren von Anträgen etc.
Aber der Antrag läuft immer auf den Mitarbeiter persönlich und dessen Name ist immer Absender bei Briefen. Der Arbeitgeber taucht da nirgends auf.

Gruß
sven
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#15 16.05.2018, 12:17
muggel Anwesend
Mitglied
Dabei seit: 19.06.2013
Beiträge: 585


Betreff: Re: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Hallo,

ich denke, dass auch vieles vom Integrationsamt abhängt. Hier wird der Arbeitgeber IMMER informiert, dieser muss sogar ggf. erläutern, warum ein Hilfsmittel notwendig ist.
Einige Hilfsmittel können auch gar nicht mitgenommen werden, wenn der Arbeitnehmer kündigen oder wechseln sollte. Dazu zählen z.B. für den Behinderten Menschen durchgeführte Baumaßnahmen (Behinderten-WC, automatische Türöffner, Aufzüge). Auch dieses kann vom Integrationsamt kostenmäßig übernommen werden.

Ich kenne beide Formen der Anträge und Bewilligungsschreiben...
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#16 16.05.2018, 15:21
Wallaby Abwesend
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Betreff: Re: Neuer Threat vom Ke1nohrha2en
Hallo, kenne ebenso beide Varianten wie Miriam bereits schrieb. Ich hatte damals wenn auch vor 20 Jahren war.... Das Schreibtelefon zurückgeben müssen. Es gibt heutzutage auch wo AG mit 25% Restkosten beteiligen soll/muss.
Und es wird bei machen auch hingewiesen, das bei Arbeitsplatz oder sogar Arbeitgeberwechsel die Hilfsmittel mitgenommen werden soll ansonsten muss das Integrationsamt entscheiden was mit nicht benötigte Hilfsmittel geschehen soll.

Immer wieder erstaunlich wie oft verallgemeinert wird. Bei Krankenkasse verläuft mit Hilfsmittel streng genommen ähnlich. Man braucht nur daran denken, wenn für einen hilfsbedürftige Person Toilettenstuhl, Rollator, Rollstuhl gebraucht wird, geht auch alles wieder zurück.

Gruß
Wallaby
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