#1 10.06.2018, 13:43
Wolly Wachtel Abwesend
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Beiträge: 3


Betreff: Hörgeräte zum Nulltarif
Hallo,
mein Mann ist schwerhörig und hat vor 6 Jahren sein erstes Hörgerät bekommen.
Es ist eins von Oticon und er kam auch prima damit zurecht.
Mittlerweile versteht er aber nicht mehr so gut mit dem Gerät, und nach 6 Jahren kann man ja ein neues bekommen.

Wir sind also wieder zum selben Akustiker gegangen, mein Mann wollte sich erstmal erkundigen und evt. ein Gerät "probe tragen".
Das Oticon war damals ohne Zuzahlung und er will auch diesmal nichts dazubezahlen.
Nun hat der Akustiker gleich zwei neue Otoplastiken gemacht, dann beim zweiten Mal das neue Hörgerät, ein resound, angepaßt.
Meinem Mann gefällt das gar nicht, ist auch etwas größer als das alte Oticon, dazu kommt noch, das die eine Otoplastik drückt.
Beim nächsten Termin hat der Akustiker etwas abgeschleift- von der Otoplastik- und gesagt, er soll es mal ausprobieren.
Nun hat er es eine Woche getragen, die Otoplastik drückt immer noch, er hat sich wieder sein altes genommen.
Auf Nachfrage beim Akustiker, ob es keine anderen Null Tarif Geräte gäbe, hat er verneint. Das resound wäre genau das richtige für meinen Mann.
Was macht man da jetzt?
Der Akustiker hat ja nun schon die neuen Ohrstücke gemacht.
Kann man zu einem anderen Akustiker gehen oder muß man jetzt das resound nehmen?
Es nützt ja kein Hörgerät mit dem er sich nicht anfreunden kann, und er immer wieder das alte nimmt.
Danke für Eure Antworten und Gruß
Wolly
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#2 10.06.2018, 14:12
akopti Abwesend
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Betreff: Re: Hörgeräte zum Nulltarif
Hallo,

Du hast das Recht, jederzeit zu wechseln. Dabei ist es egal, ob der Akustiker Ohrstücke gemacht hat, da diese ja nicht passen.

Gruß

Dirk
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#3 10.06.2018, 15:37
nixverstahn Abwesend
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Betreff: Re: Hörgeräte zum Nulltarif
Hallo Wolly Wachtel,

dein Mann hat das Recht ohne Zuzahlung Hörgeräte zu bekommen, mit denen er bestmöglich hören UND - soweit bei ihm irgend möglich - auch wieder verstehen kann. Und DAS nicht nur zuhause, sondern auch in der Straßenbahn, im Theater, im Konzert, im Wartebereich, beim Arzt, am Straßenrand und im Kaufhaus (um nur ein paar Beispiele zu nennen). Das einzige Recht was er hierbei NICHT ohne Zuzahlung hat, das ist: Er kann NICHT ein ganz bestimmtes Hörgerät verlangen.
DAS ist so in den Verträgen, welche die Krankenkassenvertreter mit den Hörakustikervertretern vereinbart haben, geregelt. Ziel: bei manchen Kunden muss der Hörgeräteakustiker evtl. etwas "drauflegen", bei den meisten Kunden macht er sicher kein schlechtes Geschäft mit den fast 1.600.-€ die die Krankenkassen (pauschal) an ihn für jede Versichertenversorgung überweist.

Liebe Grüße
Johannes
"Wahrheit" ist für mich DAS, was in den beschränkten Platz zwischen meine Ohren passt - und wie ist das bei DIR? Smiling
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#4 10.06.2018, 17:11
Wolly Wachtel Abwesend
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Betreff: Re: Hörgeräte zum Nulltarif
Hallo,
danke für die Antworten.
Ein bestimmtes Hörgerät will er nicht, wir kennen uns auch nicht aus.
Nur dieses eine vom Akustiker empfohlene, gefällt ihm einfach nicht.
Zumal es auch etwas größer ist als sein altes.
Wir dachten daß in 6 Jahren die Geräte eher kleiner geworden wären.
In 10 Tagen ist der nächste Termin, wenn es dann nichts anderes gibt werden wir wohl wechseln müssen.
Danke und Gruß
Wolly
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#5 10.06.2018, 17:16
akopti Abwesend
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Betreff: Re: Hörgeräte zum Nulltarif
Wie kommt er denn akustisch mit dem angepassten Gerät zurecht?
Vielleicht ist die Größe einem höheren Verstärkungsbedarf geschuldet.

Gruß

Dirk
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#6 10.06.2018, 17:41
Wolly Wachtel Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 10.06.2018
Beiträge: 3


Betreff: Re: Hörgeräte zum Nulltarif
Hören kann er damit, nur zum einschalten muß man zweimal die Batterieklappe auf und zumachen, damit hat er auch etwas Schwierigkeiten, das ist so fummelig.
Am liebsten hätte er das alte behalten, nur geht das leider nicht mehr, weil sich das Hörvermögen verschlechtert hat.
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#7 10.06.2018, 20:57
svenyeng Abwesend
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Beiträge: 810


Betreff: Re: Hörgeräte zum Nulltarif
Hallo!

Ein/Ausschalten über die Batterieklappe ist mittlerweile bei jedem HG Standard.
So toll finde ich das generell auch nicht, aber man kann es nicht ändern.

Was die HG Größe betrifft, so gibt es z.B. die Resound in verschiedenen Gehäusegrößen. Ich habe die Resound Linx 3D 9 mit 13er Batterien.
Die gibts aber auch mir 312er Batterien und damit ist das Gehäuse sehr viel kleiner.

Ihr könnte den Akustiker wechseln, das ist überhaupt kein Problem.
Wichtig ist das viele Geräte von vielen Herstellern getestet werden und nicht nur Oticon und Resound. Von Oticon rate ich eh generell ab, weil ich vielen Jahr nur Oticon hatte und nichts als Ärger.
Es ist aber noch genug andere Hersteller neben Resound.

Auch rate ich immer dazu erst mal nicht an die Kosten zu denken, sondern viel zu testen. Natürlich auch Zuzahlungsfreie HGs. Jeder Hersteller und jedes Gerät ist anders. Test ist völlig kostenlos und unverbindlich.
Es ist wichtig das man gut hören kann und nicht das die Geräte möglichst billig sind oder nichts kosten.
Es findet sich immer ein Weg, wenn man die richten HGs für sich gefunden hat.
0% Finanzierung ist notfalls auch möglich, aber das nur nebenbei.

Bei den Othoplastiken gibts es verschiedene und auch verschiedene Materialien.
Wenn Dein Mann mit den aktuellen nicht zurecht kommt sollte der Akustiker andere fertigen und dann probiert er die aus.

Noch ein Tipp: Mach eine Kopie der HG Verordnung und gebe immer nur die an den Akustiker. Erst wenn entschieden ist welches Gerät es wird und bei welchem Akustiker gebt Ihr das original raus. Dann ist wechseln einfacher.

Gruß
sven
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#8 11.06.2018, 06:59
nixverstahn Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 15.04.2018
Beiträge: 287


Betreff: Re: Hörgeräte zum Nulltarif
moin,
nur ein Tipp am Rande:
bei einer Folgeversorgung - NACH Ablauf der ersten 6 Jahre, wie hier der Fall - braucht es GAR KEINE Verordnung.
LG
Johannes
"Wahrheit" ist für mich DAS, was in den beschränkten Platz zwischen meine Ohren passt - und wie ist das bei DIR? Smiling
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#9 11.06.2018, 09:55
Treehugger Abwesend
Mitglied
Dabei seit: 23.08.2017
Beiträge: 158


Betreff: Re: Hörgeräte zum Nulltarif
@Wolly Wachtel

Vielleicht kannst du das Tonaudiogram hier einstellen,
oder die Daten hier als Text reinstellen.

Dann gibt es bestimmt den ein oder anderen User hier, der auch einen Tipp für ein HG mit Angabe zum Hersteller & Typ abgeben kann.

Aus dem bisher geschilderten kann man eben wenig dazu sagen.
Für mich wäre es noch nicht mal seriös zu sagen ob es bei dem geschilderten Sachverhalt sinnvoll ist einen anderen Akustiker zu suchen.

Da eben zwar HG tendenziell kleiner geworden sind, aber vielleicht reicht ja so ein klein HG nicht mehr aus um den Hörverlust zu kompensieren.

Was Ihr aber auf keine Fall machen solltet, ist ein HG aufschwätzen lassen mit dem dein Mann nicht glücklich ist.
Die verschiedenen HG unterschiedlicher Hersteller klingen anders.
Und es gibt verschieden Anpassformeln mit denen der Klang beeinflusst werden kann.

Wenn der Akustiker nicht gewillt ist, ein anderes Gerät zum Testen bereit zu stellen, dann ist meine Empfehlung ganz klar: Wechseln!

Treehugger
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#10 11.06.2018, 10:53
Ohrenklempner Abwesend
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Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 1.374


Betreff: Re: Hörgeräte zum Nulltarif
Wenn dein Mann mit einem zuzahlungsfrei angebotenen Hörgerät nicht klar kommt, dann MUSS der Akustiker ein weiteres zuzahlungsfreies anbieten. Fertig. Der Akustiker tut sich mit dieser Strategie selbst keinen Gefallen. Ich würde auf jeden Fall wechseln. Jeder normale, richtige Akustiker (also nicht Kind, Geers usw.) hat MINDESTENS zwei oder drei Geräte zuzahlungsfrei im Angebot.

Wie viel schlechter sind die Ohren denn geworden? Denn normalerweise kann man ein Hörgerät auch noch nachstellen und dem aktuellen Hörverlust anpassen. Das hat den Vorteil, dass der Akustiker Reparaturen auch direkt über die Krankenkasse abrechnen kann, wenn die sechs Jahre rum sind.
Allons-y!
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