Rockende Rentnerin mit Hörschaden

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beate_r
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Registriert: 27. Jan 2026, 02:37

Re: Rockende Rentnerin mit Hörschaden

#26

Beitrag von beate_r »

Am Freitag soll es wieder zum Aktustiker gehen. Mittlerweile konkretisiert sich auch die Erfahrung mit dem Gerät. Übrigens Widex Moment 440 Smart Ric.

Mit dem Handling komme ich recht gut zurecht. Dank seiner geringen Größe passt das Gerät auch zusammen mit der Brille über die Ohren, sogar bei dem problematische, weil eng anliegenden linken Ohr, bei dem schon der Brillenbügel alleine gerne mal schmerzhaft drückt.

Anders, und durchaus durchwachsen sieht es mit dem Hören aus: mit dem Standardprogramm komme ich gar nicht zurecht, auch mit der Variante mit leicht verminderter Bassabsenkung, die der HGA bei der Anpassung angelegt hatte. Viel zu mittenbetont "qäksig". Die ganzen Automatiken funktionieren für mich nicht. Musik klingt bescheiden, vor allem aber ist die Sprachverständlichkeit nicht so gut wie sie sein sollte. Allein im Auto geht es ganz gut.

Der HGA hatte bereits bei der Anpassung ziemlich nachdrücklich dazu geraten, auch die Sprachverständlichkeit im Musikmodus zu testen. Und das war ein hervorragender Vorschlag: im Musikmodus verstehe ich Sprache deutlich besser als im Normalprogramm. Und ich kann dazu den Pegel deutlich absenken, also meien Ohren schonen. Und das ist in meinen Augen wünschenswert, weil meine Ohren nachts beim Absetzen schon Anzeichen von Streß signalisieren, ähnlich wie nach Musizieren nahe am Limit. Den besten Kompromiss erziele ich vermutlich, wenn ich den Pegel so einstelle, dass meine Stimme mit den Geräten idealerweise so klingt wie gewohnt.

Geräde sitze ich übrigens mit InEar-Kopfhörern auf den Ohren ... ebenfalls zum Testen. Wir waren gstern bei InEar in Dieburg und haben ausührlich Hörer getestet, und das Zweiwegesystem kommt vom Frequenzgang meinem Hörverlust entgegen. Will heißen, auch da ist die Sprachverständlichkeit besser als mit dem Hörgerät im Normalprogramm. Da habe ich auch gelernt, dass ich noch genug höre, um audiophilen Hörern zu genießen zu können. Sie müssen halt neutral ausgelegt sein).

Hier übrigens mal meine Hörkurven
2025-12-15_Hoerkurven.png
Zurück zum HG:

für meine Alltagsversorgung benötige ich wohl eine breitbandige Auslegung, die zwar meinen Hörverlust ausgleicht, aber in den Höhen UND in den Tiefen möglichst wenig wegnimmt. Letzteres vielleicht in Verbindung mit dem Tiefmittentrick einer leichten relativ schmalen und geringen Absenkung um die 270Hz, der das Ohr zur Wahrnehmung von kräftigerem Bass verleitet). Weil ich dann auch leiser hören kann, könnte da vielleicht auch bei diesem Gerät akkuschonend ein besserer Klang erreicht werden. Und wichtiger noch: wohl durchaus auch ohrenschonend. Es geht ja auch darum, dass mein Gehör in Zukunft möglichst langsam abimmt. Und darüber sollte ich mir leider wohl ebenfalls Gedanken machen.

Fürs Musizieren oder auch für laute Musik kann man die Geräte vermutlich nicht genügend leise stellen. Die Eingriffsmöglichkeiten der App reichen dazu leider nicht aus.
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